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***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 28.02.20 Anreise Goderdzi + Batumi

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Arlbergfan
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***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 28.02.20 Anreise Goderdzi + Batumi

Beitrag von Arlbergfan » 20.02.2020 - 21:16

Morgen geht es also los - das Abenteuer Georgien. Die Idee, dorthin zu fahren, schwirrt schon länger in meinem Kopf herum. Mich reizt es generell in Gebiete zu fahren, die touristisch jetzt noch nicht so extrem erschlossen sind. Ich wollte aber auch nicht (wie damals das erste Mal Japan), von einem Reiseanbieter abhängig sein, um dann am Ende mich mit Personen rumzuschlagen, die es sich halt wegen des Geldes leisten können, mal ein kontrolliertes Abenteuer zu begehen. Über das Forum lernte ich Felix kennen, der mich in den letzten Jahren desöfteren in Lech besucht hat. Vergangenen Winter diskutierten wir an Krone Bar über die Idee und siehe da - sie wird Realität - es geht also tatsächlich nach Georgien!

Wir haben die ganze Geschichte dann vor Weihnachten geplant. Gudauri haben wir auf Grund der Bekanntheit rechts (orographisch gesehen) liegen gelassen, das ist ja praktisch schon abgegrast. Das noch recht neue, aber auch recht hochalpine "Tednuldi" im hohen Kaukasus und der doch echt freakige "Goderzdi Pass" haben es uns angetan. Meine Erwartungshaltung ist relativ gering, für mich ist es eine Erkundungsreise. Alles kann, nichts muss. Wenn das Wetter "schlecht" ist, werden wir uns im Wald herumtreiben, wenn es gut ist, werden wir versuchen mit einem Local Guide ins Gelände zu gehen. Und wenn alles schief läuft, mein Gott, dann kostet es kein Haus. Anders als die Reisen nach Japan ist der Preis für Georgien doch recht erschwinglich. Der Direktflug von Memmingen nach Kutaissi kostet 350 Euro (mit Skigepäck). Die Hotels und die Skipässe sind günstig. Es wird also schon passen.

So sieht der Pan aus:
18:00 Uhr Flug von Memmingen nach Kutaissi
0:55 Ankunft lokale Ortszeit - Taxi nach Mestia
-26.02. Mestia - Tednuldi
26.02. Taxi nach Goderdzi Pass
-02.03. Goderdzi Pass
02.03. Rückflug Kutaissi - Memmingen

Bild

Unser Fokus liegt, wie schon gesagt auf pures Skifahren. Das kann eine Skitour sein, das kann ein Tag im Gebiet sein, und wenn Flory Kern 2 Ausfälle beim Heliskiing hat, sage ich auch nicht nein. Wie gesagt - alles kann, nichts muss!
Gebucht wurde übrigens alles mehr oder weniger über Whatsapp. Das ist schon eine komische Entwicklung. Auf Mails haben wir nie eine Antwort erhalten - es ging nur mit persönlichen Kontakten. Ganz besonders toll ist die Kommunikation mit Facebook Messenger. Ich hoffe, da steht dann wirklich jemand um 1 Uhr Samstag Nacht am Flughafen!

Bild

Gerade habe ich mal wieder alles zamgestellt - jetzt muss nur noch alles in den Koffer... :roll:

Bild

Ich werde in versuchen, in den ganzen Tagen etwas zu berichten. Ihr könnt dem ganzen Abenteuer auf Facebook auf der Alpinforum Seite folgen, oder ganz privat mir auf Instagram beim Powderhuntr! Anschließend gibt es hier natürlich einen ausführlichen Bericht.

Möge der Schnee mit uns sein! :twisted:
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von Buckelpistenfan » 20.02.2020 - 22:57

Viel Glück und gute Verhältnisse! Ich freue mich schon auf den Bericht.

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von oli » 21.02.2020 - 18:05

Ich bin auch "dran" und freu mich auf Eure Berichte...
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Dez: Opening in SFL________________Dez: Bad Kleinkirchheim
Jan: Gruppentour La Villa____________Mrz: Herrentour Kirchberg
März: Familie Grödnertal_____________Mai: Saisonabschluss im Stubai

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von Frans » 21.02.2020 - 22:26

Tetnuldi war absolut genial, wir sind da am 07.01.2017 (georgischen Weihnachtstag) als einer der ersten europäischen Touristen rumgefahren, als das Skigebiet bis auf die erste Sektion (welche in Februar 2016 schon öffnete) brandneu war. Zu meiner Schande muss ich gestehen, mein Bericht damals nie fertig geschrieben zu haben... :( Vielleicht wird das hiermit nochmal eine Motivation es zusammengefasst nachzuholen, denn das war damals eine echte Premiere. Mittlerweile scheint das Gebiet unter Freeridern ziemlich beliebt geworden zu sein. Vergesse auch nicht ein Blick auf Hatsvali zu werfen. Ganz nett, mittlerweile auch mit ein Zubringer KSB von Mestia aus verbunden. In 2017 mussten wir selber noch hochfahren.

Das Goderzdigebiet haben wir damals links liegen gelassen, weil es laut unseren Geogischen Kontakt relativ uninteressant war. Zumindest in 2017. Zudem ist die Strasse von Goderzdi nach Achalziche wohl extrem schlecht und entsprechend abentuerlich. Bin da sehr gespannt auf eure Erfahrungen.

Interessant, dass doch viele jetzt nach Georgien fliegen. Die WizzAir-Flüge waren bei uns auch noch völlig neu und wir waren bei Ankunft und späteren Abflug in Kutaissi auch die einzigsten, die mit Skigepäck am Flughafen standen. Diese etwas interessante Kommunikation hatten wir damals ähnlich auch mit unseren Autovermieter. Tatsächlich war er pünktlich da und wartete schon auf uns im kleinen Ankunftbereich. Aber gut, autofahren in Georgien ist ein Kapitel für sich, da habt ihr jetzt keinen Stress. :wink:

Persönlich werde ich bald auch wieder in Georgien sein, allerdings werden wir auch Aserbaidschan und Armenien einen Besuch abstatten. Möglicherweise fahren wir diesmal nicht nach Mestia, sondern kürzen es über dem Luftweg ab um Zeit für Armenien zu sparen. Sowohl ab Tiflis als Kutaissi gibt es Linienflüge nach Mestia, allerdings nur bei Sichtflugverhältnisse. Vielleicht fliege ich auch selber, bin grad noch am verhandeln ob ich eine Cessna mieten kann.
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von freeriderin » 21.02.2020 - 23:55

Gute Reise & viel Spaß!
Sind ab morgen in Bakhmaro, ich wink mal rüber zum Goderdzipass 8)

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von beatle » 22.02.2020 - 16:26

Viel Spaß! Coole Region, tolles Land. Alles easy!
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16/17: 17 u. A. Lech-Zürs 19.-21.4.
15/16: 28 u. A. Skitouren Allalingletscher, Saas Fee, Gulmarg mit Heliski und Nordstau I, Nordstau II 100cm, Respekt.
14/15: 27 u. A. Japan, Arlberg, Stuben-Lech-Zürs.
13/14: 33 u. A. Sonnenkopf, St. Moritz, Canada Road Trip, Vialattea, Serre Chevalier, La Forêt Blanche. 12/13: 38 u. A. Kitzsteinhorn Mai, Utah, Kössen 11/12: 25 10/11: 19 u. A. Colorado Road Trip 09/10: 17 08/09: 29

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von Arlbergfan » 25.02.2020 - 13:31

Kurzes Update aus Georgien:
Nachdem wir gleich bei unserem Anreistag bestes Wetter mit Blick auf alle hohen Kaukasus Gipfeln hatten, war das Wetter die nächsten 3 Tage eher durchwachsen. Wir waren bisher 2x in Hatsvali fahren und 2x am Tednuldi. Die Straße dort hoch ist der Wahnsinn...schlechter gehts ja fast nicht.
Aufgrund der beiden angekündigten Schönwettertagen, haben wir hier in Mestia um 2 Tage verlängert und werden erst am Freitag quer durchs Land zum Goderdzi Pass fahren. Für morgen haben wir einen Guide, der mit uns hoffentlich die Abfahrt nach Adishi macht. Am Donnerstag wollen wir dann noch nach Ushguli. Wir sind gespannt auf die beiden Tagen - die Landschaft ist einfach beeindruckend!
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von Highlander » 25.02.2020 - 16:38

noch viel Spaß und hoffentlich einigen Pulverschnee dort... :biggrin:
Ein Bekannter war dort schon einmal zum Heliskiing, und die Landschaft muss beeindruckend sein ...
er hatte dort etwa 2 Meter Schneehöhe... :biggrin:
Aber wenn ich auf die offizielle Schneehöhe der Skigebiete schaue, liegt dort leider gerade bei weitem nicht so viel..
Stimmen diese Daten ? zum Beispiel meldet Gudauri nur zwischen 50 und 60 cm...

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von starli » 28.02.2020 - 12:46

Arlbergfan hat geschrieben:
25.02.2020 - 13:31
2x am Tednuldi. Die Straße dort hoch ist der Wahnsinn...schlechter gehts ja fast nicht.
Liegt so viel Schnee auf der Straße wie letztes Jahr, wo Trinc+Ich da raufgefahren sind? Oder kein Schnee + deshalb ggf. schlechter?
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von beatle » 01.03.2020 - 13:50

Arlbergfan hat geschrieben:
25.02.2020 - 13:31
Kurzes Update aus Georgien:
Nachdem wir gleich bei unserem Anreistag bestes Wetter mit Blick auf alle hohen Kaukasus Gipfeln hatten, war das Wetter die nächsten 3 Tage eher durchwachsen. Wir waren bisher 2x in Hatsvali fahren und 2x am Tednuldi. Die Straße dort hoch ist der Wahnsinn...schlechter gehts ja fast nicht.
Aufgrund der beiden angekündigten Schönwettertagen, haben wir hier in Mestia um 2 Tage verlängert und werden erst am Freitag quer durchs Land zum Goderdzi Pass fahren. Für morgen haben wir einen Guide, der mit uns hoffentlich die Abfahrt nach Adishi macht. Am Donnerstag wollen wir dann noch nach Ushguli. Wir sind gespannt auf die beiden Tagen - die Landschaft ist einfach beeindruckend!
Sehr cool, Ushguli Bericht bin ich schon gespannt, das verpassten wir damals leider aus Zeitgründen!
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 21./22.02.20 - Ankunft im Nirgendwo - Mestia

Beitrag von Arlbergfan » 22.03.2020 - 19:29

Sodale. Nachdem wir ja mittlerweile alle die Skisaison beendet haben, ist jetzt eigentlich genug Zeit da um einerseits Berichte zu lesen und auch andererseits Berichte zu schreiben. Beste Zeit also, um endlich den Georgien Bericht anzufangen. Viele haben vlt. die Georgien Reise auf Facebook oder Instagram verfolgt - jetzt kommt aber dann der doch etwas ausführliche Bildbericht in mehreren Schritten. Es ewarten euch Berichte aus Tetnuldi, Hatsvali, Adishi, Ushguli, Battumi und Goderdzi Pass!

21./22.02.20 - Ankunft im Nirgendwo - Mestia

Bild

Am Freitag den 21. ging es also endlich los. Ich habe mein Auto im Winter ja abgemeldet (in Lech ist es Winter eh nur ein Klotz am Bein), so dass ich mit den öffentlichen Richtung Flughafen Memmingen aufgebrochen bin. Felix hat meine Tourenski schon am vergangenen Wochenende nach der Skitour in Lech dankenswerterweise mitgenommen, so dass die Reise mit der Bahn vertretbar war. Die Verbindung nach Memmingen von Vorarlberg aus ist mal wieder ein Paradebeispiel wieso Skifahren und Zugfahren aktuell noch nicht zusammenpassen:

Abfahrt in Lech um halb 10 nach St. Anton
10:22 St Anton - Lindau Ankunft 11:53
13:19 (!) Lindau - Kempten Ankunft 14:29
14:35 (!) Kempten - Memmingen 14:56

Das heißt also 2x umsteigen, wobei man einmal über eine Stunde Zeit hat und einmal nur 6 Minuten. Wäre da wieder was schief gegangen, wäre es eng geworden. Ansonsten genieße ich aber eigentlich das Zugfahren sehr. Besonders die Strecke Lindau - Kempten war landschaftlich ein Traum. Und bei einem Preis von 12,10€ (!!) sage ich sowieso nichts.
In Memmingen hat mich dann Felix aufgegabelt und mit zum Flughafen genommen. Dort herrscht um halb 4 reges Treiben - und gleich die Gewissheit: Wir sind bei weiten nicht die einzigen Deutschen, die sich nach Georgien aufmachen. Zahlreiche Gruppen mit Skiausrüstung fanden sich ein. Es gibt halt doch recht viele Reiseanbieter mitlerweile, die das Skiabenteuer anbieten. Aber ansonsten, keine Individualtouristen. Zumindest das haben wir für uns! :)

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^^ Unser Gepäck. Natürlich die Skier in einem Sack zusammen. Kostet 40€ bei Wizzair. Ist fair.

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^^ Die Deutschen machen sich auf, ein neues Land touristisch zu erschließen... :evil: ...hätte echt nicht mit so vielen Skifahrern hier gerechnet. Aber klar. Es ist halt schon fast kein Geheimtipp mehr.

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^^ Unsere Hoffnung: Die fahren alle nach Gudauri! ;-)

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^^ Abflug ins Unbekannte. Das Abenteuer beginnt so richtig.

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^^ Und nochmal der Blick auf die "Konkurrenz". Zumindest zahlen sie definitiv mehr. ;-)

Der Flug war recht angenehm. Das Servicepersonal freundlich. Wir landeten pünktlich um 0:55 Uhr Ortszeit in Kutaissi. Wer auch immer die Flugzeiten nach Georgien so bestimmt hat - es ist eigentlich eine recht beschissene Zeit anzukommen. Aber zumindest bekommt man als Gastgeschenk bei der Einreise eine kleine Flasche Rotwein. Hallo? Wie genial ist das denn?

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Natürlich herrscht dort am kleinen Flughafen großes Gewusel und alle Taxifahrer versuchen ihre Fahrt nach Gudauri oder eben Mestia anzupreisen. Manche stehen auch mit Schildern da - unser Taxifahrer war natürlich nirgends anzutreffen. Die Gruppen wurden alle geordnet abgeholt - von "Goga" fehlte erst mal jegliche Spur. So um 1:40 Uhr sprang dann plötzlich ein Mann vor uns vor und meinte so: "GERMANY? MESTIA? YES!!" Und da war er da, unser Mann für Georgien. GOGA Gurguliani - Der Taxifahrer deines Vertrauens!

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Anders, als wir es uns vorgestellt hatten, wurden wir mit unserem Gepäck zu einen Ford 15-Sitzer gebracht, der auch schon komplett beladen und mit 10 Bulgaren befüllt war. Wir waren die einzigen Deutschen in dem Bus und haben auch mit niemanden reden können. Unser Gepäck wurde einfach noch aufs Dach geschnallt und dann saßen wir drin, in unserem Glück. "Sitzen ist relativ. Ich hatte einen relativ "beschissenen" Platz. Mit dem ganzen Gepäck war nicht mehr wirklich viel Platz in dem Kleinbus und so mit 1,5 Arschbacken über längere Zeit sitzen, ist nicht so angenehm. Aber wird schon gehen, die paar Stunden... - ... ja, eben. Wie lang denn eigentlich? Google sagte 4:48 Stunden voraus. Das wäre also eine Ankunft um 7. Bei einem Halt an einem Supermarkt fragten wir Goga, wie lange es noch sei. Er lachte etwas und sagte dann in seiner selbst erfundenen Sprache: "Eight Thirdy - Mestia - Best!" :lach: Na wunderbar. Solange die Straßen so gut bleiben wie auf den ersten Kilometern...

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^^ Unser Gepäck auf dem voll beladenen Fiat Bus.

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^^ Mitten im nowhere - so schaut es zumindest aus. Halt am Supermarkt, der tatsächlich geöffnet hatte. Im Nachhinein haben wir herausgefunden, das wir in der letzten größeren Stadt namens Sugdidi zu Gast waren. Wir hatten ja nichts wirklich zu Abend gegessen. Also haben wir einfach mal so eine Knacker-artige Wurst gekauft und Kekse. Irgendwie war alles so sureal. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben.

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^^ Es geht mitten durch die Nacht durch die georgische Wildness. Spätestens ab Sugdidi wurde die Straße immer kurviger, teilweise auch schon rumpeliger. An Schlafen war so eben nicht wirklich zu denken. Irgendwo im Nirgendwo (wir wissen es wirklich nicht) und keine Ahnung wieso, haben wir nochmal Halt gemacht. Und ab sofort wurde es dann richtig abenteuerlich: Kurz vor der Dämmerung kamen wir an eine Stelle, wo die Straße nicht asphaltiert war. Durch die Niederschläge ist wohl vom Hang viel Matsch und Schlamm auf die "Straße" gespühlt worden. Natürlich ist ein Kleinlaster dann stecken geblieben. Ein Polizeiauto war schon vor Ort und versuchte den Kleinlaster vergeblich rauszuziehen. Wenig später steckte besagtes Polizeiauto selbst im Schlamm fest... :rolleyes: ... unser Gogo war natürlich der Held der Stunde und hat es mit viel Gas versucht, an dem Laster vorbeizukommen. Natürlich steckten wir dann auch fest. Mit der Hilfe der anderen haben wir es letztendlich an der Stelle vorbei geschafft. Der Kleinlaster steckte dort immer noch fest... Das muss man sich im Jahr 2020 mal vorstellen! Da gibt`s wirklich Passagen, die sind einfach nur ganz schwer passierbar. Ich will gar nicht wissen, was da ist, wenn es 30cm Neuschnee hat? Unfassbar!

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^^ Die Polizei versucht den Kleinlaster rauszuziehen. Vergeblich...

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^^ Wenig später steckte die Polizei selbst im Schlamm fest. Unglaublich!

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^^ Natürlich musste Goga kurz bei sich daheim was abholen. Also gab es eine weitere kurze Pause in seiner "Privatresidenz"

Um 8:30 Uhr kamen wir dann tatsächlich in Mestia an. Wir waren natürlich schon durch den Wind. Uns "begrüßte" gleich das größte Hunderudel von Mestia. Vom Balkon obte winkte unsere Vermieterin runter. Goga fragt uns: "SKI OR SLEEP? SKI 9:30 - TETNULDI! GO?" Natürlich sagten wir GO, was sollten wir auch anderes machen? Endlich mal Skifahren ohne vorher zu schlafen. Das gab es doch früher zu Skilehrerzeiten auch. Also wird das schon gehen! Also Sachen kurz aufs Zimmer, umziehen, frühstücken und los gehts!

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^^ Das Zimmer. Alles notwendige da. 2 Heizstrahler auch - wichtig!

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^^ Hier fanden wir uns wieder. In einem sehr dunklen Raum mit leicht abgeblätterter Farbe an der Decke, aber einen liebevoll gedeckten Tisch mit lokalen Köstlichkeiten (dazu wann anders mehr). Es war aber übernächtigt und noch leicht verunsichert noch nicht zum genießen.

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^^ Seitenblick von der überdachten Dachterasse. Noch wirkt es alles sureal. Die hohen Berge im Hintergrund beruhigen aber schon mal.

Das Abenteuer geht weiter. Goga ist pünktlich um halb 10 da. Die Bulgaren sind immer noch dabei. Die haben ihre "Unterkunft" direkt oben am Tetnuldi Pass. Sie haben also scheinbar in der Stunde kurz gefrühstückt und eingekauft. Jetzt geht es also gleich zum 1. Skitag in Georgien. Unsere nette Vermieterin Tea sagte uns, es dauert noch 40 Minuten bis wir oben sind. Nach der unglaublichen Anreise, waren wir auf alles gefasst.

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^^ Die Straße Richtung Tetnuldi. Unten noch "relativ" gut - erst später wird es mit viel Schnee, Eis und Pfützen wieder abenteuerlich.

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^^ Auf alles vorbereitet sagte ich? Tja, auf das dann doch nicht. Das hat ja noch gefehlt. Das Auto ging flöten. Der Motor total überhitzt. Nichts geht mehr.

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^^ Einblick ins Innenleben. Ich überlasse das den Experten die genaue Begutachtung...

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^^ Goga rechts, wartet auf die angefunkte Hilfe. Nach etwa 30 Minuten kam ein anderes Auto vorbei, das uns mitnahm. Dort durften aber nur wir 2 einsteigen. Die Bulgaren mussten weiter warten. 2 Klassengesellschaft? :?

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^^ 10:30 Uhr: Endlich angekommen im Skigebiet. Unglaublich! Was für eine Odysee. Nach einer 24 stündigen Reise stehen wir in Tetnuldi und gehen tatsächlich Skifahren. Der namensgebende Berg versteckt sich noch unter einer Wolkenhaube.

Skiplan: Tetnuldi
Zum Skigebiet: Es ist neben Gudauri das "alpinste" Skigebiet in Georgien. Es wurde erst 2016 komplett neu geöffnet und hat mit seinen zwei 6KSB, 2fixen 4er und einem nicht intakten SL ein lifttechnisch interessantes Angebot. Das Skigebiet erstreckt sich zwischen 2.265 und 3.160m. Der namensgebende, mächtige Tetnuldi ist mit seinen 4.858m sogar 48m höher als der Mont Blanc. Damit ist der Reiz dieses Skigebiets auch schon erklärt: Es befindet sich also in absoluter Traumlandschaft mit tollen Ausblicken auf den hohen Kaukausus.

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^^ Die zweite 6KSB ist definitiv die wichtigste Anlage im Gebiet, erschließt sie doch das interessante Gelände. Von hier erreicht man eigentlich (fast) alle wichtigen Hänge im Gebiet.

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^^ Erstes "Gipfelfoto" aus Georgien. Die Landschaft ist traumhaft - alle Berge die hier zu sehen sind, sind nicht erschlossen!

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^^ Hier der Blick, auf den nicht in Betrieb befindlichen SL. Wäre eigentlich wichtig und gut, weil man da einige Sonnenhänge fahren könnte und mit Hilfe des SL wieder zurück ins Gebiet gelangt. Leider fehlt wohl aktuell noch das Geld...

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^^ Oben am letzten Lift an der Bergstation angekommen. Das Schild (schon von Starli) fotografiert, steht also immer dort oben. Hinten rein gibt es eine leckere Tiefschneeabfahrt, WENN die Bedingungen stimmen...

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^^ Bergstation der oberen LANGSAMEN 4er Sesselbahn auf 3.160m. Beide von uns fielen übrigens abwechselnd mal in Sekundenschlaf in den Sesselliften. Das hatte ich auch noch nie...

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^^ Ausblick Richtung Süden. Zu erkennen ist auch vorne die Flanke mit sehr viele Spuren... uh... das sieht lecker aus!!

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^^ Blick Richtung Mestia. Der Berg, der da noch in den Wolken versteckt ist, ist der sehr photogene Mount Ushba. Ein Doppelgipfel - der Südgipfel ist 4737m hoch und der Nordgipfel ist 4698m.

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^^ Wo führen nur die ganzen Spuren hin? Und wie kommen wir dann ins Skigebiet zurück?

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^^ Hier mal der Blick auf den wichtigen (auch ultralangsamen) 4er Sesselbahn, den man braucht, wenn man den oberen Hang fahren will. Wie man aber auch erkennt - es gibt auch in Georgien Winter mit viel mehr Schnee!

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^^ Spielgelände unter der 4er Sesselbahn. Liegt im Lee und sollte, bei Neuschnee, ein sehr abwechslungsreiches Gelände sein.

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^^ Nochmal der Blick nach oben. Der ganze Hang ist fahrbar. Allerdings auch lawinös. In der Woche vor uns ist in der Mitte ein Schneebrett abgegangen und hat einen Ukrainer lebedig begraben.

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^^ Wieder an der Hauptbeschäftigungsanlage. Die Piste schaut relativ langweilig aus - ist sie aber gar nicht so. Besonders mit der Kulisse!

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^^ Jetzt sieht man den vergletscherten Gipfel vom Tetnuldi. Was für ein mächtiger Berg!

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^^ Und jetzt nochmal erkennbar, wieso der SL eigentlich schon wichtig wäre... die Hänge hier wären richtig gut. Nichts besonders herausforderndes, aber gute Neigung. Leider...

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^^ Der Skipass von Georgien hat jedes Jahr ein anders Motiv. Hier gibt es also die 10er Sesselbahn schon...

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^^ Der Tagespass kostet 40 Lari - das sind umgerechnet 12,50€. Skifahren ist also noch sehr günstig in Georgien!

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^^ Kommen wir zu den kulinarischen Genüssen. Hier mal ein Blick auf die Speisekarte am Berg. Gleich oben zu erkennen, das Standardgericht: Khachapuri

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^^ Eigentlich einfach ein überbackenes Käsebrot, das aber gerne auch mal mit Fleisch oder Gemüse gefüllt wird. Ich fand die Standardvariante meistens recht gut, beim Fleisch haben wir in Europa einfach ganz andere Standards. Für alle Neugierigen: Hier gibt`s ein Rezept: Khachapuri

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^^ Achja, so langsam sind wir angekommen und wir tauchen in den georgischen Flair ein.

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^^ Das wäre übrigens die Hauptrestauration am Berg, scheinbar auch mit Unterkunftmöglichkeit wo unsere Bulgarier wahrscheinlich untergekommen sind. Schaut von außen ganz brauchbar aus - innen hat es aber absolut keinen Charme. Ich habe absolut keine Ahnung, wieso man hier nicht mehr investiert hat. Das hat wahrscheinlich der europäische Staat nicht bezahlt...

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^^ Das wars also mit unserem ersten Skitag in Georgien. Mit diesen Geländefahrzeugen im Hintergrund (meistens ein Mitsubishi Delica) kommt man täglich in und aus dem Gebiet zurück nach Mestia. Wir waren nach der doch sehr anstrengenden Anreise erst mal fix und fertig, aber auch gleichzeitig zufrieden. Die Landschaft in dem Gebiet ist überragend, mit etwas Neuschnee lassen sich hier einige Dinger fahren. Nur wo die Spuren hinführen, das mussten wir in den kommenden Tagen noch rausfinden. Aber wir hatten ja noch etwas Zeit...

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^^ Ein erster Spaziergang durch Mestia verriet uns auch: Es hätte uns mit dem Auto noch schlimmer treffen können...

Fortsetzung folgt...
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020

Beitrag von Stani » 22.03.2020 - 19:46

cool, wir waren von 10-15.2 in Gudauri (zum 5. mal). Leider lag heuer extrem wenig schnee im Kaukasus, wobei wir hatten mit dem Schnee Glück gehabt: Ende Jänner+die erste Woche Februar verliefen ganz schneereich und auch während unseren Aufenthalt hats geschneit (ca 20 cm fluffiger Pulverschnee). War wahrscheinlich die beste Woche der Saison.

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 21./22.02.20 - Ankunft im Nirgendwo - Mestia

Beitrag von rush_dc » 22.03.2020 - 20:07

Sekundenschlaf im Sessellift hab ich regelmäßig, vor allem wenn ich alleine unterwegs bin... :lol:
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 21./22.02.20 - Ankunft im Nirgendwo - Mestia

Beitrag von easyrider » 23.03.2020 - 13:23

Spannender Bericht mit schönen Bildern. Dazu noch äusserst ansprechend verfasst!

Das Gebiet sieht sehr interessant und einladend aus. Hatte überhaupt keinen Plan, dass es diese Destination überhaupt gibt. Daher ein Danke für die Horizonterweiterung.

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 21./22.02.20 - Ankunft im Nirgendwo - Mestia

Beitrag von jamesdeluxe » 27.03.2020 - 12:49

Großes Kino, danke!

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 21./22.02.20 - Ankunft im Nirgendwo - Mestia

Beitrag von starli » 27.03.2020 - 13:00

Schaut nicht gerade nach einem 3/4/5-Sterne-Hotel aus, deine Unterkunft. Warum so knausrig, wo es dort doch so günstig ist? :)

Und schade, dass der SL noch nicht läuft.
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 21./22.02.20 - Ankunft im Nirgendwo - Mestia

Beitrag von Arlbergfan » 27.03.2020 - 20:07

Da ging es nicht um Knausrigkeit - sondern viel mehr, weil wir die Unterkunft von einem Kollegen empfohlen bekommen haben. Die Unterkunft war auch unser Glück. Mehr dazu kommt noch! :D

Hier noch der Link zur Unterkunft: Guesthouse Data - eine sehr nette Familie! https://bit.ly/3arftSC
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***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 23.-25.02.20 - Hatsvali+Foodblog

Beitrag von Arlbergfan » 28.03.2020 - 00:15

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Nach unserer ersten Nacht, die besonders wichtig war (wir hatten ja die Nacht davor durchgemacht), sind wir mit etwas Neuschnee aufgewacht. Leider war es nur Puderzucker und bestimmt nicht so viel, wie wir es uns gewünscht hatten, aber an Tag 2 war das noch nicht so "bedrückend". Das gute an Mestia: Es gibt neben Tetnuldi oben auch noch das Talskigebiet Hatsvali: Das Skigebiet liegt auf einem Nordhang im Wald zwischen 1.868m und 2.348m. Als Zubringer dient eine moderne 6KSB (!!), die man den ganzen Tag genau 2x benutzt (für Berg- und Talfahrt), während oben eine langsame Poma 4er-Sesselbahn als Beschäftigungsanlage läuft. Das muss man mal verstehen... :roll:
Mit der oberen Anlage kann man sich tatsächlich den Tag gut vertreiben. Es gibt nämlich neben ein paar Pisten auch die Lifttrasse zu fahren und eine zuwuchernde "schwarze" Piste, mitten durch den Wald. Fährt man diese ein paar Mal hintereinander, hat man nicht nur ordentlich Energie verbraucht, sondern auch endlich wieder seine Reflexe getestet. Es heißt ja nicht umsonst: Ski good or eat wood! ;-)
So, jetzt aber zu den Bildern...

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^^ Ausblick aus unserer Butze - wie gesagt, leicht angezuckert, gegenüber kann man schon die Trasse des Zubringers erkennen.

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^^ Das gute an Hatsvali: Man kann es zu Fuß erreichen. Wir brauchen so circa 20 Minuten quer durch Mestia. Hier geht es direkt vorbei an einem der historischen Wehrtürme, die überall in der Region Swanetien zu finden sind. Dazu komme ich aber nochmal ausführlicher in einem anderen Teil vom Bericht.

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^^ Ähnlich wie in China ist ein "Logodiebstal" auch manchmal in Georgien zufinden. Schaut doch dem "Ski Austria" sehr ähnlich, oder? :wink:

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^^ So, jetzt sind wir angekommen - und ich verrate jetzt schon mal was. In diesem Bericht gibt es auch ein paar "Lost Ski Area" Leckerbissen! Das Gebäude hier, ist die alte Talstation. Aus welchen Jahr der alte Lift ist, konnte ich leider bisher nirgends rausfinden.

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^^ Hier von vorne. Die alte Talstation. Ja - und auch hier gibt`s einen "Streuner".

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^^ Die alten Stützen wurden als Stromleitung stehen gelassen...

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^^ Hier die neue 6KSB, die seit 2017 in Betrieb ist. Da hat man halt einfach mal geklotzt, statt gekleckert!

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^^ Der umfangreiche Pistenplan. :wink: Die rote Piste hat sogar am Wochenende Flutlichtbetrieb. Die schwarze links vom Lift ist schön zugewuchert.

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^^ Hier die Trasse der unteren Sektion durch den Wald. In guten Wintern mit mehr Schnee, natürlich fahrbar.

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^^ Jetzt sind wir oben angekommen, beim fixen 4er... und schon bei der ersten Fahrt kommt die Frage auf: Wieso unten eine 6er KSB und oben einen langsamen 4er? :roll:

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^^ Es schneite noch leicht. Insgesamt waren die 5cm Neuschnee aber nur Kosmetik.

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^^ Die Sonne schaute auch ab und zu durch die Wolken. Die Seilbahntrasse (mit zahlreichen Baumstumpffallen) ist übrigens offiziell fahrbar.

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^^ Na, wem fällt was auf?

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^^ Bergstation am Mount Zuruldi auf 2.348m. Der Wald geht bis hoch. Das Restaurant rechts ist übrigens viel netter als das Ding oben am Tetnuldi.

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^^ Und, was könnte das wohl sein? Die alte Bergstation vom Vorgänger Gipfellift!

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^^ Nach ein paar Fahrten auf den modellierten Pisten, ging es dann das erste Mal in den Wald. Wir fanden schnell gefallen dran.

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^^ Ja und schau an - es tauchen immer mehr alte Liftstützen auf.

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^^ Ob es sich bei dem Vorgänger Lift um einen Schlepplift oder Sessellift gehandelt hatte, kann ich nicht sagen. Jedenfalls gibt es hier in Mestia also durchaus eine längere Skigeschichte, als man es vermuten konnte.

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^^ Das Herz eines jeden Nostalkiger schlägt höher...

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^^ Die alte Talstation, steht noch komplett erhalten.

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^^ Schlepplift oder?

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^^ Die rechte Rollenbatterie fehlt - sonst ist noch alles da.

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^^ Überblick über das ganze Skigebiet Hatsvali. Der Lift macht knapp 500 Höhenmeter - es lässt sich für 12,50€ also aushalten. Links im Bild ist noch die alte Talstation zu erkennen.

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^^ Pause und ein georgisches Bier. In der Hütte haben wir übrigens auch gleich die Gruppe von Flory Kern getroffen, die heute ihren ersten Skitag hatte.

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^^ Lässt sich aushalten, dort drin. Und den Namen von dem Wasser, finde ich auch originell.

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^^ Bilder von der zugewucherten Schwarzen Piste folgen noch weiter unten. Nach etwa 15 Fahrten ging es zurück. Die Kühe stehen einfach überall rum...

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^^ Natürlich gehts auch ziemlich weit mit den Skiern ins Dorf. Mestia - ein Skidorf! :wink:

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^^ Mestia - ein Hundedorf! Hier zu sehen, das größte Hunderudel vom Ort. Da ist wirklich alles dabei... Ich muss mal die Kurzvideos von Mestia zusammenschneiden...unfassbar, was ich hier alles gesehen habe.

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^^ Unser Domizil - da wurden noch 2 Zusatzzimmer in den Garten gezimmert. Ich glaube aber, sie sind noch nicht fertig...

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^^ Der Aufgang zu unserer Wohnung gestaltete sich täglich als weiteres Abenteuer. Unsere Zimmer sind oben im Obergeschoss.

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^^ Guest House Data. Hier auf Booking zu finden: https://bit.ly/3arftSC
Natürlich kein 4 Sterne Haus, aber dafür absolut ehrlich und einfach nur herzlich. Die Dame namens Tea war für uns so viel wert. Sie organisierte uns praktisch den kompletten Aufenhalt, ja sogar unsere Unterkunft am Goderdzi Pass. Wie genial ist das denn? Ohne sie, wäre der ganze Trip nicht so geil geworden.

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^^ Abend auf dem Weg in die City, wieder Schneefall. Unsere Hoffnungen stiegen.

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^^ Stimmung im Ort - mit erkennbarer Straßensituation im Stadtzentrum. Wir sind auf dem Weg zum Abendessen - im angesagtesten Lokal in Mestia: Das Leila.

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^^ Während drin alles voll ist, warten vor der Tür ein paar Hunde und hoffen auf das ein oder andere "Gastgeschenk". Ich glaube, für Tierliebhaber ist der Ort nichts...

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^^ Die komplette Wand ist vollgekritzelt mit Grußbotschaften. Die Einrichtung sehr nett.

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^^ Dazu gibt es JEDEN Abend ein Unterhaltungsprogramm mit einer traditionellen Volksgruppe, die - inkl. Showeinlagen - heimische Lieder vorträllert / vorgrölt.

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^^ Fast die komplette Speisekarte ist empfehlenswert. Wir probierten uns eigentlich einmal komplett durch. Hier drunter sind Dumplings versteckt.

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^^ Während vor uns so langsam aber richtig (zum Unmut von Felix, der dem Gesang nicht so viel abgewinnen konnte) so richtig die Post abging, genossen wir alle möglichen Speisen. Gefüllte Pilze, den fast überall gute Cucumber and Tomato-Salad und Schweinefleisch in Sahnesauce (Sauce gut, Fleisch...immer grenzwertig)... Das Leila können wir auch nur wämstens weiter empfehlen!

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^^ Nächtlicher Blick über Mestia. Wie ihr seht, hat der Schneefall (leider) schon wieder aufgehört.

Wir kommen zum Skifahrerisch gesehen, schlechtesten Tag während unserer Reise. Tag 3 bestand zum einen aus Verschlafen (wahrscheinlich die Müdigkeit von Tag 1), zu später Abfahrt, schlechter Sicht, Wind...hätten wir also vergessen können, aber wir sind ja zum Skifahren da, und deswegen wollten wir auch nicht einfach nur im Tal bleiben. Wir waren also einen weiteren Tag am Tetnuldi Pass.

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^^ Unser liebevoll hergerichtetes Frühstück. Jeden Tag erwartete uns eine neue Überraschung. Genial.

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^^ Hier mal die Skipasspreise im Überblick. Eine Fahrt kostet 2,30€, die Tageskarte eben 12,50€, der Saisonpass (übrigens bis 1. Mai), 100€.

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^^ Stimmung... :roll:

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^^ Es gab schon auch Wolkenlücken. Aber der Wind war sehr stark, schlecht fürn Schnee. Ich halte Ausschau Richtung Powderlines...

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^^ Ihr erkennt vlt. die Spuren im schon verblasenen Schnee. Verdammt. Ich will da runter fahren! Bloß wie? Und wo kommt man raus?

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^^ Der nächste Freund von unseren Taxifahrer Goga war auch heute zur Stelle. Unsere Skier wurde immer oben auf das Dach mit einem Seil festgebunden.

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^^ Wir befinden uns schon wieder beim Abendessen, diesmal im 2. angesagten Lokal: Das Lile. Hier ein Blick in die Speisekarte.

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^^ Man könnte langsam meinen, es handelt sich bei meinem Bericht um einen Food-Blog.... :lol: Die genial gewürzten mexican potatos waren aber auch lecker.

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^^ Ich hab mir auch einen "Kebab" bestellt. Das ist dann aber wirklich nur diese Fleischwurst...

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^^ Auch lecker: "Ajapsandal" - eigentlich einfach gekochtes Gemüse.
Auch in dem Lokal spielt übrigens JEDEN Abend eine Band. Vom Ambiente her, ist es aber nicht ganz so schön wie im Leila.

Und schon sind wir bei Tag 4, an dem auf Grund des unsicheren Wetters, nochmal Hatsvali auf dem Programm stand. Diesmal hat es über Nacht mehr geschneit - es dürften so 15-20cm geworden sein. Unsere Hoffnung war, dass wir in Hatsavli die Treeruns mitnehmen könnten. Für die kommenden 2 Tage war bestes Wetter vorhergesagt, so dass wir spontan unseren Aufenhalt in Mestia um 2 Tage verlängerten, was mit Tea überhaupt kein Problem war. Das musst du in der Faschingswoche mal in den Alpen wo probieren...

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^^ Auch diesen Morgen wartete auf eine Überraschung. Der Strom fiel für ein paar Minuten aus. Auch keine Seltenheit in Mestia.

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^^ Es geht also wieder quer durch die Höfe und Mestia Richtung Hatsvali.

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^^ Übrigens haben auch Geländewagen ab und zu Probleme mit den Straßen. Ich will hier nicht in dem Auto sitzen. Da ging nichts mehr und in die Mauer ist es auch schon gerutscht.

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^^ Dem ein oder anderen wird die prekäre Einstiegssituation auffallen. Vor der Kontrolle ist eine richtige Rampe. Wenn das im Sauerland der Fall wäre...uiuiuiui.

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^^ Ausblick von Hatsvali, diesmal ohne Nebel im Tal.

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^^ Jap, es hat über Nacht genug geschneit.

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^^ Leider waren wir beileibe nicht die einzigen im Gebiet. Es waren zahlreiche Boardergruppen unterwegs, die natürlich, gerade im Wald, sehr Schnee den Neuschnee wegschoben. Generell gab es in Georgien (wie in Japan übrigens auch), auffällig viele Snowboarder.

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^^ Hier sind wir auf der im Pistenplan eingezeichneten schwarzen Piste. Schwarz trifft definitiv zu. :D

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^^ Talstation des 4ers mit Restaurant. In dem waren wir allerdings nicht.

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^^ Zwischen den Runs im Wald brauchten wir mal eine Pause - hier auf der Flutlichtpiste. Ist aber nicht wirklich spannend.

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^^ So, ein bisschen Abenteuer muss doch jeden Tag sein. Wir sahen schon am ersten Tag ganz unten in der Nähe der Übungsgeländes Spuren aus dem Wald kommen. Wo kommen die denn her? Na wenn das nicht der Weg Richtung Powderhimmel ist?

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^^ Entlang vom Grat läuft man auf einem Sommerweg circa 15 Minuten Richtung Norden.

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^^ Die Jungs vor uns waren die ersten - natürlich liesen wir ihnen den Vortritt.

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^^ Mein treuer Begleiter. Der Kästle TX98.

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^^ So - schon mitten im Run. Wenn man es denn so nennen kann. :lach: Diese Trasse hier war nochmal mehr zugewachsen als die schwarze Abfahrt. Oben musste man sich durch die Büsche kämpfen, dann konnte man wieder mal 5-6 Schwünge fahren, bevor es wieder eng durch den Wald ging. Ach, aber es geht ja nicht immer nur um die Abfahrt, es geht auch ab und zu einfach ums Abenteuer.

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^^ Ja, wo gehts denn weiter? Einfach mitten durch. Wird schon passen.

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^^ Spaß in den Backen! :wink:

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^^ Ach, ab und zu darf man auch mal wieder springen. :)

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^^ Hier kommt man wieder ins Skigebiet zurück. Der letzte Hang durch das unberührte Übungsgelände war natürlich auch noch gut. Aber nach der Action im Wald fast zu leicht. :wink:

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^^ Hier die 2 Schlepper. Der linke hatte sogar Gehänge drin, der rechte, oben sogar kurz steile, nicht. Eigentlich schon perfektes Übungsterrain.

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^^ Jetzt ist das Wetter deutlich besser, als vorhergesagt. Ob es am Tetnuldi besser gewesen wäre? Wir glauben, oben hatte es zuviel Wind. Ist eigentlich auch egal. Wir hatten genug Spaß.

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^^ Die Berghütte am Mt. Zuruldi. Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns nochmal den Run durch den engen Wald.

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Danach waren wir aber wirklich gut fertig, so dass wir beschlossen, es bleiben zu lassen. So Treeruns, sind einfach um einiges anstrengender als Open Fields. Es ging, wie auch schon am 1. Tag hier, mit der Bahn nach unten. Für die schneearme Lifttrasse hatten wir jetzt keine Kraft mehr.

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^^ Und täglich grüßt die Kuhherde...

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^^ Und das süßeste Exemplar alle Streuner in Mestia...dieser Welpe hier...

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^^ Wir blicken auf das nächtliche Mestia. Die Wehrtürme geben dem ganzen Ort einfach einen speziellen, unwirklichen Flair. Wir sind auf dem Weg zu dem Hotel, wo die Gruppe von Flory Kern untergebracht ist. Wir waren zu neugierig, wie die es wohl haben. Und tatsächlich: Es war ein besseres Hotel (Mountain Mestia), das unseren Standard eher entsprach. Wir trafen 4 Teilnehmer der Gruppe, die uns ein wenig über das Heliskiing erzählten. Es sind insgesamt 3 Guides a 4 Personen, die praktisch rotierend fliegen. Die eine Gruppe ist oben am Start, die andere im Hang, die andere steigt unten in den Heli wieder ein. Es waren an dem Tag immer so 300 Höhenmeter. Das klang für mich fast nach etwas kurzen Abfahrten. Es ist einfach ein komplett anderes Erlebnis, was die Gruppe da für 6.500€ eingebucht hat. Während wir mit lauter Georgiern und Einheimischen unterwegs waren, ist die Gruppe hier relativ weit außerhalb von Mestia in ihrer Blase und lässt sich halt die ganze Woche organisiert guiden. Für mich war für den jetztigen Zeitpunkt in meinem Leben unsere individuelle Variante die passendere.

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^^ Einzig das hier, ist halt schon dekadent: Der Heli steht direkt vor dem Hotel. Leider geil!

So - soviel zu den normalen Skitagen in Mestia, es folgen demnächst die 2 Highlight Tage des Georgien Trips: Adishi und Ushguli! Fortsetzung folgt! :-)
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 23.-25.02.20 - Hatsvali+Foodblog

Beitrag von Snowworld-Warth » 28.03.2020 - 01:13

Vielen Dank für die weiteren Eindrücke :D der Ort sieht wirklich äußerst interessant aus. Dazu die Landschaft, die Wälder und das Essen. So individuell wirklich spannender, als wenn es strikt von jemand anderem durchorganisiert ist.
18|19: Landgraaf, Stelvio, Hintertux/10,Bormes/4,Neuss,Landgraaf/2,Kronplatz/2,5,Alta Badia,Sellaronda, 3Zinnen/2,Cortina,Snowspace,Gastein,Skiwelt,SHLF, St.Johann, Damüls/10, Faschina/2, Thuile+Rosière/4, Pila, Courmayeur, Cervinia, Crans-Montana/3, Olpe, Andelsbuch-Bezau, Pfänder,Bödele,Damüls/22,Faschina,Warth,Obersaxen/2,Brigels, Orcières/3,Serre Che/4,PuyStVincent,Vialattea,AdH,Grand Massif, Contamines,Espace Diamant,Megève, Les Gets-Morzine,La Clusaz,4V,Châtel,Damüls/4, Livigno/2,Corvatsch,Diavolezza/3,Landgraaf, L2A/2,Tignes,Iseran/4,Cervinia-Zermatt/2,Landgraaf 19|20: Landgraaf,Neuss,Sölden/3,Gurgl/2,4Berge/2,Gastein,Zauchensee-Kleinarl,Kitzski, Pal-Arinsal/2,Arcalís,Grandvalira/4,Damüls/12,Faschina,Diedams,Warth,PdS/5, ValCenis/4,Aussois,Valfréjus,Norma,Clusaz,PdMB, Damüls/4,Jungfrau,Warth,Sonntag,Faschina,Diedams,Damüls/22 Durch Corona abgesagt(35): Praloup,Sauze,Serre Che,L2A, Montgenèvre,Sestriere,Bardonecchia, Prali,Limone,Mondole,Valloire,Sybelles,Valmorel,Diamant,Gd Bornand, Damüls,Arlberg,Val Tho


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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 21./22.02.20 - Ankunft im Nirgendwo - Mestia

Beitrag von starli » 28.03.2020 - 10:45

Hier die neue 6KSB, die seit 2017 in Betrieb ist. Da hat man halt einfach mal geklotzt, statt gekleckert!
Echt? Krass. Als ich mit Trincerone da letztes Jahr war, haben wir keinerlei Anzeichen von einer KSB vom Tal aus bemerkt ;) Allerdings sehr eigenartig, weshalb man da nicht eine EUB genommen hat, wenn es schon keine Talabfahrt gibt..
Ob es sich bei dem Vorgänger Lift um einen Schlepplift oder Sessellift gehandelt hatte, kann ich nicht sagen
Eindeutig SL-Stützen, aber es kann natürlich ein Flugtellerlift wie in Kirgisistan gewesen sein ;)

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 23.-25.02.20 - Hatsvali+Foodblog

Beitrag von F. Feser » 28.03.2020 - 11:19

Genialer Bericht - danke dir!
Und ich kann mich starli nur anschließen: gerne weitere REISEbilder von Land, Leuten, Essen und trinken - das macht den Bericht in der Kombination mit den Skibildern erst richtig rund!

Warum war das Fleisch im Laila schwierig? Alt? Ungewohnt für deutsche Gaumen?
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 23.-25.02.20 - Hatsvali+Foodblog

Beitrag von jwahl » 28.03.2020 - 13:24

Die 300 Höhenmeter sind da pro Abfahrt oder sollte da 3000 Höhenmeter für den gesamten Tag beim Heliskiing stehen?

Danke Dir für die Eindrücke
Jakob

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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 23.-25.02.20 - Hatsvali+Foodblog

Beitrag von Arlbergfan » 28.03.2020 - 17:23

Vielen Dank für das Feedback. Ich wusste ja zuvor gar nichts, über georgische Küche und war wirklich sehr positiv überrascht. Bzgl. dem Fleisch: Da ist es halt so, dass wir in Europa (zu) sehr verwöhnt sind, was die Qualität anbelangt. Es passiert halt da gerne mal, dass es knorpelig ist bzw. fettig, was wir nicht mehr gewohnt sind. Das ist in kleineren Restaurants dann noch auffälliger.
jwahl hat geschrieben:
28.03.2020 - 13:24
Die 300 Höhenmeter sind da pro Abfahrt oder sollte da 3000 Höhenmeter für den gesamten Tag beim Heliskiing stehen?
Nein, das ist dann praktisch ein Run. Den macht man dann halt 3-4 Mal und dann gehts noch wo anders hin. Insgesamt ist der Heli für eine Gesamtanzahl von Stunden gebucht. Die werden dann in der Woche halt verflogen. Trotzdem: Bei schlechter Sicht, fliegt auch der Heli nicht. Im Prinzip kamen sie dann wohl auf 4 Tage Heliski in der Woche.
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 23.-25.02.20 - Hatsvali+Foodblog

Beitrag von Werna76 » 28.03.2020 - 20:42

Nur damit ich das richtig verstehe... die zahlen 6.500,-- und machen dann nur 300 Hm-Abfahrten?
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Re: ***Wild Wild East*** - Georgien 2020 - 23.-25.02.20 - Hatsvali+Foodblog

Beitrag von Arlbergfan » 29.03.2020 - 12:49

Nein, das muss ich wohl nochmal deutlicher erklären. An dem Tag wo wir sie getroffen haben, das war eben der Tag mit dem halbwegs guten Wetter in Hatsvali. Wahrscheinlich ging vom Wetter her an dem Tag nicht mehr beim Fliegen. Flory Kern sagte uns, dass normalerweise Runs mit 1.000 Höhenmetern gefahren werden...
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