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Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01+.10}

Verfasst: 24.04.2019 - 12:08
von starli
Für 11,5 Tage ging es zur Abwechslung mal vor und über Ostern nach Skandinavien. Grund für diesen Zeitraum wäre die Begleitung von Trincerone gewesen, der dann aber doch was anderes vor hatte - also bin ich halt alleine gefahren. Vorteil an diesem Zeitraum ist, dass es in Skandinavien Ferien hat und viele Skigebiete, die sonst nur am WE untertags oder überhaupt offen haben, auch die Woche vor Ostern geöffnet sind.

Als Schwerpunkt wollte ich mir dann diesmal Schweden setzen - und im Allgemeinen möglichst "unverdorbene Skigebiete" besuchen. Geworden sind es dann 5 Skitage in Schweden, 2 Skitage in Norwegen und 2 Skitage in Finnland. Die Fahrstrecke wird ca. 7.600 km werden (muss ich noch genau berechnen). Die "Unverdorbenheit" ist auch in der Anzahl der gefahrenen Lifte zu erkennen:

1x 8EUB
1x 4KSB
1x KSSL (leider nur 1 Fahrt, dann defekt und wurde noch mit 1 Höllenritt am Seil am Schneemobil ersetzt)
ca. 40x SL

.. und wenn man die 2 Tage in Ylläs abzieht, bleiben für die restlichen 7 Tage: 1 KSSL + 20 SL

Bis auf einen regnerischeren Tag und einen etwas wolkigeren Tag hatte ich fast nur Sonnenschein, zudem war es frühlingshaft warm - am Ende der Reise gefror es nicht mal mehr in der Nacht, so dass auch der Schnee recht frühlingshaft war. Ich hatte jedenfalls kältere Temperaturen befürchtet und zu viele warme Pullover dabei.

Hier ein erstes kleines Best-Of, die Detailberichte werden vermutlich erst im Juni kommen. So viel aber sei schon gesagt: Es war sehr genial und ich kann mir gut vorstellen, öfters mal zu dieser Jahreszeit nach Skandinavien zu fahren.

(Fotos anklicken zum Vergrößern, noch unbearbeitet.)

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^ wozu Gummi, ohne rasselt's viel schöner ;-)

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^ Schneebedecke Straßen gab es nur selten

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^ die verrostetsten Graffer-Lifte stehen in Skandinavien ;-)

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^ kein Schimmel- sondern Lakritzeis

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^ Hatte einige nette Zimmer um 80-90 € mit Frühstück.

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^ Nicht-asphaltierte Straßen hatte ich einige zu fahren

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(Fortsetzung der Detailberichte folgt in einigen Wochen.)

Fahrt nach Schweden, 12.+13.4.2019

Verfasst: 29.05.2019 - 20:49
von starli
So, ich pack mal die ersten 1,5 Tage mit in dieses Topic...

Skandinavien 2019 "unverdorbene Skigebiete"
Tag 1: Fr, 12.4.2019 - Fahrt nach Rostock (km 936, Diff. 936)

Ergänzend zum bereits geschrieben Intro noch etwas zu den Vorarbeiten: Zum einen hatte ich mir vorgenommen, diesmal den Schwerpunkt auf Schweden zu setzen, anstatt wie sonst bei meinen Skandinavientouren auf Norwegen. Weil das Wetter vielleicht etwas besser ist, weil ich hier etliche interessante Skigebiete gefunden habe, weil man im Zweifelsfall schneller und mautsparender unterwegs ist. Und weil ich schon oft genug um Fjorde und am Meer herum gefahren bin, dass man auch mal den Rest erkunden kann.

Dennoch machte ich mir einige Wochen vor der Fahrt noch eine kleine Plus/Minus-Aufstellung:

+ paar interessante Skigebiete
+ skandinavische Leckereien einkaufen
+ leckere Hamburger und Lachsburger
+ vielleicht noch Chancen auf Nordlichter?
+ durch Osterferien gerade viele Skigebiete täglich tagsüber offen, was in Skandinavien ja sonst oftmals ein Problem ist (nur am WE tagsüber, nur unter der Woche abends offen).
+ vielleicht etwas wärmer und somit angenehmer, als wenn Ostern früher wäre
+ der gemeldete Neuschnee in den Alpen zerstört das Firnfahren dort eh
+ und noch ein Blick aufs Konto: Passt, geht sich aus.
- ewige Fahrerei für die eher kurze Zeit, Abnützung der neuen Winterreifen
- 2 Tage Autofahren ohne Skifahren
- Magicpass kommt evtl. zu kurz
- teure Hotelzimmer - außer evtl. ein paar Nächte sind warm genug, um im Auto zu schlafen (in CH&FR wäre das wahrscheinlicher)
- ganz ohne Urlaub = noch ein paar verlängerte Magicpass-WE
- ganz ohne Urlaub = mehr Urlaubstage im Sommer verfügbar
- in Skandinavien evtl. eher kalt und Winter statt warm und Frühjahr
- Nordlichtvorhersage in der Woche vor und mit Ostern täglich nur Stufe 2 und weiter im Norden nachts schon nicht mehr richtig dunkel

Ein, zwei Magicpass-WE waren dann ja so ein bisschen der Gratmesser, wo ich dann feststellte "genug oft hier gewesen, brauche eine Ortsveränderung". Zum Glück entschied ich mich also für "Go!".

Nachdem Trincerone nun nicht mitgefahren ist, wollte ich für die An- und Abreise mein Bett einbauen, also die ersten und letzten 1-2 Tage im Auto schlafen, damit ich schneller vorankomme. Das hat dann in Kombination mit Camping-Toilette und Ersatzrad den Nachteil, dass ich eigentlich nur Platz für 1 Paar Ski hab. Aber mir kam mal wieder eine Idee und - es hatte funktioniert:

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^ Da ich 2 Paar Ski, aber keinen Dachträger mitnehmen wollte, hab ich mir für die zweiten Paar was einfallen lassen müssen.. (Matratze fehlt noch im Bild)

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^ .. einfach die Bindung abmontiert und schon passen sie hier schön hin ;-)

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^ Ersatzkanister ist mit Betteinbau normalerweise nicht dabei, aber in Skandinavien halt doch sinnvoll. Da er für die Fähre eh leer sein muss (auch wenn's keiner kontrolliert), war er während der Schlaf-Nächte eh leer. Und er ist sowieso geruchsdicht verschlossen. Links kam dann ein alter Tourenrucksack für die alte Wäsche hin. (In dem Rucksack hatte ich schon Mitte der 90er Wäsche transportiert, damals im Zug, mit dem Schönen-Wochenend-Ticket, von Innsbruck nach Nürnberg und zurück.)

Was die An- und Abfahrt auch betrifft, ist die Strecke. Ich wollte diesmal die teuren Brücken, wenn geht, komplett meiden und rauf- und runterwärts mit den Fähren fahren, weil kürzer, weil tw. günstiger. Auf der Hinfahrt war ja meine bisherige Lieblingsfährstrecke Grenaa-Varberg. Die fuhren aber zur jetzigen Saison samstags anscheinend noch nicht. Von Rostock-Trelleborg bzw. Trelleborg-Rostock war ich die letzten 2x ja kein sonderlicher Fan von, allerdings war diese auf der Hinfahrt von der Zeit her und der Gesamt-km-Strecke wieder die beste Variante, so buchte ich diesmal die zeitgleich abfahrende, aber etwas teurere Stena-Line. Diesmal gefiel mir Anfahrt und Fähre tatsächlich sehr, so dass ich das vielleicht zu meiner neuen Standard-Fähre nach Schweden machen werde.

Noch ergänzend zum Intro: Anscheinend je nach Gerät (Navi 1, Navi 2, Auto) und GPS-Track-Programm war die Fahrstrecke zwischen ca. 7370 und 7600 km, für die Berichte verwende ich die Tracks aus dem eingebauten Navi und die km-Angabe lt. Google Earth, somit sind es 7.415km, die Fähren bereits rausgerechnet).

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^ Strecke und POI 12.-23.4.2019 (Anklicken zum Vergrößern)

Am heutigen Freitag arbeitete ich noch bis 12 Uhr und nahm mir danach frei und fuhr direkt und bereits beladen von der Arbeit los, heutiges Ziel war Rostock, irgendein ruhiger Parkplatz unweit des Fährhafens, wo ich morgen nicht mehr viel fahren muss und somit nicht viel Pufferzeit einkalkulieren muss. Ich fuhr über Garmisch und kurz bei meinem Vater vorbei. Durch München gab es etwas zähen Verkehr, danach gab es aber nur noch eine etwas langsamere Stelle vor Nürnberg, ansonsten ging es tatsächlich problemlos. In Ingolstadt am KFC gehalten und dann weiter in den Norden, für den Einkauf von Lebkuchen in Nürnberg hatte ich wieder einmal keine Zeit. Ab 19 Uhr, Höhe Gera, gab es leichten Schneefall und auch in weiterer Folge gab es immer mal wieder leichten Schneefall, Schneeregen oder Eisregen, bei +2-3°. Damit hätte ich jetzt Mitte April hier auch nicht gerechnet.

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^ Türkis von Innsbruck nach Rostock: Strecke 12.4.2019
^ Magenta von Rostock bis nähe Filipstad: Strecke 13.4.2019

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^ Noch etliche Restschneefelder vor Garmisch, für Mitte April vmtl. auch nicht so üblich

Gegen 23:20 kam ich in Rostock an, heute Morgen hatte ich mir auf den Satbildern noch ein vermeintlich ruhiges Strässchen gesucht. War auch ruhig, die Kälte ging auch noch mit Decke im Schlafsack, aber das Einschlafen war trotzdem schwer - das ist die erste Nacht der Saison im Auto komischerweise immer..

Skandinavien 2019 "unverdorbene Skigebiete"
Tag 2: Sa, 13.4.2019 - Fähre nach Schweden (km 1.515, Diff. 579)

Um 5:40 Uhr stand ich auf, es lag tatsächlich etwas Schnee auf dem Auto, mitte April, in Rostock. Hätte ich nicht erwartet.

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^ Auch in Rostock gab es heute Nacht Mitte April Schnee.

Ich hielt noch kurz an der Tankstelle und wartete 40 Minuten in der Schlange am Check-In. Leider nur 1 Schalter offen und anscheinend hatten viele noch kein Ticket und so dauerte es pro Auto manchmal ein paar Minuten. Nervig.

Heute nahm ich also mal die Stena-Line von Rostock nach Trelleborg, anstatt die TT-Line vor 2 Jahren bzw. letztes Jahr retour. Wie erhofft durften wir vor der wie recht üblich zur gleichen Zeit fahrenden TT-Line raus und auch die Hafendurchfahrt ging heute fix - nach nur etwas über 20min waren wir auf dem offenen Meer. Das Schiff ist sehr groß, hat ein Eisenbahndeck und ist nebenbei recht verwinkelt. Die Überfahrt kostete 70,- € und ist somit günstiger als die Brückenmaut und man spart sich auch noch Benzin. Die Rückfahrt, ebenfalls mit Stena, ist noch günstiger, 50,- dann aber von Göteborg nach Frederikshavn, diese ist mit 3:20 wesentlich kürzer (heute ca. 6h).

Nachdem ich das Schiff etwas erkundet hatte, sah ich mir einen Film auf dem Handy an, danach war es 10 Uhr durch und ich suchte das Restaurant auf. Da mir zuvor das Frühstück - trotz Rühreier - nur bedingt interessant aussah, wartete ich auf diese zweite Öffnungszeit von 10-11 Uhr und wie erhofft (und im Gegensatz zum letzten Mal) gab es einen Garnelen-Toast, mit 89 SEK (ca. 8,50) zwar nicht soo günstig, um etwas über 100,- hätte es ab 12 Uhr das Tagesgericht gegeben, war dann aber doch recht viel, nur das Toastbrot war leider gebuttert und am Rand etwas zäh.

Gratis WIFI hat diese Stena auch, zumindest im Restaurantbereich, in den oberen Decks hätte man wohl ein Passwort gebraucht. Also für die 4 € mehr oder was die Stena im Vgl. zur TT heute gekostet hatte, ist die Stena-Fähre schon viel besser als die TT-Line, auch die WCs. Gegen 11 Uhr war die TT-Line mal neben uns, aber irgendwie überholten wir sie, obwohl sie ja grundsätzlich nach uns weg fuhr, das fand ich etwas verwirrend. Für's Außendeck war's mir aber heute etwas zu kalt, daher hatte ich das nicht im ganzen Zeitraum beobachtet. Einen Bankomat oder Geldwechsel gibt's hier allerdings nicht, aber ich hatte noch ein paar hundert SEK (Schwedische Kronen) einstecken.

Alles in Allem war die Entscheidung, nochmal Rostock-Trelleborg zu probieren, eine gute. Gestern so gut wie kein Verkehr, weniger zu fahren nach der Arbeit als sonst bis Dänemark und im Gegensatz zum letzten Mal auf der TT-Line ein schöneres Schiff mit Garnelentoast ;) . Noch nicht mal Autoalarmanlagen haben heute am Außendeck genervt!


(Fotos anklicken zum Vergrößern)

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^ Zufahrt Fährhafen Rostock, Stena hatte gerade mal eine Spur offen, die sehr zäh verlief, weil hier etliche noch Tickets kaufen (anstatt online). Die TT-Spuren links hatten dagegen nur Self-Check-In-Automaten.

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^ Meine heutige Fähre, die Stena-Line Mecklenburg-Vorpommern. Ein riesiges Teil.

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^ Das Schiff hat einige Außenbereiche, die zudem recht verwinkelt sind.

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^ Nicht gespiegelt zum vorherigen Bild, und dennoch in die andere Richtung fotografiert! Lösung: Es ist die andere Schiffsseite.

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^ Auf gleicher Höhe wie der Käp't'n

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^ Mit den ganzen Treppen weiß man irgendwie nie, wo man rauskommt, so hat man bei der langen Fahrt was zu tun bzw. kann etwas umher gehen

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^ Während wir schon in der richtigen Richtung stehen und aus dem Hafen Rostock rausfahren können, muss die gleichzeitige abfahrende TT-Fähre erst noch eine Drehung machen

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^ Na gut, ein bisschen müssen wir schon auch noch fahren, bis wir endlich auf freier See sind.

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^ Es gab einen kleinen Sitzbereich so abseits/versteckt, dass außer mir keiner da war. Füße hochlegen und am Smartphone einen Film schauen.

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^ Die Fähre hat sogar Platz für Züge auf Deck 3, da wurde vorhin auch einer verschifft.

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^ Die Strecke der Fähre auf einem 3D-Bild

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^ Solche (kostenpflichtigen) Schlafkojen kannte ich bisher nur von Fernsehberichten

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^ So ein Schrimp/Garnelen-Sandwich gehört auf einer skandinavischen Fähre einfach dazu.

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^ Einfahrt Haften Trelleborg

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^ Trelleborg

Und kaum ist man mal in Skandinavien angekommen, ist das Autofahren sowieso viel entspannter, weniger Verkehr, schönere Landschaft, kürzere Nächte (jetzt im Sommerhalbjahr) ... und kaum teurere Spritkosten: In Schweden um die 1,49-1,59 € (meist 1,52, ebenso in Finnland), in Norwegen - nur 1x getankt - 1,73 € und retour in Dänemark mit 1,40 ist's eh meist günstiger als in Deutschland. In DE hab ich übrigens 2x das Super-E10 getankt, lt. meinen Aufzeichnungen spürbar höherer Verbrauch, 0.5-1 l/100km, und das bei 2 Cent Ersparnis, das ist ja kompletter Schmarrn. Und ich bin gestern auf der Autobahn meist nur um die 110-115 km/h im Tempomat gefahren, weil ich's ja nicht sonderlich eilig hatte.

Natürlich hatte ich geschaut, ob ich heute nach der Fähre auf dem Weg zum morgigen Ziel noch irgendwo skifahren könnte, diese kleinen Skigebiete haben ja oft Nachtski. Aber alle hier im Süden zeitlich anfahrbaren hatten schon zu - und schon vor ca. 2 Wochen kaum oder keinen Schnee mehr. Und "natürlich" fuhr ich auch nicht ganz die schnellste Route lt. Navi, sondern eine Mischung aus Kurz + Schnell + Mautsparend + Landschaftlich interessant, diese Routen sind dann oftmals auch leerer. Mautsparend deshalb, weil die schnellste Route über Oslo gehen würde. Stattdessen hab ich Norwegen gemieden und bin die kürzere Inlandsroute gefahren.

Auf meinem Weg nach Norden wäre ja Gesundaberget gelegen, aber da las ich, dass sie am heutigen Samstag irgendeinen (Snow-) Scooter-Event und kein Skifahren haben, genauer gesagt hieß es nur was von Skifahren bis letztem WE und evtl. nochmals zu Ostern, falls noch Schnee. Also wird wohl auch morgen Sonntag zu sein. Schade, denn im Gegensatz zu den anderen Gebieten lag hier vor 2 Wochen lt. Webcams noch genug Schnee.

Die Wettervorhersagen schauen zumindest fur diese Woche mal recht gut aus, wenn auch nochmals etwas kälter als vor ein paar Tagen gemeldet. Das könnte mit der mitgenommenen Jacke vielleicht etwas frisch werden, da ich mir zwar die wärmsten Pullover, aber nicht die wärmste Jacke eingepackt hab (stattdessen eine noch dünnere als Zweite) - immerhin hatte ich an die Sonnenskibrille mit Nasenschutz und meine heizbaren Handschuhe gedacht :-) (Wie sich später herausstellen sollte, hab ich genau die dünnere Jacke einige Male gebraucht, weil es doch nie so kalt war)

Zu Mittag/Abend gegessen hab ich am Nachmittag in einer Rasta-Raststätte; allerdings nicht die Köttbullar (das "Kö" wird wohl eher wie "Schö" ausgesprochen), sondern das Dagens-Buffet, also Teller voll mit zwei, drei Speisen (die eine sehr lecker, die anderen .. naja), dafür mit 96 SEK (ca. 8,90 €) schwedisch-üblich recht günstig, das Glas Wasser inklusive!

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^ E4 Helsingborg-Markaryd

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^ 26/Jönköping-Kristinehamn, Vänern, der größte See Schwedens und der EU, mehr als 10x so groß wie der Bodensee, fast 10x so groß wie die Isle of Man. Krass. (Und mehr als 1,5x so groß wie der Vansee)

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^ Der Vänern-See ist tw. so groß und das Land drumherum so flach, dass man das gegenüberliegende Ufer nicht sieht. Bis zum Sonnenuntergang zu warten dauert mir hier im Norden aber noch zu lang.

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^ 26/Jönköping-Kristinehamn, Vänern

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^ 26/Jönköping-Kristinehamn, Vänern, Sonnenuntergang

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^ 26/Bergsjön

Ich hatte mir im Vorhinein vorgenommen, sollten die Temperaturen nicht zu kalt werden, wollte ich heute Nacht nochmals im Auto schlafen, damit ich morgen wenigstens etwas (mehr) zum Skifahren kommen würde. Daher sollte ich aber heute nicht zu weit in den Norden fahren, in Mora, nähe Gesundaberget (weil ja schon erwähnt) soll es bis auf -6°C abkühlen. Karlstad/Umgebung würde mit -1°C noch gehen, scheint aber gerade mal die halbe Strecke zum für morgen gewünschten Ziel zu sein, also wollte ich irgendwo dazwischen nächtigen.

Um 21 Uhr kam ich vor Filipstad an einem schönen Parkplatz mit WC an, blöderweise stand ein LKW da, und als ich vom WC kam und ins Bett wollte, lief sein Motor. Wegen Kühlung oder Standheizung, jedenfalls könnte ich bei dem Lärm wohl nicht vernünftig schlafen. Bin dann in den nächsten Ort reingefahren und hab mich auf einem Parkplatz am Seeufer hingestellt und wie üblich die Wolldecke in den Schlafsack genommen, wobei diese insb. um Füße und Beine gewickelt wird und bis zum Bauch rauf). Seitdem ich das mal gemacht hab, sind Nacht-Außentemperaturen um die 0° kein Problem mehr (und es reicht dann der normale Schlafanzug und normale Strümpfe, keine dicken Hosen oder Pullover oder Skistrümpfe nötig, was ich früher mal angezogen hatte - und schlechter war als die Wolldecke). Auch bei nicht so kalten Temperaturen nehm ich die Wolldecke mit rein, manchmal dann strumpflos nur im unteren Bein/Fußbereich.

(Fortsetzung folgt - neues Topic.)

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 29.05.2019 - 22:02
von Arlbergfan
Live dabei, statt nur dabei! Diesmal lese ich die Berichte nicht wieder erst 3 Jahre danach...

Der Beginn taugt mir schon wieder dermaßen! Unglaublich, was du für deine Passion immer wieder auf dich nimmst! Großen Respekt dafür!

Re: Fahrt nach Schweden, 12.+13.4.2019

Verfasst: 29.05.2019 - 22:34
von Highlander
starli hat geschrieben:
29.05.2019 - 20:49
So, ich pack mal die ersten 1,5 Tage mit in dieses Topic...

Skandinavien 2019 "unverdorbene Skigebiete"
Tag 1: Fr, 12.4.2019 - Fahrt nach Rostock (km 936, Diff. 936)
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^ Solche (kostenpflichtigen) Schlafkojen kannte ich bisher nur von Fernsehberichten
......
(Fortsetzung folgt - neues Topic.)
Deine Ski Trips sind der Knaller... :D
Für Dich müsste man in der Saisonbilanz noch eine neue Spalte einführen.. 'gefahrene KM zum Skigebiet' :biggrin:

Diese Schlafkojen habe ich bisher überhaupt noch nie gesehen...
Im Tatort holen sie an so einer Wand immer die Toten aus dem Kühlfach.. :biggrin:

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 30.05.2019 - 00:15
von Florian86
Vielen Dank, macht Lust auf mehr! :-)

Ich nehme an, der verschiffte Zug war ein Güterzug, oder?

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 30.05.2019 - 09:56
von B-S-G
Regelmäßiger Personenverkehr Richtung Skandinavien mit Fähre führt doch nur noch über Fehmarn, oder? Und es gab oder gibt glaube ich auch noch ein seltenes Zugangebot von Berlin über Malmö nach Stockholm, die fahren aber über Sassnitz.

Und zu dem Kö im Schwedischen, die Aussprache Schö trifft auf jedes Wort mit Kö zu, also auch Jönköping z.B.. Macht aber im Ikea in Deutschland fast jeder falsch :D

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 30.05.2019 - 21:42
von Kaliningrad
B-S-G hat geschrieben:
30.05.2019 - 09:56
Und zu dem Kö im Schwedischen, die Aussprache Schö trifft auf jedes Wort mit Kö zu
1) Kö ("Schlange" im Sinne von "langer Reihe von wartenden Menschen") wird wie Deutsch Queue ausgesprochen und keinesfalls als "schö"

2) das "kö" in Jönköping (und vielen anderen Wörtern) wird auch nicht als "schö" sondern als "çö" ("ç" wie in "Chirurgie") ausgesprochen.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 31.05.2019 - 06:42
von B-S-G
Danke für die Berichtigung. Kör, also Chor, fällt genauso unter 1) oder?

Und zu 2): zumindest in dem Teil Deutschlands in dem ich aufgewachsen bin, gibt’s zwischen Ch und Sch keinen Unterschied ;) aber das ist wohl wieder ein anderes Thema :D

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 31.05.2019 - 07:14
von starli
Kaliningrad hat geschrieben:
30.05.2019 - 21:42
2) das "kö" in Jönköping (und vielen anderen Wörtern) wird auch nicht als "schö" sondern als "çö" ("ç" wie in "Chirurgie") ausgesprochen.
Also "Chi" ist im Deutschen leider alles andere als eindeutig - siehe auch "China", das reicht von Sch über Ch bis zu K... Ich glaub, ich sprech Chirurgie mit einem sch wie bei "schön" aus ...

Wobei die Sprechproben von Köttbullar, was ich bisher im Internet mal vor einiger Zeit gehört hab, die scheinen das Sch eher wie ein doppel-Sch auszusprechen. Nicht nur nicht stimmhaft sondern "scharf", in richtung щ ?
Florian86 hat geschrieben:
30.05.2019 - 00:15
Ich nehme an, der verschiffte Zug war ein Güterzug, oder?
Korrekt.
Arlbergfan hat geschrieben:
29.05.2019 - 22:02
Unglaublich, was du für deine Passion immer wieder auf dich nimmst! Großen Respekt dafür!
Danke, aber so wirklich anstrengend war eigentlich nur der letzte Tag, die 1470 km Rückfahrt von Frederikshavn/Dänemark durch Deutschland. Das sollte ich nächstes Mal anders machen.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 31.05.2019 - 08:13
von Kaliningrad
B-S-G hat geschrieben:
31.05.2019 - 06:42
Kör, also Chor, fällt genauso unter 1) oder?
Richtig!

"Kör" im Sinne von "(jag) kör" (ich fahre) wird dagegen "çör" ausgesprochen.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 31.05.2019 - 08:16
von Kaliningrad
starli hat geschrieben:
31.05.2019 - 07:14
Also "Chi" ist im Deutschen leider alles andere als eindeutig

... dann sagen wir mal: "ç" wie in "windig" und nicht "ʃ" wie in "windisch"


PS: ja, ich weiß, es gibt Gegenden wo "windig" nicht mit "ç" sondern mit "k" ausgesprochen wird :D :D :D :D

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 31.05.2019 - 09:06
von br403
Hui, schöner Bericht. Trincerone war ja noch weiter weg um Ostern 8) Aber für was wolltest Du denn Geld wechseln? In Schweden kann man doch kaum noch mit Bargeld bezahlen, dort ist doch Kartenzahlung Standard.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 31.05.2019 - 09:14
von Amboss1981
Danke für deinen interessanten Bericht. Wie alle deine Berichte übrigens :D
Und einen speziellen Dank für deine Dokumentation der Fähre Rostock - Trelleborg. Dies war speziell interessant für mich, da wir diese Strecke in zwei Wochen auch fahren werden. (Vermutlich) gleiche Abfahrtszeit (7:30 ab Rostock), gleiches Schiff. So wie das aussieht haben wir mit Stenaline eine gute Wahl getroffen.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie günstig die Fähre Rostock - Trelleborg ist gegenüber den Brücken. Von den Scandlines-Fähren Rostock - Gedser oder Rodby - Puttgarden muss man gar nicht reden. Dies läuft für mich fast unter Wucher - und die teure Öresundbrücke kommt ja auch noch dazu.
Interessant auch die Preisentwicklung: Als wir gebucht hatten (ca. Januar, für die Reise Mitte Juni) war TT-Lines deutlich teurer als Stenalines, sicher 70 Euro pro Weg.
Und was ich auch nicht verstehe: Wieso fahren die beiden immer gleichzeitig?

Eine Frage hätte ich noch: Die Warteschlange beim Check-In sieht ja ziemlich übel aus... Aber es genügt doch einfach, mindestens eine Stunde vor Abfahrt dort zu sein, nicht? Speziell etwas beachten muss man nicht, oder?

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 31.05.2019 - 12:13
von starli
br403 hat geschrieben:
31.05.2019 - 09:06
Hui, schöner Bericht. Trincerone war ja noch weiter weg um Ostern 8) Aber für was wolltest Du denn Geld wechseln? In Schweden kann man doch kaum noch mit Bargeld bezahlen, dort ist doch Kartenzahlung Standard.
Nö, man kann so gut wie überall mit Bargeld zahlen, das wechsel ich aber nicht, sondern hol es mir vom Konto oder Sparbuch oder heb es via Kreditkarte ab. Bei Skigebieten ist es glaub ich unterschiedlich, mal mit beidem, mal nur mit Karte, irgendwo hatte ich diesen Urlaub glaub ich auch mal nur mit Bargeld zahlen können.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 31.05.2019 - 12:24
von starli
Amboss1981 hat geschrieben:
31.05.2019 - 09:14
Es ist immer wieder erstaunlich, wie günstig die Fähre Rostock - Trelleborg ist gegenüber den Brücken. Von den Scandlines-Fähren Rostock - Gedser oder Rodby - Puttgarden muss man gar nicht reden. Dies läuft für mich fast unter Wucher - und die teure Öresundbrücke kommt ja auch noch dazu.
Ja, in Skandinavien und UK sind öfters die längeren Fähren die günstigeren. Da regeln dann nicht die Kosten, sondern die Nachfrage - und anscheinend zahlen viele mehr Geld für die kürzeren, schnelleren Fähren. Ich bin froh, zahl weniger und kann eine längere Schifftsfahrt genießen.
Und was ich auch nicht verstehe: Wieso fahren die beiden immer gleichzeitig?
Tja, das ärgert mich auch, könnte man sonst doch mehr Abfahrtszeiten anbieten. Im Falle von Rostock könnte es aber sein, dass die lange Hafendurchfahrt für diese große Fähren irgendwie speziell sein muss, es sollten zu der Zeit ja keine großen Schiffe in die entgegengesetzte Richtung fahren wollen (das hatte ich beim ersten Mal, also erst mal 20min warten), oder irgendwelche Sicherheitsregelungen? Dann würde es hier wenigstens etwas Sinn machen. Aber leider ist das auch bei anderen Fährhafen so, dass die Fähren unterschiedlicher Betreiber oftmals ungefähr gleich abfahren und/oder ankommen.

Eine Frage hätte ich noch: Die Warteschlange beim Check-In sieht ja ziemlich übel aus... Aber es genügt doch einfach, mindestens eine Stunde vor Abfahrt dort zu sein, nicht? Speziell etwas beachten muss man nicht, oder?
Ich denke, die würden schon mehr Schalter dann öffnen, damit noch alle auf's Schiff kommen. Ansonsten steht's meist eh bei der Buchungsbestätigung, wie lang man im Vorhinein da sein sollte, da wird bei Fähren, die ich bisher gefahren bin, 60, 90 oder 120 Minuten angegeben. Wenn man sich daran hält, sollte man auf der sicheren Seite sein.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 31.05.2019 - 13:29
von Amboss1981
Danke für deine Rückmeldungen

starli hat geschrieben:
31.05.2019 - 12:24
Ja, in Skandinavien und UK sind öfters die längeren Fähren die günstigeren.
Nicht unbedingt. Kiel - Göteborg zum Beispiel ist wieder deutlich teurer, insbesondere die Kabinen.

Ich denke, die Fähren zwischen Norddeutschland und Südschweden ist ein bisschen in einem Sandwich und deshalb einigermassen unattraktiv. Um über Nacht zu fahren ist die Strecke fast zu kurz, es gibt nur eine sehr kurze Nacht und für eine Tagfahrt ist dann für viele Leute schon wieder etwas lang.
Demgegenüber stehen die anderen Varianten:
- Kurze Fährstrecken bieten einen dichten Takt und somit hohe Flexibilität an, wofür viele Leute offenbar bereit sind, absurd hohe Tarife zu bezahlen
- Lange Fährstrecken (wie Kiel-Göteborg) bieten den Komfort einer erholsamen und langen Schiffsreise wofür man gerne etwas ausgibt. Zudem kann man so eine Hotelnacht und einiges an Maut und Fahrtkilometer sparen einsparen.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 01.06.2019 - 22:09
von Florian86
B-S-G hat geschrieben:
30.05.2019 - 09:56
Regelmäßiger Personenverkehr Richtung Skandinavien mit Fähre führt doch nur noch über Fehmarn, oder? Und es gab oder gibt glaube ich auch noch ein seltenes Zugangebot von Berlin über Malmö nach Stockholm, die fahren aber über Sassnitz.
Das ist korrekt, wobei schon sehr bald auch der Trajektverkehr über Fehmarn eingestellt wird, schon im Vorgriff auf die eventuellen Bauarbeiten - so denn der Fehmarnbelttunnel mal tatsächlich gebaut wird. ;-) Die Züge Hamburg - Kopenhagen werden dann über Flensburg geführt. Der Berlin-Night-Express soll eigentlich in den Sommermonaten über Sassnitz - Trelleborg verkehren. Leider ist allerdings der Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens, Rolf Georg, überraschend verstorben, weshalb der Zug aktuell nicht wie geplant verkehren kann (siehe DSO-Bahnforum)
starli hat geschrieben:
31.05.2019 - 12:24
Ja, in Skandinavien und UK sind öfters die längeren Fähren die günstigeren. Da regeln dann nicht die Kosten, sondern die Nachfrage - und anscheinend zahlen viele mehr Geld für die kürzeren, schnelleren Fähren. Ich bin froh, zahl weniger und kann eine längere Schifftsfahrt genießen.
Würd ich auch so unterschreiben, dass ich gar nix gegen längere Fährfarten hab. Und was den Preis betrifft: Ist zwar schon ein paar Jahre her (2014), aber da haben wir für Hirtshals - Langesund - Hirtshals mit Fjordline 58€ gezahlt, also Hin- und Rückfahrt für 2 Personen inkl. Auto. Für 4,5h Fährfahrt war das schon ordentlich günstig. Eigentlich hatte ich damals ursprünglich die Idee, über Südschweden zurück zu reisen, aber dann fand ich dieses Angebot von Fjordline so gut, dass wir halt dann doch zwei mal dieselbe Fähre genommen haben.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 03.06.2019 - 12:50
von starli
Kurz zur Info, der nächste Teil wird wohl noch ein paar Tage dauern, weil erstens der fotoreichste Tag der Tour, zweitens ich erst noch die Skiberichte des vergangenen WE online stellen will und drittens weil ich die letzten Tage Planungen für die Sommerreise gemacht hab - da werden auch wieder einige Fähren vorkommen ;)

Dynamische Fährpeise hängen sowieso von vielen Umständen ab, je saisonschwacher, desto günstiger (somit die Fährgesellschaft egtl. doppelt verliert); die Zeit wie lang man im Voraus bucht; die Konkurrenzlage vor Ort .. hab mich die letzten Tage genug mit Fährpreisen rumgeschlagen (und bin noch nicht fertig)..

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 13.06.2019 - 20:51
von judyclt
Stellvertretend hier danke dafür, dass du uns quasi mit nach Skandinavien genommen hast. Einfach tolle Berichte und geniale Fotos.

Wie kommt es eigentlich, dass du trotz deiner langen Fahrten so ein (vermeintlich, bin es nie gefahren) eher unkomfortables Auto und dazu noch als Benziner fährst?
Für das gleiche Geld kann man doch auch eine gebrauchte 4matic E-Klasse o.ä. fahren.

Re: Fahrt nach Schweden, 12.+13.4.2019

Verfasst: 13.06.2019 - 23:31
von j-d-s
starli hat geschrieben:
29.05.2019 - 20:49
In DE hab ich übrigens 2x das Super-E10 getankt, lt. meinen Aufzeichnungen spürbar höherer Verbrauch, 0.5-1 l/100km, und das bei 2 Cent Ersparnis, das ist ja kompletter Schmarrn.
Das ist auch meine Erfahrung, deswegen hab ich nur als es neu war E10 ein paar mal getankt und danach nie wieder.

Seltsam finde ich bei E10 immer, dass es das in Österreich E10 offenbar gar nicht gibt (jedenfalls hab ich das da noch nie gesehen), obwohl es ja in der EU ist. In Frankreich wiederum haben Tankstellen normalerweise entweder E10 oder E5, aber sehr selten beides.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 14.06.2019 - 12:35
von starli
judyclt hat geschrieben:
13.06.2019 - 20:51
Wie kommt es eigentlich, dass du trotz deiner langen Fahrten so ein (vermeintlich, bin es nie gefahren) eher unkomfortables Auto und dazu noch als Benziner fährst?
Für das gleiche Geld kann man doch auch eine gebrauchte 4matic E-Klasse o.ä. fahren.
Ufz, wo soll ich da jetzt anfangen.
- Also erstens ist der Ignis nicht unkomfortabel (sondern viel bequemer als mein Fiat Qubo zuvor)
- zweitens braucht er auch nicht mehr Sprit als viele Diesel (und in AT ist Benzin manchmal sogar etwas günstiger als Diesel, in der Schweiz sowieso) - 5,5 l/100km jetzt im Gesamtverbrauch, ohne den 2 Urlauben mit den Skiträgern wär's etwas weniger (vielleicht 5,1)..
- beim Qubo hatte ich bei kalten Temperaturen immer Bangen, dass mir der Diesel sulzig wird
- (ich hasse es, hinter Diesel herzufahren und deren Gestank abzubekommen)
- bei einem Mercedes wäre mein Chef wohl böse - müsste dann eher einen Vovo, Ford oder Kia kaufen
- ich mag es überhaupt nicht, große Autos >4m Länge fahren zu müssen und in meiner Fahrzeugklasse <4m ist dann wichtig, dass es möglichst viel Platz gibt
- und vielleicht mit das wichtigste: warum sollte ich mir um 17.000 € einen viele Jahre alten Gebrauchten mit zig tausend km und ohne Garantie kaufen, wenn ich um das Geld einen Neuwagen mit vmtl. mind der gleichen Ausstattung oder besser bekomme??

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 17.06.2019 - 06:26
von starli
starli hat geschrieben:
14.06.2019 - 12:35
- Also erstens ist der Ignis nicht unkomfortabel (sondern viel bequemer als mein Fiat Qubo zuvor)
.. abgesehen von der fehlenden Automatik, hätte ich noch ergänzen sollen.

Was den Verbrauch angeht - vmtl. durch die Sommerräder ist der Verbrauch momentan um einiges weniger: Bei den letzten 4 Tankfüllungen (mehrere Male Hintertux und das vergangene WE über Brenner-Fedaia-Slowenien-Stallersattel und einigen weiteren Pässen) waren es jeweils nur 4,7 l/100km.

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 27.06.2019 - 09:20
von Lord-of-Ski
Starli hast du auf deinen Nordlandtouren eigentlich mal vor das neue Mattenskigebiet in Kopenhagen auszuprobieren?

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 27.06.2019 - 12:14
von starli
Lord-of-Ski hat geschrieben:
27.06.2019 - 09:20
Starli hast du auf deinen Nordlandtouren eigentlich mal vor das neue Mattenskigebiet in Kopenhagen auszuprobieren?
Logisch, aber vmtl. eher in Kombination mit einer kurzen Süd-Skandinavientour im Sommer/Herbst und Besuch des großen dänischen Tram-Museums und weniger bei einer winterlichen Tour..

Re: Skandinavientour 2019: 12.4.-23.4. / Intro+Rest {SCN2019.01}

Verfasst: 05.07.2019 - 10:35
von jwahl
Moin
Wahnsinns Tour mal wieder. Mittlerweile müsstest Du doch sicher Weltrekordhalter im Besuch von verschiedenen Skigebieten sein oder? Das riecht nach einem Guinness Buch Eintrag ;-)

Aber etwas anderes: Wie entscheidest Du Dich eigentlich für Deine Gebiete? Ich meine, dass es in Schweden ja zahlreiche weitere Kleinstgebiete gibt, die auch etwas näher liegen (aber zum Zeitpunkt dieses Trips wahrscheinlich zu waren). Suchst Du Dir zuerst einen Termin und dann die Gebiete oder was sind Deine Auswahlkriterien? Ich denke da so an Lifte wie in Järabacken in Jönköping, Yxbacken in Norrköping oder auch Vallasen nördlich von Helsingborg?

Jakob