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Rund um den Piz Lagalb | 05. August 2018

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Rund um den Piz Lagalb | 05. August 2018

Beitrag von Schleitheim » 24.08.2018 - 22:00

Rund um den Piz Lagalb

Prolog
Die warmen Temperaturen im Mittelland lockten mich anfangs August spontan ins Oberengadin. Versprachen doch die Wetterberichte angenehme Temperaturen im Bereich von 25 Grad. So nahm ich am Freitagabend die lange, nicht endende Fahrt mit dem Zug nach Pontresina in Angriff. Nach der Ankunft um 21 Uhr war es glücklicherweise nicht weit zur Jugendherberge, welche direkt am Bahnhof liegt. Dank den einstelligen Temperaturen nachts konnte man auch endlich wieder einmal anständig schlafen.

Der Samstag begann mit einem Besuch bei der Alp-Schaukäserei Morteratsch in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Morteratsch. Viel eindrücklicher als das Käsen war das aufgetischte Brunchbuffet, welches trotz ebenfalls reichhaltigem Frühstück in der Jugendherberge, wieder Appetit hervorrief. Wir konnten uns aber widersetzen und kauften nur etwas Käse für den heutigen Tag.
Anschliessend ging es weiter auf die Diavolezza, man muss ja die Bergbahnen nutzen, wenn man schon nicht zusätzlich bezahlen muss ;).
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Klassischer Blick auf den Piz Palü.
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Die Abdeckung für den Herbstbetrieb schien mir dieser Jahr relativ dünn im Vergleich zu anderen Jahren.
Nachmittags folgte noch ein kurzer Besuch im Gletschergarten Cavaglia, gefolgt von einer Fahrt im offenen Aussichtswagen zurück nach Pontresina.

Die Wanderung
Am Sonntag sollte noch eine Wanderung anstehen, die wir noch nicht kannten. Durch unseren längeren Besuch im Juli 2014 fielen Klassiker wie Muottas Muragl-Alp Languard, Murtél-Furtschellas oder Maloja-Surlej bereits weg. Dieses Mal sollte es von der Bahnstation Bernina Lagalb durch das Val Minor hinauf zum Fuorcla Minor und weiter zum Forcola di Livigno gehen.
Kartenausschnitt.PNG
Kartenübersicht mit dem gelaufenen Weg in orange. Und nein, ich habe den Forcola di Livigno nicht mit dem Berninapass verwechselt.
Quelle: Bundesamt für Landestopografie swisstopo
Los ging es um 09:04 Uhr mit dem Zug ab Pontresina hinauf Richtung Berninapass. Es herrschte wunderbares Wanderwetter, auch wenn die Sonne im Laufe des Tages immer stärker herunterbrannte.
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Nach einigen Minuten verschwand die Passstrasse und Ruhe kehrte ein. Zu Beginn überholten wir noch einige kurz vor uns gestartete Wanderer, anschliessend waren wir für eine Weile ziemlich alleine unterwegs.
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Blick ins Val Minor hinein. Früher wurden hier geringe Mengen an Blei und Silber abgebaut. Ob der Name des Tals daher stammt oder doch eher vom lateinischen "minor" (kleiner) ist nicht klar.
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Nach weniger als einer Stunde erreichten wir den Puoz Minor Einen See, welcher offenbar zugleich auch eine Art Quelle ist. Denn Puoz heisst, Irrtum vorbehalten, auf rätoromanisch Quelle.
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Im spiegelglatten See wimmelte es auch von unzähligen kleinen Fischchen.
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Nach einer kurzen Pause ging es weiter in Richtung Fuorcla Minor. Es standen nur noch knapp 100 Höhenmeter bevor.
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Langsam wird es steiniger, immer wieder durchzogen von kleinen Seelein.
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Rasch erreichten wir den grösseren Lej Minor und kurze Zeit später bereits den Fuorcal Minor.
Da es noch ziemlich früh war, entschieden wir uns, entgegen der ursprünglichen Planung, weiter Richtung Bernina Passhöhe zu wandern. Ab dem Fuorcla Minor war es aber vorbei mit der Ruhe. Hier traf man deutlich mehr Wanderer und auch Mountainbiker an, welche die doch ziemlich anspruchsvolle Strecke fuhren bzw. ihr Mountainbike spazieren führten.
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Wenig später ging es mitten durch eine Kuhherde langsam aber sicher bergab Richtung Berninapass.
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Bevor wir aber in die Nähe zur Passstrasse kamen, legten wir noch eine Mittagspause an diesem kleinen Seelein ein.
Den Bahnhof Ospizio Bernina erreichten wir dann bereits kurz vor 13 Uhr. Um 13:15 Uhr ging es erneut im Panoramawagen zurück nach Pontresina. Dort entschieden wir uns noch für einen kurzen Abstecher per Sesselbahn auf die Alp Languard, wo wir eine der grossen Crèmeschnitten genossen. Nachdem vor vier Jahren bereits alle weg waren, hatte es dieses Mal noch. Schade ist der Service dort oben immer so unaufmerksam und unorganisiert.

Wieder zurück im Tal ging es um 16:24 Uhr wieder ins warme, oder besser gesagt heisse Mittelland zurück. Doch bereits am nächsten Freitag sollte es mich wieder in die Berge ziehen. (Fortsetzung folgt)
Skitage 18/19: 37 (14×Savognin, 6×4 Vallées, 5×Scuol, 3×Andermatt-Sedrun, je 2×Obertoggenburg, Pizol, Corvatsch-Furtschellas, je 1×Arosa-Lenzerheide, Davos-Klosters, Engelberg-Titlis), Skitage 17/18: 28, Skitage 16/17: 22, Skitage 15/16: 17, Skitage 14/15: 20, Skitage 13/14: 19, Skitage 12/13: 19, Skitage 11/12: 14, Skitage 10/11: 16, Skitage 09/10: 13


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