Bis heute früh wusste ich nicht, wo ich heute zum Skifahren gehen sollte. Am nächstgelegenen zu meiner Unterkunft wäre eigentlich Obersaxen, aber das macht ja z.Zt. keinen Sinn. Auch die Schneebänder, die den Webcams nach zu urteilen sehr dreckig und steinig waren, in Brigels lachten mich nicht an. Flims-Laax wäre eine Alternative gewesen, jedoch war ich mir hier wegen der aufziehenden Bewölkung nicht sicher, ob das Gebiet hier nicht zu hoch gelegen wäre. Der Wind wäre bei der vorherrschenden Windlage wahrscheinlich dort weniger ein Thema gewesen. Davos war mir heute zu weit.
Am Ende entschied ich mich für die Lenzerheide. Beim Wind befürchtete ich schon bei der Anfahrt Einschränkungen, was sich dann auch bestätigte. Urdenfürggli und Stätzerhorn blieben den ganzen Tag geschlossen. Aufgrund der niedrigen Lage des Skigebiets blieb aber die Sicht immer gut.
Durch den eingeschränkten Öffnungsstatus ging der Wechsel von der Alp Stätz in Richtung Lavoz heute leider nicht. Daher fuhr ich von Churwalden kommend über den Heimberg zur Rothornbahn und von dort mit dem Sportbus zum Fadail und von dort dann wieder auf der Westseite zurück.
Die Pisten waren überall in der Lenzerheide ziemlich am Limit. Braune Stellen, Dreck und Steine waren eher die Regel, als die Ausnahme. Besonders steinig war es an der Alp Stätz sowie am Scalottas. Teilweise gab es aber auch gute Pistenabschnitte.
Los war heute recht wenig. Meistens musste ich mir den Sessel oder die Gondel nicht teilen. Wahrscheinlich waren viele Gäste schon abgereist und Tagesgäste hat das angekündigte stürmische Wetter sicher nicht angezogen.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Blick auf die Bergstation der Panoramabahn. Krass, wie wenig Schnee in der Lenzerheide liegt.

Stätzerhorn war heute ja leider windbedingt geschlossen. Da es auch wirklich sehr kräftig windete, gehe ich davon aus, dass die Sperrung auch absolut berechtigt war. (Nicht so wie ab und an mal in Andermatt…)

Blick aus der Stätzertäli-Sesselbahn, wo ich meine ersten Abfahrten machte

Die dortige Abfahrt war nicht schlecht. Leider kamen im Bereich Alp Stätz sehr rasch viele Steine und Dreck durch. Am Nachmittag war es dann dort ein ziemliches Minenfeld

Die Verbindung zum Obertor-Sessel ist auch ziemlich knapp

Blick von der Heimberg-Bergstation in Richtung Churwalden

Und zur Lenzerheide

Die rote Abfahrt am Heimberg-Sessel war je nach Fahrspur schön oder unruhig

Blick zur Heimberg-Talstation in Parpan

Blick von Motta zum geschlossenen Urdenfürggli-Sessel

Die Abfahrt am Motta-Sessel war eigentlich recht gut, vor allem die Verlängerung der Abfahrt zum Weisshorn-Speed, bzw. SL Scharmoin

Die direkte Zufahrt zum Motta-Sessel war dahingegen fürchterlich, da eisig

Blick zur Talstation Scharmoin-SL. Leider gab es gerade als ich dort ankam einen längeren Betriebsunterbruch, sodass ich dort einige Minuten warten musste

Die Talabfahrt zur Rothornbahn war noch gut zu fahren, sodass es dort dann auch eine Wiederholungsfahrt gab.

Die Piste am Dieschen ist dafür aber völlig am Ende
Um ca. 11:30 Uhr setzte dann Schneefall ein. Mit dem Sportbus um 11:36 Uhr wechselte ich dann zum Fadail.

Blick auf Tgantieni im anfangs sogar recht starken Schneegestöber

Die blaue Abfahrt von Tgantieni zum Pedra Grossa-Sessel war nett zu fahren.

Die roten Abfahrten am Pedra Grossa waren oben noch gut, unten raus dann aber zunehmend eisig

Selbiges galt für die Abfahrten am Lavoz. Oben noch gut, unten raus dann immer mehr eisig.

Blick zur Talstation Lavoz. Der Lift selbst lief heute sehr langsam. Wind war hier sicher nicht die Ursache, da unproblematisch. Wahrscheinlich war es eher eine Sparmaßnahme

Die Verbindung Lavoz – Alp Stätz ging gut

Am Stätzertäli machte ich dann noch eine weitere Abfahrt

Rund um Proschieri war es schon recht braun

Bei einem Skitag in der Lenzerheide gehört auch immer ein Besuch am Paradschier dazu, alleine schon, um der sehr engagierten Bergbahngesellschaft einen Pieps zu schenken

Die Piste am Paradschier war häufig braun, aber angesichts des weichen Frühjahrsschnee cool zu fahren

Ein letzter Blick auf Churwalden
Fazit:
Sicher war Lenzerheide heute nicht die optimale, aber auch nicht die schlechteste Wahl. Nachdem gestern und vorgestern aber immerhin noch etwas Winterfeeling aufkam, herrscht in der Lenzerheide schon Spätfrühling. Die Pisten dort sind wirklich sehr am Ende. Man kann nur inständig hoffen, dass auch in der Lenzerheide mal wieder Schnee fällt oder es zumindest wieder kalt wird, damit die Bergbahnen eine Chance haben, den Einschaltknopf der Beschneiung zu finden (was sie das nächste Mal hoffentlich schneller tun, als bei den optimalen Schneibedingungen im Dezember).