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Eischoll/Unterbäch 12.03.2019

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Eischoll/Unterbäch 12.03.2019

Beitrag von Ams » 07.04.2019 - 20:29

Normalerweise verbringe ich vor dem jährlichen Skiurlaub in Zermatt noch ein paar Tage woanders im Wallis. Das ist dieses Jahr leider kurzfristig ausgefallen und so blieben nur noch der Anfahrts- und Abfahrtstag für andere Ziele. Vor 3 Jahren war ich schon mal in den Skigebieten Törbel/Bürchen/Unterbäch/Eischoll und es hat mir sehr gut gefallen. Daher war der Plan auf dem Hinweg den Nachmittag dort zu verbringen und die Wahl fiel auf Eischoll/Unterbäch, da dort alle Anlagen in Betrieb sein sollten (in Bürchen war der Törbeltallift geschlossen).

Fakten
Wetter:
Sonne-Wolke-Mix
Um die 0°C
Wenig Wind

Schneehöhe:
0 cm - 100 cm

Geschlossen:
Unbeschneite Talbafahrten in Unterbäch
Schwarze Abfahrt am SL Unners Senntum - Seefeld

Pistenzustand:
Präpaprierte Pisten gut (hart oder pulvrig)
Unbeschneite Pisten um Striggen sehr schneearm

Wartezeiten:
In Eischoll waren <10 Skifahrer
In Unterbäch waren ~20-30 Skifahrer
-> Keine

Gefallen:
Leere
Wetter
Pistenbedingungen wo frisch präpariert

Nicht gefallen:
Fehlende Beschneiung in Eischoll
Sparsame Präparierung in Unterbäch

Bilder und Bericht
Alpenblick auf dem Weg Richtung Lötschberg-Autoverlad.
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Pünktlich für eine Nachmittagskarte stand ich mit den Ski um 11:45 an der Kasse in Eischoll. Auf dem Parkplatz stand nur eine Hand voll Autos und die Talabfahrt sah noch nahezu unbefahren aus. Vom Sessel konnte ich den Talblick genießen - dank etwas Neuschnee sah es schön winterlich aus.
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Leider ist der neue fixgeklemmte Sessel Eischoll - Striggen ähnlich langsam wie der "Mossalp-Express" nebenan in Bürchen. Oben angekommen dann etwas Unerwartetes: Der kurze Verbindungsweg zum SL ist auf den ersten 50 m schneefrei und es gibt keine Alternative. Etwas punktuelle Beschneiung würde an dieser Stelle wirklich gut tun...
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Zum Glück ist der Weg kurz und so stand ich kurz darauf vor dem SL Striggen - Erez. Mit etwas unter 600 Höhenmetern ein sehr ordentlicher Schlepplift, der mehrere schöne Abfahrten erschließt.
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Nach der Bergfahrt erwartete mich zum frühen Nachmittag eine nahezu jungfräuliche Abfahrt und der Blick hinüber ins (noch) verschneite Bürchen.
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Alle anderen Zufahrten zum Lift waren noch schneebedeckt, wenn auch der braune Untergrund bereits hier und da sichtbar und Pistentypisch mit Rillen versehen war ;D
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Nach 2 Abfahrten nahm ich als erster Skifahrer an diesem Tag den Weg hinüber nach Unterbäch. Selbst auf dem Rückweg können den Spuren nach nicht mehr als 2-3 weitere Leute zwischen den Gebieten gewechselt sein. Leider ist trotz guter Bedingungen in beide Richtungen ziemlich viel Schieben angesagt. Besser als keine Verbindung...
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Auf der anderen Seite angekommen fuhr ich direkt ins Tal. Mangels Schnee war nur die beschneite schwarze Talabfahrt offen, die nicht frisch präpariert war. Einige der Kuppen waren abgeblasen eisig und in den Kuhlen dazwischen lagen dann 10 cm Pulver. Trotzdem noch gut fahrbar.
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2 lahme Sesselbahnen und ein Schlepplift später war dann Zeit für das Mittagessen, gefolgt von einigen Abfahrten am obersten SL. Leider war die schwarze Piste gesperrt und zudem eine der roten Varianten unpräpariert. Da es aber nur 10 cm Neuschnee gab, die Temperatur unter dem Gefrierpunkt blieb und generell wenig lost war, ließen sich diese Varianten trotzdem gut fahren. Hier war ich zur Abwechslung nicht gänzlich allein unterwegs.
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Nach ein paar Fahrten nahm ich den Rückweg nach Eischoll, um dort bis kurz vor Betriebsschluss am SL zu fahren. Ich habe ab diesem Zeitpunkt nur noch einen weiteren Skifahrer gesehen, ansonsten war ich alleine unterwegs. Auf Dauer merkte ich zudem die Liftfahrten. Fast der komplette Höhenunterschied wird in einem durchgehenden Steilstück überwunden, dass es definitiv in sich hat. Der längere Lift in Bürchen kam mir längst nicht so anstrengend vor. Jede Bergfahrt wurde dafür mit einer traumhaften Abfahrt belohnt.
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Normalerweise macht man so ein Bild am Anfang eines Skitages... hier konnte ich es während der letzten Abfahrt machen :lach:
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Auf einem durchgehenden Schneeband von den SL-Abfahrten zur Bergstation der SB, und damit an den Beginn der Talabfahrt, zu kommen war zwar eher schwierig, aber zumindest noch möglich. Der Schneemenge nach sollte die Talabfahrt aber zumindest noch bis Saisonschluss eine Woche später gehalten haben. Die Verbindung von SL zu SB dagegen eher nicht.
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Alles in allem und trotz der Kritik war das ein wirklich schöner Ski-Nachmittag. Es hat sich definitiv gelohnt dieses Gebiet anzufahren. Ich wusste ja, dass mich langsame Sesselbahnen erwarten und bin trotzdem in Unterbäch ins Tal gefahren. Während in Unterbäch etwas an der Pistenpräparierung gespart wurde, haben sie sich in Eischoll dafür umso mehr bemüht und trotz der teils dünnen Schneelage das Beste daraus gemacht. Zusammen mit der gähnenden Leere (alle Fotos hier im Bericht zusammen zeigen grob 10 andere Skifahrer) und den dadurch bis Liftschluss fast perfekten Pisten empfand ich diesen Nachmittag zusammen mit dem Vormittag in Bürchen am Abfahrtstag (Bericht folgt noch) als den besten "Skitag" des ganzen Zermatt-Skiurlaubs.
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Re: Eischoll/Unterbäch 12.03.2019

Beitrag von intermezzo » 08.04.2019 - 11:49

@Ams:

Danke für den aufschlussreichen Bericht. Sieht sehr entspannt aus, diese Ecke. Habe auch nichts anderes erwartet.

Tja, dann bewahrheitet sich das, was ich ja eigentlich schon vermutet habe, nämlich dass in der vorangegangenen Saison 2017/18 in dieser Region enorm viel Schnee lag. Wenn ich mir so Deine Bilder aus diesem Jahr anschaue, dann wars an gewissen Stellen schon halbwegs prekär, wobei das nicht wirklich ein Problem darstellt. Und schliesslich ist ja bereits Frühling. Freue mich schon auf den Bürchen-Bericht.

Darf man das so interpretieren, dass die kurzen Eischoll/Unterbäch- und Bürchen-«Einsätze» Dir insgesamt mehr Spass bereitet haben als der gesamte Zermatt-Besuch? Falls JA, bin ich ja gespannt auf Deine Ausführungen...

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Re: Eischoll/Unterbäch 12.03.2019

Beitrag von Ams » 09.04.2019 - 00:50

Der fehlende Schnee an einigen Stellen hat zwar etwas genervt, aber das war nicht unerwartet kurz vor Saisonschluss. Solange die Hauptabfahrten ohne Abschnallen machbar sind - was solls. In Zermatt oder Saas-Fee lauf ich selbst bei besten Bedingungen mehr in den vielen Bahnstationen herum :lach:

In Zermatt hatte ich während der 6 Tage sehr durchwachsene Bedingungen. Ich bin nur einmal nach Italien gekommen, während ich mich an 2 Tagen mit viel zu vielen anderen Gästen an den wenigen geöffneten Anlagen vergnügen durfte und die Pisten schon gegen mittag schlecht wurden. Dazu schwer vorhersehbare Bahnöffnungen und Wartezeiten in und an wegen Sturm stehenden Liftanlagen. Tatsächlich wäre es während der halben Tage in Eischoll/Unterbäch und Bürchen auch in Zermatt besser gewesen. So hatte ich aber in beiden Gebieten tolle Bedingungen bei minimalen Andrang und guten Wetter.

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Re: Eischoll/Unterbäch 12.03.2019

Beitrag von Arlbergfan » 08.05.2019 - 23:15

So, jetzt habe ich mir deinen Eisscholl Unterbäch Bericht auch noch durchgelesen, damit ich mitreden kann, was ich in Eisscholl verpasst habe. Kurzum: Eher wenig. Wenn ich die 3 Gebiete so anschaue, dann ist Bürchen doch eindeutig das abwechslungsreichste. Der obere Lift in Unterbäch schön alpin und Eisscholl...naja, haut mich jetzt von den Bildern nicht vom Hocker. Dass du die beiden Halbtage als den besten deines Wallis Aufenthalt einstufst, zeigt wohl, was für Pech du in Zermatt hattest. Bin gespannt, was du zu meinem Zermatt Bericht sagst...ich hoffe, du kannst ihn einigermaßen ertragen. :wink:
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