Heute machte ich mich auf die Tour durch die verschiedenen Teilgebiete in der Skiarena Andermatt-Sedrun.
Geöffnet ist z.Zt. der Gemsstock mit nahezu Vollbetrieb, Gütsch mit einem Minimalangebot mit Gütsch-Flyer und Lutersee-Flyer sowie die Skischaukel zwischen Oberalppass und Dieni. Die geöffnete 4KSB in Disentis habe ich nicht besucht. Für diesen einen Lift hätte sich der Aufwand sicher nicht gelohnt.
Um diese Tour zu bewerkstelligen startete ich um kurz nach 07:00 Uhr mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) ab Disentis (betrieblich ziemlich interessant mit den Zahnstangenabschnitten und der Aufnahme der Autoverlad-Wagen in Sedrun), die seit dieser Saison dankenswerterweise wieder in den Saisonkarten inbegriffen ist. Dies stellt bei diesem schlauchartigen Skigebiet einen großen Mehrwert dar.
Die MGB am Morgen nutze ich bis Nätschen, von wo aus dann das Wettrennen Ski vs. Zug startete. Mit Skiern ist man klar vor dem Zug in Andermatt, trotz der langweiligen Passstraßen-Talabfahrt.
So erreichte ich die Talstation der Gemsstockbahn kurz vor 08:30 Uhr. Am Gemsstock sind mit Ausnahme der schwarzen Gipfelabfahrt alle Pisten und Anlagen geöffnet. Der Pisten- und Schneezustand am Morgen war sehr gut. Die Pisten waren schön griffig und machten viel Spaß. Los war am Gemsstock gar nicht mal so viel. An den Pendelbahnen bekam ich immer die nächste Kabine, auch wenn ich hin und wieder mal kein Glück mit den Abfahrtszeiten der Pendelbahnen hatte. An der 6KSB musste man maximal drei Sessel warten und am SL gab es sowieso keine Wartezeiten.
Steine gab es im oberen Abschnitt der Sonnenpiste einige. Hier musste man schon etwas aufpassen. Die Steine können aber m.E. gut umfahren werden. Am Lutersee-SL gab es wider Erwarten gar keine Steine. Haben die hier neuerdings eine vernünftige Beschneiung?
Um 11:55 Uhr nahm ich dann den Ortsbus von der Brücke zum Gütsch-Express. Dort blieb ich dann bis zur MGB-Abfahrt um 13:36 Uhr ab Nätschen.
Am Gütsch-Flyer war die zugehörige offene Piste sehr, sehr hart. Das machte gerade im Verglich zum Gemsstock nur so semi Spaß. In Richtung Lutersee-Flyer waren nur die direkten Verbindungspisten geöffnet, die sich ja eh nicht lohnen.
Am Gütsch-Express war die Piste ebenfalls hart-eisig und ziemlich überfüllt.
Das letzte Teilgebiet für heute lag dann für mich zwischen dem Oberalppasss und Dieni. Die Abfahrt am Oberalp-Flyer war noch in Ordnung und auch die Verbindungspiste in Richtung Dieni war noch in einem überraschend guten Zustand und weitestgehend steinfrei.
Die Abfahrt am Mulinatsch-Flyer war schon arg hart-eisig. Die Talabfahrt nach Dieni war hier komischerweise noch deutlich besser.
Vielleicht noch kurz zum Wetter:
Strahlender Sonnenschein am Morgen. Am Nachmittag kamen dann, wie vorhergesagt, Schleierwolken auf. Die Temperaturen würde ich um den Gefrierpunkt herum schätzen.
Bezüglich des Andrangs war ich überrascht, wie wenig noch los war. Abgesehen von der Abfahrt am Gütsch-Express sowie der Piste am Oberalp-Flyer war es mir nie zu voll. Liftwartezeiten waren nie ein Thema.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Blick am Morgen aus der MGB in Richtung Oberalppass

Oberalpsee

Blick aus dem Zug in Richtung Gemsstock
Gemsstock:

Bereits am Morgen gab es schon einen fantastischen Ausblick vom Gemsstock

Die Sonnenpiste machte ihrem Namen am Morgen noch keine Ehre.
Bis zu diesem Punkt in etwa muss mit Steinen gerechnet werden

Die Abfahrt zum Gutschen-Flyer, die direkt an der Mittelstation startet, war auch sehr gut zu fahren

Blick zum Lutersee-Lift, der erst um 09:30 Uhr öffnet.
Auf der anspruchsvollen Lifttrasse hatten später einige Skifahrer deutliche Probleme

Blick aus dem Gurschen-Flyer

Die Abfahrt am SL Lutersee war an sich sehr gut, auch wenn es noch ein paar rutschigere Abschnitte gab. Steine waren hier nicht anzutreffen. Respekt für die gute Arbeit des Pistenteams in diesem Bereich.

Weiterer Verlauf der Lutersee-Abfahrt

Auch die Talabfahrt war an den allermeisten Stellen herrlich griffig und machte sehr viel Spaß, sodass es auch hier ein paar Wiederholungen gab

Blick von der Talabfahrt auf Andermatt

Blick in Richtung Furkapass

Auch später kann sich der Ausblick vom Gipfel noch sehr sehen lassen

Und auch auf der Sonnenpiste gab es dann ab und an Sonne
Gütsch:
Nach einem problemlosen Wechsel mit dem Ortsbus um 11:55 Uhr ab der Brücke geht es dann ohne Pause im Teilgebiet Gütsch weiter.

Start der Abfahrt am Gütsch-Flyer. In diesem Bereich war die Pisten noch gut zu fahren

Hier war es dann aber unangenehm hart-eisig.

Blick aus dem Gütsch-Flyer auf die Präparierungsversuche der direkteren Abfahrt

Die Verbindung zum Lutersee-Flyer war ein ziemlicher Eiskanal

Auch an der Bergstation des Lutersee-Flyers ist die direkte Piste noch nicht parat

Abfahrtsstart am Lutersee-Flyer

Die Verbindungen von/zum Schneehüenerstock dürften sie noch hinbekommen

Abfahrtsstart an der oberen Sektion des Gütsch-Express

Leider war die Piste auch hart-eisig und zudem auch noch hoffnungslos überlaufen

Blick auf Nätschen

Hier nochmal der Zustand des direkten Starthangs am Lutersee-Flyer

Verbindung zurück vom Lutersee-Flyer zum Gütsch-Flyer.

Auch die direkte schwarze Abfahrt zum Lutersee-Flyer ist noch nicht parat, aber immerhin schon beschneit

Nochmal die Abfahrt am Gütsch-Express II

Blick in Richtung Gemsstock mit wartendem Glacier-Express an der Station Nätschen

Der Glacier-Express musste noch meinen Zug um 13:36 Uhr abwarten, der auch halbwegs pünktlich unterwegs war. Bei der MGB ist dies leider – völlig untypisch für die Schweiz – keine Selbstverständlichkeit
Oberalp-Sedrun:

Vom Bahnhof am Oberalppass muss man leider erstmal doch etwas zum Oberalp-Flyer aufsteigen

Ausblick aus dem Oberalp-Flyer

Blick von der Bergstation des Oberalp-Flyers in die Surselva

Die Abfahrt am Oberalp-Flyer selbst war noch ganz ok, wenngleich schon sehr zerfahren

Pistenverzweigung links Oberalp, rechts Cuolm Val

Blick zu den Talstationen der beiden lahmen Verbindungs-4SBen

Ausblick von der Piste am Mulinatsch-Flyer über Milez hinweg in Richtung Sedrun


Pistenstart am Mulinatsch-Fyler. Hier ist es noch etwas holprig.

Rückblick nach Milez

Oberster Teil der Talabfahrt in Richtung Dieni

Die Talabfahrt war unten heraus, trotz des Schattens, noch ziemlich gut.

Um 16:25 Uhr ab Dieni ging es dann mit der MGB wieder hinunter in Richtung Disentis
Fazit:
Der Skitag heute in den drei jeweils für sich gesehen relativ kleinen Skigebieten war besser als gedaucht. Insbesondere der Morgen am Gemsstock und die finalen Abfahrten in Dieni waren ziemlich gut. Enttäuschend ist noch das Angebot im Teilgebiet Gütsch. Es sieht hier aber an der ein oder anderen Stelle schon so aus, als dass dort das Angebot noch verbessert werden könnte.