Petz hat geschrieben:Leider schauen ganz offensichtlich auch die reicheren Seilbahnbetreiber nur auf den Preis und kaum auf konstruktive Details
Ist auch vollkommen nachvollziehbar. Wenn man da um einige Euros weniger im Endeffek her vom der Funktion her das Gleiche bekommt, und mir dadurch Geld spare, welches man dann anderweitig, sinnvoller ausgeben kann (Schneeanlage, Pistenpflege, etc.), dann ist das durchaus ein Grund so zu bauen. Denn Geld wächst auch bei den "schwersten" Bergbahngesellschften nicht auf den Bäumen, auch die müssen wirtschaften.
Ich denke, dass du hier über die Stationsdesigns sprichst? Wenn ja: klar, die können relativ leicht den Kundenwünschen entsprechend umgeändert werden (siehe eben Schmitten, Arlberg, Ischgl, etc.) - wenn es aber um CEN zertifizierte Teile geht, dann geht das nicht mehr.
Ein Stationsdesign einer modernen Aufstiegshilfe ist nichts anderes als eine beliebige "Verbackung" einer CEN konformen Konstruktion.
seilbahner hat geschrieben:@ATV, Du hast da beim Monteurwerkzeug was wichtiges vergessen.
Und zwar den schweren Hammer und den Schneidbrenner!
Dann must du mal sehen, wie man sowas in China löst.
Diese Montageplatte für eine Rückfallsicherung entspricht der CEN.
Richtig. War aber nur eine Anektote. Bleischlägel.
Diese heiß Diskutierte Stütze auf Seite 1 hat ja auch noch eine, ich nenne sie mal "Hilfsstütze".
Warum sieht man solche fast ausschließlich bei Leitneranlagen?
Diese "Hilfsstütze" (Abstrebung) gibt es bei anderen Herstellern auch. Kann mich bei alten Giraks (Hössbahn II in Hinterstoder) an deratige Konstruktionen erinnern. DM baut auch ähnliche Konstruktionen, im Jahrbuch wurden sie als "A Stütze" beschrieben, bestehen aber aus 2 Rundrohrkonstruktionen, eine derartige Stütze hat beispielsweise die Steinmähder in Lech am Arlberg.
Ganz einfach, weil das patentrechtliche gründe hat und jeder sein eigenes Süppchen kocht.
Vergleiche mal die Seilfangschuhe von Leitner und DM.
Und auch die Bruchstabanzahl bei neuen Anlagen. Da gibt es eklatante Unterschiede bei Niederhaltern.
Die Plattenkogelbahn auf der Steinplatte (DM) hat auch diese Behelfsstütze. Kommt immer auf Lage/Neigung/Last der Stütze an.
Probleme habt ihr....mir sind die Stützen zu dick, das ist nicht alles auf einer Höhe, das sieht zu dick aus, das Schild ist nicht golden, der Bubble nicht orange, die Sonne scheint nicht, das Blau ist mir zu blau, das Wasser zu nass.....
Leute das ist ne 6KSB und wie alle Bahnen wird da sehr wohl auf der Strecke auf Kosteneinsparung geachtet, da nur uns Freaks auffällt, dass die Stütze anderst ist als die restlichen 10....
Normale Gäste schauen sich das Panorama an, unterhalten sich, geniessen die Sonne etc... denen ists egal ob se Leitner, POMA, DM, Girak, LST oder was auch immer fahren, solange der Lift bequem ist und halbwegs gut erhalten aussieht. Bei Autobahnen motzt doch auch keiner, dass der Asphalt ne Spur zu sehr ins Braun geht oder die Leitplanke an einigen stellen nichtmehr frisch-verzinkt aussieht, der Bewuchs vom Mittelstreifen farblich ned mit dem Blau der Schilder harmoniert etc...
Ich persönlich finde auch die DM-Stützen mit den Schäften von der Optik her besser (die auf Seite 1 gezeigte Leitnerstütze ist aber ne absolute Sonderstütze), da ich diese Bahnen einfach gewohnt bin. Wäre ich hauptsächlich in den französischen Alpen aufgewachsen, so wären mir die POMA-Schäfte geläufiger, in den italienischen die alten Sechskant Leitner. Aber sogesehen ists mir wurscht, wie die Stützen aussehen, sofern die neue Bahn eine Aufwertung des Skigebietes ist...
Sobald DM einen günstigeren, verlässlichen und qualitätiv entsprechenden Lieferanten hätte, der die Stützen für 3% günstiger Anbietet, die Stützen aber dann nen Rautenquerschnitt hätten, müssten wir uns an die Rautenstützen gewöhnen...(ich nehme hier mal an, dass DM die Stützen extern Fertigen und Liefern lässt.)
darkstar hat geschrieben:Also kann man sich nicht aussuchen, z.B. ob man jetzt Rundrohr oder Vierkantstützen bei seiner Bahn haben möchte?
Wenn man bereit ist, nen entsprechenden Aufpreis dafür in Kauf zu nehmen sicherlich denn bevor ein Hersteller das Geschäft der Konkurrenz überlässt wird er wieder kreativ... Und ich wage zu wetten, daß einer der Produzenten mir auch ne zertifizierte EUB mit vorbildgetreuen Marchisiogitterstützen hinstellen würde wenn ich dies in einer Ausschreibung so fordere; daß die dann natürlich mehr kostete als ein Produkt von der Stange ist natürlich logisch.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
Sowas wie ein spezielles Design fällt bei Stationen auch dem 08/15 Skifahrer auf, bei Stützen dürfte das eher unwahrscheinlich sein. Darum halte ich das stylen von Stützen auch für hinausgeworfenes Geld.
GMD hat geschrieben:Sowas wie ein spezielles Design fällt bei Stationen auch dem 08/15 Skifahrer auf, bei Stützen dürfte das eher unwahrscheinlich sein. Darum halte ich das stylen von Stützen auch für hinausgeworfenes Geld.
Seiten Landschaftsschutz dürfte hier ganz anderer Meinung sein.
GMD hat geschrieben:Sowas wie ein spezielles Design fällt bei Stationen auch dem 08/15 Skifahrer auf, bei Stützen dürfte das eher unwahrscheinlich sein. Darum halte ich das stylen von Stützen auch für hinausgeworfenes Geld.
Seiten Landschaftsschutz dürfte hier ganz anderer Meinung sein.
Gut, in Salzburg wurden ja Stützen eh getarnt mittels einem grünen Anstrich. Und bezüglich Landschaftsschutz: bevor die an technischen Dingen die Liftstützen was aussetzen, sollen sie mal bitte den Lanzenwald reklamieren, den manche Liftbetreiber auf offenen Almflächen herumstehen haben - im Wald macht es ja noch wenig aus, aber auf offenen Almflächen schaut das ganze imo. ziemlich unschön aus.
Ob die Rollenbatterie nun oben unten oder seitlich montiert ist ist doch egal. Und so unansehnlich ist es nun wieder auch nicht. Fällt auch meistens nicht auf.
Da sehen einseitige Mittelstationen und Stützen doch viel unansehnlicher aus.
Das wichtigste ist doch das der Lift einen sicher von A nach B bringt.
es gab doch mal irgendwo ein bild von einer stütze mit drei beinen, welche vom günther aloys entworfen wurde! der hatte sich also schon so seine gedanken zu design vs natur gemacht! ich bin übrigens der meinung das man sehr wohl ein auge auf ästethik legen sollte.....
es mag zwar sein das es eigentlich keine rolle spielt wie eine stütze auszusehen hat, aber in einem zeitalter wo gondeln sprechen, der hintern gewärmt wird und wir den perfektionismus anstreben ist hier eindeutig nachholbedarf! insofern kann ich petz seine argumentation schon nachvollziehen....
Grundsätzlich verstehe ich den Standpunkt, dass Technik ästetisch sein soll, schon. Lediglich ist es in meinen Augen unverständlich, warum man Zeiten wie diesen, wo immer mehr aufs Geld geschaut werden muss, zusätzlich Geld locker gemacht werden soll, nur damit man eine funktionierende Konstruktion ansehnlicher zu machen. Derartige Wünsche verteuern eine Konstruktion nur und bringen in der Erhaltung eventuell Nachteile (weil sie die Erhaltung verteuern können).
Außerdem bin ich der Meinung, dass sich die Technik nicht unbedingt der Ästetik unterwerfen soll - in erster Linie hat das Ding für den Verbraucher einfach handzuhaben sein (Funktionalität).
Xtream hat geschrieben:Es mag zwar sein das es eigentlich keine rolle spielt wie eine stütze auszusehen hat, aber in einem zeitalter wo gondeln sprechen, der hintern gewärmt wird und wir den perfektionismus anstreben ist hier eindeutig nachholbedarf! insofern kann ich petz seine argumentation schon nachvollziehen....
Mir geht´s da auch um eine gewisse Verhältnismässigkeit. Bei einer Standardbahn mag so eine Konstruktion ja noch irgendwie passend sein (wenn ich mir aber die "Spreißerlschrauben" und die "zärtlichen" Klemmplatten an darkstar´s Stützenfoto so ansehe, würde ich die schon aufgrund der optischen Einschätzung mit zuwenig Stabilitätsreserve berechnet einstufen weil ich begründete daran Zweifel hege, ob die Roba bei einer Seilentgleisung mit Seilfängerklemmenpassage noch in ihrer Position gehalten würde) aber wenn man einerseits nem Architekten ein fürstliches Honorar zahlt um für die Stationsbauten ne optisch eindrucksvolle Lösung zu erreichen sollte das sich in anderen Bahnteilen eben zumindest auch wiederspiegeln.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.