Auf dem Rückweg fuhr ich am Montag über Samnaun. Da der Skitag so in der Schweiz gestartet ist, habe ich diesen Bericht auch im Schweizer Topic gepostet.
Im Vergleich zu den Vortagen präsentierte sich das Wetter am Montag doch, wie vorhergesagt, deutlich schlechter. Den ganzen Tag über hielten sich dichtere Wolken, aus denen es auch ab und an mal leicht schneite. Insbesondere am Vormittag hatte die Sonne aber auch ab und an mal die Kraft, etwas durch die Wolken zu drücken, sodass es heller wurde.
Das Angebot, das Ischgl gezaubert hat, ist generell nicht zu verachten. Ein Großteil des Skigebiets ist bereits befahrbar, auch wenn natürlich nicht alle Varianten geöffnet sind. Auch die Qualität des Schnees war völlig in Ordnung. Leider war es aufgrund der Bewölkung so, dass die Bodensicht nicht so gut war, sodass man trotz guter Pisten etwas mit angezogener Handbremse fahren musste.
Die Pisten waren im Vergleich zu Davos qualitativ in etwa vergleichbar, auch wenn es in Ischgl doch vereinzelt eine eisigere Stelle gab. Im Vergleich zu St. Moritz sieht Ischgl aber ganz alt aus, aber das ist ja eh eine andere Liga.
Störend fand ich die zahlreichen Steine, bzw. weiter unten Erdklumpen, die auf allen Pisten, vor allem auf der österreischischen Seite, zu finden waren. Meist waren es aber nur harmlose lose Kieselsteine, die den Skiern ja nicht wirklich weh tun.
An der Langen Wand wimmelte es aber nur so von großen Steinen. Auch an der Zeblasbahn sowie an einzelnen Stellen an der Gampenbahn sowie beim Start der 80 gibt es größere Steinfelder.
Ich würde in Ischgl z.Zt. eher zu den Steinski raten. Sicherlich bin ich aber auch von den letzten beiden Skitagen in Davos und St. Moritz verwöhnt, denn in Ischgl gibt es wahrscheinlich allein auf 50m Piste mehr Steine, als in den gesamten beiden vorgenannten Gebieten.
Am Morgen bis ca. 10:00 Uhr war es noch gespenstisch leer im Skigebiet. Irgendwie fühlte sich das im sonst grundsätzlich überfüllten Ischgl völlig falsch an. Ab 10:00 Uhr füllte sich das Gebiet aber leider rasch und es wurde ziemlich voll – für meinen Geschmack teilweise zu voll. An den Liften gab es aber keine Wartezeiten. Überfüllt waren dann aber die Pisten rund um die Idalpe sowie im Höllkar. Ab ca. 14:00 Uhr wurde es dann wieder rasch leerer. Dies dürfte auch am ungemütlicher werdenden Wetter gelegen haben.
Die Bahnen in Ischgl liefen gewohnt langsam. Das was sonst auch die Regel war, wird wohl nun unter dem Deckmantel „Energiesparmaßnahme“ verkauft. Die etwas reduzierten Liftgeschwindigkeiten störten – mit Ausnahme Flim- und Idjpch, die wieder unsagbar langsam schlichen – nicht.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Mit der ersten fahrplanmäßigen Gondel um 08:15 Uhr fuhr ich ab Samnaun aufwärts. Oben präsentierte sich das Wetter grau in grau mit schlechter Bodensicht

An der Alp Trida angekommen war noch kein weiterer Lift bereit. Es dauerte bis 08:35-08:40 Uhr, bis die Sattelbahn endlich betriebsbereit war. Es wäre clever, den Betriebsbeginn der Zubringerbahn mit dem Betriebsbeginn der Beförderungsanlagen zu harmonisieren. In Samnaun hatte ich da so versetzt bislang noch nie erlebt.

Später öffnete dann auch die Viderjochbahn I. Die Abfahrt hier ging ganz gut.
Die Flimsattelbahn wurde in der Zwischenzeit wieder eingarangiert und öffnete dann tatsächlich erst nach 10:00 Uhr. Seltsam…

An der Greitspitzbahn (links) wird der Schnee, den die Schneeerzeuger produziert haben, verschoben

Ausblick Viderjoch II. Langsam wird es etwas heller. Die ersten 1,5h fühlten sich aufgrund der Leere an wie im falschen Film

Blick Richtung Greitspitze

Auf der Abfahrt vom Idjoch zur Idalpe liefen im obersten Teil noch einige Schneeerzeuger, was die Pistenqualität negativ beeinflusste. Auf den Varianten unten heraus gab es einige Steine.

Idalpe. In der Früh quasi noch ganz leer

Die rote Abfahrt an der Flimjochbahn machte Spaß, wurde dann aber auch rasch voller

Blick aus der Idjochbahn. Leider fuhren sowohl Id-, als auch Flimjochbahn unangenehm langsam. Man brauchte starke Nerven, bis man oben war.

Verrückt, wie viele Leute sich an einem Montag im November in Ischgl auf den Pisten tummeln.
Zugegeben, das Bild ist jetzt natürlich so herausgezogen, aber auf der blauen Abfahrt an der Flimjochbahn war es tagsüber immer mehr oder weniger vergleichbar voll.

Blick auf die Idalpe

Oberster Teil der Trasse der Flimsattelbahn, die ja sehr verspätet den Betrieb aufgenommen hat.

Abfahrt entlang der Flimsattelbahn in Richtung Alp Trida

Start in die Talabfahrt an der Idalpe. Die Talabfahrt war bis zur Mittelstation teilweise noch ziemlich knollig und unruhig

Auf der Talabfahrt. Ich bin nur den offiziell geöffneten Teil zur Pardoramabahn gefahren

Blick in den Höllboden

Im Höllkar war auch ziemlich viel los, auch wenn es hier auf dem Bild nicht so rüber kommt

Blick zum Palinkopf mit den beiden 6KSBen

Ausblick von der Bergstation der Höllkarbahn

Blick in den Höllboden.

Blick von der Langen Wandbahn zum Palinkopf. Leider ist es in diesem Bereich extrem steinig (auch viele große Steine, die nur schwerlichst umfahren werden können)

Schade, denn die anschließende schwarze Piste war super. Kaum auszumalen, wie viel Spaß dieser Hang gemacht hätte, wenn die Bodensicht auch besser gewesen wäre.

Später trübte es dann wieder mehr ein. Die Abfahrt vom Palinkopf zum Höllspitz-Sessel wäre bei besserer Bodensicht aber auch sehr rassig gewesen.

Blick zur Paznauner Thaya. Vom ruppigen Mittelteil abgesehen war die Abfahrt am Höllspitz-Sessel auch sehr cool. Die hier noch gesperrte rechts abzweigende Variante wurde später geöffnet, war aber noch sehr unruhig.

Letztes Pistenstück zur Paznauner Thaya

Start der Piste am Höllspitz im obersten Teil. Hier war die Piste wirklich grandios.

Die Abfahrt unter der Thayabahn fand ich nicht gut

Blick von der Sassgalun-Bergstation zur Idalpe

Die schwarze Abfahrt vom Pardatschgrat zur Pardormabahn machte später auch auf. Leider war die Abfahrt weitestgehend noch sehr ruppig und knollig, sodass ich auf eine Wiederholung verzichtet habe.

Weiter unten auf selbiger Abfahrt

Abfahrt an der Thayabahn

Die Abfahrt zur Gampenbahn war so lala. Teilweise gab es einige Steine, an anderer Stelle glattere Stellen. Dafür war es aber hier recht leer.

Weiter unten auf der Gampenabfahrt

Blick zum PVG

Da die Abfahrt nach Laret noch gesperrt war, fuhr ich heute dann abschließend über die Talabfahrt nach Samnaun Dorf ab. Die Abfahrt war insgesamt schon gut beieinander. Im oberen Teil gab es einige Steine. Es liefen auch noch zahlreiche Schneeerzeuger.
Ich bin dann nur bis zum Dorf gefahren und bin dann ab dort mit dem Ortsbus wieder zurück zur Talstation.
Fazit:
Quantitativ hat Ischgl hier richtig ordentlich abgeliefert. Angesichts des Wetters der vergangenen Wochen wurde hier ein tolles Angebot geschaffen. Der Schnee selbst war auch deutlich besser, als ich das aus meiner TSC-Zeit gewohnt bin. Die Pisten waren wesentlich weniger eisig als befürchtet, die Steine sind aber nach wie vor ein großes Ischgler Problem.
Qualitativ kann Ischgl aber einfach nicht mit St. Moritz mithalten, aber das ist glaube ich auch gar nicht der Anspruch von Ischgl.
Schade, dass die Bodensicht heute nicht besser war, denn dann hätte das auch wieder ein richtig guter Tag werden können. Mal schauen, ob ich Ischgl im Januar und/oder April noch einmal eine Chance mit der GraubündenCard gebe.