Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

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Chasseral
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Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Chasseral » 20.08.2009 - 12:37

Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse beim Klassiker ?


Aufgewacht, Blick aus dem Fenster: Es schneeregnet wie verrückt. Wohin an diesem Tag? Während am heutigen Montag noch einzelne Auflockerungen stattfinden sollen, verspricht der folgende Dienstag komplett schlecht zu werden. Also sollte man sich Kleinskigebiete für morgen aufheben und doch ein etwas größeres Gebiet ansteuern, sinnvollerweise ein Gebiet, das nicht zu offensiv Anlagen wegen Schlechtwetters schließt. Wir behalten unseren ursrünglichen Plan bei und entscheiden uns für Klosters-Davos. Beim Frühstück dann die Überraschung: Es reisst auf! Am Bahnhof steigt die Vorfreude weiter: Die Wolkendecke öffnet sich grossflächig und der blaue Himmel überwiegt.

Wie in Graubünden üblich und sinnvoll nehmen wir für die Anreise die Bahn und nutzen das "1-Franken-Billet".

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Bei Sonnenschein durchfahren wir das Prättigau und sehen kurz vor Klosters, dass sich im Süden wieder Wolken verdichten. Der Gotschnagrat samt gut erkennbarer Bergstation befindet sich aber noch unter blauem Himmel.

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Das Umsteigen vom Zug in die Pendelbahn klappt in Klosters vorbildlich. Weniger schön sind üble Gerüche in den Kabinen der Gotschnabahn. Da sind einige Leute nicht ganz dicht!

Imposant schwingt die Pendelbahn der zweiten Sektion nach oben über eine schöne hochalpine, aber inzwischen offiziell skiabfahrtsfreie Geländekammer.

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Beim Blick auf den Pistenplan fällt auf, dass zahlreiche der früher vorhandenen Abfahrten inzwischen verschwunden sind. Dieser Reduzierung ist die Skiroute unter der Gotschnabahn zum Opfer gefallen, ebenso die bereits bei Pause gelobte Route durch den Drostobel - eine bedauerliche Entwicklung, wie sich herausstellen sollte. :evil:

Oben angekommen, zieht es sich zu und es beginnt zu schneien.

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Die rote Piste zur Schwarseealp ist richtig schön. Kurven und Kuppen sorgen für Abwechslung, die butterweiche Neuschneeauflage tut ihr übriges. Aber auch hier hat man eine frühere schwarze Piste entfernt. :evil:

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Oben angekommen, zieht es uns in Richtung Parsenn-Weissfluh. Der Weg über Parsennmäder ist eher lang; direkt in Richtung Parsennhütte erfordert einen kleinen Aufstieg zu Fuss; also nehmen wir die rote Piste zur Talstation der Schiferbahn - dies verspricht der schnellste Weg zu sein.

Die Freude über die lange rote Piste ist schnell verflogen. Die Piste erweist sich als elend langer Ziehweg, der nur durch kurze Abfahrtsstücke aufgelockert wird. Ein erster, dicker Minuspunkt brennt sich ins "Logbuch" ein. :evil:
Unten nähert man sich dann bei perfektem Neuschnee der Schiferbahn. Diese ist eine imposante Anlage - ewig lang mit hochhausmässigen Stützen und einer schlicht-unauffälligen Talstation, irgendwo im Nirgendwo.

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Oben angekommen, rentiert sich das photographieren kaum noch. Es hat sich völlig zugezogen und die "Suppe" regiert das Geschehen. Wir wählen das Meierhoftäli. Die Piste ist der Gipfel an Langeweile. Dass sie recht flach ist, ist nicht das Problem. Aber die Trassierung ist irgendwie völlig uninteressant und das Fahren unrhytmisch. :evil:

Nach der folgenden KSB-Fahrt ist es inzwischen nicht mehr möglich, wieder direkt zum Weissfluhjoch zu kommen, da die PB Joch-Express nicht mehr für den öffentlichen Verkehr fährt - noch ein Minuspunkt. Also nehmen wir die extrem breite Totalppiste zur Parsennhütte. Auch diese Piste erlaubt kaum einen vernünftigen Rhytmus, liegt uninteressant im Hochtal. Man muss auch extrem vielen gestürzten Skifahrern ausweichen, die hier überall herumliegen. Ich habe ncihts gegen flache Pisten, aber die sollten dann eine interessante Trassierung durch die Landschaft bieten, um ein landschaftliches oder fahrerisches Erlebnis zu ermöglichen. Diese Pisten hier liegen einfach nur abwechslungarm in einer öden Umgebung. :evil:
Auch das hohe Mass an Seilbahnverkabelung wirkt in diesem Bereich störend.

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^^ Für Skifahrer nicht mehr nutzbar: Der Jochexpress. Wer sieht den aufgebockten Audi? Diese fragwürdigen Objekte finden sich überall im Skigebiet. Grauenhaft! :evil:


An der Parsennhütte wählen wir die Pendelbahn und warten ca. 20 Minuten, bis endlich etwa 20 Skifahrer eingetroffen sind, so dass sich die Fahrt rentiert. Die Pendelbahn tastet sich bei immer stärker werdendem Wind vorsichtig über die Stützen. In Anbetracht der Wetterverschlechterung beschließen wir, sofort den Weissfluhgipfel anzusteuern, bevor dieser geschlossen wird. Die Gipfelbahn fährt in die Station ein und eine Schliessung steht erst einmal auch nicht an. Die Sicht variiert auf niedrigem Niveau. Einmal kann man den ersten Seilreiter sehen, dann wieder nicht.

Ohne sonstige Fahrgäste fahren wir nach oben. In "Suppe" und Sturm erklimmen wir zu Fus die letzen Höhenmeter zum Start der Pisten. Wir nehmen die direkte Piste Nr. 2 und sind begeistert. Diese Piste hat Klasse. Schön steil führt sie interessant trassiert herunter. Der Weissfluhgipfel scheint wirklich der herausragende Punkt hier zu sein - nicht nur von der Höhe her. Diese Piste beweist auch, dass unsere Wahrnehmung immer noch differenziert ist und nicht nur in eine Richtung vom Wetter beeinflusst. Eine Wiederholungsfahrt ist heutzutage leider nicht mehr möglich, weil man - wie berichtet - den Jochexpress nicht mehr benutzen darf. Ohne diesen kommt man nicht mehr auf kurzem Weg zum Joch zurück. Hier ist eine Kastraktion des Anlagenparks an einer empfindlichen Stelle erfolgt. :evil:

So fahren wir weiter ins Hauptertäli, das auf Sommerbildern stark durch Planierung geschunden wirkt. Ein wenig Sonnenlicht lockt uns hier hinein. Die Piste ist ebenfalls recht leicht, ermöglicht aber einen schönen Fahrrhythmus. Angenehm sind weiterhin der hervorragende Schnee, das recht enge und damit landschaftlich hübsche "Täli" sowie die geringe Frequentierung hier. Ob die Planierung erforderlich war, um die Piste hier so schön befahrbar zu machen, entzieht sich mangels früherer Besuche meiner Kenntnis.

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^^ Talstation Hauptertäli mit Station der Verbindungsbahn zum Strelagebiet, die heute geschlossen bleibt

Der Magen knurrt, in richtung Klosters scheinen Aufhellungen zu sein. Folglich nehmen wir die lange Talabfahrt nach Klosters in Angriff und folgen dem Verlauf der Schiferbahn (Piste Nr. 21).

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War die Piste Anfangs noch recht ordentlich zu fahren, ohne freilich den ganz grossen Fahrspass zu bieten, werden die Schussstücke hinter Kreuzweg immer ziehwegiger und plötzlich müssen wir ein langes Schiebestück merklich hinaufsteigen. Einen derart nervigen Zwischenanstieg auf einer Hauptpiste habe ich selten erlebt. :evil:
Endlich kommen wieder ein paar schöne Hänge - bei inzwischen sehr guter Sicht, selbst die Sonne lässt sich ab und zu blicken - insbesondere im Bereich der Pistenkreuzung mit Gotschna-Schifer.

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ich gehe zunächst davon aus, dass jetzt die flache Landschaft einem skitopographisch interessanteren Bereich weicht und eine flotte Abfahrt nach Klosters folgt. Weit gefehlt! Die restlichen 600 Höhenmeter nach Klosters werden fast komplett per extrem langweiligem Ziehweg bewältigt. Unglaublich! :evil:
Unterwegs lockt das Serneuser Schwendi mit ansprechender Speisekarte und moderaten Preisen. Uns wird ein Tisch in Aussicht gestellt, der jetzt frei werden sollte. Dies ist in der folgenden viertel Stunde nicht passiert, so dass wir mit knurrendem Magen weiterfahren. Die Talabfahrt brennt sich als übelste Talabfahrt der mehr als 100 besuchten Skigebiete in mein Gedächtnis ein.

Bei recht gutem Wetter suchen wir zwecks Nahrungsaufnahme das bergrestaurant Gotschnagrat auf. Tristes Ambiente, mittelmässiges Essen, moderate Preise. Na ja, ..! Heute passiert uns dasselbe wie zwei Tage später in Arosa: Den halbwegs sonnigen Tagesabschnitt haben wir beim Mittagessen verbracht.

Jetzt treten wir den langen Weg über Parsennmäder-Gruobenalp-Furka an, um wieder ins Zentrum des Gebiets zu gelangen. Wurde der Parsennmäder seines unteren Hanges beraubt? Die Bügel kommen von weit unten aus dem Tal zur Einstiegsstelle heraufgefahren.

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^^ SL Parsennmäder

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^^ 4KSB Gruobenalp


Wie auf den Bildern zu erahnen, wechseln sich Sonne, Nebel, Sturmböen und Schneefall ab. Mal besser und mal schlechter präsentiert sich der schöne und klassische Blick auf den Bereich Furka-Pasennhütte

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Der Seetälilift wurde kurz vor unserer Ankunft wegen Sturms geschlossen. Ebenfalls - so ist zu lesen - wird die Schieferbahn wegen starken Seitenwindes leergefahren und für heute eingestellt.

Wir nehemn den Furkalift, der uns im Schneckentempo hinauf zieht. Offenbar ist die Geschmindigkeitsreduzierung erforderlich, weil im Bereich der Umlenkscheiben oben am Pass ein starker Sturm tobt. Auf der Rückseite nehmen wir den Kreuzweglift - in der Hoffnung, dass dieser nicht vor unserer Nase geschlossen wird. Die Furkaabfahrt ist endlich wieder mal was richtig Schönes! Flott, kupiert und interessant trassiert - so muss ein Piste im Herzen des Skigebiets sein! Aber mal kritisch betrachtet: Vergleichbares findet sich fast in allen anderen Skigebieten auch.

Die nächsten Sorgen bereitet uns die Totalp-4KSB. Währen die Pendelbahn jeweils kurz auf den Stützen verweil und munter vor sich hin schaukelt, wollen wir es mit der KSB versuchen. Aber wird sie ausreichend windstabil sein? Ja! Erstaunlich, aber die Totalp-KSB fährt in nahezu Normalgeschwindigkeit problemlos nach oben und es kommt noch nciht einmal zum Schaukeln von Sesseln. Respekt! Diese Bahn hat man extrem windunanfällig trassiert.

Jetzt "fehlt" uns natürlich noch das Dorftäli samt Talabfahrt nach Davos. Die Dorftäli-Piste ist schön zu fahren, aber auch recht frequentiert. Oben trüben Wolkenschleier die Sicht. Die Piste führt nahe an der Strecke der Parsenn-SSB.

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Ja was ist denn das? Ganzwagenwerbung für Coca-Cola !?! Hier greife ich dann dieses üble Thema auf. Mir ist noch kein Skigebiet untergekommen, das aufdriglicher mit Werbeplakaten wirbt, als Davos-Klosters. Die konsequente Werbung auf den Sesseln stört mich nicht. Aber übergrosse Plakate an den unmöglichsten Stellen, die Ganzwagenwerbung und vor allem die aufgebockten Autos - das geht meines Erachtung überhaupt nicht und ist einem Skigebiet, das eher ein wenig exclusiv sein möchte absolut unwürdig! :evil: In einem Skigebiet mit diesem Anspruch erwarte ich allenfalls dezente Fremdwerbung.

Die Fahrt mit der 6KSB Dorftäli erweist sich als Geduldsprobe. Die Geschwindigkeit variiert windbedingt zwischen Stillstand und 2 m/s.

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Anschließend wird nochmals die komplette Talabfahrt nach Davos bewältigt, die unterhalb der Mittelstation scharz markiert ist (ein Grenzfall in Richtung rot). Diese ist angenehm geneigt und schön trassiert, aber der Schneezustand trübt den Eindruck. Blank-Kunsteis-Platten wechslen mit fiesen Schneehäufen, diese sind zu allem Überfluss extrem unharmonisch ausgefahren und angeordnet. Leider ist diese Mischung nicht besonders prickelnd. Auch in diesem Bereich gab es früher weitere Abfahrtstrassen.

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Am Dorfrand wartet dann das letzte Stück der Talabfahrt:

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Diese Treppe mit dem ausgelegten roten Teppich finde ich noch lustig, aber die mehrere hundert Meter Fussmarsch zur Talstation sind weniger lustig. Vor allem mein Mitfahrer Snowotz schimpft noch tagelang wie ein Rohrspatz über diese Lösung. Leider kann ich nicht beurteilen, ob eine elegantere Lösung möglich gewesen wäre.

Jetzt gibt es nur noch eines: In einem Zug auf den Weissfluhgipfel - falls noch geöffnet - und über die legendäre 2000-Höhenmeter-Abfahrt hinab nach Küblis. Wir werden auf diese Art und Weise das komplette Skigebiet von einem Ende zum anderen durchqueren.

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^^ Parsennbahn in der Talstation


Würde die Gipfelbahn laufen? Das Personal bejaht die Frage. Aufgrund fehlender Nachfrage erfolgen die Fahrten aber nur im Viertelstundentakt. Die Kabinenbegleiterin lädt eine Palette mit Transportgütern ein und scheint erfreut, dass sie die Fahrt nicht ganz alleine antreten muss. Sie klärt uns auf, dass die aktuelle Windgeschwindigkeit für den Betrieb grenzwertig sei, aber die Windrichtung ideal. Wenn der Wind von oben in Richtung der Bahnachse wehe, sei dies für Kabinenbahnen am wenigsten kritisch.

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^^ Die Gegenkabine taucht aus dem Nebel auf.


Es ist kurz nach halb 4, um 16.40 Uhr fährt der von uns favorisierte Zug in Küblis ab. Wir haben also gut eine Stunde Zeit für die Abfahrt. Dieses mal nehmen wir die Piste Nr. 1 in Richtung Kreuzweg-Schifer-Küblis. Die Sichtverhältnisse wechseln ständig, wie die folgenden Bilder zeigen:

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Diese Gpifelabfahrt erweist sich - wie die andere auch - als grosse Klasse. Diese hier ist länger und durch Kuppen noch abwechslungsreicher. In den Momenten, wo indiskutabel schlechte Sicht herrscht, erweist sich eine Eigenschaft als grosser Vorteil, die mir bei gutem Wetter weniger gefällt: Die extrem eng gesteckten Randmarkierungen. Hier ist es selbst bei null Sicht quasi unmöglich, unfreiwillig von der Piste abzukommen.

Unterhalb des dicksten Nebels fällt der Blick auf die längst leergefahrene Schiferbahn:

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Tolle Pistenstücke erwarten uns:

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Nach einem kurzen Schiebestück kommen wir auf die Hauptpiste 17, die sich dann in die Pisten 21 (das Schiebemoster von vorhin) und 24 verteilt. Windböen peitschen den Schnee auf.

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Wir nehmen die landschafltich geniale Aussenrum-Abfahrt 24. Würden wir wieder viel schieben müssen? Klare Antwort Nein! Es gibt viele Schussfahrten in toller Landschaft und schöne "Schwing-Stücke".

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Eine Schiebestrecke gibt es auf der offiziellen Piste, aber hier hat die Natur Abhilfe geschaffen:

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Links muss man schieben, aber rechts kann man durch die Pampa und Büsche queren.

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Am Waldrand geht es schön kurvenreich durch lockeren Baumbestand.

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Und dann am Conterser Schwendi: Unglaublich! Noch nicht einmal auf dieser einsamen und abgelegenen Aussenrum-Abfahrt ist man vor der Audi-Werbung sicher ! :evil:

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Dann geht es abwechslungsreich weiter ...

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... bis die "Schwing-Hänge" enden und in einen endlosen Ziehweg hoch über dem Prättigau übergehen, der nur durch kurze Abfahrtsstücke unterbrochen ist. Tief unter uns liegen die Dörfer des Prättigaus.

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Die roten Züge der RhB winden sich durchs Tal ...

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... und wir winden uns über Ziehwege - freilich ohne Schiebebedarf. Über diese Abafahrt kann man geteilter Meinung sein. Während Snowotz die Ziehwegerei an nervig empfindet, finde ich die Abfahrt wunderschön. Hier sind die Skis eben Verkehrsmittel in Konkurrenz zu PW und Bahn. Man überwindet etliche Kilometer in Talrichtung hoch über dem Talboden mit perfektem Überblick. Ich schätze dieses landschaftliche Erlebnis.

Vor allem ist die Gesamtpiste in der Kombination ihrer unterschiedlichen Charaktere perfekt: oben steil und hochalpin: dann genüsslich schwingend und schussfahrend über Almen und Nadelwaldzone; unten dann Tal-Panoramablick im Laubbaumbereich. Herrliche Kombi!

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^^ Viele Laubbäume an der Abfahrt


nach langer Abfahrt kommen gegen halb 5 das Dorf Küblis und sein Bahnhof in Sicht:

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^^ Der letzte Hang wartet


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^^ Die Brücke unten markiert das Ende der offiziellen Piste; rechts der Bildmitte der Bahnhof


Wir nutzen es bis zum letzten Meter aus ...

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... und sitzen wenige Minuten später im Zug - nach ziemlich genau einer Stunde Abfahrt.

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Fazit: Der frühere Klassiker wurde zahlreicher offizieller Abfahrtsmöglichkeiten beraubt. Ausserdem wurde er durch den Wegfall der Sektoren Strela und Fondei (okay - schon etwas länger her) massiv verkleinert. Was übrig geblieben ist, ist höchst fragwürdig. Früher war das gebiet alleine von der Grösse her aussergewöhnlich und hatte sicherlich auch einige richtig interessante Pisten. Heute gibt es wenige Pisten und darunter viele richtig nervige. Von der Grösse her sticht das Gebiet auch nicht mehr besonders hervor. Wenn man Weissfluhgipfel und Küblis-Abfahrt ausser Acht liesse, würde ich sagen: Das Angebot ist im Alpenvergleich noch nicht mal durchschnittlich. Da ist man mit den meisten anderen Skigebieten besser bedient. Grauenhaft ist dazu das Ambiente, das insbesondere durch die aufdrigliche Werbung geprägt ist. Absolute Highlights sind jedoch der geniale Skigipfel Weissfluhgipfel und die lange 2000-Höhenmeter-Abfahrt nach Küblis. Diese bietet keine Steilhanggirlanden wie die 2000-HM-Pisten in La Grave, aber geniale Abwechslung und eine enorme horizontale Weglänge.

Alleine Weissfluhgipfel und Küblis-Abfahrt sind ausreichende Argumente, dem Gebiet einen Besuch abzustatten. Ohne diese Highlights würde es sich aus meiner Sich keinesfalls lohnen.
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von BigE » 20.08.2009 - 15:00

schade, dass es euch hier nicht gefallen hat. immerhin habt ihr die highlights gipfel, gauder, küblis und furka mitbekommen.
mit meierhoftäli habt ihr natürlich den schlechtwetter-jackpot voll ausgenutzt :wink:
es ist schon so, dass man relativ gut ortskundig sein muss, um all die kleinen geländekammern den verhältnissen nach optimal ausnutzen zu können. dafür kann man dann ziemlich gut rosinen picken und man hat für fast jede situation eine gute abfahrt. beispielsweise die talabfahrt schöni nach klosters wäre an dem tag eine lohnende alternative gewesen. sie endet zwar im niemandsland, aber bei neuschnee lässt sich auf den strassen gut weiterfahren.
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Fab » 20.08.2009 - 15:36

hi Chasseral! you`re still alive :D

Bei Schönwetter hätte sich das auch anders dargestellt.
War mal bei unüberbietbar guten Schneebedingungen und Sonnenschein da. Lange her.
Hatten die beste FeWo ever ganz nahe der Gotschnagratbahn.

Es gibt wohl einige eigenartige Pisten, aber wenn man die guten Pisten nimmt und die anderen Teilgebiete einbezieht (Madrisa, Jakobshorn, Brämabüel, damals noch Pischa 2000) kann man eine sehr schöne Skiwoche verleben. In den Davos u. Klosters kann man ja auch was unternehmen. Wobei mir Klosters lanweilig und Davos sehr städtisch vorkam.

Schwarzseealp war easy, hat Spaß gemacht. Bei den Almhütten kurz oberhalb dae Talstation des Sessels haben wir in Super8 einen albernen Skifilm gedreht.
Bei Küblis hab ich die gleiche Einstellung wie du. Seh ich an wie eine Wanderung der Schönheit wegen.

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Fizzy » 20.08.2009 - 15:51

Es ist schon so, dass es relativ viele einfache Pisten und einige Ziehwege gibt. Wenn man das Gebiet ein bisschen kennt, weiss man aber, wo die anspruchsvolleren Pisten liegen -> Gipfel, Furka, Schwarzseealp, einige Talabfahrten.

Durch die Grösse des Gebiets kann man sich die Wetter- und Schneeverhältnisse teilweise aussuchen. Oft findet man einen sonnigen Abschnitt. Der Schnee ist natürlich generell auf dem Gipfel am herrlichsten. Selbst im April warten da noch Pulverschneehänge. Die Grösse ist ebenfalls ein Plus in der Hochsaison, wenn es von Leuten nur so wimmelt. An gewissen Anlagen wird man trotzdem nie anstehen müssen. Vor allem im Gegensatz zu Laax, sind sie nicht so windempfindlich. Es muss schon sehr fest stürmen dass sie Anlagen schliessen (Schifer ist vielleicht eine Ausnahme).

Was mich ebenfalls sehr stört, ist die aufdringliche Werbung. Da muss dringend mal was gemacht werden.

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von ATV » 20.08.2009 - 18:03

Schön zu sehen, dass die Schleichwerbung nicht nur mich stört.
Ich schliesse mich Starli an: Boykott dem neuen, unübersichtlichen Alpinforum-Design.

Bis auf weiteres werde ich hier nicht mehr präsent sein -> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Fab » 20.08.2009 - 19:11

Schleichwerbung :D :?: :?: :?:

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Callisto » 20.08.2009 - 23:35

hey, danke für die Bilder aus meinem alljährlichen Urlaubsgebiet!!

zur Pistenreduzierung:
ich fahre jedes Jahr um die Osterzeit nach Klosters und wundere mich jedes Mal beim Aufschlagen des neuen Pistenplans, wo so manch herrliche Piste geblieben ist (Köbel Run, Drostobl, Chalbersäss, linke Seetälli-Piste). Wirklich jedes Jahr verschwindet mindestens eine davon, wirklich ärgerlich, wobei die Preise natürlich nicht an das "überarbeitete" Pistenangebot angeglichen werden. Dieser Zustand ärgert mich vor allen Dingen auf Parsenn, weshalb ich während des Urlaubs lieber auf das deutlich interessantere Rinerhorn oder auf die Madrisa ausweiche.

zu den Pisten im Allgemeinen:
die Pisten nach Schwarzsee, Mähder sowie Weißfluh Nord und Wasserscheide sind es wirklich Wert dem Gebiet einen Besuch abzustatten, um die Totalp und Meierhofpiste mach ich auch jedes Mal einen großen Bogen, die sind einfach nur langweilig. Die Talabfahrten Besenbinder-Wolfgang und Schöni-Klosters sind wirklich empfehlenswert, wobei der Rücktransport in Richtung Skigebiet jeweils sehr umständlich ist. In den 80er Jahren war mal eine PB von Wolfgang auf den Weißfluhjoch geplant, was einen guten Rücktransport ins Skigebiet ermöglicht hätte...

Zum Sl Parsennmähder:
Seit 2006 ist dieser Lift nur noch ab der 4. Stütze in Betrieb. Ein Grund war wohl die sehr südliche Ausrichtung des Hanges, der sebst im Februar schon deutliche schneebedingte Schwächen aufzeigte. Um Ostern war dieser Lift meistens auch serst ab dem Zwischeneinstieg geöffnet, wenn die Piste bis unten geöffnet war, na Mahlzeit. Nur ein extrem enger Ziehweg, der um den eigentlichen Schlusshang herumführte, der bereits komplett braun war, war für die Skifahrer präpariert. Zur Liftstation musste man zudem noch einige Meter schieben. Dies war sicherlich eine sinnvolle Entscheidung der Bergbahnen, diesen Lift zu kürzen!!


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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Tripelmayr » 20.08.2009 - 23:52

Warum man sich entschlossen hat, viele der interessantesten Pisten zu streichen, ist mir auch ein Rätsel. Für Ortsunkundige schneidet das natürlich einen Großteil des möglichen Vergnügens ab. Aber auch wer auf ehemaligen Pisten als Variantenfahrer unterwegs ist, muss die Risikobewertung nun selbst vornehmen, wobei diesem Nachteil immerhin eine geringere Frequentierung als bei einer ausgewiesenen, geöffneten Piste gegenübersteht.
Wie oben schon geschrieben wurde, zählt im Parsenn Gebiet einfach das "gewusst wie". Die im Bericht angeklungene ehemalige Piste Gotschna Wang (schräg unter der 2. Sektion der Gotschnabahn) ist nur eines der zu entdeckenden Highlights. Auch die direkt im Anschluss mögliche (noch existente) gelbe Piste von der Mittelstation ist skifahrerisch interessant, kann in verschiedenen Abwandlungen gefahren werden und hat wegen ihrer Lage im Wald schon manchen Nebel Tag gerettet.
Die schönste, skifahrerisch herausfordernde Variante ist m.E. die -früher im Pistenplan eingezeichente- Drostobel Abfahrt. Hier ein Bild von der gegenüberliegenden Talseite (hatte ich ich hier http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... =drostobel auch schon mal gepostet): Bild
Auch die ebenfalls vom Höhenweg unterhalb Casanna abgehende Route Chalbersäss steht dem Drostobel kaum nach (etwas kürzer und weniger steil). Das sind bei Weitem noch nicht alle skifahrerisch interessanten Möglichkeiten, die mit dem Industrie-Autobahn Skilauf, dessen Zielgruppe man offenbar vermehrt ansprechen möchte, so gar nichts gemein haben.

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Chasseral » 21.08.2009 - 08:30

Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen.

Hierzu:
Tripelmayr hat geschrieben:... Das sind bei Weitem noch nicht alle skifahrerisch interessanten Möglichkeiten, die mit dem Industrie-Autobahn Skilauf, dessen Zielgruppe man offenbar vermehrt ansprechen möchte, so gar nichts gemein haben.
Das habe ich auch vermutet. Die Landschaft an und für sich hat sich ja nicht geändert - von ein paar Planierungsmassnahmen im Pistenbereich abgesehen. Ich wollte und konnte an diesem Tag eben nur das offizielle Angebot der Bergbahnen testen und bewerten. Und das hat mich an einigen Ecken doch einigermassen enttäuscht, vor allem in Anbetracht der Erwartungen und des offensichtlichen eigenen Anspruchs der Bergbahngesellschaft. Wäre ich blind in ein angebliches "noname-Skigebiet" abgesetzt worden, hätte ich das Angebot vermutlich als "ganz ordentlich" bezeichnet.

Die Reaktionen haben mich doch ein wenig erstaunt: Meist wird das Gebiet im Forum sehr wohlwollend dargestellt. Jetzt bringe ich einen Bericht, der bewusst plakativ Kritiv und diese vielleicht auch überproportional in die Gesamtbewertung einfliessen lässt. Todesmutig sehe ich dem massiven Widerspruch der gesamten Forumsgemeinschaft ins Auge. Und was passiert?: Weitgehende Bestätigung meiner Erfahrungen und Einschätzungen. :roll: :D Das war jetzt schon ein wenig überraschend. Ich hoffe, irgendwann die Gelegenheit zu bekommen, die anderen Gebiete auch mal zu testen und auf Parsenn mal mit fachkundiger Begleitung zu fahren, umdie ehemaligen Pisten und Routen auszutesten.
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von k2k » 21.08.2009 - 11:23

Ich war jetzt 10 Jahre nicht mehr da, davor aber quasi jährlich. Scheint sich einiges getan zu haben in dieser Zeit. Vor allem das mit der Werbung war damals natürlich noch längst nicht so penetrant. Auf Pistentrassierungen etc. habe ich damals auch noch nicht geachtet, weil ich meistens damit beschäftigt war, meine geraden Latten, die mich um 25-30 cm überragten, einigermassen unter Kontrolle zu halten ;-)

Zu dem Einstieg am Parsennmähder: Früher war da gerne mal Schneemangel im Frühjahr. Wenn dann die Talabfahrt nach Klosters zu war, musste man vom Furka her in Richtung Gotschna queren, um mit der Pendelbahn ins Tal fahren zu können. Deswegen gab es einen Zwischeneinstieg weiter oben am Hang, der benutzt wurde wenn bei der Talstation kein Schnee mehr war. Die KSB Gruobenalp gab es damals noch nicht, Beschneiung fehlte sowieso. Möglicherweise hat man diesen Zwischeneinstieg jetzt zum offiziellen Einstieg gemacht?
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Fizzy » 21.08.2009 - 11:30

k2k hat geschrieben:Zu dem Einstieg am Parsennmähder: Früher war da gerne mal Schneemangel im Frühjahr. Wenn dann die Talabfahrt nach Klosters zu war, musste man vom Furka her in Richtung Gotschna queren, um mit der Pendelbahn ins Tal fahren zu können. Deswegen gab es einen Zwischeneinstieg weiter oben am Hang, der benutzt wurde wenn bei der Talstation kein Schnee mehr war. Die KSB Gruobenalp gab es damals noch nicht, Beschneiung fehlte sowieso. Möglicherweise hat man diesen Zwischeneinstieg jetzt zum offiziellen Einstieg gemacht?
In der vergangenen Saison konnte man nie bis ganz unten fahren, obwohl es natürlich schneetechnisch im Hochwinter oft ging. Somit nehme ich mal stark an, dass der Zwischeneinstieg zum offiziellen Einstieg geworden ist.

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Pilatus » 21.08.2009 - 15:55

Fizzy hat geschrieben:
k2k hat geschrieben:Zu dem Einstieg am Parsennmähder: Früher war da gerne mal Schneemangel im Frühjahr. Wenn dann die Talabfahrt nach Klosters zu war, musste man vom Furka her in Richtung Gotschna queren, um mit der Pendelbahn ins Tal fahren zu können. Deswegen gab es einen Zwischeneinstieg weiter oben am Hang, der benutzt wurde wenn bei der Talstation kein Schnee mehr war. Die KSB Gruobenalp gab es damals noch nicht, Beschneiung fehlte sowieso. Möglicherweise hat man diesen Zwischeneinstieg jetzt zum offiziellen Einstieg gemacht?
In der vergangenen Saison konnte man nie bis ganz unten fahren, obwohl es natürlich schneetechnisch im Hochwinter oft ging. Somit nehme ich mal stark an, dass der Zwischeneinstieg zum offiziellen Einstieg geworden ist.
Das ist er - und zwar schon seit einiger Zeit. Der Lift verzeichnet mehr Frequenzen wenn er nur ab dem Mitteleinstieg läuft, als wenn man den unteren Steilhang auch noch fahren muss.

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von snowotz » 26.08.2009 - 23:20

BigE hat geschrieben:schade, dass es euch hier nicht gefallen hat.
Ich glaube, das Wetter und die Ortsunkenntnis spielen bei so einer Beurteilung immer eine größere Rolle, als man das wahrhaben will.

Falls ich mal wieder in Graubünden Urlaub mache, dann werde ich bei schönem Wetter sicher das Gebiet nochmal durchfahren, allein schon wegen dem Weißfluhgipfel!
Und auch die anderen Skigebiete um Klosters/Davos würde ich gerne noch kennenlernen!

Am meinsten gestört haben mich natürlich die Ziehwegen und der Fußmarsch zur Talstation der SSB. Aber das hat man in manch anderen Skigebieten ja auch
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von 3303 » 31.08.2009 - 21:23

Hmm, insgesamt wird doch wiederholt von vielen Sachen berichtet, die auch mich dort sehr stören würden. Positivbeispiele scheinen tatsächlich die Ausnahme zu sein.
Die Pisten kann man natürlich nicht wirklich beurteilen, wenn man selbst nie dort war; von Deinen Beschreibungen her und von dem, was man so in anderen Berichten und vom Sommer so sieht, glaube ich aber schon, dass sich dort Vieles weg vom interessanten Skifahren und weg von exclusiver Stimmung entwickelt haben dürfte.
Auch die ganze penetrante Werbung verunstaltet das Gebiet wirklich massiv.
Klar muss man irgendwie wirtschaftlich arbeiten und ein für den Allgemeingast attraktives Angebot schaffen, was dem enthusiastischeren und vielleicht puristischen Skifahrer entgegensteht, aber die Werbung, und dann noch so, muss doch nun wirklich nicht sein.
Befremdlich wenn man sich überlegt, dass alle diese Maßnahmen der Reihe nach von irgend jemandem so als richtig und gut entschieden, dann in Auftrag gegeben und schließlich ausgeführt wurden. Und nun sieht es dort so aus. Naja, wenns denn so sein soll....
Phantastisch wirkt dann die letzte Abfahrt. Das rauhe Wetter und die Stimmung am Gipfel und der Ausklang im Wald und auf den talnahen Wiesen sind genau nach meinem Geschmack - ein toller Abschluss eines Skitages.

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Chasseral » 01.09.2009 - 08:43

3303 hat geschrieben:... Phantastisch wirkt dann die letzte Abfahrt. Das rauhe Wetter und die Stimmung am Gipfel und der Ausklang im Wald und auf den talnahen Wiesen sind genau nach meinem Geschmack - ein toller Abschluss eines Skitages.
Deshalb nimmt diese Abfahrt auch die Hälfte meiner Bilddokumentation ein. Das restliche Gebiet hat mich nicht sonderlich zum photographieren inspiriert. War aber halt auch vom Wetter her nicht prädestiniert. Die letzte Abfahrt wollte ich hingegen für mich umfassend in Bildern festhalten. Diese Abfahrt war ein echtes Highlight und ist der mit Abstand wichtigste Grund, diesem Gebiet einen Besuch abzustatten. Und wie du schreibst: Wenn das Ambiente stimmt, kann auch schlechtes Wetter schön und eindrucksvoll sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht nur am Wetter gelegen hat, dass das Restskigebiet nicht so prickelnd war.
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von xcarver » 02.09.2009 - 18:26

die abfahrt nach küblis hat mir auch hervorragend gefallen. konnte sie dieses jahr zum ersten mal fahren :D war auch ein schlechtwettertag und da ist es unten im wald einfach angenehmer als oben im schneesturm :wink:
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von T-Bone98 » 03.09.2009 - 08:25

Also ich bin immer wieder gern in Davos/Klosters. Versteh auch wirklich nicht, wie man sich über ein paar Autos zu Werbezwecken so dermaßen aufregen kann. Einige tun ja so, als ob die Pisten einem Parklplatz ähneln. Genauso wenig stören mich beklebte Gondeln. Wenn ich drin sitze, seh ich das eh nicht und wenn ich auf der Piste bin, habe ich eher Augen für andere Dinge als die ollen Gondeln.

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Chasseral » 03.09.2009 - 12:45

T-Bone98 hat geschrieben:Also ich bin immer wieder gern in Davos/Klosters. ...
Das sei dir unbenommen!

... Versteh auch wirklich nicht, wie man sich über ein paar Autos zu Werbezwecken so dermaßen aufregen kann. ... Genauso wenig stören mich beklebte Gondeln. ...
Als Kontrast zur Umtriebegkeit des Stadt- und Geschäftslebens suche ich in meinen mir wertvollen Ferien mehr die Ruhe und den Abstand von kommerziellen Einflüssen. Das ist Tatsache und bedarf daher keiner Rechtfertigung.
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Fizzy » 03.09.2009 - 15:24

Wie ich bereits oben geschrieben habe, finde ich die aufdringliche Werbung ebenfalls äusserst störend.

Aber sonst verstehe ich nicht ganz, warum das Gebiet in den obigen Posts so negativ dargestellt wird. Aus meiner Sicht weist Parsenn alles auf für ein Topskigebiet: Weitläufigkeit, einen Aussichtsgipfel (Weissfluh), Funpark, grosse Auswahl an Pisten, interessante Talabfahrten (z.B. nach Küblis), Carvingpisten etc. Es werden wirklich viele Ansprüche befriedigt. Desweiteren hat man mit Madrisa, Jakobshorn, Pischa und Rinerhorn interessante Alternativen. Davos selber hat ebenfalls einiges zu bieten.

Klar hat man nicht die Aussicht auf viele 4000er wie in Zermatt. Klar sind nicht alles topmoderne Anlagen wie in einigen Gebiete in Österreich. Klar gibt es keine Gletscherabfahrt wie auf der Diavolezza. Nur, die Landschaft kann man nicht auwählen, wenn man ein Skigebiet kauft.


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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von k2k » 03.09.2009 - 16:19

Fizzy hat geschrieben:Klar hat man nicht die Aussicht auf viele 4000er wie in Zermatt. Klar sind nicht alles topmoderne Anlagen wie in einigen Gebiete in Österreich. Klar gibt es keine Gletscherabfahrt wie auf der Diavolezza. Nur, die Landschaft kann man nicht auwählen, wenn man ein Skigebiet kauft.
Ich glaube, das waren alles Dinge die Chasseral auch nicht kritisiert hat.
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Chasseral » 03.09.2009 - 16:29

Fizzy hat geschrieben:...
Aber sonst verstehe ich nicht ganz, warum das Gebiet in den obigen Posts so negativ dargestellt wird. Aus meiner Sicht weist Parsenn alles auf für ein Topskigebiet: Weitläufigkeit, einen Aussichtsgipfel (Weissfluh), Funpark, grosse Auswahl an Pisten, interessante Talabfahrten (z.B. nach Küblis), Carvingpisten etc. ...
So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Ich fand einen ungewöhnlich hohen Anteil an Pisten skifahrerisch uninteressant oder unterdurchschnittlich.

k2k hat geschrieben:
Fizzy hat geschrieben:Klar hat man nicht die Aussicht auf viele 4000er wie in Zermatt. Klar sind nicht alles topmoderne Anlagen wie in einigen Gebiete in Österreich. Klar gibt es keine Gletscherabfahrt wie auf der Diavolezza. Nur, die Landschaft kann man nicht auwählen, wenn man ein Skigebiet kauft.
Ich glaube, das waren alles Dinge die Chasseral auch nicht kritisiert hat.
Stimmt! Du hast den Bericht aufmerksam gelesen. :D
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von T-Bone98 » 03.09.2009 - 19:15

Chasseral hat geschrieben:Das ist Tatsache und bedarf daher keiner Rechtfertigung.
Super Totschlagargument!

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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Fab » 03.09.2009 - 19:29

Im Gegensatz zum (meist) städtischen Alltagsleben möchten halt viele, wenn man in den Bergen Urlaub macht, einen gemütlichen, möglichst naturnahen Kontrast. Geht mir auch so.
Da ist dann so eine massive, aufdringliche Werbung, die ATV lustigerweise als "Schleichwerbung" bezeichnet hat, wirklich störend.

Oft wünsche ich mir z. B., nicht immer mit Musik berieselt zu werden. Bin in den Bergen und nicht im Kaufhaus. Manchmal gefällts mir ja auch. Sollte auf dem Schild stehen.
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von Chasseral » 03.09.2009 - 20:19

T-Bone98 hat geschrieben:
Chasseral hat geschrieben:Das ist Tatsache und bedarf daher keiner Rechtfertigung.
Super Totschlagargument!
Kein Totschlagargument, aber eine "Totschlagfeststellung". Mein Geschmack ist, was das angeht, fix und lässt sich nicht in eine andere Richtung wegdiskutieren oder -argumentieren.
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Re: Klosters-Parsenn, 9.3.2009 - Ein Rest von Klasse ?

Beitrag von snowotz » 03.09.2009 - 21:00

Also mich haben die Autos auf oder neben den Skipisten auch gestört. Genau so wie mich Namen der Bundesligastadien stören (Allianz-Arena, AOL-Arena, Gottlieb Daimler Stadion...)
Aber Namen wie Neckarstadion oder Olympiastadion bringen halt kein Geld. Ohne Werbung geht wohl bald gar nicht´s mehr.
Warscheinlich haben wir auch bald eine Bandenwerbung als Pistenbegrenzung
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