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Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

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tafaas
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von tafaas » 25.01.2019 - 10:42

Mal aus ökoterroristischer Sicht aus gesehen, ist das Energiesparen ja auch gut für die Umwelt.
Durch die gesparte Energie wird der Klimawandel abgeschwächt, was uns ein paar Jahre längeres Skivergnügen garantiert. ;D


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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von j-d-s » 25.01.2019 - 12:48

Falsch, Frankreich hat 95% CO2-freie Stromerzeugung, die Schweiz und Österreich auch den Großteil.
Saison 18/19 [41]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, Pizol, Toggenburg, Flumserberg, Parsenn+Madrisa, Obersaxen, Silvretta Montafon, Mythenregion/Hoch-Ybrig, Sedrun-Andermatt+Gemsstock, Titlis, Laax, Arlberg, Golm, Corvatsch+Corviglia, Lenzerheide-Arosa, Bardonecchia+Jafferau, Serre Chevalier, Limone Piemonte, Mondole Ski, Pila, Vars-Risoul, Combloux-Megeve-La Giettaz, Valmorel-SFL, Espace Diamant, Les Contamines-Hauteluce, La Rosiere-La Thuile, Areches Beaufort, Alpe d'Huez, Val d'Isere, Grand Massif, 3x Trois Vallees, Les Gets-Morzine, 2x Paradiski

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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von simmonelli » 25.01.2019 - 12:49

extremecarver hat geschrieben:
24.01.2019 - 10:48
In der Nebensaison eben genau nicht, da sind 50-60 Prozent vor 9:00 am lift (bei Öffnung 8:00-8:30) und fahren deutlich mehr als die Touristen zur Hauptsaison
Das ist sicherlich richtig, aber was genau verlieren die Bergbahnen jetzt, wenn sie genau in dieser Situation langsamer fahren? Sie sparen beim Strom und haben weniger Verschleiß = 2x Einsparungen. Bei den Lifttickets verlieren sie nichts. Für einen weiteren Besucht sind auch für 99,5% der in der Nebensaison kommenden Skifahrer vermutlich andere Kriterien ausschlaggebend. Und das die alle nicht Essen gehen, weil sie (zumeist unbemerkt) 30 Minuten länger in den Liften sitzen willst Du nicht ernsthaft behaupten, oder?
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von simmonelli » 25.01.2019 - 12:54

Oliver.O hat geschrieben:
24.01.2019 - 14:22

Ich fahre anstelle von 140 Tagen im Jahr vielleicht 7 oder 14. Da möchte ich möglichst viel vom Tag haben (und das heißt: weit im Gebiet herumkommen und den größten Teil der Zeit möglichst bergab). Ich gehe in eher teure und größere Gebiete außerhalb der Hauptsaison, zahle trotzdem entsprechend viel und erwarte eben auch ein hohes Leistungsniveau. Ich sehe auch, dass neue Anlagen unter anderem mit Geschwindigkeit beworben werden, wie z.B. Ischgl hier "noch schneller und komfortabler auf den Palinkopf". Dann erwarte ich natürlich, dass diese auch geliefert wird.
(Klugscheissermode "AN")
Tut sie doch auch. Also Dich schneller auf den Berg bringen. Wenn die Alte mit 80% Vmax fuhr und die Neue auch, ist sie exakt den %-Satz schneller, der beworben wird ;D
(Klugscheissermode "AUS)
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Oliver.O » 25.01.2019 - 12:55

Kreon100 hat geschrieben:
25.01.2019 - 09:23
Dann darfst Du aber auch nicht versehentlich auf der Sonnenterrasse ein viertel Stündchen länger sitzen bleiben, das verhagelt Dir dann wieder Deinen Schnitt. ;-)
Dürfte er, wäre ja selbst gewählt. Wenn ich im Restaurant ein 0,5-l-Glas Bier bestelle, erwarte ich auch 0,5 l Inhalt. Wenn ich das dann entscheide, es war doch zuviel und trinke nur 0,4 l, ist das doch in Ordnung, weil "mein Bier". Übrigens: In der Gastronomie mussten extra Gesetze her, damit die Gläser auch korrekt gefüllt sind und der Kunde das prüfen kann.
Kreon100 hat geschrieben:
25.01.2019 - 09:23
Was ist überhaupt mit Seilbahnen? Da wird man doch in Kauf nehmen, dass die bei wenig Betrieb erst losfahren, wenn ein paar Leute zusammen sind oder eben nur dreimal stündlich gefahren wird.
Stimmt, bei Pendelbahnen besteht oft ein Unsicherheitsfaktor, wenn es leer sein könnte und es keinen Fahrplan gibt. Wenn ich die bedienten Strecken wichtig finde und befürchten muss, dass zu selten gefahren wird, führt das genauso zur Abwertung wie Langsamfahren. Gleiches gilt für mich für Wartezeiten oder zu volle Pisten. Das sind für mich alles qualitätsmindernde Faktoren, die ich berücksichtige.
Kreon100 hat geschrieben:
25.01.2019 - 09:23
Nee, das ist schon o.k. für mich, wenn die da das Material schonen. Meine Schmerzgrenze ist dann erreicht, wenn bei wenig Andrang bestimmte, etwas abgelegene Pisten z.B. nicht mehr gepflegt würden. Das habe ich aber jedenfalls in Österreich noch nicht erlebt.
Finde ich völlig in Ordnung, dass du das so siehst. Bei mir ist es gerade umgekehrt: Ich mag Abwechslung und brauche nicht überall durchgebügelte Carvingautobahnen. Wenn also gezielt mal Pisten komplett unpräpariert gelassen werden, spart das dem Betreiber nicht nur Geld: Für mich ist es eine Aufwertung. Im Idealfall habe ich Tiefschnee auf der Piste. Aber gern auch mal Buckel, solange die nicht extrem ausgefahren und total vereist sind. Bei wenigen Besuchern ist das gut zu erreichen und das habe ich in Frankreich auch so erlebt (mit Hinweistransparent an der Pisteneinfahrt).
Zuletzt geändert von Oliver.O am 25.01.2019 - 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Oliver.O » 25.01.2019 - 13:03

simmonelli hat geschrieben:
25.01.2019 - 12:49
Bei den Lifttickets verlieren sie nichts. Für einen weiteren Besucht sind auch für 99,5% der in der Nebensaison kommenden Skifahrer vermutlich andere Kriterien ausschlaggebend.
Die Annahme, "fast alle sehen das so wie ich" ist oft gewagt.
simmonelli hat geschrieben:
25.01.2019 - 12:54
Tut sie doch auch. Also Dich schneller auf den Berg bringen. Wenn die Alte mit 80% Vmax fuhr und die Neue auch, ist sie exakt den %-Satz schneller, der beworben wird ;D
Netter Versuch: Der Witz hier ist, dass laut Liftt-World die alte Palinkopfbahn sogar eine kürzere Nennfahrzeit hatte als die neue Bahn, bei gleicher Nenngeschwindigkeit übrigens. Was sie tatsächlich ausgeweitet haben, ist die Kapazität.

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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Kreon100 » 25.01.2019 - 13:10

Oliver.O hat geschrieben:
25.01.2019 - 12:55
Kreon100 hat geschrieben:
25.01.2019 - 09:23
(...)


Nee, das ist schon o.k. für mich, wenn die da das Material schonen. Meine Schmerzgrenze ist dann erreicht, wenn bei wenig Andrang bestimmte, etwas abgelegene Pisten z.B. nicht mehr gepflegt würden. Das habe ich aber jedenfalls in Österreich noch nicht erlebt.
Finde ich völlig in Ordnung, dass du das so siehst. Bei mir ist es gerade umgekehrt: Ich mag Abwechslung und brauche nicht überall durchgebügelte Carvingautobahnen. Wenn also gezielt mal Pisten komplett unpräpariert gelassen werden, spart das dem Betreiber nicht nur Geld: Für mich ist es eine Aufwertung. Im Idealfall habe ich Tiefschnee auf der Piste. Aber gern auch mal Buckel, solange die nicht extrem ausgefahren und total vereist sind. Bei wenigen Besuchern ist das gut zu erreichen und das habe ich in Frankreich auch so erlebt (mit Hinweistransparent an der Pisteneinfahrt).
Da hast Du etwas voreilig generalisiert, ich liebe Buckelpiste und eine Piste mit Neuschnee ist immer ein Träumchen. Dennoch erwarte ich, dass die Pisten auch in der Nebensaison ordentlich gepflegt werden. Aber Du siehst, jeder hat eine andere Priorität, und die Skigebiete wollen es möglichst allen recht machen. Aber Bier gibt es bei mir beim Skifahren erst nach Liftschluss ;-)


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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von TVT » 25.01.2019 - 13:58

Oliver.O hat geschrieben:
25.01.2019 - 12:55
Kreon100 hat geschrieben:
25.01.2019 - 09:23
Dann darfst Du aber auch nicht versehentlich auf der Sonnenterrasse ein viertel Stündchen länger sitzen bleiben, das verhagelt Dir dann wieder Deinen Schnitt. ;-)
Dürfte er, wäre ja selbst gewählt. Wenn ich im Restaurant ein 0,5-l-Glas Bier bestelle, erwarte ich auch 0,5 l Inhalt. Wenn ich das dann entscheide, es war doch zuviel und trinke nur 0,4 l, ist das doch in Ordnung, weil "mein Bier". Übrigens: In der Gastronomie mussten extra Gesetze her, damit die Gläser auch korrekt gefüllt sind und der Kunde das prüfen kann.
Aber in dem fall geht es ja nicht um den Umfang, sondern um die Zeit. Denn die Bergbahnen kommen ja ihren Pflichten nach(vgl 0,5Bier), nur die Zeit, die dafür gebraucht wird ist ggf. länger. Und beim Bestellen des Bieres kann diese ja auch von der schnellstmöglichen Zeit abweichen.
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von tafaas » 25.01.2019 - 14:04

TVT hat geschrieben:
25.01.2019 - 13:58
Und beim Bestellen des Bieres kann diese ja auch von der schnellstmöglichen Zeit abweichen.
Was wesentlich nerviger ist als langsame Lifte. :biggrin:
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Oliver.O » 25.01.2019 - 14:20

Kreon100 hat geschrieben:
25.01.2019 - 13:10
Da hast Du etwas voreilig generalisiert, ich liebe Buckelpiste und eine Piste mit Neuschnee ist immer ein Träumchen.
Okay, dann nehme ich gern zurück, dass es bei mir umgekehrt ist.
Kreon100 hat geschrieben:
25.01.2019 - 13:10
Dennoch erwarte ich, dass die Pisten auch in der Nebensaison ordentlich gepflegt werden.
Ich auch, im Sinne von: Wenn schon präparieren, dann ordentlich. Also bitte zum richtigen Zeitpunkt (Temperatur), ohne Absätze, etc. Macht allerdings bei den Kosten keinen Unterschied.
Kreon100 hat geschrieben:
25.01.2019 - 13:10
Aber Bier gibt es bei mir beim Skifahren erst nach Liftschluss ;-)
Bei mir durchaus zwischendrin (sortenabhängig), allerdings alkoholfrei. :)
TVT hat geschrieben:
25.01.2019 - 13:58
Aber in dem fall geht es ja nicht um den Umfang, sondern um die Zeit. Denn die Bergbahnen kommen ja ihren Pflichten nach(vgl 0,5Bier), nur die Zeit, die dafür gebraucht wird ist ggf. länger.
So kann man das durchaus sehen und insofern hinkt mein Vergleich natürlich. Mein Gedanke war, dass zum vollen Glas (wie schon irgendwo oben erwähnt) Pistenqualität mal Abfahrtszeit gehört. Die Liftfahrt ist da eher ein notwendiges Übel, obwohl es natürlich auch da schönere und weniger schöne gibt. Beim Bier müsste man dann vielleicht Sorte und Zapfqualität mit einbeziehen. Dann wird's schnell richtig kompliziert. :wink:

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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von ski-chrigel » 25.01.2019 - 14:41

Ich auch, im Sinne von: Wenn schon präparieren, dann ordentlich. Also bitte zum richtigen Zeitpunkt (Temperatur), ohne Absätze, etc. Macht allerdings bei den Kosten keinen Unterschied.
Klar macht das ein Unterschied. Saubere Präparierung kann rasch mehr Arbeitszeit und mehr Diesel ausmachen. Bullyfahrer spüren diesen Kostendruck seitens Management.
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Oliver.O » 25.01.2019 - 15:13

ski-chrigel hat geschrieben:
25.01.2019 - 14:41
Saubere Präparierung kann rasch mehr Arbeitszeit und mehr Diesel ausmachen.
Du hast natürlich recht. Meine Überlegungen hatte ich stark verkürzt dargestellt und auch vor dem Hintergrund meiner Ansprüche, die, wenn ich es richtig einordne, deutlich unter deinen liegen dürften. Wenn beim Präparieren gleich mehrfach gefahren wird, bis alles super perfekt ist, ist das natürlich deutlich teurer als eine "einfachere" Bearbeitung. Mir ging's eher um die Kompetenz und Einstellung des einzelnen Fahrers bei gegebener Zeit pro Pistenabschnitt. Der kann ja beispielsweise den Schildeinsatz auf Anhieb richtig dosieren und Absätze vermeiden. Das muss dann nicht mehr Zeit kosten als eine nachlässigere Präparierung.

Ich hätte also schreiben sollen "muss bei den Kosten keinen Unterschied machen".

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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von j-d-s » 25.01.2019 - 15:16

ski-chrigel hat geschrieben:
25.01.2019 - 14:41
Ich auch, im Sinne von: Wenn schon präparieren, dann ordentlich. Also bitte zum richtigen Zeitpunkt (Temperatur), ohne Absätze, etc. Macht allerdings bei den Kosten keinen Unterschied.
Klar macht das ein Unterschied. Saubere Präparierung kann rasch mehr Arbeitszeit und mehr Diesel ausmachen. Bullyfahrer spüren diesen Kostendruck seitens Management.
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von JohannesSKI » 25.01.2019 - 15:22

j-d-s hat geschrieben:
25.01.2019 - 12:48
Falsch, Frankreich hat 95% CO2-freie Stromerzeugung, die Schweiz und Österreich auch den Großteil.
Schreib vielleicht noch dazu, dass dessen Strom aus AKWs kommt, deren Sicherheit höchst bedenklich ist, was sich durch mehrere Zwischenfälle gezeigt hat.
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von danimaniac » 25.01.2019 - 15:35

JohannesSKI hat geschrieben:
25.01.2019 - 15:22
j-d-s hat geschrieben:
25.01.2019 - 12:48
Falsch, Frankreich hat 95% CO2-freie Stromerzeugung, die Schweiz und Österreich auch den Großteil.
Schreib vielleicht noch dazu, dass dessen Strom aus AKWs kommt, deren Sicherheit höchst bedenklich ist, was sich durch mehrere Zwischenfälle gezeigt hat.
Schreib vielleicht noch deine Quelle dazu?
2017 war im Strommix 7,7% Erdgas und 1,8% Kohle und 0,7% Öl involviert. 16,7% erneuerbare und 71,6% Kernenergie. Unter Sonstige (1,3%) fällt dann auch noch Müllverbrennung. Also von 95% CO2 freier Energieversorgung zu sprechen ist eine widerlegbare Lüge.

Und während die Schweiz sogar 60% ihres Stroms aus Wasserkraft erzeugen erhöht sich doch der CO2 Ausstoß der größten Stromlieferanten

Deutschland ist da der schwarze Peter. Ganz klar. So viel Strom wie hier aus Kohle gewonnen wird, da kann man schon fast Kernkraftwerke als sauber verargumentieren. Sollte man aber wohl nicht. Die Endlager und Störfallproblematik ist dafür zu groß.

Quintessenz meines Beitrags hier: Hinterlege deine Behauptungen bitte mit Fakten, sieh ein wenn du nicht recht hast und beteilige dich dann bitte, wenn, themenbezogen.
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Frans » 25.01.2019 - 16:17

Komisch finde ich, dass in Frankreich die kuppelbare Lifte oft deutlich schneller laufen als z.B. in Österreich. Ist das ein subjektives Empfinden? Laut meine Zeitaufnahmen scheint es tatsächlich so zu stimmen. Dort wo ich spaßhalber mal die Fahrzeiten gemessen habe, kam ich in Frankreich immer zwischen 4,5 und 5 m/s aus bei KSB-Anlagen. In Österreich habe ich das an leeren Tagen noch nie erlebt. In Frankreich ist anscheinend der Stromverbrauch egal. Sogar die kuppelbare Stangenschlepper (KSSL-Anlagen) laufen gerne 3 bis 4 m/s. Anderseits wird in Frankreich gerne an Garagierungen gespart, die sind in viele Skigebiete quasi nicht vorhanden. Sogar im Sommer hängt dann einfach alles am Seil, inkl. EUB-Anlagen. Ob das so gut für das Material ist, steht auf einen anderen Blatt Papier.

In der Schweiz sind meine Erfahrungen gemischt. Einerseits Skigebiete wo gedrosselt wird, anderseits hab auch desöfteren erlebt, dass trotz leere Pisten mit 4,5 bis 5 m/s gefahren wird. Beispiele: Brigels-Waltensburg, Pizol, Grimentz-Zinal, L4V. Auch in Italien sind meine Erfahrungen gemischt, wobei in Italien meistens zügig gefahren wird, wie auch in Spanien, Andorra und Slowakei.

In Winterberg merkt man zum Teil sogar pro Betreiber wie schnell die fahren mögen. Gut, die alle kürzeste Bahnen sind ab Werk gedrosselt, aber auffällig ist seit 2015 immer wieder, dass Möppi am Poppenberg (auch in der Nachsaison) gerne auf Vollgas fährt, während sonstwo gedrosselt wird. In Willingen ist es am Ritzhagen sogar extrem wie langsam die Anlage an leeren Tagen läuft.

Persönlich kann ich bei kuppelbare Anlagen mit 4 m/s leben, und wenn die Anlage wie in Winterberg sehr kurz ist auch mal mit 3,5 m/s. Langsamer darf es aber nicht sein und ich freue mich immer wieder in Länder wie Frankreich, dass die Anlagen einfach zügig laufen. Für mich erhöht sich der Spaßfaktor ungemein und zudem finde ich das Fahrgefühl bei schnelleren Anlagen auch schöner, wenn auch das letzte Argument strikt persönlich ist. Am Ende zählt wieviele Abfahrten man am Tag schaffen kann.
JohannesSKI hat geschrieben:
25.01.2019 - 15:22
Schreib vielleicht noch dazu, dass dessen Strom aus AKWs kommt, deren Sicherheit höchst bedenklich ist, was sich durch mehrere Zwischenfälle gezeigt hat.
Sorry, aber Panikmache für AKWs ist hier doch ein wenig fehl am Platz... Wer zum Thema keine Ahnung hat, sollte generell besser vorsichtig sein, darüber zu reden.
Zuletzt geändert von Frans am 25.01.2019 - 16:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Oliver.O
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Oliver.O » 25.01.2019 - 16:27

Frans hat geschrieben:
25.01.2019 - 16:17
Komisch finde ich, dass in Frankreich die kuppelbare Lifte oft deutlich schneller laufen als z.B. in Österreich. Ist das ein subjektives Empfinden? Laut meine Zeitaufnahmen scheint es tatsächlich so zu stimmen.
Da dir das im Gebiet Arlberg Ost (St. Anton) ebenfalls aufgefallen ist und ich das bei Nachprüfungen nicht bestätigen konnte: Kannst du bitte berichten, wie genau du gemessen hast und bei welchen konkreten Anlagen du welche Geschwindigkeiten beobachtet hast?

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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Frans » 25.01.2019 - 16:40

Die Zeiten habe ich von Stationsausfahrt bis Stationseinfahrt gemessen. Dann die Zeit durch die Länge der Anlage in Metern geteilt et voilà... daraus ergibt sich +/- der Geschwindigkeit. Vielleicht nicht 100% Akkurat, aber durchwegs ein Richtwert. Zudem Testweise in Winterberg mal mit dem wissen der richtigen Geschwindigkeit erprobt. Meine Excel-Liste habe ich auf einen anderen Rechner, kann ich bei Gelegenheit gerne mal hervorheben.

Zudem weiss ich z.B. von Winterberg faktisch von den Betreibern, dass da gedrosselt wird. Und auch in St. Anton konnte ich es an so manche Bahnen durchs Fenster am Display sehen, dass der blaue Geschwindigkeitsbalken nicht gerade voll war. Beispiel Tanzbödenbahn, trotz Warteschlange nur 2/3 Balken (konnte ich durchs Fenster sehen) und 3,2 m/s (nach eigene Messung)... :naja:
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Oliver.O » 25.01.2019 - 17:09

Frans hat geschrieben:
25.01.2019 - 16:40
Die Zeiten habe ich von Stationsausfahrt bis Stationseinfahrt gemessen. Dann die Zeit durch die Länge der Anlage in Metern geteilt et voilà... daraus ergibt sich +/- der Geschwindigkeit. Vielleicht nicht 100% Akkurat, aber durchwegs ein Richtwert.
Absolut.
Frans hat geschrieben:
25.01.2019 - 16:40
Meine Excel-Liste habe ich auf einen anderen Rechner, kann ich bei Gelegenheit gerne mal hervorheben.
Belastbare Fakten zu dem Thema würden mich auf jeden Fall interessieren. Die gibt's ja nicht so oft.
Frans hat geschrieben:
25.01.2019 - 16:40
Und auch in St. Anton konnte ich es an so manche Bahnen durchs Fenster am Display sehen, dass der blaue Geschwindigkeitsbalken nicht gerade voll war. Beispiel Tanzbödenbahn, trotz Warteschlange nur 2/3 Balken (konnte ich durchs Fenster sehen) und 3,2 m/s (nach eigene Messung)... :naja:
Tanzbödenbahn überrascht mich tatsächlich nicht. Die meide ich ohnehin, weil ich sie fast nie brauche. Und ich halte sie eher für eine Kinderbahn, die super-vorsichtig konstruiert ist und vielleicht auch ebenso betrieben wird. (Bei der sehr kurzen Strecke macht das aus meiner Sicht auch nicht wirklich etwas. Was mich an der Anlage viel mehr stört, ist, dass Doppelmayr dort an den Krüppel-Fußauflagen anscheinend noch geübt hat. Ich rutsche da mit dem Board immer hervorragend ab. Bei der etwas jüngeren Palinkopfbahn in Ischgl scheint es schließlich besser gelungen zu sein.)


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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von extremecarver » 25.01.2019 - 18:24

Oliver.O hat geschrieben:
25.01.2019 - 15:13
ski-chrigel hat geschrieben:
25.01.2019 - 14:41
Saubere Präparierung kann rasch mehr Arbeitszeit und mehr Diesel ausmachen.
Du hast natürlich recht. Meine Überlegungen hatte ich stark verkürzt dargestellt und auch vor dem Hintergrund meiner Ansprüche, die, wenn ich es richtig einordne, deutlich unter deinen liegen dürften. Wenn beim Präparieren gleich mehrfach gefahren wird, bis alles super perfekt ist, ist das natürlich deutlich teurer als eine "einfachere" Bearbeitung. Mir ging's eher um die Kompetenz und Einstellung des einzelnen Fahrers bei gegebener Zeit pro Pistenabschnitt. Der kann ja beispielsweise den Schildeinsatz auf Anhieb richtig dosieren und Absätze vermeiden. Das muss dann nicht mehr Zeit kosten als eine nachlässigere Präparierung.

Ich hätte also schreiben sollen "muss bei den Kosten keinen Unterschied machen".
Auch dass stimmt nicht. Man kann sich einhängen in die Winde, auch auf blauen und flachen roten Pisten - kostet viel Zeit, kostet mehr Sprit. Und an Winde fährt man einfach langsamer - dazu halt mehr Schildeinsatz usw.
Oder man rutscht einfach mal schnell drüber sowie in Österreich leider großteils normalzustand.

Pisten die hier teils als normal gelten, da wären in Cervinia oder Valtournenche Warnschilder angebracht! Würde das häufiger passieren wäre der Fahrer wohl seinen Job schnell los. Gerade über Kuppen ist in Österreich oft miserabelst präpariert. Und sorgfältig auch nur einmal fahren, breiter überlappen usw - dass kostet alles viel Zeit. Ich schätze da wird in Italien oder Westschweiz oft auch bei nur einmal drüberfahren 50-60% mehr Zeit verwendet - oder doppelt soviel Zeit wie bei den Präparierungsmeistern in Ischgl oder Stubai.

Und meist merkt man dann falls man doch mal in der Hauptsaison fährt - eigentlich können die eh besser walzen - aber gemacht wird es 5-6 Wochen pro Jahr. Da haben die wohl einfach andere Schichtpläne.
Ebenso merkt man gut - wenn etwa neue Pisten eingewalzt werden - dann fällt auf den anderen meist das Niveau drastisch ab - sprich da sind die Fahrer dann halt anderweitig beschäftig.
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Oliver.O » 25.01.2019 - 18:36

Kann ich alles so unterschreiben. Ich schrieb allerdings auch: "bei gegebener Zeit pro Pistenabschnitt" und hatte nur ein einfaches Beispiel liefern wollen. Wenn ich es aus einem Pistenpräparierungs-Thema hier im Forum noch richtig in Erinnerung habe, war Ischgl zum Beispiel ein Gebiet, wo die Qualität beklagt wurde und ein Fahrer dieses Gebiets eine etwas relaxte Einstellung zur gebotenen Qualität durchblicken ließ.

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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Julian96 » 25.01.2019 - 18:47

Oliver.O hat geschrieben:
25.01.2019 - 17:09
Tanzbödenbahn überrascht mich tatsächlich nicht. Die meide ich ohnehin, weil ich sie fast nie brauche. Und ich halte sie eher für eine Kinderbahn, die super-vorsichtig konstruiert ist und vielleicht auch ebenso betrieben wird. (Bei der sehr kurzen Strecke macht das aus meiner Sicht auch nicht wirklich etwas. Was mich an der Anlage viel mehr stört, ist, dass Doppelmayr dort an den Krüppel-Fußauflagen anscheinend noch geübt hat. Ich rutsche da mit dem Board immer hervorragend ab. Bei der etwas jüngeren Palinkopfbahn in Ischgl scheint es schließlich besser gelungen zu sein.)
Also dazu will ich kurz los werden, dass ich die "Krüppel" Fußauflagen um Welten besser finde als die alten klassischen. Finde die sorgen beim Ausstieg dafür, dass selbst der dämlichste Fahrer und jedes Kind seine Ski einfacher vom Raster bekommt, hab da mit den klassischen Rastern schon oft erlebt, wie jemand mit den Skiern hängen geblieben ist.

Kann mir allerdings vorstellen, dass die mit nem Board wirklich nicht so geil sind. :)
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von ThomasZ » 25.01.2019 - 18:49

Oliver.O hat geschrieben:
25.01.2019 - 12:55
Stimmt, bei Pendelbahnen besteht oft ein Unsicherheitsfaktor, wenn es leer sein könnte und es keinen Fahrplan gibt. Wenn ich die bedienten Strecken wichtig finde und befürchten muss, dass zu selten gefahren wird, führt das genauso zur Abwertung wie Langsamfahren. Gleiches gilt für mich für Wartezeiten oder zu volle Pisten. Das sind für mich alles qualitätsmindernde Faktoren, die ich berücksichtige.
Ich bin mir sehr sicher, dass den großen Skigebieten völlig egal ist, was du berücksichtigst. Wenn du im nächsten Jahr nicht kommst, werden die dies in ihrem Jahresumsatz kaum bemerken.

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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von wetterstein » 25.01.2019 - 22:15

j-d-s hat geschrieben:
25.01.2019 - 12:48
Falsch, Frankreich hat 95% CO2-freie Stromerzeugung, die Schweiz und Österreich auch den Großteil.
Das gilt nur im Jahresschnitt. Im Winter liefert die Wasserkraft maximal die Hälfte der Sommer Produktion.

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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von burgi83 » 27.01.2019 - 12:02

NeusserGletscher hat geschrieben:
24.01.2019 - 08:18
Ich habe versucht, in einem anderem Topic überschlägig die Ersparnis pro Skipass zu errechnen. Die dürfte sich pro Tag und Gast in der Größenordnung von 2 Franken bewegen (Strom und Verschleiß).
Bei im Schnitt 5.000 Gästen pro Tag sind das immerhin 10.000 Franken Kostenersparnis.
Bei 120 Saisontagen sind das immerhin 1,2 Mio Franken.
TVT hat geschrieben:
24.01.2019 - 08:43
NeusserGletscher hat geschrieben:
24.01.2019 - 08:18
Dem Gegenüber ensteht für den Gast eine längere Verweildauer im Lift.

Bei einer angenommenen Fahrzeit von 5 Minuten bei einer Geschwindigkeit von 5 m/s verändert sich die Fahrzeit wie folgt:

4 m/s: +1,25 Minuten (1'15'')
3 m/s: +3,33 Minuten (3'20'')

Bei 10 Fahrten pro Tag verliert man als Gast also zwischen 12'30'' und 33'20''
Bei 20 Fahrten pro Tag sind es 25' bzw. 66'40''bzw. über eine Stunde.

Ich denke, die meisten Freizeitfahrer werden eher so 10 als 20 Fahrten pro Tag machen, oder?

Ich persönlich finde 4 m/s gerade noch akzeptabel. Auch, wenn es einem quälend lange vorkommt. 3 m/s sind in meinen schlichtweg eine Frechheit und Diebstahl von Lebenszeit. Die halbe bis eine Stunde am Tag kann ich wesentlich besser nutzen als im Lift zu sitzen. Für Spa, Shoppen oder einen gemütlichen Ausklang in der Beiz. Lieber zahle ich 2 Franken mehr pro Tag, wenn die Lifte mit 5 m/s laufen und kann über meine Zeit frei verfügen.

Aus Sicht der Tourismusregion ist die Drosselung auch eher kontraproduktiv. Was die Bergbahnen an Kosten sparen, fehlt den Hütten und Läden in der Kasse. Die halbe bis eine Stunde pro Tag fehlt mir halt, um Geld auszugeben. Vermutlich hat noch niemand den Zusammenhang zwischen Drosselung der Lifte und ausbleibenden Konsum bedacht. Zumal die Drosselung meist in besucherschwache Zeiten fällt und daher der Umsatzrückgang in den Kassen der Hüttenwirte und Geschäfte überdeckt wird.

Nur sollte jeder Verantwortliche halt wissen, dass eine halbe Stunde mehr im Lift eine halbe Stunde weniger in der Beiz, im Gesc häft oder im öffentlichen Freizeitzentrum bedeutet. Da kann man sich schnell ausrechnen, ob unterm Strich da noch eine Ersparnis für die Destination rauskommt. Vermutlich eher nicht.
Stimme dir hier zwar zu, dass die Drosselung auf 3m/s oder so ähnlich gar nicht geht, glaube(hoffe) aber auch nicht, dass das so häufig vorkommt.

Was ich allerdings nicht glaube ist, dass der “normale“ Skitourist wegen längeren Liftzeiten länger Ski fährt und deswegen nicht so lange auf der Hütte ist oder keine Zeit zum Einkauf hat. Der schaut ja in Regelfall nicht auf die Liftfahrten am Tag sondern hört zu einer bestimmten Zeit einfach auf. Deßhalb denke ich nicht, dass das ein Argument für die Bergbahnen wäre die Lifte schneller laufen zu lassen.
old17 hat geschrieben:
24.01.2019 - 10:39
Das ist ja alles schön und gut (oder mies und schlecht), aber es wird sich daran auf gar keinen Fall etwas ändern. Ich denke, dass es locker 80% der Skifahrer komplett wurscht ist, wie schnell der Lift fährt. Die werden deswegen nicht mehr oder weniger fahren oder länger oder weniger lang auf der Hütte sitzen. Die fallen morgens irgendwann aus dem Bett, frühstücken, gehen zum Lift ihres Vertrauens und fahren dann 2 Stündchen vor sich hin bis es zum Mittag in die Hütte geht. Je nach Verfassung, Wetter und Alkoholkonsum gehts danach nochmal für 2 Stunden auf die Piste oder auch nicht. Da merkt niemand, dass sie vielleicht 2, 3, 4 Fahrten mehr hätten machen können. Das ist überhaupt nicht deren Hauptkriterium. Und weil das so ist, rechnet sich die geringere Geschwindigkeit der Lifte durchaus.
Ich denke auch das die meisten, die eingesparte Liftzeit nicht durch einen Restaurantbesuch oder Shopping substituieren.
Meiner Meinung nach besteht da keine Korrelation.
@ NeusserGletscher: Du würdest doch auch die Zeit zum Skifahren nutzen und nicht zum Shopping oder für einen Restaurantbesuch.
david02 hat geschrieben:
24.01.2019 - 19:24
Ich hatte vor bald 3 Jahren im Rahmen eines Skikurses eine kleine Führung an der Westgipfelbahn in Hinterglemm gehabt.

Die Bahn kann maximal 6 m/s, im Normalbetrieb fahren sie mit ca. 4,5 m/s. Der dortige Maschinist hat uns erklärt, dass sie auch bei großem Andrang die 6 m/s nicht voll ausfahren, da sonst die Kabinen in der Talstation nicht mehr mit 8 Leuten gefüllt werden können. Bei etwa 5,5 m/s bekommen sie gerade noch 8 Personen rein, somit haben sie in der Praxis die größte Förderleistung nicht bei maximaler Geschwindigkeit. :ja:
Anders ausgedrückt, die Zeit was man mit vmax bei der Bergfahrt spart, verbringt man dafür unten länger in der Warteschlange.
Das kann ich nicht beurteilen. Denke aber, dass dies kein Grund ist schneller oder langsamer zu fahren.
Werkstatt hat geschrieben:
24.01.2019 - 20:24
Wichtig: Blindleistung kostet Grossbezüger auch. Und eine kvarh ist deutlich teuerer als eine kwh.
Natürlich spielt die Blindleistung auch eine Rolle, jedoch lässt diese sich relativ gut kompensieren.
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