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Whistler Blackcomb / 06. - 14.12.2011

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Mad Banana
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Whistler Blackcomb / 06. - 14.12.2011

Beitrag von Mad Banana » 19.11.2012 - 10:44

Steep & Deep

Trailer
When you talk at ski resorts, no true word can ever be spoken...
Der eine mag lieber Party, der andere Buckelpisten und der nächste ultrabreite gewalzte Pisten. Und doch gibt es einige Gebiete, die dermassen abwechslungsreich sind, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Oder besser: für jeden Geschmack ein ganzes Menü gekocht werden kann. Quasi die "Leading Skiresorts of the World". Im Alpenraum zählen da mit Sicherheit so klingende Namen wie Zermatt, St. Anton, Val d'Isère oder die Sella Ronda dazu... und wenn man über den Teich fliegt, dann kommt man kaum an Whistler vorbei.

Dazu gibt es noch eine lustige Geschichte... ich sass im November 2010 nach dem ersten Skitag am Titlis in der Gondel. Die Talabfahrt vom Trübsee nach Engelberg war noch nicht offen und so mussten wir downloaden. Neben meiner Kollegin sass noch ein Ehepaar aus der Innerschweiz in der Gondel... obwohl an diesem Eröffnungstag nur Titlis und Laubersgrat offen waren, kostete die Tageskarte um die CHF 50.- auf alle Fälle war dies der Frau etwas zu viel und ihr Ehemann versuchte sie zu beruhigen...
Er: "Ja, das ist nicht günstig. Aber in Whistler in Canada ist's noch viel teurer."
Sie: "Ja, da hast du sicherlich recht. Das habe ich auch schon gehört."
Er: "Da zahlt man für die Tageskarte über $ 90.-..."
Sie: "Uuuuh... wie viel ist das in CHF?"
Er: "Ungefähr CHF 90.-... da ist der Wechselkurs meist 1:1. Aber für CHF 90.- hast du dann dort auch nur 25 Lifte."
Ich: "Richtig... und es besteht auch nur ein klitzekleiner, mickriger Unterschied zwischen Whistler und Engelberg. So ungefähr wie zwischen Vespa und Harley Davidson..."

Eigentlich sollte es letzte Saison ja garnicht nach Nordamerika gehen. Aber nachdem der Franken und der Euro fast Parität erreichten und die Season-Opening Angebote ziemlich verführerisch waren, konnten wir nicht anders. Eine Woche Whistler im Luxushotel, Linienflug FRA - YVR, Skipass und Transporte für knapp € 1600.- lässt man sich nicht entgehen.

Reiseprogramm
  • 06.12. - Anreise von BSL via FRA nach YVR und weiter mit dem Bus nach Whistler
    07.12. - Skiing in Whistler mit Guide des Reiseveranstalters
    08.12. - Skiing in Whistler mit Guide des Reiseveranstalters
    09.12. - Heli-Skiing
    10.12. - Skiing in Whistler
    11.12. - Skiing in Whistler
    12.12. - Skiing in Whistler
    13.12. - Rückreise nach Vancouver mit dem Bus, Flug von YVR nach FRA
    14.12. - Landung in FRA, Heimreise nach BSL
Anreise
Wieder starten wir morgens ab Basel mit dem Zubringerflug nach Frankfurt. Der Reiseveranstalter aus Raubling hat es mit der Umsteigezeit etwas gut gemeint - wir sind bereits gegen 09:30h in FRA, obwohl der Weiterflug erst gegen 12h startet. Doch besser so rum, als wenn wir durch den Flughafen hetzen müssten...
Kurz nach zwölf setzt sich unser Airbus A340-300 in Bewegung und startet auf Piste 25c auf den Weg nach YVR. Zuerst gehts praktisch "senkrecht" nach oben direkt über Oslo hinweg. Dann schwenkt der Flieger langsam aber sicher ein in Richtung Grönland und die Hudson Bay. Nach gut 10h 30' durchbrechen wir die Wolkendecke über Vancouver und landen am Nachmittag Ortszeit in der Olympiastadt von 2010. Wie immer ist die Einreise in Canada recht einfach und ohne Probleme zu meistern. Ein paar Fragen beim Zollbeamten beantwortet - und schwups gehts zur Gepäckausgabe. Draussen wartet schon der Bus, der uns nach Whistler bringen wird.

Vom Flughafen aus gehts zuerst in Richtung Downtown Vancouver, dann durch den Stanley Park und über die Lions Gate Bridge in Richtung North Vancouver. Nun folgen wir dem Sea to Sky Highway über die Lions Bay bis nach Whistler. Alles in allem dauert die Fahrt etwas über zwei Stunden - bei der Ankunft in Whistler sind wir bereits 20 Stunden unterwegs und das erste Briefing fällt dementsprechend schwerfällig aus. Beim Abendessen fallen uns fast die Augen zu, auch wenn die Ortszeit erst 20:00h anzeigt.

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^ Es geht los... Abflug in FRA

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^ Irgendwo über Grönland... oder Norwegen... keine Ahnung mehr.

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^ Es wird Nacht... der Flieger fliegt so weit nördlich, dass es zeitweise recht dunkel wird.

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^ Canada kommt in Sichtweite. Wir sind bereits im Anflug auf Vancouver und befinden uns irgendwo über dem nördlichen British Columbia.

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^ Der Name ist Programm... im Bus gehts weiter in Richtung Whistler.


07.12. - Skiing in Whistler
Pistenplan: Übersichtsseite
Wetter: Unten Hochnebel, oben Sonne und blauer Himmel.
Wie schon beim letzten Aufenthalt nächtigen wir im "Fairmont Chateau Whistler", einem ziemlich edlen Luxushotel direkt im Upper Village. Whistler bietet zwar auch jede Menge Unterkünfte im normalen Preissegment, aber wenn die oberste Kategorie so günstig angeboten wird, dann gönnt man sich den Luxus schonmal. Das Fairmont liegt im Upper Village am Fusse des Blackcomb Mountain. Zu Fuss gelangt man innert weniger Minuten ins eigentliche Whistler Village wo die Liftanlagen in Richtung Whistler Mountain starten. Seit der Eröffnung der "Peak 2 Peak" Gondola im Dezember 2009 ist es wirklich egal, wo man einsteigt - man kann auch "obenrum" noch wechseln.
Im Hotel gehen wir runter in den Keller, wo die Ski in einem grosszügigen, bedienten Skiraum untergebracht sind. Man nennt einfach seine Zimmernummer und erhält dann seine Skischuhe und Ski ausgehändigt. Ein hübscher, luxuriöser Service, na ja... immerhin sind Ski's und Schuhe dadurch permanent bewacht. Vom Skikeller gehts dann direkt die Treppe hoch zur 4KSB "Wizard Express" welche uns in Richtung Blackcomb Mountain bringt. In Whistler stehen insgesamt dreizehn 4KSB's, wovon einige doch schon etwas älter sind. Der Wizard Express gehört eindeutig zu den älteren Anlagen, bringt uns aber schnell und ruhig nach oben. Die Schneesituation ist im Vergleich zum letzten Besuch 2008 um Welten besser. Bis auf den "Symphony Express" sind alle Liftanlagen geöffnet - bei den unzähligen Pisten, Glades und Varianten dürften gut 90% schon offen sein.

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^ Blick zurück auf die Bergstation des "Wizard Express" und die Talstation des "Solar Coaster Express", in welchem wir uns gerade befinden. Nach wenigen Minuten haben wir 1'188Hm hinter uns.

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^ So langsam durchstossen wir die Nebeldecke. Links die Rendez-Vous Lodge, quasi der Verkehrsknotenpunkt auf der Seite Blackcomb. Direkt dahinter startet die Peak-2-Peak in Richtung Whistler Mountain.

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^ Die erste Abfahrt auf der "Springboard" am frühen morgen. Im Bild die 4KSB "Solar Coaster Express", links hinten die 3SB "Catskinner Chair" die im Wesentlichen den Snowpark bedient.

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^ Nach den ersten zwei, drei Abfahrten gibts kein Halten mehr... rein in die "Peak-2-Peak" und rüber zum Whistler Mountain - da ist mehr Sonne 8)

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^ Eine Monster-Anlage... vom Blackcomb Mountain gehts über zwei Stützen bergab und dann in das unendlich lange Spannfeld über dem Fitzsimmons Creek.

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^ Drüben angekommen... ebenfalls leicht über der Nebelgrenze. Nun gehts in Richtung "Peak Express" der uns ganz nach oben auf den Whistler Peak bringt.

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^ Aaah... endlich Sonne! Im Hintergrund der "Black Tusk" der vom Whistler Peak aus wie ein schwarzer Zacken aussieht.

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^ Viel los auf dem kleinen Plateau rund um den Inuksuk. Hier oben sind wir zwar "nur" auf 2'182m, aber dennoch erschliessen sich Bowls und Runs mit bis zu 1'529m Höhendifferenz.

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^ Der Blick nach links in Richtung "Harmony Express" und "Symphony Amphitheatre". Dahinter die unendlichen Weiten der kanadischen Rockies.

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^ Nochmal der Inuksuk... von der anderen Seiten ein richtiger Snow Ghost.

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^ Der Black Tusk im Zoom. Ein nicht mehr aktiver Schichtvulkan.

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^ Blick vom "Saddle" auf die Roundhouse Lodge. Immernoch im Nebel - dies sollte sich den ganzen Tag nicht wesentlich ändern. Rechts die Peak-2-Peak, dann folgen "Emerald Express" und die "Whistler Village Gondola" die hinten in der Lodge endet. Etwas weiter im Vordergrund der "Big Red Express" und der "Franz's Chair" die beide aus der Region Ravens Nest nach oben kommen. Ganz im Vordergrund die beiden "T-Bars", welche aber Anfang Dezember noch geschlossen waren.

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^ Dito, etwas näher. Wir stehen immernoch auf der blauen "Saddle", leicht oberhalb der Talstation der 4KSB "Peak Express".

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^ Ein letztes Mal gehts an diesem Tag nach oben. Die Sonne steht schon deutlich tiefer und das Licht wird orange-rot... Traumhafte Aussicht! Nach einer rasanten Abfahrt in der "Whistler Bowl" gehts zurück zur Roundhouse Lodge und mit der Peak-2-Peak wieder auf Seite Blackcomb.

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^ Drüben angekommen. Der Name ist Programm.

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^ Nun ist es definitiv Zeit für die letzte Abfahrt. Die Sonne verschwindet in dieser Jahreszeit recht schnell hinter den Gipfeln. Unter dem "Solar Coaster Express" gehts nun nach rechts weg und auf die "Ross' Gold".

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^ Ein Blick zurück auf die Peak-2-Peak, die auch so langsam ihre letzte Runde dreht.

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^ Unten gehts zuerst für den obligaten Après Ski ins "Milestones" und danach gleich rüber ins Hotel. Die Dämmerung setzt schon ein, als wir die wenigen Meter zum Skikeller rüberlaufen.

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^ Abends im Whistler Village direkt am Olympic Plaza.

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^ Das ganze Village erstraht in Weihnachtsbeleuchtung. Für Europäer wohl etwas kitschig, in Nordamerika aber an der Tagesordnung. Nicht lästern, sondern geniessen :mrgreen:

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^ Bei unserem letzten Besuch die Top Adresse für währschaftes Essen, dieses Mal leider um Klassen schlechter. Das Preis-Leistungsverhältnis im "Merlins" oder im "Milestones" ist deutlich besser.


08.12. - Skiing in Whistler
Pistenplan: Übersichtsseite
Wetter: Meist sonnig, stellenweise Schleierwolken.
Mittlerweile sind alle ausgeschlafen und haben sich an die Zeitzone gewöhnt - ergo geht's schon etwas früher auf den Berg. Das Frühstücksbuffet im Fairmont ist gewohnt fantastisch. Insbesondere die frischen Cupcakes, die Waffeln mit Ahornsirup und der knusprig gebratene Speck sind Grundlage eines gesunden Frühstücks für Hardcore-Skifahrer. :jump:
Wie immer gehts vom Upper Village mit der 4KSB "Wizard Express" nach oben. Zwar könnten wir auch mit der recht langsamen 4SB "Magic Chair" hochfahren und dann auf die "Blackcomb Excalibur Gondola" wechseln - aber wir entscheiden uns für die bequemere weil schnellere Variante.

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^ Die Peak-2-Peak macht gerade die erste Fahrt. Die präparierten Runs sind noch unverspurt und die unpräparierten noch etwas hart...

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^ Weils so schön ist...

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^ Erste Abfahrt auf der "Springboard" direkt neben dem "Solar Coaster Express". Deutlich weniger Nebel als am Vortag.

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^ Bald schon geht's wieder rüber in Richtung Whistler Mountain. Hier mit Blick auf die 4KSB "Peak Express" die sich recht abenteuerlich dem Fels entlang nach oben "schlängelt".

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^ In selbiger 4KSB, mit Blick auf die unzähligen Routen und Varianten in und unterhalb der "Whistler Bowl". Praktisch der gesamte Hang ist befahrbar.

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^ Was uns gleich erwartet... kurz vor der Bergstation sieht man den Einstieg zur Bowl. Mal sehen, wo wir heute rauskommen werden.

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^ Durch die Bowl gehts auf die "West Ridge" und von dort durch kreuzen der "Highway 86" auf die "Lower Peak-2-Creek". Hier sind wir schon im unteren Bereich, fast in Whistler Creekside.

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^ Angekommen an der Talstation der 4KSB "Creekside Gondola". Links sieht man einen Pisten- und Anlagenplan - kurze Zeit später haben auch die anderen Lifte noch aufgemacht.

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^ Bergfahrt mit der 6EUB "Creekside Gondola" die bis zum "Ravens Nest" führt. Oberhalb von Whistler Creekside war während den Olympischen Winterspielen 2010 das Ziel der alpinen Skiwettkämpfe.

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^ Weiter oben... Blick aus dem Big Red Express zur 4KSB "Harmony Express"

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^ Oben angekommen... Bergstation des "Big Red Express" leicht oberhalb der Roundhouse Lodge. Eine ellenlange Sesselbahn - insbesondere bei kaltem Wetter.

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^ Standardbild... eine Gondel der Peak-2-Peak kurz vor der Einfahrt in die Roundhouse Lodge. Unten rechts der Emerald Express.

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^ Weils so schön ist. Hinten die Runs und Glades am "Seventh Heaven Express".

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^ Glitzer glitzer... Wir sind auf der "Marmot" in Richtung "Harmony Express"

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^ An der Bergstation der 4KSB "Harmony Express" mit Blick in Richtung Black Tusk. Geradeaus gehts in Richtung Symphony Amphitheatre, wo allerdings nur zwei Runs offen sind.

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^ Black Tusk im Zoom.

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^ Die erste Abfahrt am Harmony Express führt uns durch die "Little Whistler Bowl" und die "Pikas Traverse" weiter auf die "G.S.". Vom letzten Hang blicken wir auf die Talstation des Harmony Express.

Die letzte Abfahrt des Tages führt uns auf den Whistler Peak, von dort über die "Upper Peak-2-Creek" und dann über den "Highway 86" in Richtung Midstation. Von da an gehts über den "Expressway" und die "Lower Olympic" direkt runter bis Whistler Village. Bereits wird Whistler wieder ins Abendlicht getaucht...

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^ Das Fairmont Chateau Whistler in der Nachmittagssonne. In der Bildmitte die blaue Talstation des "Wizard Express".

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^ Blick auf Whistler Village von der "Lower Olympic"

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^ In Whistler Village gönnen wir uns einen Après Ski im Longhorn Saloon... hier eine kleine Nacho-Platte...


09.12. - Heli-Skiing in Whistler
Pistenplan: Übersichtsseite
Pistenplan: Detailkarte
Wetter: Traumhaft... Sonne, blauer Himmel, angenehme Temperaturen. Stellenweise etwas Wind.
Wieder einmal konnten wir's nicht lassen... Aufgrund der ausgezeichneten Schneeverhältnisse und unserem Drang nach Powder buchen wir für diesen Freitag eine Heli-Skiing Tour mit Whistler-Heliskiing. Der letzte Neuschnee ist zwar leider schon ein paar Tage her. Die Hänge sind stellenweise schon wieder angefroren, so dass das Feeling nicht gleich sein würde, wie im Jahr zuvor in Revelstoke. Dennoch sehnen wir uns nach ein paar Runs abseits aller Hektik und so ist der Entscheid schnell getroffen.

Frühmorgens treffen wir uns in der Basis direkt hinter dem Hotel Hilton in Whistler. Dort werden die Bindungen der Powder-Rocker auf unsere Skischuhe eingestellt und es erfolgt ein erstes Briefing. Von da an gehts mit zwei Vans rund 20 Minuten in Richtung Whistler Heliport, der fast schon im kleinen Städtchen Pemberton gelegen ist. Nach der obligaten Einführung in die Sicherheit rund um den Heli folgt das bekannte Lawinentraining. Unser Guide strahlt aufgrund seiner Ruhe und Gelassenheit extremes Vertrauen aus, so dass sich alle schnell wohl fühlen.

Kurze Zeit später startet der Heli zum ersten Run am Pemberton Glacier. Als erstes fahren wir uns an der "C Plus" ein - ein ellenlanger Ritt in einem extrem breiten durch Gletscher geformten Couloir. Unten angekommen wartet bereits der Heli, der uns wieder nach oben bringt. Als nächstes folgt "Ipsoot Main", wo wir unten erstmal einen Landeplatz für den Heli schaufeln müssen. Nach einem Mittagessen mit grandioser Aussicht donnern wir über die "Sliding Door" nach unten und dürfen zum Abschluss dann noch auf die "Lazy C" - der mit Abstand schönste Run des Tages.

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^ Es geht los... morgens in Whistler

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^ Ohne Worte

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^ Das Arbeitsgerät wird auf den Van geladen. Sehr beliebt der Völkl Mantra und der Salomon Sentinel - fast alle Teilnehmer sind auf diesen beiden Produkten unterwegs.

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^ Unser Guide fährt Black Diamond und zeigt uns, wie wir die Ski's zum Heli zu bringen haben.

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^ Sehr wichtig! Merke: wer sich von hinten dem Heli nähert, der wir mit grosser Wahrscheinlichkeit zu Geschnetzeltem verarbeitet 8O

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^ Die Rotoren knattern und es geht hinauf Richtung Pemberton Glacier.

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^ Wenige Minuten später - der Landeplatz kommt langsam in Sicht.

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^ Wir überqueren unberührte, riesige Gletscherflächen.

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^ Geschafft! Der Heli ist weg, wir wärmen uns auf und machen uns bereit für den ersten Run.

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^ Yeeeeehaaaa! Nächste Station ist unser Guide, den man unten am Bildrand ganz klein sieht.

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^ Der Heli hat die nächste Gruppe abgesetzt und fliegt nach unten, um uns wieder aufzunehmen.

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^ Freiheit...

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^ Run Nummer zwei... im oberen Teil der "Ipsoot Main".

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^ Im Vergleich zu Revelstoke im Jahr davor eine ganz andere Erfahrung. Deutlich anstrengender und diffiziler zu fahren - regelrechtes "Crème Brulée Skiing". Oben eine harte Schicht durch den Wind angedrückten Schnee, darunter Powder.

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^ Unten angekommen müssen wir zuerst einen Landeplatz für den Heli bauen.

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^ Wir sind wieder oben... der Heli ist mit der zweiten Gruppe und dem Mittagessen zu uns unterwegs.

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^ Ausblick beim Mittagessen... so lässt sich's leben :jump:

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^ Heli im Anflug... damit die Ski's nicht unkontrolliert durch die Gegend fliegen, haben wir sie neben der Fahne flach auf den Boden gelegt.

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^ Bester Lieferservice ever! Irgendwo im Heli sind Suppe, Tee, Sandwiches und Kuchen versteckt.

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^ Damit auch niemand auf die Idee kommt, die Klippen näher unter die Lupe zu nehmen.

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^ Weiter gehts... oben auf der "Sliding Doors", die so heisst, weil da mal ein Kleinflugzeug seine Tür verloren haben soll.

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^ So muss das!

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^ Weiter unten, fast schon am Ende... dies müsste auf der "Lazy C" gewesen sein.

Nach dem Rückflug zur Basis folgt die Fahrt in Richtung Whistler. Die Vans werden entladen und im Hotel versammeln sich alle zum Après Ski. Einer der Guides hat eine High-Definition Kamera dabei und zeigt uns "kurz", was er während des Tages gefilmt hat. Wir ergattern uns das Rohmaterial auf einem USB-Stick und machen uns nach einigen Bierchen auf den Weg in unser Hotel. Die Beine brennen... egal. Das wars Wert!


10. - 12.12. - Skiing in Whistler
Pistenplan: Übersichtsseite
Wetter: Ausnahmslos sonnig, nur wenig Wolken.

Nach dem einen Tag Heliskiing warten noch drei weitere Tage in Whistler auf uns. Dank der grossen Anzahl an Runs und Bowls, dem guten Wetter und den gewaltigen Schneemengen Anfang Dezember kommen wir auch auf den "normalen" Pisten voll auf unsere Kosten. Bisher haben wir den Blackcomb Glacier bewusst auf der Seite gelassen - quasi als Dessert für die zweite Hälfte der Skiwoche. Startet man an der Rendezvous Lodge, so muss man zuerst ein Stück abfahren um zur 4KSB "Glacier Express" zu kommen. Meist landen wir in der "Jersey Cream Wall", einer steilen Wand mit leichter Bewaldung. Zwischen den Bäumen finden sich unzählige Spuren von Variantenfahrern... in Whistler ist eben alles fahrbar.
Danach folgt die Auffahrt auf den Blackcomb Glacier. Auch hier gibt es unzählige Black Diamonds, welche wir in den verbleibenden drei Tagen garnicht alle befahren können. Oben auf dem "Horstman Glacier" steigen wir um auf den "Showcase T-Bar" und von der dortigen Bergstation zu Fuss nochmals einige Höhenmeter aufwärts. Um zum Blackcomb Glacier zu gelangen muss man leiden... aber es lohnt sich!

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^ Welcome to Blackcomb Glacier... von diesem Schild gehts nochmals einige Höhenmeter nach oben. Den eigentlichen Einstieg in die Bowl sehen wir rechts.

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^ Der Blick zurück: links am Bildrand die Bergstation des "Showcase T-Bar". Nach unten gehts durch die Bowl, dann weiter über die ellenlange "Blackcomb Glacier Road" bis zum "Excelerator Express". Mit einer Fahrt durch die Bowl macht man zwangsweise 1'155Hm... This is Heaven!

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^ Steep & Deep... Powder vom feinsten, keine Leute, ellenlange Abfahrt. :love:

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^ Immernoch in der Bowl, so ungefähr im letzten Drittel. Weiter unten wirds schmaler und etwas flacher. Es folgt eine Hochebene und danach die "Blackcomb Glacier Road".

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^ Kurze Pause am Wegweiser kurz vor der Einfahrt in die Glacier Road.

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^ Das war so geil, dass wir nochmal hoch müssen. Hier in der 4KSB "Glacier Express". Wir kreuzen gerade die "Blue Line", links neben dem Felsen die "Heavenly Basin".

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^ Nach einer erneuten Fahrt durch die Bowl gehts nochmals nach oben. Nun nehmen wir den "Horstman T-Bar" und fahren in Richtung "7th Heaven Express". Hier finden sich sonnige, unpräparierte Runs... der Name ist absolut gerechtfertigt! Im Hintergrund die Runs am Whistler Mountain sowie de Whistler Peak.

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^ Dito. Auch der "7th Heaven Express" macht einige Höhenmeter - eine wunderbare Beschäftigungsanlage.

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^ Zoom zum Black Tusk. Rechts die 4KSB "Harmony Express" in ihrer vollen Länge. Auch dort ist praktisch der gesamte Kessel befahrbar - die Kanadier steigen an den steilsten und unmöglichsten Engstellen in die Tiefschneehänge ein...

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^ Auch ein klassisches Whistler-Bild... die 4kSB "Symphony Express" war aber leider noch geschlossen. Lediglich der schöne "Burn Stew Trail" war offen, kann aber auch vom Harmony Express bedient werden.

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^ Obligates Foto an der Bergstation des Harmony Express.

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^ Eine der letzten Abfahrten auf der "Lower Dave Murray Downhill", der Olympiapiste von 2010. Oben kreuzt die "Creekside Gondola".

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^ Und dann gehts definitiv auf die letzte Abfahrt... nochmal hoch um in der Abendsonne über die "Zig Zag" nach unten zu donnern. Von der Talstation des "Excelerator Express" gehts dann über die "Shorthorn" und den "Lower Cruiser" nach unten.

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^ Der letzte Après Ski führt uns in den Longhorn Saloon. Dort bestellen wir den absoluten Killer mit Namen "Mexican Bulldog". Man nehme eine Lemon Margarita und ein Corona. In das Corona kommt oben ein Stück Limone rein, dann wird die Flasche umgedreht und in den speziellen Halter gesteckt. Anfangs trinkt man nun Margarita - mit der Zeit läuft das Bier nach und gegen Ende geniesst man frisches, limoniges Corona. Nach zwei von den Dingern ist man ziemlich gut beisammen...


Tags darauf ist das Abenteuer Whistler auch schon wieder vorbei. Mit dem Bus gehts in Richtung Vancouver direkt an den Flughafen. Check-In und Sicherheitskontrolle verlaufen gewohnt ruhig... Obwohl um die Mittagszeit nur wenige internationale Flüge abgefertigt werden, sind etwa 15 Bahnen in der Security offen. Wartezeiten? Nicht in Canada!
Am späten Nachmittag donnert unser A340-300 über die Startbahn, kurz darauf schwenken wir in einer langgezogenen linkskurve auf unsere Nordatlantikroute ein. Etwa neun Stunden später landen wir in FRA... leider ohne Powder, ohne Nachos, ohne Steaks.

Auch wenn dieses Mal "nur" Whistler auf dem Programm stand - es war die Strapazen wert. Das grösste Skigebiet Nordamerikas nimmt es locker mit den grossen europäischen Destinationen auf und bietet abseits der Piste extrem viel Abwechslung. Mit den enormen Schneemengen die Ende November niedergegangen sind, hatten wir enormes Glück. Zum ersten Mal in der Geschichte hat Whistler in jener Saison bereits 10 Tage früher die Pisten geöffnet als angekündigt. Durch die Lage nahe am Pazifik gibts in Whistler oft Niederschlag - nur leider manchmal in Form von Regen. Entsprechend kann man auch Pech haben und Mitte Dezember praktisch keinen Schnee vorfinden. Das nächste Mal würden wir wohl eher Mitte Januar oder sogar im Februar rüberfliegen. Einfach der Sicherheit wegen... einfach, dass wir auch nächstes Mal solche Pistenverhältnisse haben... (guckst du Schmankerl)


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intermezzo
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Re: Whistler Blackcomb / 06. - 14.12.2011

Beitrag von intermezzo » 19.11.2012 - 11:08

Super-Bericht und witzig geschrieben - Danke! Wirklich beachtliche Schneemengen, die ihr da vor rund einem Jahr vorgefunden habt. In deinem Bericht kommt sehr gut rüber, wie vielfältig die Möglichkeiten in diesem Gebiet sind. Auch ist die Weite der Landschaft beeindruckend.

Zudem: Das Hammerteil (mit nachlaufendem Corona) im Longhorn Saloon - was für ein Name! - ist übrigens auch nicht ganz ohne...

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Re: Whistler Blackcomb / 06. - 14.12.2011

Beitrag von pat_rick » 24.11.2012 - 17:57

Absolut genialer Bericht :) Ich bin beeindruckt! War in diesem Winter vom 4. bis am 18. Februar in Canada und davon 10 Tage in Whistler. Die Schneemengen im Februar waren gewaltig und dazu war der Februar für Whistler-Verhältnisse relativ "niederschlagsarm". Wir hatten mehrheitlich wunderschöne sonnige und vor allem angenehme Skitage.

Ein Bericht ist in Arbeit, stay tuned!

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Re: Whistler Blackcomb / 06. - 14.12.2011

Beitrag von Pilatus » 24.11.2012 - 19:22

Merci. War 2009 drei Mal für insgesammt 4 Tage da und hatte leider nie so gute Verhältnisse. Entweder war das Wetter schlecht oder aber der Schnee :D

Interessant zu wissen ist ja auch, dass das "ursprüngliche" Whistler Whistler Creekside ist. Da fing das ganze in den 1960er Jahren mit einer Müller-EUB sowie ein paar Ski- und Sesselliften an. Das was man heute als "Hauptort" anschaut, dürfte erst um 1980 - mit der Erschliessung von Blackcomb - hingestellt worden sein!
Interessant ist auch, dass die ganzen KSBs - die schon wieder ziemlich betagt sind - praktisch alle fixgeklemmte Yan-Sessellifte als Vorgänger hatten, die erst vor 30 Jahren aufgestellt wurden!
Bilder von Seilbahnen und Skiliften: http://www.seilbahnbilder.ch - neuste Uploads hier! (Letztes Update: 28. Juli 2010)

Auch immer ein Besuch wert: http://www.bergbahnen.org - Forum & Anlagendatenbank mit Schwerpunkt Schweiz.

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