Ich hatte mir im Vorfeld dieser Saison lange überlegt, ob ich mir die Mont4Card, den Top4Skipass oder den Magicpass kaufen soll. Der Magicpass fiel rasch aus dem Rennen. Die Entscheidung zugunsten der Mont4Card (CHF 400.-) fiel dann Mitte November. Ein riesiges Skigebiet in vertretbarer Distanz von Bern, eine gebuchte Woche Skiferien und diverse zusätzliche Skitage in den Partnerskigebieten (u.a. Aletsch Arena und Portes du Soleil) gaben den Ausschlag.
4 Vallées | 12. Dezember 2021
Los ging es zu früher Stunde um 06:07 Uhr am Bahnhof Bern in Richtung Wallis. Der Zug ist nahezu leer, es scheinen noch alle zu schlafen. Dies ändert sich auch nicht nach dem Umstieg in Visp. In Sion geht es dann weiter per Postauto nach Nendaz. Auf dieser Linie wurde das Angebot per heute (Fahrplanwechsel) massiv ausgebaut. Sonntags verkehren neu 22 Verbindungen, bislang waren es gerade einmal 10 Verbindungen. Heute nutzten die zweite Fahrt des Tages um 07:45 Uhr doch immerhin bereits sechs Fahrgäste, bislang fuhr das erste Postauto sonntags erst um 08:05 Uhr. Dank der früheren Abfahrtszeit bestand in Haute-Nendaz auf den Skibus nach Siviez. Dieser verkehrt vor Weihnachten nur spärlich, der direkte Zubringer ist dieses Wochenende ebenso noch nicht in Betrieb.
Um 08:45 Uhr treffe ich in Siviez ein, die Autos stehen Schlange, um einen Parkplatz zugewiesen zu bekommen. Da heute offenbar erst um 9 Uhr Betriebsbeginn ist, bleibt noch etwas Zeit, um die Schuhe zu wechseln und den Rucksack an einer vermeintlich geeigneten Stelle zu deponieren.
Um 08:55 Uhr nimmt dann der Combatseline als erster den Betrieb auf. Dann gibt es halt eine schattige Fahrt zu Beginn. Nachdem ich warm bin, eignet sich der letzte Hang hervorragend zum Carven. Obwohl ich eigentlich dachte, allein auf diesem Pistenabschnitt zu sein, habe ich plötzlich das Gefühl etwas hinter mir zu haben. Ich halte an und sehe etwas schwarzes die Piste hinunterrutschen. Rasch stelle ich fest, dass es sich um mein Portmonnaie handelt. Also nichts wie hinterher: Hinter einer Kuppe setzt dann der Geldregen ein. Noten aller Farben liegen verteilt auf der Piste. Das Portmonnaie rutscht weiter. Ich sammle die Noten ein und behalte das Portmonnaie im Blick, welches glücklicherweise am Pistenende zum Stillstand kommt. Es wird weiter eingesammelt, auf das weit verstreute Münz verzichte ich. Nachdem ich die Reissverschlüsse mehrfach geprüft habe, kann es weitergehen.
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Es folgen einige Runden hoch zum Plan du Fou, dann einmal Tortin und anschliessend nochmals einige Fahrten Combatseline. Die Pisten sind in hervorragendem Zustand: griffig und keinerlei eisige Stellen. Kurz nach 11 Uhr mache ich mich auf den Weg, den Rucksack zu holen, um anschliessend nach Verbier zu wechseln. Die Rückreise will ich dann von Verbier her antreten. Doch vom Rucksack ist weit und breit keine Spur, einzig eine verlassene Rivella-Flasche steht noch im Schnee. An der Kasse wissen sie leider auch nicht mehr. Mist, aber den Skitag will ich mir nicht verderben lassen.
Also geht es weiter nach Verbier. Dort fahre via nach einmal Lac des Vaux hinunter ins Tal, um unterwegs einzukehren. Die Restaurants verpasse ich allesamt, irgendwann lande ich auf einer geschlossenen, aber bereits beschneiten Piste. Diese führt aber nicht hinunter zur Talstation Médran sondern mitten ins Dorf. Ich habe ein Déjà-vu, bereits vor drei Jahren landete ich einmal hier. Im Gegensatz zu damals nehme ich heute aber den richtigen Bus und lande rasch wieder bei der Talstation. Nach einer Fahrt mit der neuen Gondelbahn, dessen Talstation nicht ganz vollendet ist, mache ich Mittagspause in Les Ruinettes.
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Nach der Mittagspause war es bereits deutlich bewölkter. Ich mache mich auf in den Chaux-Sektor und nehme dann die beiden Pendelbahnen auf den Mont Fort. Die Piste hinunter ist wie gewohnt herausfordernd, oben wird sie gefühlt immer steiler. Ich kehre zurück Richtung Chaux und überlege nochmals, ob ich etwas Wichtiges im Rucksack habe. Bislang sind mir nur unwichtige Dinge eingefallen, doch plötzlich stelle ich fest, dass sich auch meine Schlüssel im Rucksack befanden. Also entschliesse ich mich nochmals nach Siviez hinunterzufahren, in der Hoffnung ihn doch noch zu finden.
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Die Route vom Chassoure hinunter ist geöffnet, auch wenn hin und wieder einige Steine hervorschauen. Anstrengend sind diese 1000 Höhenmeter aber durchaus. In Siviez schaue ich mich nochmals um, prüfe den nahegelegenen Bach und frage nochmals an der Kasse: Nichts.
Na dann halt wieder zurück Richtung Verbier. Dort entleert sich das Skigebiet gerade mehr oder weniger über eine Piste, ein entsprechendes Gewusel ist es. Nach einigen Fahrten mache ich dann ebenfalls Feierabend und treffe um 16:15 Uhr in Verbier ein. Eigentlich habe ich eine Viertelstunde Reserve, bevor dann um 16:46 Uhr der Zug in Le Châble fährt. Doch vor der Bahn hinunter nach Le Châble hat es eine riesige Schlange. Besser gesagt vor den beiden Liften, welcher zur Bahn führen. Da ich nicht weiss, ob es irgendwo noch eine Treppe hat, stelle ich mich ebenfalls an. Exakt um 16:30 Uhr steige ich dann doch noch in die Bahn ein, dir Kapazität wird alles andere als ausgenutzt. Die Lifte stellen den Engpass dar, nicht die Gondelbahn. Den ganzen Tag über gab es eigentlich keine nennenswerten Wartezeiten.
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In Le Châble funktioniert der Anschluss einwandfrei, auch in Martigny klappt es trotz einigen Minuten Verspätung. Ich finde auch problemlos einen Sitzplatz im Zug Richtung Lausanne. Doch an den nachfolgenden Halten stapeln sich die Menschen. Zuerst vorwiegend Skifahrer, dann in Montreux sonstige Fahrgäste. Ab Montreux sind dann sämtliche Plätze besetzt, selbst stehend haben keine weiteren Personen Platz.
Fazit: Skimässig ein genialer Skitag, das "Rahmenprogramm" hätte nicht sein müssen.
4 Vallées | 12. Dezember 2021
Los ging es zu früher Stunde um 06:07 Uhr am Bahnhof Bern in Richtung Wallis. Der Zug ist nahezu leer, es scheinen noch alle zu schlafen. Dies ändert sich auch nicht nach dem Umstieg in Visp. In Sion geht es dann weiter per Postauto nach Nendaz. Auf dieser Linie wurde das Angebot per heute (Fahrplanwechsel) massiv ausgebaut. Sonntags verkehren neu 22 Verbindungen, bislang waren es gerade einmal 10 Verbindungen. Heute nutzten die zweite Fahrt des Tages um 07:45 Uhr doch immerhin bereits sechs Fahrgäste, bislang fuhr das erste Postauto sonntags erst um 08:05 Uhr. Dank der früheren Abfahrtszeit bestand in Haute-Nendaz auf den Skibus nach Siviez. Dieser verkehrt vor Weihnachten nur spärlich, der direkte Zubringer ist dieses Wochenende ebenso noch nicht in Betrieb.
Morgenstimmung im winterlichen Sion
Um 08:45 Uhr treffe ich in Siviez ein, die Autos stehen Schlange, um einen Parkplatz zugewiesen zu bekommen. Da heute offenbar erst um 9 Uhr Betriebsbeginn ist, bleibt noch etwas Zeit, um die Schuhe zu wechseln und den Rucksack an einer vermeintlich geeigneten Stelle zu deponieren.
Um 08:55 Uhr nimmt dann der Combatseline als erster den Betrieb auf. Dann gibt es halt eine schattige Fahrt zu Beginn. Nachdem ich warm bin, eignet sich der letzte Hang hervorragend zum Carven. Obwohl ich eigentlich dachte, allein auf diesem Pistenabschnitt zu sein, habe ich plötzlich das Gefühl etwas hinter mir zu haben. Ich halte an und sehe etwas schwarzes die Piste hinunterrutschen. Rasch stelle ich fest, dass es sich um mein Portmonnaie handelt. Also nichts wie hinterher: Hinter einer Kuppe setzt dann der Geldregen ein. Noten aller Farben liegen verteilt auf der Piste. Das Portmonnaie rutscht weiter. Ich sammle die Noten ein und behalte das Portmonnaie im Blick, welches glücklicherweise am Pistenende zum Stillstand kommt. Es wird weiter eingesammelt, auf das weit verstreute Münz verzichte ich. Nachdem ich die Reissverschlüsse mehrfach geprüft habe, kann es weitergehen.
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Es folgen einige Runden hoch zum Plan du Fou, dann einmal Tortin und anschliessend nochmals einige Fahrten Combatseline. Die Pisten sind in hervorragendem Zustand: griffig und keinerlei eisige Stellen. Kurz nach 11 Uhr mache ich mich auf den Weg, den Rucksack zu holen, um anschliessend nach Verbier zu wechseln. Die Rückreise will ich dann von Verbier her antreten. Doch vom Rucksack ist weit und breit keine Spur, einzig eine verlassene Rivella-Flasche steht noch im Schnee. An der Kasse wissen sie leider auch nicht mehr. Mist, aber den Skitag will ich mir nicht verderben lassen.
Also geht es weiter nach Verbier. Dort fahre via nach einmal Lac des Vaux hinunter ins Tal, um unterwegs einzukehren. Die Restaurants verpasse ich allesamt, irgendwann lande ich auf einer geschlossenen, aber bereits beschneiten Piste. Diese führt aber nicht hinunter zur Talstation Médran sondern mitten ins Dorf. Ich habe ein Déjà-vu, bereits vor drei Jahren landete ich einmal hier. Im Gegensatz zu damals nehme ich heute aber den richtigen Bus und lande rasch wieder bei der Talstation. Nach einer Fahrt mit der neuen Gondelbahn, dessen Talstation nicht ganz vollendet ist, mache ich Mittagspause in Les Ruinettes.
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Nach der Mittagspause war es bereits deutlich bewölkter. Ich mache mich auf in den Chaux-Sektor und nehme dann die beiden Pendelbahnen auf den Mont Fort. Die Piste hinunter ist wie gewohnt herausfordernd, oben wird sie gefühlt immer steiler. Ich kehre zurück Richtung Chaux und überlege nochmals, ob ich etwas Wichtiges im Rucksack habe. Bislang sind mir nur unwichtige Dinge eingefallen, doch plötzlich stelle ich fest, dass sich auch meine Schlüssel im Rucksack befanden. Also entschliesse ich mich nochmals nach Siviez hinunterzufahren, in der Hoffnung ihn doch noch zu finden.
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Die Route vom Chassoure hinunter ist geöffnet, auch wenn hin und wieder einige Steine hervorschauen. Anstrengend sind diese 1000 Höhenmeter aber durchaus. In Siviez schaue ich mich nochmals um, prüfe den nahegelegenen Bach und frage nochmals an der Kasse: Nichts.
Na dann halt wieder zurück Richtung Verbier. Dort entleert sich das Skigebiet gerade mehr oder weniger über eine Piste, ein entsprechendes Gewusel ist es. Nach einigen Fahrten mache ich dann ebenfalls Feierabend und treffe um 16:15 Uhr in Verbier ein. Eigentlich habe ich eine Viertelstunde Reserve, bevor dann um 16:46 Uhr der Zug in Le Châble fährt. Doch vor der Bahn hinunter nach Le Châble hat es eine riesige Schlange. Besser gesagt vor den beiden Liften, welcher zur Bahn führen. Da ich nicht weiss, ob es irgendwo noch eine Treppe hat, stelle ich mich ebenfalls an. Exakt um 16:30 Uhr steige ich dann doch noch in die Bahn ein, dir Kapazität wird alles andere als ausgenutzt. Die Lifte stellen den Engpass dar, nicht die Gondelbahn. Den ganzen Tag über gab es eigentlich keine nennenswerten Wartezeiten.
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Der Himmel über Canada klart auf ... (irgendwie geil, und auch wieder nicht ...)
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smooooke on the waaaaaa (äh....) hiiiiimmmelllll ...
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Der vom Rauch verdunkelte Himmel über Invermere, British Columbia
In Le Châble funktioniert der Anschluss einwandfrei, auch in Martigny klappt es trotz einigen Minuten Verspätung. Ich finde auch problemlos einen Sitzplatz im Zug Richtung Lausanne. Doch an den nachfolgenden Halten stapeln sich die Menschen. Zuerst vorwiegend Skifahrer, dann in Montreux sonstige Fahrgäste. Ab Montreux sind dann sämtliche Plätze besetzt, selbst stehend haben keine weiteren Personen Platz.
Fazit: Skimässig ein genialer Skitag, das "Rahmenprogramm" hätte nicht sein müssen.
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