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Schneemangel 2015/16 + 2016/17 - Mittelfristige Auswirkungen

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lanschi
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Schneemangel 2015/16 + 2016/17 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von lanschi » 17.12.2015 - 20:55

Zumal sich mittlerweile abzuzeichnen scheint, dass sich die Verhältnisse in den österreichischen Skigebieten bis zumindest Jahreswechsel 2015/16 nicht mehr verbessern werden, würde ich persönlich es interessant finden, hier eine - losgelöst vom hier nahezu schon alltäglichen Jammern auf der einen Seite bzw. dem Predigen von "es geht ka gar nicht soooo schlecht" auf der anderen Seite - seriöse Diskussion darüber zu führen, welche mittelfristige diese Situation auf das Gästeverhalten und damit in weiterer Folge auf die Tourismus- und Seilbahnwirtschaft haben könnte - insbesondere deshalb, weil das vielerorts nunmehr der zweite Winter in Folge ist, in dem rund um die Weihnachtsfeiertage - abseits der Kunstschneeautobahnen - nur sehr wenig Wintwrfeeling vorherrschen wird.

Ändern sich dadurch mittelfristig etwas, oder ist das Gros der Leute auch zukünftig eher kurzfristig denkend und vergisst, was zu Weihnachten 2014/15 und 2015/16 war?

Ich denke doch, dass hier einige Leute angemeldet sind, die dieses Thema auch brennend interessiert und dazu auch interessante Sichtweisen einbringen können.
Zuletzt geändert von lanschi am 19.12.2016 - 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Arlbergfan » 17.12.2015 - 21:08

Interesssante Thematik, über die ich mit meinen Freunden und Kollegen auch schon diskutiert habe.

Ich denke, dass es sich tatsächlich auf das Buchungsverhalten bzw. auf die Destinationswahl mittelfristig auswirken wird. Neben den sonst als so wichtig propagierten Pistenkilometern, wird der Gast auch immer mehr auf die Höhenlage des Skigebiets schauen. Selbst wenn Kunstschneeautobahnen hingezaubert werden können - der Großteil der Gäste fährt doch zu Weihnachten und Silvester in die Berge, um eine weiße, romantische Winterlandschaft vorzufinden.
Diese Entwicklung werden kleinere Skigebiete und guter Schneianlage natürlich als erstes zu spüren bekommen - bzw. tun sie das jetzt schon. Mittelfristig sehe ich aber auch die großen Skigebiete im Salzburger Land / Ost - Tirol davon betroffen - erst recht die in Ober- und Niederösterreich.
Profitieren davon werden Gletscher, Gebiete mit Skigebietsteilen oberhalb von 2.000m und die mit einem hohen Stammgästeanteil. Denn: Dort wo Betten knapp sind, das Image aber einzigartig, wird der Stammgast trotzdem zu Weihnachten anreisen. Er möchte in seine zweite, vertraute Heimat. Die Menschen und Orte wieder sehen, die ihm ans Herz gewachsen sind. Er bucht trotzdem nächstes Jahr wieder zur gleichen Zeit.
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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von christopher91 » 17.12.2015 - 21:14

Also ich würde mal vermuten das auf Dauer solche Winter dazu führen werden, dass über Weihnachten weniger gebucht wird und erstmal abgewartet wird, dh. es zu kurzfristigeren Buchungen kommen wird.

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von oli » 17.12.2015 - 21:25

Sehr interessantes Thema, Lanschi. Daran will ich mich gern mit meinen Gedanken beteiligen.

Zu meinem Hintergrund:
In diesen Weihnachtsferien leite ich breits zum 7. Mal ein Kinderskifreizeit. Mein Ziel war es stets, Kindern unserer Region das Skifahren beizubringen und ein etwas anderes Gruppenerlebnis zu bieten. Dies sollte insbesondere den Normalverdienern ermöglicht werden und keine Exklusivveranstaltung werden. So habe ich bei den Reisezielen immer auf bezahlbare Unterkunfte in (für Alpinforumler) kleineren oder mittelklassigen Skigebieten gewählt (2x Oberjoch, 1x Alpbachtal, 4x BKK).

Meine Erfahrungen:
In den letzten Jahren hatte ich in keinem dieser Skigebiete und in keinem dieser Jahre eine völlig beruhigte Vorweihnachtszeit. Mal gab es in den Tagen vor Weihnachten kaum Schnee, mal kam das Weihnachtstauwetter, aber immer kam der Schnee dann zu Weihnachten oder spätestens in den Tagen vor Silvester.

Die Zukunft unserer Freizeit:
Ganz ehrlich - inzwischen stelle ich mir die Frage, ob ich das in den nächsten Jahren noch haben möchte. Was mache ich mit 50 Kindern, die sich alle aufs Skifahren gefreut haben, wenn mal tatsächlich gar nichts geht. Ich denke sehr ernsthaft darüber nach, mir diesen Stress nicht mehr anzutun. Und ich meine nicht den Stress mit den Kindern, sondern den Stress mit dem Gedanken ... geht es nun, oder geht nichts.
Ein Ausweichen in höher gelegenere Skigebiete ist keine Option. Schon jetzt stellen wir fest, dass unser Reisepreis so grenzwertig ist, dass es nichts mehr für den normalen Geldbeutel ist.

Mein Fazit:
Mindesten mittelfristig sind die Weihnachtsferien keine Skiferien mehr - zumindest nicht für den "Normalo" und in den Skigebiete, die ich für diese Gruppe wählen würde
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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von lanschi » 17.12.2015 - 21:28

Ich finde das Ganze vor allem auch unter dem Aspekt interessant/kritisch, weil gleichzeitig die Skipasspreise immer weiter steigen - gleichzeitig aber der Gast, der nur 1x im Jahr (eben für seinen 1-wöchigen Skiurlaub) kommt, dafür - gefühlt - immer weniger bekommt. Gut - kann natürlich sein, dass dem Gast eine Sitzheizung am neuen Highspeed-8er den Mehrpreis wert ist - aber ich würde dann doch eher vermuten, dass die Gäste der Winterlandschaft wegen kommen... und wenn dieses Feeling bei steigenden Preisen immer "weniger" wird - warum dann nicht gleich mit dem Condor-Bomber nach Phuket?

Beispiel Saalbach-Hinterglemm: Zwar mit Abstand das größte Angebot östlich des Brenners, vermutlich sogar ganz Österreichs, in meiner Saisonkarte dabei - aber reizen würd's selbst mich momentan gar nicht... :roll: tageskartenpreis in der Hauptsaison: 51 Euro...

Situation in den von Arlbergan angesprochenen Gebieten Oberösterreichs:
- Dachstein-West (größtes Skigebiet OÖs): Aktuell 2 Pisten am Gosauer Hornspitz, sowie ab morgen an der unteren Sektion der Donnerkogelbahn - normalerweise ein Skigebiet mit gut 25 Liftanlagen...
- Feuerkogel: Heuer neue Schneeanlage um 10 Mio. Euro - derzeit ein Tellerlift sowie ein Seillift in Betrieb

Und dann liest man vielerorts von leeren Skigebieten... das kann doch nicht annähernd wirtschaftlich sein?

Und zu den von Arlbergfan angesprochenen höhergelegenen Gebieten: Zumindest hier in Salzburg haben wir aktuell die Situation, dass es dort auch nicht besser aussieht. Natürlich haben wir jetzt im Unterschied zu Tirol keine Großraumskigebiete in diesen Höhenlagen - aber die Bereiche, die wirklich hochalpin sind, werden heuer zu Weihnachten sogar geschlossen sein, weil es eben dort keine schlagkräftigen Beschneiungsanlagen gibt...
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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von br403 » 17.12.2015 - 21:36

Naja, man fliegt schon so für Urlaube um die halbe Welt, dann halt im Winter auch. Entweder in die Sonne, Südsee oder Karibik, oder nach Kanada USA zum Skifahren.
Silvester ist der Jahreswechsel, Sylvester die Abfahrt am Kronplatz;)

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von ThomasK » 17.12.2015 - 21:41

Nach Messeangaben auf der Interalpin Innsbruck wird ungefähr ein Drittel des gesamten Umsatzes der Skisaison zwischen dem 4. Advent und Heilige Drei Könige bzw. dem 10. Januar gemacht.

Hält die aktuelle Witterung also bis zum 10. Januar 2016 an, dann bedeutet dies, dass die Verluste der Saison 2015/2016 bis April gegenüber den Planungen keinesfalls mehr aufzuholen sind.

Hinzu kommt noch, dass in Bayern die öffentliche Subvention der Beschneiung mit Steuergeldern immer mehr in Frage gestellt wird. Fallen diese Subventionen künftig im Hinblick auf Einsparungen durch das Finanzministerium weg, dann dürfte dies neben der aktuellen Witterung das Umdenken, künftig verstärkt auf den Sommertourismus zu setzen, nach meiner Einschätzung deutlich beschleunigen.

Die Skigebiete Taubenstein, Wank, Eckbauer oder auch andere werden mit Sicherheit nicht die letzten sein, die geschlossen werden.


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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Arlbergfan » 17.12.2015 - 22:06

br403 hat geschrieben:Naja, man fliegt schon so für Urlaube um die halbe Welt, dann halt im Winter auch. Entweder in die Sonne, Südsee oder Karibik, oder nach Kanada USA zum Skifahren.
Naja - das ist ja auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Angenommen man hätte letztes Jahr um diese Zeit eine Reise in die Rockies gebucht. Derjenige stand auch vor einer scheiß Situation - da war nix. Das bucht derjenige sicher auch kein zweites Mal mehr, zumal dieser Ausflug dich das doppelte kosten wird.

Die kurzfristigen Buchungen werden in den Bettenburgen der Alpen auf jeden Fall zunehmen. Abgeschirmte Destinationen mit unter 10.000 Betten werden trotzdem gebucht werden.
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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Pancho » 17.12.2015 - 22:06

Arlbergfan hat geschrieben:Dort wo Betten knapp sind, das Image aber einzigartig, wird der Stammgast trotzdem zu Weihnachten anreisen. Er möchte in seine zweite, vertraute Heimat. Die Menschen und Orte wieder sehen, die ihm ans Herz gewachsen sind. Er bucht trotzdem nächstes Jahr wieder zur gleichen Zeit.
Das Image eines Wintersportortes hat einen Grund. Ohne Schnee wandelt sich das Image und die Leute wandern ab - zeitlich und / oder örtlich. Nicht sofort, aber nach ein paar Wintern kommt man ins Grübeln. :wink:

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Arlbergfan » 17.12.2015 - 22:24

Pancho hat geschrieben:Das Image eines Wintersportortes hat einen Grund. Ohne Schnee wandelt sich das Image und die Leute wandern ab - zeitlich und / oder örtlich. Nicht sofort, aber nach ein paar Wintern kommt man ins Grübeln. :wink:
Geb ich dir absolut Recht. Aber es dauert bei solchen Orten doch merklich länger als bei anderen unprofilierten Destinationen...
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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Che » 17.12.2015 - 22:36

Interessantes Thema. Ich denke, die Auswirkungen würden erst nach 1-2 weiteren solchen Frühwintern deutlich spürbar werden-klar, einen leichten Rückgang wird's trotzdem geben, aber den gab es immer wieder mal und wird es immer wieder geben.

Außerdem muss ich Arlbergfan zustimmen, Nordamerika wird wohl kaum eine Alternative sein, zumindest nicht für diejenigen, die sich zuvor informieren. Dort kann einem genau das Gleiche passieren, habe dort ja schon einen Winter gelebt und durfte das selbst erfahren ;-)

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von extremecarver » 17.12.2015 - 22:59

Ich denke es wird halt umso stärker spät/spontan und kürzer gebucht.
Also ich würde derzeit nie Weihnachten mehr wie 7 Tage im voraus buchen. Denn was bringts in Ischgl zu sein, oder am Stubaier - wenn rund herum die Skigebiete kaum was offen haben - dann wirds dort umso voller. Und die hohen Gebiete in der Schweiz - welche nicht so überfüllt sein werden - ala Zermatt (Cervinia) und St.Moritz sind halt den meisten zu teuer oder zu weit weg.

Und derzeit ist es zwar leer - aber die Pisten sind doch trotzdem in den meisten Gebieten recht schnell abgefahren - zumindest am Wochenende. Vor Weihnachten der Betrieb war schon immer mehr Marketing als Verdienst - bis auf Gletscher und Ischgl...

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Racecarver » 17.12.2015 - 23:08

Hallo,

interesantes Thema, ich glaube das wird echt übel 8O

Wie ich so mitgekriegt habe, wird eher auf die (hochpreisige) Familienwoche Weihnachten/Neujahr verzichtet, wenn die Schneelage so angespannt ist.

Was deutlich zunimmt, sind Urlaubsstückelungen (statt einer Woche zwei lange Wochenenden) und extrem kurzfristige Buchungen (bei Neuschnee und guter Wettervorhersage spontane Anreise noch am selben Tag)

Für Gastronomen und Liftbetriebe ganz schlecht, weil die Planbarkeit völlig verloren geht. Einige versuchen mit Anzahlungen und Stornogebühren das abzumildern- der Schuss geht dann aber nach hinten los, weil sich die Leute dann im Hotelportal was suchen mit kostenloser Kündigung bis zum Anreisetag um 18 h .

Das wird mittelfristig für viele ernste wirtschaftliche Folgen haben.

Die hochgelegenen, "schneesicheren" Gletscherlagen sind dann auch keine Lösung, weil dann an diesen Tagen völlig überlaufen, überteuert und spassfrei.

Viele Grüsse

Racecarver
Saison 2018/2019 geplant:

31.10.-04. November 18: Ski-Opening Stubaital
Weihnachten18-Neujahr19: Skiverbund Feldberg
3. Januarwoche 19 : Skisafari Dolomiten I
3. Februarwoche 19: Skisafari Dolomiten II
Fastnacht 19: Skiverbund Feldberg
27.-31.03. Intersport Alpenglühen Skitest Obertauern


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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von br403 » 17.12.2015 - 23:12

Die Frage ist doch, überlegen sich nicht irgendwann die Leute ob man überhaupt noch an Weihnachten Skiurlaub macht? Wie gesagt, die Kanaren sind nicht weit, kostet nicht viel mehr als eine Woche Ischgl. Oder gleich dann Karibik, ist auch nicht so teuer. Und Wetter ist dort immer gut. Klar, hier im Forum wird das niemand machen, aber wenn nun jemand die eine Woche Wintersport und mehrfach Pech im Dezember hat? Nur mal so ein Gedankenspiel... Gibt es dazu Zahlen oder Studien?

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von ThomasK » 17.12.2015 - 23:24

br403 hat geschrieben:Die Frage ist doch, überlegen sich nicht irgendwann die Leute ob man überhaupt noch an Weihnachten Skiurlaub macht? Wie gesagt, die Kanaren sind nicht weit, kostet nicht viel mehr als eine Woche Ischgl. Oder gleich dann Karibik, ist auch nicht so teuer. Und Wetter ist dort immer gut. Klar, hier im Forum wird das niemand machen, aber wenn nun jemand die eine Woche Wintersport und mehrfach Pech im Dezember hat? Nur mal so ein Gedankenspiel... Gibt es dazu Zahlen oder Studien?

Genaue Zahlen und Studien habe ich dazu nicht, aber ich habe in letzter Zeit mehrere Zeitungsberichte gelesen, dass bei der jüngeren Generation, also den Leuten zwischen 18 und 29 Jahren, der Weihnachtsurlaub auf den Kanarischen Inseln oder in der Karibik immer wichtiger wird und das das Skifahren im Stellenwert spürbar verliert. Die Anzahl der aktiven Skifahrer ist in Deutschland rückläufig. Viele wollen dann eher zum Segeln, Tauchen oder einfach zum Feiern.

Ich habe jetzt keine Ahnung, was eine Taucherausrüstung kostet (als Laie schätze ich mal aus dem Bauch heraus 1000 - 1500 €), aber oft ist der Flug auf die Kanaren billiger als der Wochenskipass in den Alpen.

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von br403 » 17.12.2015 - 23:45

Bitte nicht direkt den Post quoten, danke.

Aber ich meine ich hätte auch sowas gelesen. Mal sehen ob sich da was findet. Und ja, es gibt Angebote da ist eine Woche HP mit Flug nicht viel teurer als eine Woche Skipass.

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Werna76 » 17.12.2015 - 23:46

Ich denke auch, dass sich die Buchungsmentalität noch mehr zum kurzfristigen buchen hin ändern wird. Skigebiete bei denen man direkt und unkompliziert einfach über die Skigebietshomepage dirtekt buchen kann, werden hier klar im Vorteil sein.
Unsere Gruppe aus ca 10-12 Mann war jahrelang irgendwo bei einem Skiopening vertreten. Mittlerweile tun wir das nicht mehr, sondern buchen Mitte/Ende Jänner und ich keine einige die jahrelang Skiopeningsbesucher waren und heuer aufgrund der Erfahrung aus dem Vorjahr nicht gefahren sind.

Zum wirtschaftlichen:
Ostösterreich: Hirschenkogel ja mittlerweile in russischer Hand (über Schweizer Umwege); denke die haben sich das sicherlich anders vorgestellt. Anlaufverluste schön und gut aber bei mehreren Jahren hintereinander wird man zu grübeln beginnen.
Die Eigentümer vom Stuhleck sind Amerikaner, auch hier fraglich ob und wie lange die sich das noch ansehen, vor allem wenn man im Gegensatz zu den Eltern überhaupt keinen Bezug zu einem kleinen Skigebiet in Österreich hat.
In Kärnten gehts drunter und drüber, da ist in Bad Kleinkirchheim soeben die Tourismus GmbH in Konkurs gegangen. Mal abwarten ob die Gemeinde die Schulden übernimmt (übernehmen kann?) und was dann weiter mit dem Skigebiet passiert. Das Fiasko beim letzten Weltcup war natürlich wie eine Gnackwatschn von Bud Spencer wirtschaftlich betrachtet.
Steiermark/Salzburg kann ich nicht viel sagen, die Bilanzen vom Winter 14/15 liegen von vielen noch nicht vor, das wird noch ein paar Monate dauern.
Das aktuelle Zinsniveau kommt denjenigen die hoch verschuldet sind natürlich entgegen, bei höherem Zinsniveau würden auch einige große Skigebiete zumindest Problemchen bekommen.

Und bezüglich des Herumjammerns hier im Forum... ich hab nach jahrelangem herumsudern von meinem Arbeitgeber tatsächlich ein Jahr Auszeit genehmigt bekommen. Wollte im Dezember eigentlich durch Italien, Schweiz, Frankreich touren und all die Skigebiete besuchen, die ich nur ausm Forum hier kenne... Einmal im Leben so viel Freizeit und dann KOMMT SOWAS :twisted: Als ich vor ein paar Jahren im Dezember/Jänner in Australien war, gabs hier natürlich Rekordschneefälle und Powder überall, fühle mich vom Wettergott gröber verarscht! Der Einzige der hier wirklich jammern kann bin ich!
So und jetzt hätt ich gern ne Runde Mitleid. :grosseaugen:
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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von NIC » 18.12.2015 - 00:31

Meiner Meinung nach wird es noch ein paar solche Winter, oder besser gesagt solche Weihnachtsferien brauchen, damit man eine Reaktion der Leute bemerkt. Das geht nicht von heute auf morgen. Die meisten Leute verbinden die Weihnachtsferien noch mit Winter und nicht mit Strand und Sonne. Aber wie schon erwähnt, ein Wandel ist spürbar, vor allem bei den jüngeren Leuten. Ich merke das auch in meinem Freundeskreis (ich bin Anfang 20), es wird immer seltener skigefahren, Städtereisen und Reisen zum Meer werden im Winter immer populärer. Mir kommt es auch so vor, als ob man immer weniger junge Leute auf den Pisten sieht, dass ist aber nur meine subjektive Einschätzung.

In Zukunft werden die Leute halt noch mehr auf die Höhenmeter schauen, die bekannten Tiroler Skigebiete (Ischgl, Zillertal, Gletscher usw.) werden profitieren. Niedrige Skigebiete Skigebiete wie Kitzbühel z. B. werden auch immer ihr Stammpublikum haben, um die braucht man sich keine Sorgen machen. Allerdings glaube ich schon, dass die "mittelklasse-Skigebiete" unterhalb von 2000 m (z. B. Alpbach, Radstadt, Kreischberg, BKK, Dachstein West), sollten mehrere derartige Weihnachtsferien in den nächsten Jahren folgen, leiden werden. Irgendwann haben die Leute halt auch keine Lust mehr auf Kunstschneepisten in der Wiese, auch wenn man ganz gut dort skifahren kann, und wandern in die höher gelegenen Skigebiete nach Tirol/Vorarlberg ab. Ganz schlimm ist diese Situation natürlich für die kleineren, tiefer gelegenen Skigebiete ohne schlagkräftige Beschneiungsanlage. Für die ist das Weihnachtsgeschäft die wichtigste Zeit der Saison. Wenn es so weiter geht werden halt immer mehr kleinere Skigebiete zusperren müssen. Das wäre natürlich für den "kleineren" Mann besonders schlimm, wenn dann am Ende nur mehr die Skigebiete übrig bleiben, wo der Tagespass über 45 Euro kostet. Dieses Klientel würde möglicherweise dem skifahren ganz verloren gehen.

Werna76 hat geschrieben: Zum wirtschaftlichen:
Ostösterreich: Hirschenkogel ja mittlerweile in russischer Hand (über Schweizer Umwege); denke die haben sich das sicherlich anders vorgestellt. Anlaufverluste schön und gut aber bei mehreren Jahren hintereinander wird man zu grübeln beginnen.
Die Eigentümer vom Stuhleck sind Amerikaner, auch hier fraglich ob und wie lange die sich das noch ansehen, vor allem wenn man im Gegensatz zu den Eltern überhaupt keinen Bezug zu einem kleinen Skigebiet in Österreich hat.
Aber gerade die beiden Skigebiete (vor allem das Stuhleck, das einzige Skigebiet mit halbwegs akzeptablem Angebot innerhalb von ca. 1 Stunde Umkreis) werden doch massiv profitieren. Die werden richtig überrannt werden zu Weihnachten, da sonst nichts in der Umgebung offen hat. Der "Buchungs-Faktor" fällt da schon mal weg, da die beiden fast nur Tagesskigebiete sind. Durch den Schneemangel haben solche Skigebiete einfach keine Konkurrenz durch die "Kleinen".
Saison 2018/19: 40 Skitage - 7 Saalbach, 3 Stuhleck, 3 Mölltaler Gletscher, 2 Hirschenkogel, 1 Maiszinken, 1 Feistritzsattel, 1 Annerlbauer, 1 Furtner Lifte, 1 Breitenfurt, 1 Simas-Lift, 1 Unterberg, 1 Schmoll Lifte, 1 Jauerling, 1 Hochbärneck, 1 Kalte Kuchl, 1 Königsberg, 1 Puchenstuben, 1 Kasberg, 1 Loferer Alm, 1 Thalkirchdorf, 1 Andelsbuch/Schneiderkopf, 1 Buron/Adelharz, 1 Bödele, 1 Thaler Höhe, 1 Schetteregg, 1 Hahnbaum, 1 Fageralm, 1 Mönichwald, 1 Niederalpl

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Tyrolens » 18.12.2015 - 11:11

Skifahren wird man immer können, das ist nicht die Frage.

Aber wie kann man Millionen von Wintertouristen bei der Stange halten? Kommen sie wegen der Winterlandschaft: Schlecht. Kommen sie wegen des schönen Wetters (Sonne): Gut. Kommen sie ohnehin nur, um sich eine Woche lang eine Party zu geben: Perfekt.


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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von tobi27 » 18.12.2015 - 14:06

Eine wirklich interessante Frage die gestellt wurde. Auch ich bin der Meinung, dass es zwar noch ein paar mehr schlechte Winter braucht damit die Masse umschwingt, aber man hört doch deutlich raus das viele Leute (sowohl Gäste als auch Einheimische) die schneearme Zeit um Weihnachten langsam satt haben. In den letzten Jahren konnte man um diese Zeit wenigstens noch bedingt auf die Piste um Spaß zu haben aber dieses Jahr scheint es wohl so zu sein, dass bei mir in der Region nur Grasgehren und Fellhorn/Kanzelwand bedingt brauchbare Bedingungen haben, obwohl die starken Regenfälle diese Woche nun dort auch stark zu spüren sind.
Auch interessant finde ich das viele Skigebiete mit ihren Werbesprüchen wie "100% Schneesicherheit" gerade in der Höhenlage von 1000-1500m wohl die Schnauze zu weit aufgerissen haben, man sieht das man nicht blind darauf gehen kann, Schneekanonen seien das Allheilmittel, denn bei den Temperaturen jetzt schaut es mau aus und eine 100 prozentige Schneesicherheit ist auf dieser Höhenlage nie und nimmer möglich. Der diesjährige Winteranfang zeigt es ja bestens.

Letztendlich kann man aber eh nichts ändern und muss das Wetter so nehmen wie es kommt. Trotzdem kann ich auf jeden Fall verstehen, dass Familien die ordentlich Geld in den Weihnachtsurlaub investieren und dann von Jahr zu Jahr enttäuscht werden irgendwann die Nase voll haben.

Viele Grüße,
Tobi
Zuletzt geändert von tobi27 am 18.12.2015 - 14:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Stäntn » 18.12.2015 - 14:13

So meine Meinung hierzu ist ja aus diversen ähnlich gelagerten Diskussionen bekannt :lach:

Eine Verlagerung der Kernsaison auf Fasching-Ostern wäre eine Lösung, die den Skigebieten am besten zu Gesicht stünde. März/April hat es immer genug Schnee, es ist meistens kälter und es herrscht quasi überall Vollbetrieb ohne das man Beschneien müsste wie ein Irrer. Da fällt der Schnee von selbst.

März ist der neue Dezember, und die Weihnachtsurlauber werden nach Ostern transferiert. Aber damit tu ich mich selbst im eigenen Bekanntenkreis hart. Irgendwie ist es stur verankert dass Dezember kalt und April warm sein muss. Basta. Ich lach nur noch drüber und freu mich über Kettenpflicht im Mai mehr wie über grüne weiße bunte wasweißich Weihnachten...

Eine Idee der Steuerung wäre wenn man jetzt bei etwaigen Stornierungen keine Gebühr verlangt oder Anzahlung einbehält sondern das als Gutschein für die Osterferien gibt. Dann wären auch die Orte im März wieder ausgelastet, Hotelerie freut sich - ein Kellner kostet jetzt und dann das gleiche Gehalt.
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Winter 2011/12: 66 Skitage
Highlight: Die Mega TIROL Tour 2011/2012: 25 Skigebiete in 17 Tagen

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von ski-chrigel » 18.12.2015 - 14:14

Ich denke auch, dass es den eh schon sehr starken Trend, immer kurzfristiger zu buchen, noch weiter verstärkt. Einzig die "Angst", dass man über die Feiertage nichts mehr findet, kann dem noch etwas abhelfen, aber nur gerade in dieser einen Woche.
2019/20:14Tg.:7xH’tux,3xSölden,2xPitztaler,1xSFee,1xTitlis 2018/19:129Tg:22xLaax,19xKlewen,16xDolo,15xA’mattSedrunDisentis,12xH’tux,8xZ’matt,5xTitlis,4xSölden,3xPitztaler,3xMoritz,3xLHArosa,3xIschgl,3xStubai,2xGurgl,2xTux,je1xDavos,Frutt,Grüsch,SFL,SHLF,Z’arena,Aletsch,Monterosa,Stelvio
2017/18:143Tg:30xKlewen,25xLaax,15xA’mattSedrunDisentis,13xH’tux,9xDolo,7xSölden,7xIschgl,5xSt.Moritz,je4xLHArosa,Pitztaler,Titlis,je2xKauni,Z’arena,Tux,Frutt,je1xDavos,SFL,SHLF,Kitz,Stubai,Hasli,SFee,Osttirol,Kühtai,Hochzeiger,Savognin,Airolo
2016/17:127Tg:29xLaax,20xKlewen,14xH'tux,7xSölden,je6x3V,Moritz,Ischgl,je4xA'mattSedrun,Gurgl,Pitztaler,Stubai,je3xLHArosa,Titlis,SiMo,je2xTux,Kauni,SFL,Davos,je1xStelvio,Dolo,Skiwelt,SHLF,Galtür,Z'arena
2015/16:129Tg:29xLaax,24xKlewen,13xIschgl,8xGurgl,je7xSt.Moritz,H'tux,6xDolo,5xSFL,4xSölden,je3xL'heideArosa,Stubaigl.,Titlis,je2xDavos,Golm,SiMo,Div.je1x
2014/15:121Tg 2013/14:65Tg 2012/13:48Tg 2011/12:62Tg 2010/11:83Tg

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Che » 18.12.2015 - 15:28

extremecarver hat geschrieben:Ich denke es wird halt umso stärker spät/spontan und kürzer gebucht.
Also ich würde derzeit nie Weihnachten mehr wie 7 Tage im voraus buchen. Denn was bringts in Ischgl zu sein, oder am Stubaier - wenn rund herum die Skigebiete kaum was offen haben - dann wirds dort umso voller. Und die hohen Gebiete in der Schweiz - welche nicht so überfüllt sein werden - ala Zermatt (Cervinia) und St.Moritz sind halt den meisten zu teuer oder zu weit weg.

Und derzeit ist es zwar leer - aber die Pisten sind doch trotzdem in den meisten Gebieten recht schnell abgefahren - zumindest am Wochenende. Vor Weihnachten der Betrieb war schon immer mehr Marketing als Verdienst - bis auf Gletscher und Ischgl...
Nein, darauf wird es nicht rauslaufen. Das hat man dir zwar schonmal erklärt, aber nunja...
Eine mehrköpfige Familie muss, wenn sie nicht total eingeschränkt sein will, im Voraus buchen, sonst bekommt sie nicht das gewünschte Hotel. Zu dieser Zeit hat es eile Stammgäste, die wieder zu ihren Hoteliers wollen, deshalb werden nur wenige auf Idee kommen, an Weihnachten lediglich 7 Tage im Voraus zu buchen.

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von hustephan » 18.12.2015 - 16:33

Che hat geschrieben:
extremecarver hat geschrieben:Ich denke es wird halt umso stärker spät/spontan und kürzer gebucht.
Also ich würde derzeit nie Weihnachten mehr wie 7 Tage im voraus buchen. Denn was bringts in Ischgl zu sein, oder am Stubaier - wenn rund herum die Skigebiete kaum was offen haben - dann wirds dort umso voller. Und die hohen Gebiete in der Schweiz - welche nicht so überfüllt sein werden - ala Zermatt (Cervinia) und St.Moritz sind halt den meisten zu teuer oder zu weit weg.

Und derzeit ist es zwar leer - aber die Pisten sind doch trotzdem in den meisten Gebieten recht schnell abgefahren - zumindest am Wochenende. Vor Weihnachten der Betrieb war schon immer mehr Marketing als Verdienst - bis auf Gletscher und Ischgl...
Nein, darauf wird es nicht rauslaufen. Das hat man dir zwar schonmal erklärt, aber nunja...
Eine mehrköpfige Familie muss, wenn sie nicht total eingeschränkt sein will, im Voraus buchen, sonst bekommt sie nicht das gewünschte Hotel. Zu dieser Zeit hat es eile Stammgäste, die wieder zu ihren Hoteliers wollen, deshalb werden nur wenige auf Idee kommen, an Weihnachten lediglich 7 Tage im Voraus zu buchen.
Ich denke dass man das nicht pauschalieren darf. Weniger Schnee zu Weihanchten/Silvester wird mittelfristig - sofern der Trend der letzten 2 Jahre anhält - sicher zu Auswirkungen auf das Buchungsverhalten haben. Familien die auf die Ferienzeit angewiesen sind werden möglicherweise noch früher buchen müssen weil sie auf Gletschergebiete, höher gelegene Gebiete und auf Gebiete mit einer schlagkräftigen Beschneiung ausweichen werden/müssen um gesichert Skifahren zu können. Die Nachfrage nach Unterkünften wird sich in diesen Gebieten sicher erhöhen.
Im Gegensatz dazu werden niedrigere Gebiete oder Gebiete mit einer schlechteren/ohne Beschneiung kurzfristiger gebucht werden bzw erst dann gebucht werden sobald sich eine entsprechende Schneelage abzeichnet. Allerdings wird das sicher nicht im 7-Tages-Bereich liegen.

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Re: Schneemangel 2015/16 - Mittelfristige Auswirkungen

Beitrag von Witzlaff » 18.12.2015 - 16:48

Ich bin gerade beim Lesen der Tiroler Tageszeitung auf zwei Artikel gestoßen, welche sich zu diesem Thema äußern.

Tiroler Tageszeitung-Umdenken im Wintertourismus

und

Tiroler Tageszeitung - Touristiker hoffen auf Schnee wir jammern auf hohem Niveau
Saison 2018/2019 3x Hintertuxer Gletscher; 6x Saalbach-Hinterglemm ; 5x Winterberg ; 5x Willingen, 3x Damüls-Mellau, 1x Ischgl, 1x SFL

Saison 2017/2018: 2x Hintertuxer Gletscher ; 6x Mayrhofen ; 2x Winterberg


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