Aber zurück zum Schilthorn. 2013 hat uns unsere Schi-Reise in die Schweiz geführt, begonnen haben wir im Berner Oberland, und nach einem netten Spaziergang vom First-Gebiet zum Faulhorn mit anschließender Abfahrt nach Grindelwald sollte uns der nächste Tag - wieder bei strahlendem Sonnenschein oberhalb der Nebelgrenze - aufs Schilthorn führen. Nach vorherigem Studium der einschlägigen Literatur sollte die Hauptunternehmung des Tages eine Variantenabfahrt auf der Südseite des Schilthorns über Poganggen zur Rotstockhütte sein, von dort dann mit Fellen zur Wasenegg, einem sanften Grat südlich des Schilttals und dann weiter hinunter nach Spielboden, um dort wieder Anschluss zum Schigebiet zu haben. Überhaupt waren die Schneeverhältnisse in diesem Jahr sehr gut, sowohl im Berner Oberland, alsauch im Wallis, wo wir den Rest der insgesamt 10 Tage verbringen wollten.
Begonnen wird der Tag auf der Terrasse am Schilthorn bzw. Piiz Gloria, wo sich fürwahr ein prächtiger Ausblick bietet.
Blick über die Seilbahntrasse nach Birg.
Im Flachland liegt der Nebel.
Schon sehr eindrucksvoll hier!
Hier kann man schon eine Übersicht über den ersten Abfahrtsteil sehen.
Vielleicht eine kleine "Schlüsselstelle"
Noch befinden wir uns aber auf der Aussichtsterrasse.
Und bewundern die ausgesetzte Station am Birg.
Sowie die Lauberhornabfahrt im Hintergrund.
Für Sabine kommt nun aber eine andere Schlüsselstelle, deren Überwindung für sie die größte Anstrengung des Tages bedeutet, mit - sagen wir einmal - nicht ganz so langen Beinen gestaltet sich die Überwindung des Terrassengeländers, (was zum Erreichen des Ausgangspunkts der Abfahrt nötig ist), als nicht ganz so einfach.
Hier haben wir bereits "meine" Schlüsselstelle überwunden, die Querfahrt am Grat nach Westen auf ziemlich hartem Untergrund und unterhalb befindlichen Felsabbrüchen, es gibt zugegebenermaßen Situationen, in denen ich mich wohler fühle.
Das da vorne sieht hingegen wieder sehr nach "Wohlfühlsituation" aus.
Ja, es handelt sich definitiv um eine Wohlfühlsituation. Wegen des extrem kalten Wetters hat der Neuschnee der vergangenen Woche gehalten und lässt sich wunderschön verzieren.
Ja, mein Stil ist altmodisch bzw. war er es damals, mittlerweile hat sich mein Kurvenadius (zumindestens fallweise) schon ein bisschen erhöht....
Blick zurück zum Schilthorn.
Und wieder eine kleine Schlüsselstelle.
Dafür geht´s dann wieder ganz entspannt weiter.
Wir erreichen den Gebäudekomplex der Rotstockhütte an der Nebelgrenze.
Blick zurück.
Ob der Gesichtsausdruck auf die zurückliegende oder die kommende Anstrengung zurückzuführen ist, wissen wir nicht mehr.
Jedenfalls fellen wir an und steigen in mystischer Nebelstimmung langsam auf zum Wasenegg.
Am Grat haben wir wieder den Blick zur Kabinenbahn zwischen Birg und Schilthorn.
Und vor uns liegt ein schöner Nordosthang hinunter nach Spielboden.
Die Hütten am Spielboden.
Den Rest des Tages verbringen wir im Schigebiet des Schilthorns, wo sich beim Pistenfahren die tiefen Temperaturen als wesentlich störende erweisen als bei den doch etwas höheren Anstrengungen des Geländefahrens und des Aufsteigens.
Fazit: das Schilthorn hat uns absolut überzeugt, es gäbe dort noch einige andere Möglichkeiten für liftunterstütze Touren und ich denke, bei guter Schneelage im Berner Oberland werden wir dem Piz Gloria sicher wieder einen Besuch abstatten.