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Braunwald, 28.1.2018 / Nicht überzeugt

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Mt. Cervino
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Re: Braunwald, 28.1.2018 / Nicht überzeugt

Beitrag von Mt. Cervino » 07.02.2019 - 18:05

Amboss1981 hat geschrieben:
07.02.2019 - 16:31
Ich denke, man kann es so sagen: Es gibt einfach Gründe, weshalb GUBs nur eine Randerscheinung sind und sich nie wirklich durchsetzen konnten

EUBs bieten viel mehr Flexibilität, Kapazität und Komfort.
Und ist eher wenig Kapazität verlangt, dann hat eine GUB vermutlich kaum Vorteile gegenüber einer kleinen PB.

GUBs stehen da irgendwo mitten drin, sind weder Fisch noch Vogel.
Naja, einen Vorteil hat eine GUB Bahn schon. Sie sind vergleichsweise günstig (u. a. weil sie fixgeklemmt sind).
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Re: Braunwald, 28.1.2018 / Nicht überzeugt

Beitrag von Amboss1981 » 08.02.2019 - 10:46

Mt. Cervino hat geschrieben:
07.02.2019 - 18:05

Naja, einen Vorteil hat eine GUB Bahn schon. Sie sind vergleichsweise günstig (u. a. weil sie fixgeklemmt sind).
Ja, das ist sicher so. Die ganze Mechanik für das Klemmen der Gondeln entfällt.

Allerdings denke ich, wenn es darum geht, eine "einfache, günstige" Bahn zu erstellen, dass es dann auch wieder andere Bahntypen gibt, welche das , was eine GUB bietet, auch erfüllen.
Zum Beispiel kleine Pendelbahnen, fixgeklemmte Sessel, etc... Je nachdem , was schlussendlich gefordert ist.

Ich denke, der "Bereich", wo eine GUB die richtige Lösung ist, ist relativ klein.

Könnte mir aber vorstellen, dass genau in diesem Fall, in Braunwald, die GUB insgesamt eine gute Lösung ist.

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Re: Braunwald, 28.1.2018 / Nicht überzeugt

Beitrag von GIFWilli59 » 08.02.2019 - 12:09

Amboss1981 hat geschrieben:
08.02.2019 - 10:46
Mt. Cervino hat geschrieben:
07.02.2019 - 18:05

Naja, einen Vorteil hat eine GUB Bahn schon. Sie sind vergleichsweise günstig (u. a. weil sie fixgeklemmt sind).
Ja, das ist sicher so. Die ganze Mechanik für das Klemmen der Gondeln entfällt.

Allerdings denke ich, wenn es darum geht, eine "einfache, günstige" Bahn zu erstellen, dass es dann auch wieder andere Bahntypen gibt, welche das , was eine GUB bietet, auch erfüllen.
Zum Beispiel kleine Pendelbahnen, fixgeklemmte Sessel, etc... Je nachdem , was schlussendlich gefordert ist.

Ich denke, der "Bereich", wo eine GUB die richtige Lösung ist, ist relativ klein.

Könnte mir aber vorstellen, dass genau in diesem Fall, in Braunwald, die GUB insgesamt eine gute Lösung ist.
Pendelbahnen sind aber wieder teurer, weil man idR noch zusätzliche Tragseile braucht und ggf. Personal auf den Fahrzeugen.
Dafür kann man meist längere Spannfelder und höhere Fahrgeschwindigkeiten realisieren.

Mit einer GUB kann man eben verschiedene Sachen, z. B. auch Fahrräder mitnehmen, erreicht auf der Strecke hohe Fahrgeschwindigkeiten und ist meistens schneller als eine fixe Sesselbahn, die natürlich selbst als DSB eine höhere Förderleistung hat. Technisch ist es aber nicht viel aufwendiger als eine fixe Bahn.

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Re: Braunwald, 28.1.2018 / Nicht überzeugt

Beitrag von Arlbergfan » 11.02.2019 - 23:14

Während hier wieder viele die Vor- und Nachteile von GUBs diskutieren, sage ich mal wieder schriftlich danke. Sicher eines der kuriosesten Skigebiete überhaupt - ich werde deinen Bericht morgen auf FB featuren! Die 90° gedrehte Kombibahn ist wohl der Hammer!
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Re: Braunwald, 28.1.2018 / Nicht überzeugt

Beitrag von starli » 12.02.2019 - 12:40

^ ist aber ein Bericht vom letzten Jahr. Falls du das übersehen haben solltest ;-)
- Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2017-30.9.2018 (106 Tage, 73 Gebiete)
- Alternatives, übersichtlicheres und kompakteres Alpinforum-Design gewünscht? Hier lesen und gratis installieren: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 13&t=57692
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Re: Braunwald, 28.1.2018 / Nicht überzeugt

Beitrag von oberländer » 16.02.2019 - 22:40

Amboss1981 hat geschrieben:
07.02.2019 - 16:31
Ich denke, man kann es so sagen: Es gibt einfach Gründe, weshalb GUBs nur eine Randerscheinung sind und sich nie wirklich durchsetzen konnten

EUBs bieten viel mehr Flexibilität, Kapazität und Komfort.
Und ist eher wenig Kapazität verlangt, dann hat eine GUB vermutlich kaum Vorteile gegenüber einer kleinen PB.

GUBs stehen da irgendwo mitten drin, sind weder Fisch noch Vogel.
GUB's machen meiner Meinung nur dann Sinn, wenn sie als klassische Pendelbahn gebaut werden, sprich nur zwei Gondelgruppen im Pendelbetrieb. Als solche machen sie als Zubringer Sinn; sprich wenn kurze Distanzen überwindet werden müssen, aus techn. Gründen aber keine "normale" Luftseilbahn gebaut werden kann.

Als gelungenes Beispiel fällt mir da die Dorfbahn in Adelboden ein. Völlig ungeeignet sind sie aber als Beschäftigungsanlagen, wie die zweite Sektion in Braunwald. Ironie der Geschichte: Diese Bahn hat anno 1990 eine alte kuppelbare Gondelbahn ersetzt.

Braunwald hat zwei grundsätzliche Probleme:
-Es wurden bei der Erstellung der Anlagen während Jahrzehnten durchs Band gravierende Fehler gemacht, die das Gebiet für den Skifahrer sehr mühsam machen.
-Es fehlt grundsätzlich das Geld für Erneuerungen und Korrekturen dieser Fehler (z. B. Ersatz der oberen GUB durch eine Sesselbahn).

ich habe das Gebiet schon vor 20 Jahren zum Skifahren benutzt und mich schon damals geärgert.
Was hat man seither gemacht? Die Gumenbahn neu gebaut und die beiden 50jährigen (!) Sesselbahnen mit neuen Sesseln ausgerüstet. Für alles andere hat man kein Geld und wird auch keines haben. Denn bevor man in das Skigebiet irgendein Rappen investieren kann, muss die in einem Rutschhang liegende Standseilbahn ersetzt werden.

Und damit sind wir beim klassischen Huhn-Ei-Problem:
-Aufgrund der im Bericht erwähnten Nachteile ziehen viele Skifahrer andere Gebiete vor (z. B. das gleichweit im Glarnerland liegende aber viel modernere Skigebiet Elm)
-Dank den fehlenden Einnahmen fehlen die Mittel für Erneuerungen, bzw. nur für das zwingend notwendige...

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Re: Braunwald, 28.1.2018 / Nicht überzeugt

Beitrag von Amboss1981 » 17.02.2019 - 00:45

@oberländer: Deine Einschätzung bezüglich Braunwald teile ich nicht ganz.
Aus meiner Sicht ist die GUB 2.Sektion eigentlich eine gute Lösung. Und ich bin der Meinung, dass die zweite Sektion eher eine Zubringeranlage als eine Beschäftigungsanlage ist. Skifahren tut man doch an den oberen Sesselliften, am Skilift Mattwald oder am Gumen.
Und wenn man bedenkt, dass in Braunwald viele Familien unterwegs sind und viele Schlittler, dann ist zB eine Sesselbahn keine gute Lösung. Mit Kleinkindern auf eine Sesselbahn sitzen ist sehr unangenehm...
Auch dass die beiden lahmen oberen Sessel noch fahren, scheint mir nicht schlimm zu sein. Wer Kilometer und Höhenmeter fressen will , geht sowieso nicht nach Braunwald.
Aus Skifahrer-Sicht finde ich eher doof, dass man den alten Skilift am Gumen nicht ersetzt hat.
Ansonsten finde ich, das Skigebiet ist eigentlich gut aufgestellt als Familienskigebiet.
aber ja, ob das reicht für die Zukunft...?

PS: Das mit der Standseilbahn wusste ich nicht. Aber wird das nicht aus einem anderen Kässeli (=Steuergeld) bezahlt? Analog beim Stoos handelt es sich da doch um die Grunderschliessung des Dorfes Braunwald und hat doch deshalb mit den Touristenanlagen direkt nichts zu tun...

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Re: Braunwald, 28.1.2018 / Nicht überzeugt

Beitrag von oberländer » 17.02.2019 - 23:20

Ich war heute in Braunwald und habe mich vor Ort schlauer gemacht.
Amboss1981 hat geschrieben:
17.02.2019 - 00:45
@oberländer: Deine Einschätzung bezüglich Braunwald teile ich nicht ganz.
Aus meiner Sicht ist die GUB 2.Sektion eigentlich eine gute Lösung. Und ich bin der Meinung, dass die zweite Sektion eher eine Zubringeranlage als eine Beschäftigungsanlage ist. Skifahren tut man doch an den oberen Sesselliften, am Skilift Mattwald oder am Gumen.
Sie könnte beide Funktionen erfüllen, da sie ja auch eine Piste erschliesst. In der jetzigen Funktion ist er nur ein Zubringer, womit alle auf die Gumenbahn ausweichen.

Gegen die beiden Sessel habe ich nichts, ich frage mich wie lange die beiden alten Lifte noch weiterbetrieben werden können.

Bei der Standseilbahn lag ich zugegebenermassen falsch. Die ist eine eigene Aktiengesellschaft und gehört dem Kanton Glarus.
Die Konzession für die Standseilbahn läuft 2027 ab, eine Erneuerung ist nahezu ausgeschlossen, weil die Bergstation in einem Rutschhang liegt.
Erschwerend kommt dazu, dass die Standseilbahn spätestens 2023 behindertengerecht umgebaut werden muss.
Ansonsten finde ich, das Skigebiet ist eigentlich gut aufgestellt als Familienskigebiet.
aber ja, ob das reicht für die Zukunft...?
Gemäss Geschäftsbericht:
-300'000 Fr. Verlust letztes Jahr
-Infolgedessen sind "die Investitionen weiterhin auf das notwendigste reduziert".
Ich lass das mal so stehen...

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