Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

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David93
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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von David93 » 24.09.2018 - 20:28

Finde den Artikel sehr gelungen.
Klar hätte man aus der Story mehr herausholen können, aber dieses Magazin setzt wie man sieht mehr auf kleinere Beiträge und will wohl auch gar nicht so große Reportagen drin haben. Die müssen auch immer schauen dass es nicht an ihrer eigentlichen Zielgruppe vorbeigeht. Das einzige was mich wundert ist, dass die nicht mehr auf das Auto eingegangen sind, als Zeitschrift des Autoherstellers.
starli hat geschrieben:
24.09.2018 - 17:58
Da fällt mir ein, ich könnte morgen mal meine "11-seitige Antwort" posten ;-)
Die würde mich auch sehr interessieren. :D
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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von danimaniac » 25.09.2018 - 09:09

starli hat geschrieben:
24.09.2018 - 17:58
Da fällt mir ein, ich könnte morgen mal meine "11-seitige Antwort" posten ;-)
do it :-D
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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starli
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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von starli » 25.09.2018 - 12:51

David93 hat geschrieben:
24.09.2018 - 20:28
Das einzige was mich wundert ist, dass die nicht mehr auf das Auto eingegangen sind, als Zeitschrift des Autoherstellers.
Ja, das hat mich auch etwas gewundert.

Ok, hier der Fragebogen samt den Antworten - wenigstens dann nicht ganz umsonst alles geschrieben, wenn es hier noch ein paar mehr lesen ;-)
in der Herbstausgabe des Way of Life-Magazins haben wir einen Bericht über Ihre Reise durch Zentralasien geplant. Dafür benötigen wir noch einige Informationen über Ihre Person, Ihre Reiseerlebnisse und Ihre Erfahrungen mit dem Suzuki IGNIS.
Zusätzlich bitten wir Sie, uns Ihre besten Reisefotos mit einer kurzen Beschreibung in hoher Auflösung und ohne Wasserzeichen zu übermitteln (z.B. per WeTransfer oder Dropbox). Die Fotocredits geben wir selbstverständlich an. Super wäre außerdem ein weiteres Foto von Ihnen, auf dem Sie deutlich zu erkennen sind (gerne auch ein Bild, das Sie im Alltag zeigt).
Fotos hab ich ein paar mehr upgeloadet, zum einen, weil ich mich nicht entscheiden konnte und damit Sie aussuchen können, was Ihrer Meinung nach am passendsten ist. Beschreibung und Links am Ende des Dokuments.
Noch ein kleiner Hinweis bevor Sie beginnen: Umso mehr Sie zu jeder Frage antworten, desto interessanter und spannender wird der Artikel über Sie.
(Ich glaube, Sie hätten mir eher sagen sollen, dass ich nicht zu viel schreiben soll :-) Ich fürchte, da werden Sie einiges kürzen müssen.)
1. Verraten Sie uns bitte zuerst einige biografische Details:

Wie alt sind Sie?
43 Jahre
Sind Sie gebürtiger Tiroler?
Nein, ich komme ursprünglich aus Nürnberg (Franken), bin aber aufgrund meiner Liebe zu den Bergen und dem Skifahren 1996, nach dem Abitur und dem Zivildienst, nach Innsbruck gezogen. Nachdem ich 2 Jahre das kaufmännische Kolleg besucht und abgeschlossen habe, bin ich durch eine Mitschülerin zur Firma Autopark gekommen.
Wie lange arbeiten Sie schon im Autopark und welcher Tätigkeit gehen Sie nach?
Seit 1998, also 20 Jahren, arbeite ich mittlerweile im Autopark. Mein Hauptaufgabengebiet ist die EDV / IT, wobei ich auch einen Teil unserer Werbungen mache. Somit ist mein Aufgabengebiet recht breit und interessant.
2. Wie ist Ihre Begeisterung für außergewöhnliche Skigebiete entstanden?
Als Kind der 80er hab ich damals gerne in den Skiatlanten gestöbert und mich schon damals nicht nur für große, sondern auch kleine Skigebiete mit ungewöhnlichen Pistenplänen und Einersesselliften interessiert. Der „Durchbruch“ folgte dann im Jahr 2001/2002 mit einer Internetseite, die sich mit geschlossenen Skigebieten beschäftigte, woraus dann das deutsche Internet-Forum „Alpinforum.com“ entstand. Zudem wurde es mit Digicams nun möglich, günstig und schnell Fotos zu machen und online zu stellen.

Dies, sowie das Internet im Allgemeinen, führte dazu, dass man plötzlich von Skigebieten erfuhr, die nicht in den Skiatlanten enthalten waren. Bilder aus kleinen Zentralschweizer Skigebieten mit zum Teil ungewöhnlichen Liften weckten mein Interesse und ich startete 2004 meine erste Ski-Rundreise. Mein aktueller Reisebegleiter, mit dem ich in den letzten Jahren meine großen Winter-Rundreisen in den Osten machte, zeigte Bilder aus ungewöhnlichen Skigebieten Italiens, die schon damals recht konträr zu dem Großteil der österreichischen Skigebiete waren.

2006 fing ich an, Italien zu erkunden. So ging das in den letzten 12 Jahren europaweit weiter, man tastet sich weiter in Länder vor, die für einen schon aus Sicherheits- und Sprachgründen zuvor ein No-Go waren, da geht’s nach Griechenland halt erst mal mit der Fähre von Italien, bevor man sich dann in die Balkanstaaten wagt und später in die Türkei. Alles mit dem Auto und um dort Ski zu fahren, versteht sich.

Wer nur möglichst viel Kilometer oder Höhenmeter fressen will, ist in Österreich und Frankreich besser aufgehoben. Mit der Zeit hatte ich aber festgestellt, dass mir das nicht mehr ausreicht. Oftmals kann man an einem einzigen Lift in einem kleinen Skigebiet einen halben oder ganzen Tag Spaß haben, wenn die Umstände passen, so manches Riesenskigebiet langweilte mich, wenn sich Lifte und Abfahrten und Panorama alle gleich anfühlen. Das zu erkennen war am Anfang aber schwierig – es begann die Suche nach einer Klärung, woran liegt das, was gefällt mir, was gefällt mir nicht? Welche Skigebiete könnten mir besser gefallen? So begann meine europaweite Suche nach den besonderen Skigebieten, ich liste sie zusammen, suche nach Bildern im Netz, trag sie mir auf Google Earth als Ziel ein, kategorisiere sie nach subjektiver Priorität.

Es ist allerdings auch ein kleiner Teufelskreis, die Suche nach „unbekannten“, nach „altmodischen“, nostalgischen Skigebieten, das Besuchen und Dort-Spaß-Haben facht die Abenteuerlust auf andere Länder weiter an. Es gibt nur sehr wenige Skigebiete, die ich 2 Tage hintereinander besuchen möchte und könnte, ohne dass es mir langweilig wird.

Dazu kommt, dass es auch immer mehr Skigebiete gibt, die geschlossen werden, z.B. aufgrund von Schneemangel oder Konkurs. So hatte ich schon von Anfang an das Augenmerk auf möglichst solche Skigebiete gelegt, die schließungsgefährdet sind – während man „die großen Bekannten“ auch in 10, 20 Jahren noch besuchen kann. Da ich in den vergangenen Jahren aber gemerkt habe, dass mir viele Kleinskigebiete viel sympathischer sind, weiß ich nicht, ob ich so manch großes, mir noch unbekanntes Skigebiet, überhaupt irgendwann mal besuchen möchte. Die dort wesentlich teuren Skipässe waren schon in den letzten Jahren oft ein weiteres Kriterium dagegen.
3. Wann ist ein Skigebiet für Sie besonders reizvoll?
Ich hatte vor einiger Zeit mal versucht, dafür eine Formel zu finden, es ist tatsächlich nicht einfach. Je konträrer ein Skigebiet zu den allgemein üblichen österreichischen „industrialisierten“ Großraum-Skigebieten ist, desto interessanter finde ich das im Allgemeinen. Dazu zählen abwechslungsreiche und möglichst unmodellierte und unbeschneite Abfahrten, da diese den meisten Abfahrtsspaß kosten – das einzige, was man in diesen Skigebieten machen kann, ist „kilometerfressen“ (was aber hin und wieder auch nett sein kann).

Ein weiterer Punkt für mich sind die Liftanlagen, je älter oder ausgefallener, desto besser - moderne Doppelmayr-Anlagen hab ich ja auch daheim, dafür brauch ich nicht um die halbe Welt reisen. Der vielleicht wichtigste Grund für mich ist aber vielleicht die Landschaft bzw. das Panorama. Das kann auch mal ein hochalpines, felsiges Gelände sein, aber am liebsten hab ich eine weite Fernsicht, möglichst mit See- oder Meerblick.

Gerade Panoramamäßig liegt Italien ganz weit vorne. Mittlerweile kenne ich in Italien – übrigens meinem Lieblings-Ski-Land – ca. 170 Skigebiete, von denen ich einige möglichst jedes Jahr besuche. Auch meine Top 2 Skigebiete liegen in Italien: Ätna (2 kleine Skigebiete mit tollem Offpiste-Potential, genialem Meerblick, den vielen Kratern und dem stets rauchenden Ätna) und Frabosa (ein alter, 2 km langer Einersessellift mit 800 hm und Blick über die Po-Ebene und zum Alpenbogen auf der gegenüberliegenden Seite der Ebene).

Auch ein gewisser morbider Flair, halbverfallene Gebäude, stillgelegte Lifte, haben eine gewisse Anziehungskraft auf mich, das ist dann die Würze des Skitags, noch die Historie des Skigebiets zu erkunden. Da ich außerdem lieber bei warmen Temperaturen und weichem Schnee fahre, finde ich per se auch südliche Länder bzw. sonnige Skigebiete reizvoller als kalte, schattige.

Liftanzahl und Pistenkilometer sind mir dagegen egal, wobei kleinere Gebiete meist besser in mein „Zielradar“ passen, auch weil man da weniger Stress hat. Gute finde ich (bei größeren Skigebieten) auch einen breiten Mix aus Seilbahnen und Liften, denn den halben Tag befindet man sich ja darin. Das heißt, neben bequemen Gondel- und Sesselbahnen, die es an jeder Ecke gibt, sind mir mittlerweile auch steile, lange Schlepplifte wichtig, die es leider immer seltener gibt. Auch Höhenmeter sind nicht alles, wichtiger ist mir die gefühlte Höhe, d.h. die Differenz zum Tal beim Panorama.
4. Sind Sie ein begeisterter Skifahrer?
Im Grunde geht’s mir beim Skifahren im Winter und während meiner Skireisen ja nicht nur darum, den Berg auf Skiern hinunter zu fahren, sondern auch um das drum herum. Da ist die Landschaft, das Panorama, die anders aussehenden Lifte und Seilbahnen, die andere Kultur, die anderen Speisen abends im Restaurant.

Ich bin auch begeisterter Sommerskifahrer, wobei hier die Auswahl ja leider immer weniger wird. Skifahren nur um des Abfahrens wegen praktiziere ich eher im Frühjahr/Sommer. So habe ich heuer zum zweiten Mal die Sommersaisonkarte am Hintertuxer Gletscher. Für mich ist die schönste Zeit auf dem Schnee von ca. März (in den tiefergelegenen Skigebieten) bis Juli (auf den Gletschern). Auch bei meinen nicht Ski-bezogenen Sommerreisen versuche ich, hin und wieder ein Stündchen auf Skiern einzulegen. In Großbritannien gibt’s z.B. Mattenskigebiete (in Schottland eines mit Meerblick), die ich auch lieber besuche als Skihallen. Das Gletscherskifahren im Herbst macht dagegen selten Spaß und im Winter geht’s mir dann eher um die Abwechslung, viele verschiedene Skigebiete in vielen Ländern.

Also, um die Frage zu beantworten: Ich bin begeisterter Ganzjahres-Skifahrer. Pro Jahr komme ich auf 100-120 Skitage (in 70-80 verschiedenen Skigebieten im Durchschnitt), mein Rekord (aufgrund einer höheren Anzahl an Nachtskitagen) waren 125 Skitage in einer Saison. Für Skipässe inkl. Saisonkarten gebe ich ca. 2.000,- € p.a. aus.

Mittlerweile hab ich in meinem Leben ca. 580 Skigebiete besucht, von denen es das eine oder andere leider nicht mehr gibt. Von 2004 bis 2018 waren es 560 Skigebiete in folgenden, alle mit dem Auto bereisten Ländern: Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Finnland, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien, Montenegro, Mazedonien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Georgien, Armenien, Russland und Kirgisistan.

Allerdings geht’s mir nicht (mehr) darum, in meinem Leben in möglichst vielen Skigebieten gewesen zu sein – dann wären es schon viel mehr. Skigebiete, die mir uninteressant scheinen, besuche ich nicht (nur um die Gesamtzahl zu erhöhen) – lieber besuche ich die, die mir gefallen, jetzt öfters, denn wer weiß, wie lang es das Skigebiet in der Form, in der es mir jetzt am besten gefällt, noch gibt. Nicht nur, weil das Skigebiet evtl. geschlossen werden könnte, sondern auch weil ein paar neue, moderne Liftanlagen, gepaart mit dem dazu nötigen Infrastrukturausbau (Beschneiung, Pistenbegradigung, Pistenverbeiterung) viel an Flair kostet. Allerdings bin ich natürlich schon auch stolz über diese hohe Anzahl an Skigebieten, denn es wird weltweit wohl nur sehr wenige Skifahrer geben, die aus rein privaten Gründen in über 500 Skigebieten Ski gefahren sind.
5. Welche exotischen Skigebiete haben Sie bereits entdeckt?
Wer nur Skigebiete in Österreich und Südtirol kennt, für den sind bereits die Skigebiete in Frankreich oder im Piemont exotisch, und so war es auch für mich in den ersten Jahren. Überhaupt sind für die jeweiligen Einheimischen die Skigebiete ja gar nicht exotisch, es ist also sehr subjektiv. In unseren Breiten scheint mir bei meinen Erzählungen mit am exotischten zu sein, wenn ich von Skigebieten auf Sizilien (Ätna) in Griechenland oder der Türkei erzähle.

Kurios wird’s dann in so manchem Skigebiet in Rumänien oder Russland, wenn es auf einem Berg keine gemeinsamen Skipässe gibt, und man stattdessen mehrere Skipässe benötigt oder Einzelfahrten zahlen muss, will man alles abfahren. Exotisch ist auch, wenn man mit dem Auto in die Türkei fährt, in Antalya übernachtet und am nächsten Tag im Skigebiet in der Nähe nicht nur einen tollen Firnschnee hat, sondern auch die Muezzin-Rufe hört.

In Anatolien oder Zentralasien werden wir Mitteleuropäer in diesen Skigebieten mindestens genauso exotisch wahrgenommen wie wir diese Skigebiete finden. Die dortigen Einheimischen können uns natürlich selten verstehen, denn für die wären die Alpen das größte, dass sich wohl nur die wenigsten und selten leisten können. Unsereins „flüchtet“ aus den Alpen und erfreut sich an Skigebieten, die sich noch urtümlicher anfühlen. Das Gras ist auf der anderen Seite des Zauns halt immer grüner.

Natürlich weiß ich auch die Alpen zu schätzen, insbesondere Italien und Frankreich im Winter bzw. zum Sommerskifahren, aber genauso gefallen mir auch andere Gebirgszüge – es muss sich allerdings auch anders anfühlen. Ein Skigebiet mit 6er Sesselbahnen von Doppelmayr und modellierten Abfahrten, wie ich es vor der Haustüre habe, muss ich z.B. nicht im tausend Kilometer entfernten Kaukasus besuchen, dann kann ich auch daheim bleiben. Es muss sich schon auch anders anfühlen.

Insofern würde der durchschnittliche Skifahrer hierzulande wohl die meisten der von mir besuchten Skigebiete der letzten Jahren als „exotisch“ einstufen, selbst so manch nostalgisches Skigebiet im nahen Bayern, eine Nennung eines Skigbiets würde mir hier sehr schwer fallen. In Kirgisien waren die Skigebiete aber tatsächlich noch ein Stück weit kurioser. Teilweise gibt es hier regelrecht Museumsskigebiete, in denen alte, ausrangierte Lifte, zumeist aus Frankreich, in den letzten Jahren neu aufgestellt wurden, andererseits uralte Lifte mit teils neuen, "selbstgebastelten" Einersesseln, Flugtellerlifte oder Lifte, wo man den Liftbügel selbst mit runter nehmen muss, weil dieser nicht fix am Lift bleibt.
6. Wie haben Sie sich und Ihren IGNIS für dieses Abenteuer vorbereitet? (z.B. Routenplanung, Umbauten...)
Evtl. erst mal: Warum eigentlich der Suzuki Ignis? Inkl. (eher Ski unabhängigen) Sommerreisen bin ich in den letzten Jahren pro Jahr 40-50.000 km mit dem Auto fast ausschließlich freizeitmäßig unterwegs. Dafür braucht man ein möglichst günstiges und sparsames Auto.

Zuletzt war das ein Fiat Qubo mit Diesel und Automatik, nach einem Ford Fusion mit Diesel und Automatik. Dass ich beim Ignis nun auf Diesel und Automatik verzichten musste, lag einerseits daran, dass ich nach einigen brenzligen Situationen in den letzten Jahren mal einen Allrad haben wollte. Zudem muss man beim Diesel im Winter immer etwas aufpassen, wie kalt es wird, wo man hinfahren will. Aufgrund der höheren Anschaffungs- und zumeist Treibstoffkosten fallen größere Autos für mich zumeist aus, außerdem fühle ich mich in kleinen Autos wohler, zudem möchte ich lieber etwas höher sitzen.

Allerdings sind mir auch technische Ausstattungen wie z.B. Tempomat wichtig. Und um ehrlich zu sein, hatte ich auch schon immer eine Vorliebe für die japanischen Kei-Cars – möglichst viel Platz im Innenraum im Vergleich zu geringen Abmessungen. Beim Ignis traf nun für mich erstmals einiges zusammen, was Sinn gemacht hat: Ein äußerst kompaktes Auto mit viel Platz innen, hochwertige Ausstattung (Flash) mit Allrad und sparsamen Benzinmotor zu einem Preis unter 20.000,- € waren mir diesmal mehr Wert als die Bequemlichkeit einer Automatikschaltung, weshalb ich gleich nachdem wir die ersten Vorführwagen im Dezember 2016 hatten, den Kaufvertrag unterschrieben habe.

Eine gute Vorbereitung waren natürlich einerseits meine bzw. unsere bisherigen Reisen. Nach meinem Spanienurlaub entschloss ich, mir etwas Russisch bei zu bringen (geht mittels Apps und Podcasts am Handy heutzutage gut). Ich empfehle auch jeden, der nach Russland oder in die ehemaligen sowjetischen Staaten will, ein bisschen Russisch samt der kyrillischen Schrift zu lernen. Speisekarten kann man so z.B. recht schnell verstehen. Bereits im Jahr darauf konnte ich es auf unserer Türkei-Reise gebrauchen, da wir recht spontan entschlossen, auch noch Georgien und Armenien mit zu nehmen. Dabei lernten wir auch gewisse Unterschiede bei den Grenzübergängen, sowie anstrengende Straßenverhältnisse (mit mehr Löchern als Asphalt) kennen.

Für das Jahr darauf planten wir bereits die Zentralasienreise, allerdings hatten wir mit dem alten Audi Quattro Diesel meines Begleiters einige Probleme. In Russland hatten wir gleich ein technisches Problem mit dem Generator, danach erfuhren, wir, dass die Durchfahrt durch Kasachstan derzeit wegen Schneestürmen und Temperaturen um und unter -30°C nicht möglich sei. Wir entschlossen, stattdessen in den Kaukasus zu fahren, wo wir in Sochi Temperaturen von +17°C hatten. Da wir anschließend noch Zeit hatten, fuhren wir über Murmansk und Nordskandinavien (fast am Nordkapp) wieder zurück und nahmen ein paar Skigebiete mit – hier war unsere tiefste Temperatur auf dem Weg -39°C. Davor hatten wir in Russland allerdings noch einen doppelten Reifenschaden aufgrund eines Schlaglochs. Zum Glück waren wir mit 8 Reifen/Rädern unterwegs, da wir während der Reise auf Spikeräder wechselten.

Auch in der kasachischen Steppe können solche Temperaturen auftreten, somit wollte ich beispielsweise die Motorkühlerflüssigkeit auf Temperaturen unter -40° vorbereiten und nahm auch eine Ersatzbatterie mit, die ich bei zu kalten Temperaturen abends leichter ins Hotelzimmer mitnehmen könnte. Ein weiterer Aspekt war eine gewisse Notfallausrüstung, die man in Kasachstan im Winter dabei haben sollte, falls man bei derartigen Temperaturen in einen Schneesturm kommt und einige Zeit lang im Auto ausharren muss. Dabei konnten wir von den Vorbereitungen meines Begleiters von der vorherigen Reise aufbauen.

Fest stand außerdem, dass wir, sobald es nötig ist, wieder mit Spikes fahren wollten, d.h. ich musste im Ignis Platz für 4 Räder schaffen. Das war zum Glück gar kein Problem, denn die verschiebbaren Rücksitze ließen sich leicht ausbauen und 2 Reifen hatten dort problemlos nebeneinander Platz. Einzig unsere Skier würden mit unserem ganzen Gepäck und aufgrund der kurzen Länge des Ignis nicht mehr innen transportiert werden können – weshalb ich also zusätzlich zu den Spikerädern (Continental IceContact 2) noch den Suzuki Dachträger plus Skiträger kaufen musste.

Dank des Internets findet man heutzutage fast alle Skigebiete (sofern man in der jeweiligen Landessprache sucht), die entsprechenden Online-Routenplaner ergaben dann eine grobe Planung und dank offline-Karten am Tablet bzw. Handy kann man heutzutage unterwegs problemlos seine Ziele finden.

Eine wichtige Informationsquelle für den zentralasiatischen Raum war für uns auch caravanistan.com, wo man sich gut über aktuelle Straßenzustände und besondere Grenzformalitäten informieren kann und natürlich auch die generellen Länder-Informationsseiten von ÖAMTC etc. Weiters hatten wir uns für Russland und Usbekistan ein Visum besorgen müssen – für Kasachstan und Kirgisistan war dies nicht nötig.
7. Hatten Sie einen Reisebegleiter? Wenn ja, um wen handelt es sich dabei?
Bei meinem Begleiter handelt es sich um jemand, von dem ich bereits ab ca. 2005 Reiseberichte aus für mich damals noch exotischen Skigebieten Italiens im Internet gelesen hatte. In den letzten Jahren hatten wir einige Ski-Safaris bereits zumindest abschnittsweise zusammen gemacht. Allerdings möchte er namentlich nicht genannt werden.
Ich habe an sich kein Problem bei meinen vielen anderen Reisen alleine zu fahren, aber in russischen bzw. ex-sowjetischen Ländern fühle ich mich zu Zweit etwas wohler im Hinblick auf Grenzübergänge oder bei Autopannen. Zudem konnten wir dadurch einige Nächte ohne Hotelaufenthalt abwechselnd durchfahren.
8. Können Sie uns bitte Ihre Reise genauer beschreiben? (Zeitraum, Route, besondere Ziele)
Für mich ging die Reise vom 23.12. bis 15.1.2018, wobei ich meinen Begleiter erst am 25.12. in Norddeutschland abholen konnte. Danach ging es über Polen, Litauen und Lettland nach Russland, weil die Strecken über Weißrussland bzw. Ukraine auch etwas heikel sind. Einer der für mich nervigsten Abschnitte ist immer der Großraum Moskau. Einerseits hat man bei Großstädten generell immer mehr Verkehr. Im Falle von Russland bedeuten Großstädte aber auch meist schlechtere Straßenverhältnisse (mehr Schlaglöcher) und der Großraum Moskau ist einfach riesig.

Weiter ging es nach Kasachstan und durch die kasachische Steppe, mit einem kleinen Abstecher in Aral zum ehemaligen Aralsee-Hafen. Auch an Baikonur kamen wir vorbei, wobei man da ohne vorherige Genehmigungen nicht viel sehen kann, einen Raketenstart gab es gerade leider keinen. Generell hatten wir Glück, dass das Wetter gut war und – aus fahrerischer Sicht – Glück, dass zu der Jahreszeit heuer generell ungewöhnlich wenig Schnee und vergleichsweise warmes Wetter herrschte, sowohl in Russland, wie auch in Kasachstan und Kirgisien, auch wenn das ansonsten den Abenteuer-Faktor natürlich erhöht hätte.

Auf der Rückfahrt hatten wir leichten Schneefall und Wind und gemerkt, dass sich das wohl recht schnell unangenehm anhäufen kann. Der Zeitraum für die Reise war durchaus auch so gewählt, dass wir nicht in der schneereichsten Zeit unterwegs sein wollten, aber auch später im Frühjahr kann es durch tiefen Schneematsch unangenehm sein. Usbekistan, wo wir auch hätten Ski fahren wollen, hatten wir am Grenzübergang gecancelt und sind dann wie geplant nach Kirgisien, wo wir nach 7 Tagen im Auto dann endlich unseren ersten Skitag einlegen konnten, wobei wir zuvor noch ein bisschen durch die Berge und einen 3.330m hohen Pass gefahren sind.

Da die Mehrzahl der kirgisischen Skigebiete um die Hauptstadt Bishkek verteilt sind, suchten wir uns ein Hotel am Stadtrand, wo wir einige Nächte blieben. Wir haben auch das östlichste Skigebiet Kirgisiens besucht, hier waren wir nur noch 91 km Luftlinie von China entfernt. Die Gesamtstrecke war ca. 16.000 km, was einen Tagesschnitt von ca. 666 km ergibt (was aber für mich auf meinen Reisen nicht mehr so exorbitant ist). Unsere maximale Luftlinienentfernung war 5.280 km (Vom Nordkapp nach Südspanien sind’s übrigens nur 4.300km).

Gründe, warum wir überhaupt mit dem Auto gefahren sind, gab es einige – zum einen, um die Distanz zu erleben, zum anderen wollten wir auch einmal durch die kasachische Steppe im Winter fahren. Zum dritten ist man mit dem eigenen Auto flexibler, was Ziele und Grenzübergänge angeht, die mit Mietwagen oftmals nicht möglich sind. Schlussendlich sind wir – außer auf der etwas verfrühten Rückfahrt später im Ural, also in Russland – nur in Kirgisien Ski gefahren und ich denke, dass wir das nächste Mal im Falle von Kirgisien eher das Flugzeug nehmen, insb. weil die Skigebiete recht nah an Bischkek liegen und man auf der langen Reise durch Russland wenig (sinnvolle) Skigebiete hat. Das wäre z.B. bei einer Fahrt über den Balkan und die Türkei nach Georgien oder in den Iran ganz anders.

Ich hab aktuell noch ein kleines Ignis-zentriertes Best-Of-Video zusammengeschnitten, den Link können Sie gerne im Magazin bringen:
https://youtu.be/fVM3YdivS-g

9. Was war Ihr absolutes Highlight während Ihrer Reise?
Einerseits war es natürlich der Suzuki Ignis, der die Reise ohne Probleme überstanden hat und alle Straßen und Wege bewältigt hat, auch wenn sie wohl nicht so extrem waren, wie in manch anderen Jahren zu dieser Jahreszeit. Die Highlights auf der Fahrt war einmal in Kasachstan, als Kamele die Straße überquerten (da merkt man dann, dass man nicht mehr daheim ist), sowie der 3330m hohe Pass in Kirgisistan.

Skifahrerisch gab es mehrere Highlights, nebst „selbstgebauten“ Einersesselliften und altertümlichen Liften, wo man den Liftbügel samt Strick selbst mit runter nimmt (anstatt dass er mit dem Lift runter fährt) war es aber insbesondere der von uns später so genannte „Flugtellerlift“. Der starte erst wie ein normaler Tellerlift, allerdings sind die Stützen so hoch bzw. die Liftspur zu niedrig, so dass man abschnittsweise in der Luft bzw. weiter oben sogar über die Straße schwebt. Natürlich ist der Holzteller etwas stabiler gebaut und an einer Stange festgeschraubt, allerdings nicht immer gegen Verdrehen gesichert und so war das für uns doch eine unserer kuriosesten und nettesten Lift-Erlebnisse auf unserer Reise.

Das ist einfach so erfrischend, wenn man dort einen kleinen, einheimischen Jungen sieht, der alleine unterwegs auf dem Lift meterhoch über die Straße schwebt, während es in unseren Breiten immer mehr und mehr Sessellifte mit Zwangsverriegelung der Schließbügel gibt. (Ein kleines Highlight für mich ist auch immer die russische Küche, die mir sehr gut schmeckt, und die man auch in Kasachstan und Kirgisistan findet.)

10. Haben Sie auch skurrile Situationen erlebt? Wenn ja, welche?
Eigentlich hätten wir ja auch nach Usbekistan wollen. Von den Grenzen liest man ja einige Horrorgeschichten – stundenlange Wartezeiten, Grenzer, die alle Dateien auf Computer + Speicherkarten kontrollieren .. Trotzdem wollten wir’s versuchen, hatten ja auch das Visum und fuhren zur Kasachisch-Usbekischen Grenze. Dort waren hunderte Menschen und Autos schon ein paar hundert Meter davor, aber auch direkt an der Grenze, viele wollten uns (was wohl illegal wäre) Geld wechseln, wedelten mit Zollformularen, rissen unsere Türen auf, dazu war die Fahrspur mit schweren Toren und Schlössern verschlossen. Und das war jetzt nur die Ausreise aus Kasachstan, wie mag es da dann erst in Usbekistan sein!? Wir standen einige Zeit und drehten um und wollen das evtl. ein ander Mal mittels Flug versuchen.

Eine andere Sache sind die (korrupten) Polizisten in diesen Ländern, die einen bei sinnlosen Geschwindigkeitslimits anhalten und ihre Radar/Lasermessung so eingestellt haben, dass sie entweder mehr anzeigen oder schon weit vor dem Limit messen. Oder es gibt gerade kein Limit und sie zocken die ahnungslosen Touristen einfach so ab und behaupten, da hätte es eines gegeben. Beim ersten Mal hatte ich da leider viel zu viel bezahlt (weil Feiertage und anstehender Grenzübergang), beim zweiten Mal war’s günstig genug, dass ich nicht lang rumdiskutieren wollte, aber beim dritten Mal war ich mir sicher, die Geschwindigkeitsbegrenzung eingehalten zu haben und hatte gelacht, als sie mir meine angebliche Geschwindigkeit auf ihrem Display gezeigt hatten. Sie ließen mich dann gehen und lasen uns aufgeheitert noch eine witzige englische Übersetzung in ihrem Wörterbuch vor..

Generell sind auch Grenzübergänge in diesen Ländern immer etwas skuriler. Schlechtere Straßenzustände und ein immer wieder etwas anderes Prozedere. Gleich beim ersten Grenzübergang nach Russland: Wir mussten am Anfang den Migrationszettel ausfüllen, durften aber nicht ins Gebäude rein. Und hatten keinen (funktionierenden) Stift dabei. Nach längerer Suche unsererseits hat uns die rigorose Zöllnerin ihren Stift für ein paar Minuten überlassen. Wenig später beim Zöllner mussten wir den Zollzettel ausfüllen – ebenfalls in der Kälte und mit einem vom Zöllner geliehenen Stift. Kaum war ich fertig mit ausfüllen, erzählte der Zöllner, seine Arbeit wäre nun beendet und er würde uns nicht mehr bearbeiten. Zu einer anderen Spur ließ uns die rigorose Zöllnerin nicht und mit meinem bisschen Russisch verstand ich recht wenig. Es dauerte noch eine halbe Stunde, bis der Zöllner seine Schicht endgültig beendet hatte, er schrieb noch eine lange handschriftliche Notiz für seinen Kollegen und fuhr sein altes Windows XP runter. Danach dauerte es noch einige Zeit bis der neue Zöllner endlich kam und wir einreisen durften. Aber immerhin mussten wir nicht unser ganzes Auto ausladen (wie auf unserer ersten Russlandreise bei jeder Grenze).

Auf einer russischen Tankstelle hat man Zubehör für Autofahrer verkauft, an einem Ständer hing ein großes Klappmesser, das explizit für den städtischen Autofahrer angepriesen wurde. Wie dann wohl das Klappmesser für den ländlichen Autofahrer aussehen würde?

In Russland sind wir auf der Suche nach einem Hotel in Samara nachts auf recht schmale Seitenstraßen abgebogen, wo so tiefer Schneematsch lag, dass wir den Schnee öfters unten am Auto gefühlt haben. Irgendwann war die Straße zu Ende und ich musste ein schönes Stück rückwärts fahren, bevor ich wenden konnte. In Folge fuhren wir noch einige Hotels sinnlos an, bis wir auf der Karte am Tablet „ibis“ lasen – wo wir, nachdem wir bereits 2 Nächte durchgefahren sind, nach 3 Uhr ankamen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf die Suche, wo wir die Spikeräder montieren lassen könnten. In Russland gibt’s häufig an jeder Ecke einen Reifenmontageservice, aber da wir das Auto komplett ausräumen mussten, wollten wir das in einer Halle machen – schlussendlich landeten wir beim Lada-Händler, wo wir noch dazu viel weniger zahlen mussten als bei einem kleinen Reifenmontageservice, den wir zuvor angefahren hatten. (Genauer gesagt kostete das Räderumstecken lediglich ca. 4,- € + ca. 2,30 € für das Wechseln einer Sicherung (bei einem Stundensatz von ca. 11-12 €.). Die Sicherung vom 12V-Anschluss ging nämlich über die Weihnachtsfeiertage kaputt, wobei ich da tatsächlich meinen Zugang zum Suzuki-Werkstatthandbuch gebraucht hatte, um überhaupt erst mal die Lage des Sicherungskastens zu finden und dann auch noch die richtige Sicherung, auch das ist im Betriebshandbuch nicht ausreichend beschrieben. Nachdem die Sicherung aber anders aussah, als die, die man in der Tankstelle kaufen konnte, wollte ich das doch einer Werkstatt überlassen..)

Nach dem ersten Skitag in Kirgisistan fuhren wir nach Bishkek, wo uns ein dermaßen dichter Nebel/Smog erwartete, dass man teilweise nicht mal die Straße vor den Autoscheinwerfern sah. Trotzdem überholen die Kleinbusse (Marschrutka), als gäbe es kein Morgen. Einige dieser für uns halsbrecherischen Manöver hab ich auf meinen Dashcam-Videos zusammengeschnitten.

Eine weitere lustig-skurrile Sache war, dass ich bei Betreten von Restaurants in Kirgisistan im ersten Moment immer meinte, es wäre ein chinesisches Restaurant – was aber falsch war, weil die Kirgisen eben schon fast wie Chinesen aussehen.

Skurril war auch das Parken im Skigebiet Karakol – aufgrund Platzmangels werden die Autos in mehreren Reihen geparkt und man muss mit dem Fahrer vor/hinter einem die Mobiltelefonnummern austauschen.

Ungewöhnlich fand ich auch die 3-Som-Münze in Kirgisien, da ich bisher keine Währung hatte, wo es eine Münze mit einem Wert von 3 gegeben hätte.

Öffentliche WCs, inkl. Cafés, sind in Kasachstan und Kirgistan ausschließlich zum stehen/hocken. Gut, man ist ja solche WCs aus Italien gewohnt, allerdings sind sie hier tatsächlich noch häufiger anzutreffen, denn wie gesagt auch Cafés (d.h. normale Restaurants) haben nur Steh-WCs, meist abseits in einem eigenen Gebäude. Wobei die italienische Version, also mit Porzellan und WC-Papier, schon die Luxusversion in diesen Ländern ist. An Tankstellen und in Skigebieten ist das dann eher ein Holz- oder Metallverschlag mit nur einem rechteckigen oder runden Loch im Holz- oder Betonboden. Mit Glück gibt’s auch Toilettenpapier. Fließendes Wasser zum Händewaschen etc. gibt’s in den zuletzt genannten Anlagen aber nie. Als wir auf der Rückfahrt in den russischen Skigebieten und Cafés wieder Sitz-WCs mit Wasser hatten, kam uns das richtig luxuriös vor.
11. Wie hat sich der IGNIS auf der langen Fahrt geschlagen?
Im Prinzip sehr gut. Dank Allrad und Spikereifen kamen wir überall problemlos hin. Durch die volle Beladung war es bei einigen Straßen allerdings etwas schaukeliger und die Bodenfreiheit hat dadurch auch etwas abgenommen. Durch Beladung und Skiträger war der Verbrauch etwas höher als üblich, der Durchschnitt der Reise war ca. 6,3 l / 100 km im Vergleich zu meinen ca. 5,3 l / 100 km davor und danach. Man sitzt meines Erachtens sehr bequem im Ignis und hat eine gute Sicht, auch halfen die hellen LED-Scheinwerfer nachts beim Aufspüren von Schlaglöchern. Die geringe Breite und Länge, sowie die Wendigkeit, waren natürlich auch immer mal wieder von Vorteil. Ein Nachteil ist der kleine 30l-Tank, wobei selbst in Kasachstan die Tankstellendichte ausreichend war. Zudem hatten wir einen 20l-Kanister dabei.

Bis zum Start dieser Reise bin ich ja bereits 22.000 km im Ignis gefahren, bzw. zwischen Anfang Jänner und Mitte April 2017 16.000 km, u.a. war ich da schon am Ätna. D.h. ich hatte die Langstreckentauglichkeit des Ignis schon letztes Jahr getestet und war soweit und insb. im Vergleich zum Fiat Qubo sehr zufrieden. Mit Ende April 2018 hatte ich nun 50.000 km auf dem Zähler, und das, obwohl ich letztes Jahr zwischenzeitlich den ganzen Sommer mit meinem alten Fiat Qubo unterwegs war. Leider bietet Suzuki in Russland den Ignis nicht an, was im Falle eines Unfalles oder technischen Gebrechens also durchaus hätte problematisch werden können.

Ansonsten, allgemein gesagt, was lange Fahrten angeht, hab ich einen Tipp dafür: Noch längere Hörbücher mitnehmen. 20, 30 oder sogar über 50 Stunden haben einige der Hörbücher, die ich mir in den letzten Jahren gekauft hatte. Da kann man dann auch mal 16 Stunden am Tag im Auto sitzen und durch landschaftlich langweiligere Gegenden fahren, ohne dass es einem langweilig wird.
12. In welchen Situationen war der ALLGRIP AUTO Allradantrieb besonders hilfreich?
Es gab vielerorts Eis und festgefahrenen Schnee auf der Fahrbahn, die Zufahrt in die Skigebiete ist meist ungeräumt. Wir sahen da ein paar 2WDs, vielleicht auch mit schlechten Winterreifen, die die Straße dann nicht weiter gekommen sind. Dank Allradantrieb und der (neuen) Spikereifen fuhr sich das alles im Ignis wie auf einer geteerten Straße, es war keinerlei Rutschen zu spüren. Das macht dann schon Spaß. Ketten mussten wir jedenfalls keine anlegen.
13. Wohin geht Ihre nächste Reise? Und werden Sie dann wieder mit Ihrem IGNIS unterwegs sein?
Auf kurzen Reisen bin ich im Winter häufiger, also über ein verlängertes Wochenende 3-4 Tage ins Piemont oder nach Frankreich, das hatte ich nach dieser Zentralasienreise mehrmals gemacht. Anfang Juni war ich für 3 Sommerskitage in Norwegen, d.h. 5,5 Tage unterwegs und ca. 5.200 km gefahren, das war schon grenzwertig. Im September wird’s zum Nicht-Skifahren nach Großbritannien und auf die Isle of Man gehen.

Bisher war ich im Sommer noch mit meinem alten Auto (Fiat Qubo) unterwegs, da ich dort ein Bettgestell eingebaut hatte, nachdem ich auf meinen Sommerreisen lieber im Auto schlafe (man ist unabhäniger). Mit diesen Sommer ist der Qubo stillgelegt (weil das Fahren mit dem Ignis mehr Spaß macht, und weil der Qubo mit seinen 230.000km vielleicht nicht mehr so zuverlässig ist), somit werde ich nun meinen Ignis etwas "sommerreisengeeignet" machen. Wenn der rechte Rücksitz ausgebaut ist, kann man den Beifahrersitz flach nach hinten legen und somit recht problemlos eine Schaumstoffmatratze drauf legen (die alte aus meinem Qubo passt genau). Die ersten Tests schauen vielversprechend aus und durch die vergleichsweise noch relativ große Höhe innen (wenn auch kleiner als im Qubo), scheint das gar nicht so unbequem, wie man zuerst denken möchte. Sogar die Ski zum Sommerskifahren passen unter Bett+Sitz! Allerdings wird der restliche Platz natürlich alles etwas enger sein im Vergleich zum Qubo, aber das wird schon irgendwie gehen, so häufig brauch ich das im Sommer ja auch nicht.

Was die Winterreisen angeht, gibt es aktuell noch keine genauen Planungen. So richtige Planungen muss ich eh nur dann machen, wenn ich in Länder fahre, wo man ein Visum benötigt. Eine Reise zum Ätna, in die Pyrenäen oder nach Griechenland oder in die Türkei würde ich jederzeit gerne machen, das kann dann auch mal relativ kurzfristig je nach Schneehöhen und Wettervorhersagen sein und kann sogar während einer Reise angepasst werden, da ich selten ein Hotel mehr als 1 Tag in Voraus buche. Ansonsten würde ich gerne mal die schottischen Winterskigebiete besuchen, auch Norwegen ist trotz der Kälte, aber nun wegen dem vorhandenen Allrad samt Spikerädern wieder auf der Liste. Die kirgisischen Skigebiete, sowie die Skigebiete in Kasachstan, im Kaukasus und Sibirien wären ebenfalls (z.T: wieder) ein gewünschtes Ziel. Eines meiner liebsten Ziele wären allerdings die Skigebiete im Iran – ob jetzt mit eigenem Auto oder mit Flieger + Mietwagen, das kommt etwas auf die zur Verfügung stehende Zeit an. Leider muss man in vielen (östlichen) Ländern auch immer öfters die politische Situation beobachten und das scheint sich in den letzten Jahren ja leider alles zu verschlimmern. Ein anderes Ziel, dann allerdings ohne Ignis, wären die Skigebiete in Südamerika, also Chile und Argentinien.
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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von danimaniac » 25.09.2018 - 14:06

Cool, Danke.

Ich finde, dass diese vielen Informationen nochmal einen ganz anderen Einblick in deine Art und Weise zu reisen gewährt.
Wirklich interessant.
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von j-d-s » 25.09.2018 - 22:45

Ad Iran: Da braucht man ein Carnet de Passage, wofür du beim ADAC/ÖAMTC dann 5.000 Euro (bei Autowert bis 7.500 Euro) bzw. 10.000 Euro (bei Autowert bis 15.000 Euro) Kaution bezahlen musst...
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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von Mirko » 26.09.2018 - 08:00

Danke für den zusätzlichen und interessanten Einblick!

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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von Amboss1981 » 26.09.2018 - 11:19

Von mir auch ein Danke für diesen zusätzlichen Einblick über eure Reise und deine Reisetätigkeit, Passion für Skifahren, Reisen etc... allgemein.

Auch danke für die Verlinkung des Artikels im Suzuki-Magazin. Hat mich überrascht, wie wenig die Rede vom Fahrzeug war. Die waren wohl von deinen Antworten, von deinen Reisen etc... so fasziniert, dass das Auto wohl gar nicht mehr so spannend war :D :D

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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von starli » 26.09.2018 - 12:33

j-d-s hat geschrieben:
25.09.2018 - 22:45
Ad Iran: Da braucht man ein Carnet de Passage, wofür du beim ADAC/ÖAMTC dann 5.000 Euro (bei Autowert bis 7.500 Euro) bzw. 10.000 Euro (bei Autowert bis 15.000 Euro) Kaution bezahlen musst...
Ja, das ist einer der Punkte, der für die Flug+Mietvariante spricht. Der andere, dass auf dem Weg dorthin zu viel interessante Skigebiete lägen :) (Das Problem, dass man im Iran als Tourist keinen Diesel bekommen soll, hat sich ja mittlerweile durch den Fahrzeugwechsel erübrigt.)

Allerdings dürfte der Iran momentan aus politisch-sicherheitstechnischen Angelegenheiten für Trincerone eher kein sonderlich wünschenswertes Ziel sein..
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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von j-d-s » 27.09.2018 - 07:40

Arbeitet er bei einer US-Firma oder so? Weil die Europäer stellen sich ja auf die Seite des Iran.

Die Türkei fände ich persönlich ja gefährlicher, weil man nie weiß, was den Erdo so treibt und ob er nicht mal ein paar Deutsche Gefangene als Druckmittel gegen die Bundesregierung oder um sich politisch zu profilieren braucht.
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Re: Zentralasien, 23.12.2017-15.1.2018 / Überblick + Best-Of + NichtSkiTage

Beitrag von starli » 27.09.2018 - 12:18

Das mit der Türkei sieht er meines Wissens ebenso wie du ..
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