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Oberengadin 24.8.-31.8.: 29.8: Kleine Wanderung am Silsersee

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Oberengadin 24.8.-31.8.: 29.8: Kleine Wanderung am Silsersee

Beitrag von Laax-Fan » 23.10.2019 - 21:47

Dieser Bericht ist ein Teil der Serie meiner Woche im Oberengadin: Hier geht's zum ersten Teil mit der Übersicht über alle Berichte: viewtopic.php?f=54&t=62283

Donnerstag 29.8: Kleine Wanderung am Silsersee

Da am Donnerstag nicht sonderlich gutes Wetter vorhergesagt war und wir von den vergangenen Tagen müde waren, hatten wir eine eher kleine Wanderung auf dem Plan. Zuerst wollten wir von Pontresina über den Lej da Staz nach St. Moritz wandern. Nachdem es uns der Silsersee am Vortag jedoch so angetan hatte, entschlossen wir uns dazu eine Wanderung dort zu unternehmen. So sind wir Zug und Bus bis nach Plaun da Lej am Silsersee gefahren. Dort gibt es ein kleines Schiff, das einen über den See in die Nähe des Weilers Isola bringt. Von dort sind wir dann bis nach Maloja gewandert.

Wetter: Den ganzen Tag stark bewölkt, die Bergspitzen waren aber grösstenteils frei von Nebel. Kurz zeigte sich auch mal die Sonne.

Route: Vom Schiffssteg bei Isola auf direktem Weg zum Malojapass. Dort haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Belvedere-Turm gemacht.

Heute ging es etwas später los: Um 10:01 haben wir den Zug in Pontresina nach St. Moritz genommen. Von dort ging es weiter mit dem Bus bis Plaun da Lej, wo wir dann um 10:55 das Schiff genommen haben.

Vor der Abfahrt haben wir leider folgendes Erlebnis am Bahnschalter von Pontresina gehabt: Wir wollten uns erkundigen ob wir direkt ein einziges Ticket für Bahn, Bus und Schiff lösen konnten. Zu unserem Erstaunen wusste die Dame am Schalter nicht, dass es auf dem Silsersee ein Schiff gibt. Dies wäre noch nicht so tragisch gewesen, auch wenn ich von einer Angestellten der RhB am Schalter von Pontresina erwarten würde, dass sie über das ÖV-Angebot im Engadin Auskunft geben kann. Dass sie aber nach dieser Frage gute 5 Minuten mit ihrem Kollegen brauchte um uns dann nach erneutem Nachfragen mitzuteilen, dass wir wohl nur ein Ticket bis Plaun da Lej lösen können und dann dort weitersehen sollten, hat uns ziemlich geschockt. Dass die RhB keine Tickets für die Schifffahrt verkauft, kann ich nachvollziehen. Die Angestellten müssten aber kompetent Auskunft geben können, oder mindestens innert nützlicher Frist eine Antwort im System finden können. Denn so mussten wir uns schliesslich ordentlich beeilen um dem Zug, der ab dem Mittelperron fuhr zu erwischen.

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Am Schiffssteg bei Plaun da Lej. Der Silsersee war an diesem Tag spiegelglatt. Bei einem See dieser Grösse habe ich das noch nie gesehen. Auch hier scheint das zumindest nicht jeden Tag der Fall zu sein, denn am darauffolgenden Tag war der See deutlich unruhiger.

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Und im Boot, Blick zurück auf Plaun da Lej.

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Felsen am Silsersee, links dahinter der Piz Grevasalvas, das Ziel der morgigen Wanderung.

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Blick zum Weiler Isola mit der Halbinsel davor.

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Blick über den See in Richtung Sils…

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… und in die andere Richtung nach Maloja.

Nach einer knapp 10-minütigen Fahrt war dann das andere Ufer bereits erreicht.

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Am Schiffssteg von Isola, Blick zurück auf die andere Seeseite mit dem markanten Piz Lagrev.

Nun haben wir uns also auf den Weg Richtung Maloja gemacht. Am Anfang folgt man der Kiesstrasse, nach wenigen Metern zweigt aber rechts ein Wanderweg ab, der relativ eben in Seenähe durch den Wald führt. Immer wieder kommt man an wunderschönen Plätzen am See vorbei.

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Wanderweg zwischen Isola und Maloja

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Bereits etwas weiter, Blick über den See in Richtung Sils.

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Idylle am See

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Zoom zum Piz Lagrev

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Und zum Piz Grevasalvas

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Einfach schön hier.

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Zwischenzeitlich lockerten sich die Wolken etwas auf, sodass der blaue Himmel zum Vorschein kam.

Bei diesem Anblick kam uns die Lust am folgenden Tag eine Wanderung auf der gegenüberliegenden Seite des Sees zu unternehmen: In der Mulde oberhalb der ersten Häuser befindet sich nämlich der Lägh dal Lunghin, der noch mit vielen anderen Wanderungen auf der Liste der potentiellen Touren für den letzten Tag stand.

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Prächtige Fliegenpilze am Wegrand.

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Von dieser bildhübschen Landschaft konnte man sich kaum sattsehen.

Wenig vor dem Seeende kommt man wieder auf eine Asphaltstrasse zurück, die zum nahe gelegenen Campingplatz führt. Da bereits nach 12 Uhr war, entschlossen wir uns hier eine Mittagspause auf einer schön gelegenen Bank am See einzulegen.

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Gerade vor der Bank liess sich ein Frosch im Silsersee blicken.

Während dem Mittagessen kam plötzlich ein zügiger Wind auf, wodurch es natürlich vorbei war mit dem spiegelnden See. Zudem zogen auch wieder mehr Wolken auf.

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Blick über den See zu Beginn der Mittagspause bei Windstille.

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Und eine gute halbe Stunde später.

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Blick von unserer Mittags-Bank über den See Richtung Sils.

Da es mit dem Wind etwas ungemütlich wurde, haben wir nach dem Ende des Picknicks bald wieder auf den Weg gemacht. Netterweise wurde wenig neben der Asphaltstrasse ein schöner Wanderweg im Wald angelegt, sodass man die Strasse meiden konnte.
Am Seeende angelangt, entschlossen wir uns noch etwas durch das Dorf Maloja bis zur Post zu spazieren. An der Passstrasse angelangt ging es noch auf ein Dessert in ein Restaurant. Schliesslich entschlossen wir uns noch dazu den kurzen Abstecher zum Belvedere-Turm zu machen.

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Gletschermühlen auf dem Weg zum Belvedere-Turm. Sie sind zwar schön und durch die grosse Tiefe auch spektakulär, kommen aber bei Weitem nicht an die Schönheit jener auf der Alp Mora oberhalb Trin heran (siehe viewtopic.php?f=54&t=60168#p5170698)

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Der Belvedere Turm …

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… von dem man wie der Name bereits sagt eine traumhafte Aussicht in den oberen Teil des Val Bregaglia auf der Rückseite des Maloja-Passes hat.

Nachdem wir einige Minuten die Aussicht genossen hatten, sind wir wieder zurück zur Post und von dort mit dem Bus in einer Stunde zurück nach Pontresina. Just im Moment als wir in den Bus eingestiegen sind, begann es leicht zu regnen, perfektes Timing also.

Das schlechte Wetter war aber nur von kurzer Dauer, wenig später begann es bereits wieder aufzureissen.

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Beim Einkaufen ab Abend ergab aus der Restbewölkung diese schöne Stimmung.

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Und Richtung Val Roseg

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Abendstimmung aus dem Küchenfenster

Fazit: Wie am Tag zuvor vermutet, ist der Silsersee wunderschön. Wir hatten aber unglaubliches Glück, dass die Wasseroberfläche so ruhig war. Mit der Spiegelung wurde der Tag trotz einer etwas weniger spektakuläreren Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.

Hier geht's zum letzten Teil dieser Bericht-Serie: viewtopic.php?f=54&t=62332
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