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Gletscher-Abschmelzung

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Schnee
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Schnee » 27.10.2017 - 13:10

Fab hat geschrieben: ...Davor im Mittelalter war es wärmer als jetzt, zumindest gab es deutlich weniger Eis....

Dagegen spricht aber, dass der Ötzi im Mittelalter (und auch nicht im römischen Klimaoptimum) nicht oder zumindest nicht längerfristig ausgeapert ist.
Es ist also keinesfalls sicher, ob es im Mittelalter wirklich wärmer war als die letzten 25 Jahre!


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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Notschrei » 27.10.2017 - 15:40

Natürlich gab es immer Klimaveränderungen. aber nicht in diesem Tempo der letzte 30 Jahre.
Natürliche Klimaschwankungen zogen sich über einen Zeitraum von 500 bis 1000 Jahre hin.
Der Massenverlust aller Gletscher in den letzte 30 Jahren kann man nicht mehr als natürlich bezeichnen.
Da hat der Mensch schon kräftig nach geholfen !

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von gernot » 27.10.2017 - 18:53

passend dazu:
Die Suche nach Schätzen im Eis der Gletscher
Alois Pumhösel 27. Oktober 2017, 07:48
Mit Ötzi, der über 5.000 Jahre alten Gletschermumie, entstand eine neue Forschungsdisziplin: die Gletscherarchäologie
http://derstandard.at/2000066607576-200 ... -Gletscher

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Fab » 27.10.2017 - 18:54

Es gibt eine wissensch. Diskussion über das Wärmeoptimum des Mittelalters. Drum hab ich geschrieben....
zumindest gab es deutlich weniger Eis....
Ist ja nicht nur eine Frage der Höhe der jeweiligen Durchschnittstemperatur, sondern auch wie viele Jahre eine Wärmephase anhält.
.....aber nicht in diesem Tempo der letzte 30 Jahre.
Natürliche Klimaschwankungen zogen sich über einen Zeitraum von 500 bis 1000 Jahre hin......
Das ist schlicht falsch. Es gibt nachgewiesene Erwärmungen, dagegen ist die aktuelle Erwärmung gar nix.
+5°C in einem Menschenleben.
Im weiter oben angeführten Tröööt "die große Klimadiskussion" hab ich schon mal dazu geschrieben.
Bin jahrzehntelanger Wallistourist - und habe nicht nur ausschließlich das Matterhorn angestarrt, sondern alle möglichen Leute gelöchert, manches gelesen etc.
In der Maiensäß Findeln ob Zermatt gibt es das höchstgelegene Roggenversuchsfeld Europas. Im Mittelalter war es ein Weinberg.
Zu Ötzi: Immerhin war das Hauslabjoch vor ü. 5000 Jahren eisfrei und dann eisbedeckt.

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Notschrei » 28.10.2017 - 15:37

Du willst mir doch nicht erzählen wollen, da8 ein 50 % Massenverlust in 30 Jahren normal ist !

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Fab » 28.10.2017 - 19:55

Sorry, aber "normal" ist im volatilen Klimageschehen schlicht keine Kategorie. Der von dir genannte Masseverlust ist seit Ende der letzen Eiszeit mehrfach passiert. Der eigentliche Ausreißer war die kl. Eiszeit bis 1850. Der aktuelle schnelle Gletscherwund ist auch der Tatsache geschuldet, daß vorher schlicht ein langanhaltendes Kältemaximum war.
Wirklich ungewöhnlich ist der schnelle (anthropogene!) Anstieg des CO2 auf 400ppm - das gabs seit vielen Milliinen Jahren nicht mehr. Das kann üble Folgen haben.

Was ich in meinem vorherigen post geschrieben habe ist auch nicht einfach so dahergeschrieben, oder muss noch groß diskutiert werden - da kommst du um 10 Jahre zu spät.
Wer in dem Thema langanhaltend die Publikationen mitliest, weiß das. Dank Internet kannst du das relativ leicht nachlesen.

Kurz und bündig: Die Temperaturwechsel erfolgen oftmals abrupt. Das Ende der letzten Eiszeit vor ca. 14000 Jahren endete beispielsweise spektakulär mit dem von mir genannten Temperaturanstieg von 5°C in wenigen Jahrzehnten.
Nachgewiesen durch Sedimentproben (Pollenanalysen), Dendrochronologie etc.

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Werna76 » 31.10.2017 - 15:55

http://kaernten.orf.at/news/stories/2875337/
„Dass die Gletscher schmelzen, erleben wir mittlerweile schon jedes Jahr, aber heuer waren die Massenverluste besonders hoch“, sagte ZAMG-Experte Bernhard Hynek.
„Da die maximale Eisdicke derzeit bei nur noch rund 230 Meter liegt, kann man davon ausgehen, dass die Pasterzenzunge schon in 40 Jahren weitgehend verschwunden sein wird“
:sniff:
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von gernot » 01.11.2017 - 07:23

wesentlich ausführlicher hier:
31.10.2017
Gletscher heuer extrem stark geschmolzen
©ZAMG/Weyss

Erste Auswertung der von der ZAMG vermessenen Gletscher in den Hohen Tauern: Die Pasterze am Großglockner verlor innerhalb eines Jahres im Mittel zwei Meter an Eisdicke, die kleinen Gletscher am Sonnblick ebenfalls zwei Meter . Die Pasterzenzunge dürfte in den nächsten 40 Jahren völllig verschwinden.
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/new ... eschmolzen

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Wiede » 01.11.2017 - 10:22

snowstyle hat geschrieben:richtig, aber ideologiegetrieben behauptet man das sehr gerne. drum ja der hinweis mal ins nationalparkmuseum zu schauen, an dem zeitrad kann man auch erkennen, dass es immer schnelle und langsame phasen der veränderung gab´.
Einfach mal nur gesunder Menschenverstand: wenn du Menschen oder Tiere in einen geschlossen Raum sperrst und dann entweder Autoabgase oder wahlweise Treibhausgase hinleitest, dann sind sie nach kürzester Zeit mausetot.

Und dies (Abgase, Müll, ... etc.) soll nun auf unseren Planeten etwa keinen Einfluss haben?

Leute also bitte... Es sollte langsam aber sicher nun wirklich der Letzte begriffen haben, dass wir Menschen sehr wohl einen negativen Einfluss auf den Klimawandel haben.

Dass es auch ohne Menschen einen Klimawandel gab ist doch völlig unbestritten.

Aber das schließt doch nicht aus, dass wir gerade sehenden Auges blind ins Verderben rennen...
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von extremecarver » 01.11.2017 - 10:51

Naja - in 10-15 Jahren wirds halt so warm sein - dass wir um Geo-Engineering nicht mehr rumkommen werden. Wenn das nicht funktioniert sind wir halt ordentlich angeschissen. Öl und Kohle werden so lange verfeuert werden bis es zu teuer wird. Die Frage für mich ist nur noch wie teuer wird es sein Partikel in die Athmosphäre zu bringen welche Abdunklung bieten - und wann wird damit angefangen? Ob wir dann noch was von den Gletschern übrig haben werden? Ohne Gletscher werden die Flüsse in Europa auch viel unregelmäßiger Wasser führen. In Asien werden die fehlenden Gletscher aber viel problematischer.
Und wenn Geo-Engineering funktioniert - wo gehen wir dann hin - Temperaturen wie Anfang 1900? Anfang 2000?

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Notschrei » 01.11.2017 - 17:40

Fab hat geschrieben:Sorry, aber "normal" ist im volatilen Klimageschehen schlicht keine Kategorie. Der von dir genannte Masseverlust ist seit Ende der letzen Eiszeit mehrfach passiert. Der eigentliche Ausreißer war die kl. Eiszeit bis 1850. Der aktuelle schnelle Gletscherwund ist auch der Tatsache geschuldet, daß vorher schlicht ein langanhaltendes Kältemaximum war.
Wirklich ungewöhnlich ist der schnelle (anthropogene!) Anstieg des CO2 auf 400ppm - das gabs seit vielen Milliinen Jahren nicht mehr. Das kann üble Folgen haben.

Was ich in meinem vorherigen post geschrieben habe ist auch nicht einfach so dahergeschrieben, oder muss noch groß diskutiert werden - da kommst du um 10 Jahre zu spät.
Wer in dem Thema langanhaltend die Publikationen mitliest, weiß das. Dank Internet kannst du das relativ leicht nachlesen.

Kurz und bündig: Die Temperaturwechsel erfolgen oftmals abrupt. Das Ende der letzten Eiszeit vor ca. 14000 Jahren endete beispielsweise spektakulär mit dem von mir genannten Temperaturanstieg von 5°C in wenigen Jahrzehnten.
Nachgewiesen durch Sedimentproben (Pollenanalysen), Dendrochronologie etc.

Ich komme keine 10 Jahre zu spät, brauche auch kein Internet um das nachzulesen. Ich beobachte das Wetter und das Klima hier im Schwarzwald schon seit über 40 Jahren. Und in dieser kurzen Zeit hat sich hier bei uns gewaltig viel verändert. Wobei die Auswirkungen in den Alpen noch viel größer sind. Der Beitrag von Wiede trifft den Nagel auf den Kopf !

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Fab » 01.11.2017 - 17:59

@Notschrei

Möglicherweise verstehst du mich miss. Ich wehre mich gegen falsche Argumente, nicht gegen die Behauptung es gäbe eine Klimaerwärmung. Meine Bemerkung über 400ppm+ zeigt ja, dass ich den eigentlich anthropogenen Schaden erst erwarte.
Die Erwärmung der letzten Jahrzehnte lässt sich schlicht nicht aufdröseln - auch wenn man noch so erregt ist :D

Denke "extremcarver" liegt nicht falsch damit, dass erst wirklich was passiert wenn die fossilen Energieträger dank Knappheit teuer werden.
Wobei - beim Individualverkehr ist der Wegfall der CO2-Schleudern abzusehen.

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Notschrei » 01.11.2017 - 18:09

Fab hat geschrieben:@Notschrei

Möglicherweise verstehst du mich miss. Ich wehre mich gegen falsche Argumente, nicht gegen die Behauptung es gäbe eine Klimaerwärmung. Meine Bemerkung über 400ppm+ zeigt ja, dass ich den eigentlich anthropogenen Schaden erst erwarte.
Die Erwärmung der letzten Jahrzehnte lässt sich schlicht nicht aufdröseln - auch wenn man noch so erregt ist :D

Denke "extremcarver" liegt nicht falsch damit, dass erst wirklich was passiert wenn die fossilen Energieträger dank Knappheit teuer werden.
Wobei - beim Individualverkehr ist der Wegfall der CO2-Schleudern abzusehen.
Danke, da sind wir uns dann doch mal, fast, einig.


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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von noisi » 01.11.2017 - 18:23

Fab hat geschrieben:Ich wehre mich gegen falsche Argumente, nicht gegen die Behauptung es gäbe eine Klimaerwärmung.
Meinst du solche Argumente wie
Fab hat geschrieben:[...]Der Massenzuwachs aus grad mal 20 Jahren hat [...] und den Alallin um mm. 1,5Km anwachsen lassen.
:wink:
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von extremecarver » 01.11.2017 - 18:54

Nein ich glaube wir werden sie verbrauchen - aber das bedeutet nicht dass wir etwa in Zukunft etwa fossile Energieträger stärker besteuern (die Perversion derzeit ist etwa das Strom höher besteuert ist als Diesel oder Benzin - wenn man vom Energiegehalt ausgeht - da Stromautos aber eben gut 90% der Energie umsetzen - Diesel/Benziner real nur so 25%, ist der Steueranteil pro km dennoch geringer - Pervers ist es aber schon hier nicht Strom niedriger zu besteuern). Auch Länder wie China kommen ja da drauf und werden sicher noch stärker die Steuern auf fossile erhöhen (allerdings ist Strom dort kaum besteuert).

Auch bei uns sollte man also lieber schauen dass beim Strom die Steuern runtergehen - fossile Erzeugung sowie fossile Energieträger generell höher besteuert werden - und nicht überall die Subventionskarre drüberstreuen. Wäre Solarstrom/Wasserstrom etwa steuerfrei (auch Ust/Mwst) - dann bräuchten wir wohl kaum noch irgendeine Subvention für E-Autos. Innerstädtisch hätten Fossile dann schon ausgedient (und auch ländliche Bewohner wenn die Solarstrom nicht einspeisen müssen sondern selber kostenlos verbrauchen dürfen - derzeit ist das in den meistne EU Ländern ja noch verboten - zumindest wenn man am Stromnetz angeschlossen ist).


Trotzdem werden wir auf Zeit gesehen wohl die fossilen Energieträger aufbrauchen - und die nächsten 10 Jahre weltweit kommt da sicher noch keine Reduktion - auch wenn ich glaube dass China etwa eine Reduktion schafft die eh schon so langsam startet - weil Solarstrom dort einfach bald konkurrenzlos billig sein wird. Akkus fallen auch Jahr für Jahr im Preis. Und in China sind die Umweltprobleme inzwischen halt schön größer wie die Probleme wenn man die Arbeiter aus Kohleminen abzieht. (die ganzen Akku/Solarzellen werden schließlich lokal gefertigt - das dürfte sogar besser für die Wirtschaft / Arbeitsaufwand sein da höher qualifiziert).


Leider glaub ich nicht dass bei uns bald mal die Steuern (inklusive Ust/Mwst) auf Strom pro Kw geringer sein werden als auf Erdöl (und dass etwa Netzgebühren für Großverbraucher dem Aufwand entsprechen und nicht auf Kleinverbraucher teils umgelegt werden).

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Bergwanderer » 16.11.2017 - 00:02

Rhonegletscher - 2007 bis 2017 ...
http://www.gletschervergleiche.ch/Pages ... .aspx?Id=1

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Werna76 » 20.11.2017 - 11:41

Studie zur Schneelage in Österreich: http://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/news ... nd-zukunft
Im Projekt SNOWPAT führten die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und die Universität Graz die bisher umfassendste Untersuchung zur Entwicklung der Schneelage in Österreich durch. Eines der Ergebnisse: Seit 1950 haben die Schneehöhen und die Dauer der Schneebedeckung in den meisten Regionen abgenommen. Dieser langfristige Trend ist von starken Schwankungen und kurzen Trends überlagert, die von Winter zu Winter oder teils sogar bis zu 20 Jahre dauern können . Allgemeine Vorhersagen für den Wintersport der nächsten Jahre sind daher kaum machbar. Hier sind Detailanalysen je nach Lage und Seehöhe eines Schigebietes notwendig. Langfristig ist zu erwarten, dass in einem immer wärmeren Klima die Zahl der Tage mit Schneedecke und die Schneehöhen weiter abnehmen. Das gilt besonders für tiefe und mittlere Höhenlagen, da es hier durch die Klimaerwärmung immer öfter regne n statt schneien wird beziehungsweise gefallener Schnee schneller wieder schmelzen wird.
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von gernot » 15.06.2018 - 13:21

ORF Gletschertagebuch 2018
Wie gewonnen, so zerronnen

Im heurigen Winter ist mehr Schnee gefallen als in den Jahren zuvor. Ein extrem warmer Frühling und Sahara-Staub setzten den Gletschern Österreichs danach aber stark zu, wie die Gletscherforscher Andrea Fischer und Hans Wiesenegger berichten.
http://science.orf.at/stories/2918519/

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Werna76 » 15.06.2018 - 17:55

Ja leider, das war so zu befürchten bzw hab ich das hier in Kaprun vom Tal aus betrachtet schon vermutet.
Der Einzige der über viel Schnee und dann viel Wärme erfreut sein wird ist der Verbund, das wird ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr.
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von gernot » 24.06.2018 - 11:25

Chronist der Klimaerwärmung

Heinz Slupetzky kennt die heimischen Gletscher so gut wie kaum ein anderer. Schon 1960 begann er sie zu vermessen, zu einem Zeitpunkt, als sie noch wuchsen. Doch seit 40 Jahren schmelzen Slupetzky die Untersuchungsobjekte unter den Messinstrumenten hinweg.
https://science.orf.at/stories/2919165/

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von knorki200 » 11.07.2018 - 08:36

Bild

ich hoffe mal das der dunkle Fleck ein Kamerafehler ist... denn wenn nicht würde ich mich fast erdreisten und meinen dass das fels ist auf der von unten gesehen linken Piste..?! oder?
Dateianhänge
Stubai Juli 2018.jpg
Skitage 17/18 : 39 Tage .. Sölden,Stubai Gletscher,Rosshütte Seefeld,F´brunn,Kitz,Skiwelt,Kühtai,Ischgl,H´fügen,Ztal Arena,Hintertux,SFL,HGOG, Kappl, DE Oberstorf
Skitage 16/17: Stubai 7x, Hintertuxx 1x, Rosshütte Seefeld 4x, Kitzbühel 2x, Saalbach 3x, Skiwelt 1x, Axams 1x, SFL 1x, 4x Saalbach, 6xLes Trois Valles, 2x Serfaus Fiss Ladis, 1xIschgl, 1x Tux 7xStubai
Skitage 15/16 : einige :D
Skitage 14/15: a paar weniger

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von starli » 11.07.2018 - 12:08

War letztes Jahr schon da und ich bin selbst von der Schaufeljochbahn aus nicht wirklich schlau draus geworden, ob nur Geröll bzw. Steinhaufen oder Fels..

Allerdings, wenn Fels, würde es vmtl. vermattet werden .. Also vmtl. nur Steinhaufen.
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von jo26861 » 11.07.2018 - 15:17

super Vortrag von einem gefrusteten Lesch:

https://www.youtube.com/watch?v=aJfV_aMaqRM

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von schwarzwaelderski » 11.07.2018 - 21:26

Sieht bis jetzt nicht so schlimm aus wie im letzten Jahr. :)

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Bergwanderer » 14.07.2018 - 16:23

Interview mit Dr. David Volken, Hydrologe am Bundesamt für Umwelt in Bern, am Rhonegletscher zur Entwicklung der Gletscher im Wallis in diesem Jahr.
https://www.wetteronline.de/wetter-vide ... &sort=date


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