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∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.00}

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von trincerone » 02.02.2016 - 13:23

@Türkei/Georgien: Wenn dann über die Alte Georgische Heerstraße und Gudauri, nicht über Abchasien, richtig. Ersteres sollte mE kein größeres Problem sein.

@Ukraine: ich halte den Osten weitestgehend für sehr sicherheitskritisch und würde dort aktuell nicht hinreisen. Der äußerste Nord-Osten, wo wir durchgereist sind, ist ok, aber undbedingt muss ich das nicht nochmal machen.

@Weißrussland: mE die bessere Alternative, wäre aber wegen der Visa zeitkritisch gewesen.

@Baltikum/Skandinavien: hatte ich auch erwogen vorgeschlagen, es wäre aber natürlich noch mehr Umweg gewesen, aber diese Route oder Weißrussland hätte ich vermutlich gemacht, wenn ich es allein entschieden hätte.

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markus
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von markus » 02.02.2016 - 21:22

Wir füllen im Herbst immer unsere Tanks für die pistenraupen, Schlepplifte und notantriebsmotoren mit Polar Diesel der ist fliessfahig bis -35 Grad und funktioniert immer tadellos.

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trincerone
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von trincerone » 03.02.2016 - 10:05

Ah, super-interessante Info! Woher, wenn ich fragen darf, bezieht man solche Treibstoffe?

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von j.wayne » 03.02.2016 - 10:10

Kann man bei bestimmten Händlern anfragen. Wir haben den auch nicht regulär im Angebot, aber besorgen können wir den auch.

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starli
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von starli » 03.02.2016 - 12:14

Ganz vergessen: Ich wollte doch bei jedem Bericht noch eins meiner russischen Lieblingslieder ergänzen.. Hier also ergänzend für die bisherigen Berichtstage:

Юлия von Юлия Савичева:

Direktlink
Alternativer, evtl. funktionierender Link für Gema-geplagte in Deutschland: http://www.youtube.com/watch?v=MTotUi8uDE0

Passend zum Grenzübertritt am 1.1., die Nationalhymne Russlands:

Direktlink

(Die UDSSR- und DDR-Hymne waren für mich schon in den 80ern die schönsten Nationalhymnen, sind auch beide in meiner iPod-4-Sterne-Playlist.)

Я Так Скучаю von ИНФИНИТИ:

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Kursk-Saratow (Generatorreparatur), 3.1.2016 {RU2016.04}

Beitrag von starli » 03.02.2016 - 12:16

∆ 56° - Sehnsucht Russland: Tag 4
So, 3.1.2016 - Kursk-Saratow (Generatorreparatur)


Mein heutiger Musik-Tipp ist eine Filmmusik einer russischen Kinder-Sci-Fi-Serie aus den 80ern, прекрасное далеко aus "Гостья из будущего":

Direktlink


Heute gab es (im Gegensatz zu gestern) ein Frühstücksbuffet im Hotel. Bis aber alles aufgebaut war, dauerte es eine halbe Stunde, da war ich dann auch fertig damit, jedenfalls genug zur Auswahl. Wir deponierten einige Gepäckstücke im Hotel in einem Hinterraum und machten uns auf den Weg zum nahen VW-Center, der - wie gesagt - auch sonntags geöffnet hat. (War allerdings sehr leer, nix los, zum Glück für uns.)

(Fotos anklicken zum Vergrößern)

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^ Kursk, Ausblick vom Hotelzimmer

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^ Zapfige -19° morgens am Hotelparkplatz. Trinc musste über eine Minute lang seinen Anlasser betätigen, bis sein Motor endlich lief.

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^ Kursk

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^ Volkswagen Center Kursk

Die Mechaniker maßen und werkten ein bisschen und der Meister (oder KDB?) telefonierte einige Zeit, fand aber niemand, der heute arbeitet und die Lichtmaschine reparieren könnte. Ersatzteile gab's heute wohl auch keine - so genau hatte ich das alles nicht verstanden und die sprechen ja alle nur russisch. Glücklicherweise hatte ich noch den Zettel samt Kontaktnummer von gestern, von Viktor, der uns den Generator ja heute reparieren können sollte, und gab sie dem Meister (oder KDB). Nach einem Telefonat seinerseits und etwas Wartezeit für den Ausbau wurden wir gebeten, dass einer von uns beiden mit dem Mechaniker zu Viktor fahren sollten, was dann aufgrund meiner besseren Russisch-Kenntnisse ich übernahm...

Wir fuhren einige km ans andere Ende der Stadt, wobei der Mechaniker mehrmals Viktor anrief und nach dem Weg fragte. Viktor entpuppte sich dann als Pensionär, der in einem kleinen Schuppen neben seinem Haus eben Lichtmaschinen und andere Motoren/Generatoren reparierte. Er zerlegte den Generator, wobei er recht schnell sagte, dass das Problem nicht das von Trinc vermutete Teil ist. Relativ zügig ersetzte er das Innenteil des Generators, von dem er ein neues Teil auf Lager hatte (!) und hantierte mit Werkzeugen, wo ich schon befürchtete, er würde das komplett zerstören. Nach ca. einer halben Stunde war alles wieder zusammengebaut und der Test verlief erfolgreich.

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^ Generator-Reparatur.

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^ Generator-Reparatur. Schleifkohlen seien in Ordnung, das Innenleben des Generators selbst sei defekt.

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^ Zerlegter Generator

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^ Diverse Maschinen standen in der kleinen Werkstatt

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^ Medaillen

Die ganze Aktion samt Ersatzteil kostete dann 8.000,- Rubel, die ich aber nicht dabei hatte. Er fragte, wieviel ich dabei hätte, vmtl. hätte er sich dann auch mit weniger begnügt. Hatte aber nur 800,- dabei. Erst wollte er keine Euro nehmen, so dass ich zum Mechaniker sagte, dass wir eine Bank finden müssten. Schlussendlich zeigte ich ihm, dass lt. Währungsrechnerapp 8.000,- Rubel 100,- € sein sollen, nach einer Rücksprache seinerseits mit dem Mechaniker, um den Wert zu überprüfen, willigte er ein und ich gab ihm die 100,- €.

So fuhren wir wieder zur Werkstatt zurück, mit einem kleinen Halt am Hotel, da Trinc die Schrauben und Zentrierringe für die Spikereifen-Felgen vergessen hatte. In der Werkstatt, wo Trinc wartete, wurde der Generator wieder eingebaut und die Reifen gewechselt, wobei die Schrauben der neuen Felgen nicht passten, weil sie wohl zu lang waren und somit die alten genommen werden mussten. Die Arbeiten in der Werkstatt waren dann mit umgerechnet ca. 30,- € sehr günstig. Bei der Ausfahrt aus dem Werkstattgelände musste Trinc an der Schranke einem Wachmann den Fahrzeugschein zeigen, wobei die Fahrgestellnummer kontrolliert wurde, dass wir auch ja mit unserem Fahrzeug aus dem Firmengelände fahren! Egal, wir waren glücklich, dass das Auto doch so zügig repariert werden konnte. Bei uns daheim in Westeuropa hätten wir wohl kaum (oder kaum so schnell) eine offene Werkstatt gefunden und dann noch jemand, der uns eine Lichtmaschine hätte reparieren können. Außer vielleicht in Italien ;-)

Hernach noch zum Hotel, die Reifen besser einpacken, das restliche Gepäck aus dem Hotel nehmen und dank des dortigen WiFi für heute Abend ein Hotel in Saratow gebucht, das eine Tiefgarage haben sollte, damit wir morgen keine Probleme mit dem Anlassen des Fahrzeuges haben. Trincerones Vertrauen in sein Auto und seiner Routenplanung ist jedenfalls am Tiefpunkt, ihm kommen jetzt Zweifel, ob das so eine gute Idee sei, noch durch Kasachstan weiter zu fahren, wenn hier die Reparatur- und Ersatzteillage schon so kompliziert ist, zudem die sehr eisigen Temperaturen unter -20° in den nächsten Tagen in den einsamsten Gegenden Kasachstans...

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^ Fahrstrecke 3.1.2016, ca. 740km ab Mittag nach der Autoreparatur

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^ Kursk oder Vorstadt

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^ Das war dann auch das einzige deutschsprachige Schild, das wir in Russland sahen.

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^ A144 / Zwischen Kursk und Woronesch

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^ A144 / Zwischen Kursk und Woronesch

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^ A144 / Zwischen Kursk und Woronesch

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^ A144 / Woronesch

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^ A144 / vor Woronesch

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^ Woronesch. So riesige Strommasten in der Mitte einer 4-bis-6-spurigen Straße, das ist auch ungewöhnlich.

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^ Woronesch.

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^ Zwischen Woronesch und Saratow. Der Schnee wurde durch jedes vorbeifahrende Auto aufgewirbelt, was bei vorausfahrenden und auch bei entgegenkommenden LKW zu einer kurzzeitigen Sichtbehinderung führte.

Nebenbei sieht man auch eines der größten Nachteile russischer Straßen: Der Straßenrand ist nachts kaum sichtbar, da es keine (oder kaum) reflektierende Begrenzungspfosten gibt und auch die Straßenmarkierungen durch den Schnee häufig nicht sichtbar sind, so dass man sich meistens eher in der Mitte aufhält, bis ein Fahrzeug entgegen kommt.

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^ Saratow

Als wir dann gegen Mitternacht in unserem Hotel in Saratow ankamen, besserte sich Trincerones Laune wieder, da die Straßen für den Rest des Tages recht gut waren, wie bisher fast alle in Russland. Nur die Kälte ließ ihn weiterhin zweifeln ...

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^ Unser Hotel in Saratow, riesig, günstig (46 €€), Aussicht auf die Wolga - war aber zu dunkel, und eine viel zu kurze Nacht, aber davon berichte ich am nächsten Tag.

Einige ausgewählte Dashcam-Sequenzen von heute:

Direktlink


(Fortsetzung folgt.)
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von B-S-G » 03.02.2016 - 13:40

Die Dashcam Sequenzen sind ganz lustig anzugucken. Das Auto bei Minute 2:20 kam ja schon schön weit in den Kreisel hinein gefahren;)

Die alternativen Links funktionieren übrigens in Deutschland, nur als Info, da du es wahrscheinlich nicht überprüfen kannst.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von danimaniac » 03.02.2016 - 13:58

Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht. Und ich bin überrascht dass der Diesel bei -19° schon so Zicken macht. Oder hat sich das durch die Reparatur dann nachhaltig gebessert? Wäre zwar komisch, aber wer weiß, eigentlich braucht es die Lichtmaschine ja nicht um den wagen anzulassen, höchstens, dass die Batterie generell mit höherer Spannung glänzt für den Anlasser.
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von trincerone » 03.02.2016 - 15:32

Die Schwierigkeiten lagen mit hoher Sicherheit an verschlissenen und/oder funktionsuntüchtigen Glühkerzen und/oder deren Steuerung. Der Gedanke ist mir aber erst sehr spät gekommen, gegen Ende der Reise (glaub ich), so dass wir einen Tausch nicht mehr erwogen haben. Es hätte vermutlilch manches vereinfacht.

( Der Generator ist beim Anlassen in der Tat natürlich für den Anlassmotor wichtig, und auch für die elektronische Steuerung, aber das geht im Grunde auch mit der Batterie und dürfte mW keine Anlassschwierigkeiten erzeugen. Bei einem Dieselmoror- wo die elektrische Zündung wegfällt - würde ich daher v.a. zu geringe Temperatur in den Zylindern vermuten, weil der Wagen ansonsten, tadellos ansprang und lief).

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von Mt. Cervino » 03.02.2016 - 15:52

So ein Glühkerzenproblem hatte ich letztes Jahr auch. Nach einer -22 Grad Nacht in St Moritz wollte der Motor meines Autos deshalb auch nicht mehr anspringen. Nachdem mir der TCS das Auto am Abend dann wieder zum Laufen gebracht hatte, bin ich bis nach Lech zu meinem nächsten Ziel gefahren. Dort gibt es eine Werkstatt in der riesigen Parkgarage unter der Kirche mitten im Ort die mir das dann repariert hat. Hat glaube ich ca. 160.- Euro gekostet für einen 5-Zylinder.

Kälte im Auto bei niedrigen Termperaturen: Das ist auch so ein typisches Dieselproblem bei modernen Motoren mit vergeleichsweise guten Wirkunsgraden.
Mein Diesel hat deshalb, wie einige andere moderene Autos auch, einen elektischen Zuheizer. Nach max 2, 3 Kilometer ist das Auto und der Motor warm, auch bei sehr niedrigen Temperaturen. Vorbei die Zeiten, in denen man ewig gewartet hat bis man das Auto auch nur annähernd warm bekommen hat.

War das Auto dann der Grund warum ihr es nicht bis Kasachstan etc. geschafft habt, oder lag das an etwas Anderem (Zeit, etc.?)
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von starli2 » 03.02.2016 - 17:47

Mt. Cervino hat geschrieben:War das Auto dann der Grund warum ihr es nicht bis Kasachstan etc. geschafft habt, oder lag das an etwas Anderem (Zeit, etc.?)
Das wird dann am nächsten Tagesbericht und nochmal an späteren thematisiert werden, bitte abwarten ;)

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von leiter » 03.02.2016 - 22:23

Wollte nur sagen dass ich völlig gefesselt bin und die nächsten Folgen kaum erwarten kann :)

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von Hanz » 03.02.2016 - 23:29

Auch ich möchte mich bei den Applaudierenden einreihen. Ihr seid Helden, starli und trincerone! Wegen dieses unfassbaren 15.000-km-Ritts zum Skifahren, angetrieben von frostigem Diesel, Abenteuerlust und Wareniki. Und weil Ihr das Forum zu einer außerordentlich interessanten Sache macht, immer noch, fast 14 Jahre nach der Registrierung. Und jetzt bitte weitermachen!

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von starli » 04.02.2016 - 12:35

B-S-G hat geschrieben:Die alternativen Links funktionieren übrigens in Deutschland, nur als Info, da du es wahrscheinlich nicht überprüfen kannst.
Danke für die Bestätigung. Hab da gestern einen Link gefunden, wo man testen kann, ob es irgendwelche (geo-) restrictions bei den YT-Videos gibt, ist ganz witzig, wenn man die Weltkarte sieht und dann nur Deutschland rot ist ...
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Saratow-Naltschik (Planänderung), 4.1.2016 {RU2016.05}

Beitrag von starli » 04.02.2016 - 12:37

∆ 56° - Sehnsucht Russland: Tag 5
Mo, 4.1.2016 - Saratow-Naltschik (Planänderung)


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So ein schönes, riesiges Zimmer, doch uns war nur eine kurze Nacht vergönnt. Bereits gegen 1:30 Uhr wurden wir mit andauernden, lautem Türklopfen aufgeweckt. Ich machte die Tür auf, doch der Russe deutete auf die nächste Tür. Na so was, zum Rauchen raus und Schlüssel vergessen und seine Frau (oder Hure, wer weiß das schon) hat ihn rausgesperrt? Depp..

Um 4:15 Uhr klingelte dann auch schon unser Wecker, damit wir die weitere Strecken gut erwischen würden und wir checkten nochmal die Lage. Trinc meinte mittlerweile, dass wir heute bei Tageslicht nur bis Aktobe kommen würden, und möchte auf eine Weiterfahrt nach Aral in der Nacht verzichten. Dagegen sprach m.E. aber, dass für die nächste Nacht in Aktobe nur -19° gemeldet werden, während dann für Morgen vormittags noch kälter gemeldet wird - und zwei Orte auf dem Weg sollen bis zu -25° werden. Auch ein Zwischenhalt im Ural fiel aus: Magnitogorsk meldete die nächsten Tage bis zu -27°. Nach 3-4 Tagen wirds ja überall wieder wärmer, wir haben einfach nur leider die falsche Zeit hier erwischt :-(

Nach einer weiteren Zigarettenpause entschied sich Trinc für die Alternative Kaukasus statt Kasachstan. Kurzer Wettercheck: Leider überall für den Rest der Woche Schneefall und nur am Samstag einen Sonnentag. Das ist nun auch nicht gerade aufbauend. Eine Alternative wäre ja noch, früher heimzufahren und aus der EU in der 3. Urlaubswoche nach Kirgisistan zu fliegen und sich dort einen Mietwagen zu nehmen? Ein kurzer Check seitens Trinc im Internet: In Kirgisistan gibts wohl keine Mietwagen zum Selbstfahren und in Kasachstan gibts auch kaum was und das zu teueren Preisen und wer weiß, ob man dann über die Grenze kommt. Also fällt die Flugvariante ziemlich generell aus?! (In den Folgetagen griff er das Thema noch öfters auf und mittlerweile sehen wir das nicht mehr ganz so unmöglich. Außerdem erfuhren wir in den nächsten Tagen, dass die Straßen in Nordwestkasachstan, also im Bereich Aktobe (wie auch in Teilen Russlands in dieser Gegend, was wir aber nur ggf. durchfahren hätten, wenn wir einen Zwischenhalt im Ural gemacht hätten), wg. Schneestürmen tagelang komplett gesperrt waren und hier und da Leute evakuiert werden mussten, so dass wir dort auch nicht weit gekommen wären, wären wir heute nach Kasachstan weiter.)

Trincs Gedanken an diesem Morgen:
The icy Russian night cloaks the world and keeps it silent. I am standing in the dark, leaning against the large panorama window panes of the suite, glancing at the frozen Wolga. I am reflecting our plans, checking the next legs of the trip on Google Maps: to the border of Kazachstan, then Oral, Aktobe, Aral, Shymkent – probably one of the most fascinating, and certainly the loneliest and most remote part of the trip. 520km to Oral, another 475km to Aktobe and from there another 620km to Aral. Southwards of Aral settlement will become more frequent, but between Oral and Aral there are parts in which the road passes through the desert without passing any facilities for over 200km. Interestingly enough google maps shows a couple of traffic jams on the roads. Usually this indicates one way operation due to construction sites. Many nights I have spent with preparations, going through options, making estimates, evalauting challenges and chances, trying to minimise risks. Nights and hours of research and consideration. All these theoretical thoughts now add up for the first time with practical experiences with the Russian winter.

First of all, the car. The operational envelope goes down to minus thirty degrees according to Audi, but this is not a quantum leap, not a digital transition from one to zero. Fatigue. Fatigue increases when components are brought close their operational limits, and what may work for 50.000km or more in Central Europe, may malfunction way quicker in the Russian winter – a phenomenon not unheard of. This alone would not concern me, I was expecting that and this was why some of the most exposed parts had been replaced prior to the drive. And I was prepared to go and seek a garage occasionally for minor repairs. What concerns me slightly more is that I would have expected a more dense network of Audi/Volkswagen Services in Russia based upon the fact that these are among the more popular cars of Western manufacturers in Russia and that I would have expected spare parts to be available more easily than we experienced in Kursk (though it is hard to tell to which extent this was a result of the Russian holidays, which I expect it is). This is, however, not very promising for Kazachstan, in which I should expect an even lower availability of spare parts. Taking into account that being stuck in a remote place would cause several follow-up problems (most of all with the time frames of our visa plus customs issues), I find this thought concerning.

Secondly, we are now going to enter the most exposed part of the road. Northern Kazachstan is already under the influence of the central Russian climate, likely to experience cold surges from Siberian air in winter. It is unusually cold these days, much colder than I expected based upon the available general weather and climate data. Driving the car on its operational limits in a very remote and to us unknown environment does not comfort me.

While I am glancing out at the frozen Wolga, I feel a certain uneasyness. Going into the mountains teaches you certain experiences. Play to your instincts, first of all. But also make rational considerations in an irrational environment, an environment which provides far less information than would be necessary for clear decision-making. This involves risk-evaluation in complex risk environments of different, independent overlapping risks, which by themselves may not trigger a no-go decision, but in combination very well can. Moreover, preventing oneself from seeking for the signs and considerations, which would allow you to go and to not abandon your plans, but instead positively seeking for those which indicate a no-go and hence to be open for the decision not to go, regardless of what you already have invested to this point. Way more difficult than climbing a 4000m plus summit, is getting down safely again. Many mountaineers have died not on the climb, but on the descent – because they had missed the point of no-return. This, by the way, includes the ability not to question your previous decisions subsequently, only because it turned out that against the odds it would have been possible to go. You need to remind yourself that you were deciding under the lack of crucial information, and that therefore your decision remains a right decision, even if the random elements coincidently turn out to have been more positive than you expected, because precisely this was not foreseeable. In other words: what ex-post might have been possible, remains impossible ex-ante, and therefore the ex-ante decision not to go was the right decision.

If you do not follow this maxime, you almost certainly will experience the risk-shift effect, which is known from avalanche risk evaluation. Human nature tends to shift to more and more risky behaviour, whenever a decision involving an unkown risk turns out to be still (apparently) safe. Consequently, skiers are known for tending to decide for more and more risky slopes, because all previous slopes had turned out safe, until they finally cross the invisible limit and trigger the avalanche and possibly pay for this wrong decision with their lives. By sheer logic this triggers another consequence: whenever the limit is unknown, it is impossible to take decisions which remain within the framework of safety, without keeping a safety margin. Any safety margin will always lead to abandoning options, which possibly still would have been safe. As a result, deciding against an option which would have been still safe, therefore does not indicate a wrong decision, but simply must occur whenever taking safe decisions. Subsequent knowledge that a certain discarded option would have been (still) safe, therefore automatically must occur, and so hindsight cannot serve as an evluation tool for previous decisions (at least in most cases). Really, rather the opposite is the case: if you ever witness a slope that you seriously considered, but against which you decided, being triggered and going-off, you have come dangerously close to that invisible limit. Really, you should not have ever considered this slope in the first place, if your decisions were good. The art of climbing mountains is not as many think based upon continuing until reaching the summit, but on the ability to turn back before crossing the point of no return, and regardless of previous investments into your undertaking.

All this speaks against this road into the ice desert. Let it be remote, fine. Let the car be more challenged by the Russian winter, fine. But temperatures at the lower limit of what we expected and the car probably being more likely to suffer from fatigue already before the operational limit of -30°C, is a combination I do not like. Approaching limits so far that your last fall-back scenario remains your only option, I do not like either.

And then there are these faint signs, just like in the mountains. In the mountains this can be subtle changes in the sound of the snow, or in the feeling when touching upon it with your skis. It can be the look of icy shapes, or something not even accessible by the rational part of your mind, but rather a feeling of unusuality. I have expierenced this a couple of times, and almost always it had been significant.

Traffic jams in the desert of Kazachstan? I had not seen any such indications on google maps before. This does not make the theory of constructions sites – although this would be a typical explanation in other circumstances – very likely. And I hinder myself from searching for explanations which would reason why this observation was harmless. Rather I try to seek for more sinister explanations, reasons not to go, if there are any. Now, if these traffic jams occur suddenly and in several locations, this only means the cars are slowing down at these spots. Now, this indicates that the road conditions have changed suddenly and somewhat unexpectedly. It therefore rather indicates that weather conditions must be harsh, and that the road has come close to impassable, and that road services are working on their limits to continue to keep it open. I am checking the weather reports; -22°C for Oral, -24°C for Aktobe. This I knew. Then I start to check for the smaller settlements: -26°C, -27°C. Really, that means that on the open road between the settlements temperatures must be about to drop below -30°C – jointly with heavy snowfalls and strong winds, probably the cold and the snowfalls are about to block the road.

That is the final piece in the puzzle: I have taken my decision. We will not continue to the East. This means that we will miss out one of the most exciting part of the road, and that we will never reach our original destination: Kyrgistan. Instead, we will head for our alternative goal – the majestetic mountains at the Southern Border of Russia: The Caucasus.

The alarm rings early this night at around 4.45 a.m. local time. We discuss the situation, and re-set the GPS: the first way point lies 375km to the south down that famous river; Wolgograd. The city that once was known as… Stalingrad.
Das am wenigsten schlechte Wetter (und am "schnellsten" zu erreichen, wenn auch trotzdem ca. 1.100 km und erst um Mitternacht am Hotel ca. 2h vor dem Skigebiet) war dann der Bereich Elbrus. Freie Zimmer in Dombai oder Elbrus gab's auf Booking.com keine, somit wir uns in Naltschik reservierten.

So fuhren wir heute wieder einmal den ganzen Tag durchs Flachland, über Wolgograd bis Nalchick. Zwischendrin gabs nachmittags das erste Mal -20° am Fahrzeugaußenthermometer, später dann -23° und auch auf längere Strecken unter -20°. Obwohl im Kaukasus die Schneefalgrenze um die 1500m sein soll?!

(Fotos anklicken zum Vergrößern)

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^ Fahrstrecke 4.1.2016, Saratow-Wolgograd-Naltschik, ca. 1.150 km

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^ Kamyschin

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^ Kamyschin-Wolgagrad

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^ Die Wolga

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^ Das würd man sich doch am liebsten gleich als Souvenier einstecken :)

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^ Die Wolga glänzt im Sonnenlicht am Horizont, wie am Meer...

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^ Wolga


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^ Wolga, das Ufer auf der anderen Seite gar nicht erkennbar (in Blickrichtung ca. 10-13 km entfernt)

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^ Wir sind ges(tr)andet. Wie in Skandinavien setzt man in Russland mehr Sand als Salz ein.

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^ Volgograd / Wolgograd (korrekt wäre Wolgagrad) / vormals Stalingrad / vormals Zarizyn, ca. 1 Mio Einwohner

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^ Auch hier stehen nochmal alle Namen dieser Stadt.

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^ Schaschlik. Darauf hatte ich mich gefreut, sollte dann aber etwas enttäuscht gewesen sein, da Schaschlik in seiner Heimat Russland nicht ganz mit dem bei uns vergleichbar ist. Es sind nämlich für gewöhnlich riesige Fleischstücke auf einem riesigen Spies, wobei man am Teller dann nur das Fleisch ohne Spies bekommt.

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^ Russisches Schaschlik - das sind dann große gegrillte Fleischstücke mit Zwiebel, gerne auch mit Püree

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^ Ein ganzes Dorf voller Schaschlik-Stände.

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^ Flachland

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^ Adé, Sonne. Willkommen, Schlechtwetterfront.

Die Fahrt bis nach Nalchik verlief dann wieder recht problemlos, aber eben lang. Erst kurz nach Miternacht waren wir an unserem Hotel (was noch dazu auch nicht so einfach zu finden war).

Noch ein paar Filmsequenzen von der Dashcam, es gibt mind. 2 interessante Szenen ;)

Direktlink


(Fortsetzung folgt. Die nächsten Tage sind dann endlich bilderreiche Ski- und Seilbahntage, die jeweils eigene Topics bekommen werden.)
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von Frans » 04.02.2016 - 15:40

@trinic: Ein ganz inspirierender Text hast du da über die Gefahren und Risikobewertung in den Bergen geschrieben. Respekt! :top:
trincerone hat geschrieben:@Türkei/Georgien: Wenn dann über die Alte Georgische Heerstraße und Gudauri, nicht über Abchasien, richtig. Ersteres sollte mE kein größeres Problem sein.
Genau das sollte m.E. auch so stimmen, allerdings stelle ich mir den Weg über die Georgische Heerstraße als einen rießen Umweg vor, da man mindestens über Maykop (die Straße P254 sieht allerdings nicht immer so gut aus auf Streetview) oder sonst fasst bis Krasnodar (über die M4) fahren muss, um danach wieder nach Sochi zu kommen.

Hoffentlich wird Georgien in der Zukunft nochmal was klären mit Abchasien, sodass der Weg zumindest für den Transitverkehr nach Russland wieder freigegeben werden könnte.
trincerone hat geschrieben:@Baltikum/Skandinavien: hatte ich auch erwogen vorgeschlagen, es wäre aber natürlich noch mehr Umweg gewesen, aber diese Route oder Weißrussland hätte ich vermutlich gemacht, wenn ich es allein entschieden hätte.
Da bin ich nachher mal gespannt wie eure Erfahrungen auf die Rückweise bei Kirkenes waren. :) Meine Bekannten sind dann nicht so nördlich für die direkte EU-Grenze gefahren, aber sonst schon via Finnland über die Grenzübergang Vaalimaa (E18).
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von starli » 05.02.2016 - 12:13

^ Du vergisst allerdings, dass wir vom Elbrus nach Georgien gefahren wären und vermutlich noch einen Zwischenhalt in Gudauri und ganz sicher in Tschiatura eingelegt hätten ;-)

Allein von Sochi aus ist es ein größerer Umweg, das stimmt. Die Fähre fährt aber wohl nicht regelmäßig bzw. selten und im Januar glaub ich gar nicht (soweit ich den einen Fahrplan im Netz gefunden hab) und ist auch ziemlich teuer.
Da bin ich nachher mal gespannt wie eure Erfahrungen auf die Rückweise bei Kirkenes waren. :) Meine Bekannten sind dann nicht so nördlich für die direkte EU-Grenze gefahren, aber sonst schon via Finnland über die Grenzübergang Vaalimaa (E18).
Wobei wir ja von Russland nicht direkt in die EU gefahren sind... Aber bis die Berichte soweit geschrieben sind, werden noch ein paar Wochen vergehen...
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von Frans » 05.02.2016 - 14:58

starli hat geschrieben:Du vergisst allerdings, dass wir vom Elbrus nach Georgien gefahren wären und vermutlich noch einen Zwischenhalt in Gudauri und ganz sicher in Tschiatura eingelegt hätten
Achso, stimmt! :) Die Reise zum Elbrus uzw. hättet ihr ja sonst nach Kirgisistan nicht gemacht. Ja dann wurde sich das separat auf jeden Fall schon lohnen, wobei ihr nachher von Sochi auch wieder zurück nach Georgien hätte fahren müssen (oder aber über die Ukraine bzw. Weißrussland, Baltikum oder Skandinavien).

Ansich find ich die Gedanke, dass man in Kirgisistan ja auch schon fasst mit dem Auto in China wäre, sehr interessant. Wenn man sich richtig viel Zeit nimmt, könnte man theoretisch auch eine Chinarundreise mit dem eigenen Auto machen, außer in der kälteste oder wärmste Jahreszeit. Total verrückt ist es schon, aber mit die erforderliche Papiere m.E. durchaus machbar. Man muss allerdings schon seine geplante Route durch die Chinesischen Behörden genehmigen lassen. :lol:
starli hat geschrieben:Wobei wir ja von Russland nicht direkt in die EU gefahren sind... Aber bis die Berichte soweit geschrieben sind, werden noch ein paar Wochen vergehen...
Stimmt, Norwegen ist kein EU-land, allerdings schon ein Teil vom Schengenraum. :wink:
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von starli » 05.02.2016 - 16:10

Sorry, jetzt hatte ich dich auch falsch verstanden, du bezogst dich vmtl. auf meine Aussage, dass man den Kaukasus bzw. Sochi auch leicht von der Türkei aus mitmachen könnte ...

Elbrus und Dombai hätten wir auch bei der ursprünglichen Tour jedenfalls miteingerechnet, nur den Bereich Sochi hätten wir evtl. auslassen, hauptsächlich wegen der Zeit.

Bei Besuch des Nordkaukasus in Kombination mit einer Türkei-Reise würden wir natürlich auch in Georgien einige Skigebiete mitnehmen, so dass sich der Umweg in Grenzen hielte, insb. wenn man Elbrus/Domai noch mitnimmt und wenn man die Gesamtreise von DE/AT aus betrachtet, wobei eine Fahrstrecke (hin oder retour) dann vmtl. über die Ukraine passieren würde, oder man vielleicht doch die Fähre nehmen könnte.

Und vmtl. wäre die Strecke nach Sochi über Abchasien sogar von Gudauri aus schneller.

China: Braucht man da nicht sogar eine ständige offizielle Begleitperson im Auto?
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von David93 » 05.02.2016 - 17:55

@China:
Begleitperson, keine Ahnung. Aber mit unserem EU-Führerschein darfste dort nichtmal selbst fahren. Die akzeptieren da nur den chinesischen Führerschein. Also eher unpraktisch dorthin mit dem Auto.
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von Frans » 05.02.2016 - 18:56

starli hat geschrieben:Sorry, jetzt hatte ich dich auch falsch verstanden, du bezogst dich vmtl. auf meine Aussage, dass man den Kaukasus bzw. Sochi auch leicht von der Türkei aus mitmachen könnte...
Genau so ist es. ;)
starli hat geschrieben:Und vmtl. wäre die Strecke nach Sochi über Abchasien sogar von Gudauri aus schneller.
Das scheint mir auch so. Übrigens wäre es kreativ gedacht vielleicht doch möglich Transit durch Abchasien zu reisen, aber nur dann, wenn man nachher auch wieder über den gleichen Weg zurück fährt. Kurz vor die "Brücke der Deutschen" bei Zugdidi wird man durch den Georgischen Behörden registriert. Wahrscheinlich um damit sicher zu gehen, dass du nicht illegal die Grenze mit Russland überquerst. Angeblich stellt Abchasien aber deren 'Visa' auf einen extra Zettel aus, was nicht im Reisepass geklebt werden muss. Nachher musst du also nur an der Russische Grenze bei Sochi sicherstellen, dass die Russischen beamten nicht deinen Reisepass abstempeln, damit nachher die Georgischen behörden den Grenzübertritt nicht sehen. Laut manche Reiseberichten im Internet tun die Russischen Beamten dies auch nicht, allerdings wäre m.E. einen zweiten Reisepass im Gepäck die einzige sichere Variante. Auf dem Rückweg musst du dann wieder den gleichen Weg in Anspruch nehmen, sodass du wieder über die "Brücke der Deutschen" in Georgien zurück kommst, damit die Georgische behörden dich wieder offiziell 'anmelden'. Wenn du das nicht machst kannst du bis zum Ende des Konflikts nicht mehr in Georgien einreisen.

Soweit meine Theorie. Es gibt im Internet schon Geschichten von Leuten die einmal quer durch Abchasien gereist sind, aber ohne die Ambition jemals wieder Georgien einreisen zu wollen. Die Einreisegenehmigung für Abchasien scheint man aber problemlos per Mailanfrage zu bekommen. Offiziell ist die Einreise nach Abchasien nur von Georgien aus erlaubt. Alles was zwischen Russland und Abchasien passiert sollte man also nicht im Pass eintragen lassen bzw. in einen zweiten Reisepass.

@China: Es gibt diverse Reiseveranstalter die Reisen mit privaten Auto nach China komplett organisieren. Einen Begleitperson scheint dabei pflicht, kann aber auch hinterher fahren. Wie das genau funktioniert und in wie fern das komplett pflicht ist weiss ich leider nicht, da musste ich weiter nachforschen. Einen chinesischen Führerschein der bis zu 3 Monaten gültig ist scheint man aber problemlos zu bekommen. (Quelle)
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von B-S-G » 05.02.2016 - 19:54

starli hat geschrieben:Danke für die Bestätigung. Hab da gestern einen Link gefunden, wo man testen kann, ob es irgendwelche (geo-) restrictions bei den YT-Videos gibt, ist ganz witzig, wenn man die Weltkarte sieht und dann nur Deutschland rot ist ...
Find ich aus gegebenem Anlass nicht ganz so witzig;)

Ich freue mich schon sehr, wenn die Berichte aus den Skigebieten losgehen, und ihr dann auch endlich mal zum Skifahren gekommen seid.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von markman » 06.02.2016 - 15:49

Frans hat geschrieben: @China: Es gibt diverse Reiseveranstalter die Reisen mit privaten Auto nach China komplett organisieren.
da wäre Chinatours

http://www.chinatours.de/

macht jedes Jahr eine Ralley Shanghai – Hamburg entlang der Seidenstraße, letztes Mal in 57 Tagen, Ankunft in der Speicherstadt in Hamburg, war beim Eintreffen dabei:-) darunter waren nicht nur Chinesen, sondern auch Deutsche.

Gruß,
Markman
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von starli » 06.02.2016 - 18:27

∆ 56° - Sehnsucht Russland: Tag 6
Di, 5.1.2016 - Чегет / Cheget / Tscheget


-> eigenes Topic: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 56&t=55057
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitrag von Arlbergfan » 08.02.2016 - 01:11

Ich bin jetzt dazu gekommen, den Russland Bericht anzufangen und habe von vorne bis hier her alles durchgelesen. Unglaublich, was ihr für Strapazen auf euch nimmt, um die exotischten Skigebiete dieser Welt kennenzulernen. Unsereins rühmt sich mit einem Tag im durchgestylten Tiefschnee und ihr fahrt locker mal durch einen ganzen Kontinent, um am Ende vermutlich bei einem ESL zu landen. Chapeux!

Die Probleme mit dem Auto standen so vermutlich nicht auf eurer Liste. Ich kann mir gut vorstellen, dass das die Stimmung zu Beginn der Reise ziemlich zermürbt hat. Anders als die technischen Details interessiert mich auch die soziale Komponente. Bei solchen Reisen muss man sich extrem gut kennen, verstehen und vertrauen - doch diese Extremsituationen führen selbst dann oft zu einer Krisenstimmung. Wie war das bei euch? Wart ihr immer eins mit euren Entscheidungen oder wurde lang diskutiert bzw. sogar gestritten? Man muss sich im Nachhinein dafür nicht schämen - es gehört angesichts der Lage doch gewissermaßen dazu.

Dann möchte ich noch die Risikobeschreibung von Trinc (und das noch auf englisch) hervorheben. Das kannst du gut und gerne nochmal mit Bildern untermalen und bei einer Snow&Safety Conference schildern. Besser kann man es wohl fast nicht beschreiben. Du erklärst eindrücklich, wie du/ihr zu der Entscheidung gedrungen seid, nicht weiter östlich zu fahren und das obwohl ihr zuvor so viel investiert habt. Ähnlich rational aus einer vermeintlich sicheren Lage im Hotelzimmer zu entscheiden dürfte den meisten Individuen schwerfallen. Es war im Nachhinein sicher die richtige Entscheidung!

Letzte Frage generell: Angesichts der Zollkontrollen und Autoproblemen: Die Reise per Flugzeug und Mietwagen durchzuführen ist keine Option? Ich habe zwar mit gelesen, dass es nicht möglich sei (im Nachhinein aber dann doch irgendwie?) - ich schätze aber mit viel Recherche könnte das auch in den entlegensten Ecken möglich sein? Dürfte sich vom Kostenpunkt nichts nehmen, aber etwas weniger Stress dürfte es dann doch sein.

Ich freue mich jetzt dann auf die Ski- und Landschaftsbilder und verneige mich bereits jetzt vor diesem Glanzstück an Reisebericht! :respekt:
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