Weiter geht es in Boppard. Den Klettersteig bin ich bereits morgens gegangen, gestartet bin ich gegen 8:30. Das Rheintal hing zu der Zeit noch im Nebel.
Zunächst die Übersichtskarte:
Links unten ist die Sesselbahn zu erkennen. Bei der Talstation startet auch der Klettersteig (orange). Dieser trifft schließlich auf den Wanderweg 37, folgt diesem ein kurzes Stück und zweigt dann wieder zu einer kleinen Abkürzung durch ein kleines Tal ab. Endgültiges Ziel ist an der Engelseiche. Zurück geht es über die verschiedenen Aussichtspunkte zur Bergstation der Sesselbahn und an deren Trasse entlang wieder hinunter.
Über den kleinen Pfad zwischen den Häusern geht es zum Einstieg des Klettersteigs.
Links ist noch die Talstation der Sesselbahn zu erkennen. In dem Hotel/Restaurant kann man sich hier übrigens auch (10?) Klettersteigsets der Stadt Boppard ausleihen. Ich hatte allerdings meine eigene Ausrüstung dabei, die ich hier mal ausprobieren wollte.
Zunächst geht es ein paar Meter über "Treppen" hinauf:
An dieser Gabelung zweigt der Klettersteig vom "normalen" Wanderweg ab:
Der Steig beginnt gleich mit einer Leiter, was Leute mit Höhenangst oder "unfitte" direkt von dem Weg abhalten dürfte.
Blick zurück auf die Leiter, die es gerade hinabging:
Die Kletterelemente sind immer wieder durch mehr oder weniger lange solche Pfade miteinander verbunden:
Als nächstes muss wieder eine Leiter hinuntergestiegen werden:
Blick zurück auf diese Doppelleiter:
Direkt im Anschluss führen diese (überflüssigen) Eisentritte wieder eine Schräge hinauf. Blick zurück, hinten ist noch die untere Doppelleiter zu erkennen:
Über eine Leiter geht es wieder hinunter:
Weiter geht es über einen schmalen Pfad:
Über Eisentritte und eine Leiter geht es wieder ein Stückchen hinauf:
Noch einmal ein paar Eisentritte aufwärts...
... und direkt wieder über eine Leiter hinab:
kleiner Rast- und Aussichtspunkt:
Wieder eine kleiner Leiter abwärts:
Es folgt wieder ein Pfad am Hang entlang:
Nun folgt eine der zwei interessantesten Abschnitte: Zunächst führen ein paar Eisentritte auf den Felsen...
... dann geht es zwei-drei Meter auf einem natürlichen kleinen Felsvorsprung um die Ecke herum und dann folgt auf Eisenbolzen eine kleine Wandquerung:
Blick zurück:
Zur Abwechslung geht es jetzt mal eine Leiter AUFWÄRTS:
Auf einer Schräge führen weitere Eisentritte hinauf:
Es folgt wieder eine Wanderung durch ein Wäldchen.
Wieder runter über zwei Leitern:
Hier liegen ein paar Ersatzteile bereit:
Dann folgt wieder ein Wanderweg. Man gelangt in ein kleines Tal und überquert den Ewigbach, ein klitze kleines Rinnsal.
Dann folgt das krönende Finale des eigentlichen Klettersteigs.
Auf jeder Menge Eisenstritten geht es nun fast die gesamte Höhendifferenz am Stück hinauf:
Blick zurück...
...Blick weiter nach oben:
Blick zurück auf die letzten Tritte des Klettersteigs:
Es folgt direkt ein Rastplatz mit Aussicht auf das Rheintal (bzw. in den Nebel...):
Kleines Fazit des Klettersteigs:
Wer eine Haushaltsleiter hochsteigen kann, der kann auch diesen Klettersteig gehen. Meist wäre meiner Meinung nach kein Klettersteigset nötig, man fällt dort (sollte man denn bei dem ganzen Eisen überhaupt) auch ohne Sicherung nicht weiter als mit. Einzig an der kleinen Wandquerung und bei dem großen Schlussaufstieg macht eine Sicherung wirklich Sinn.
Insgesamt ist extrem viel Eisen verbaut. Besonders auf den Schrägen wären die Eisenbügel eigentlich nicht nötig gewesen.
Trotzdem ist der Steig für Anfänger oder Kinder ideal, für alle anderen ist es ein etwas interessanterer Wanderweg mit den kurzen Klettereinlagen. Nur der Abschluss mit dem langen Aufstieg ist wirklich toll.
Der offizielle Weg führt nun rechts weiter auf dem Bergrücken entlang, worauf hier leider keine Schilder hinweisen.
Linksrum führt auch ein Trampelpfad in das Seitental, evtl. eine Abkürzung?
Blick in Richtung Gedeonseck. Links wo der Nebel hängt ist das Rheintal. Das Gebäude gegenüber ist das Restaurant am Gedeonseck, dahinter auf der Rückseite des Knubbels führt die Sesselbahn hinunter.
Nach kurzem Wandern stößt man auf einen Breiten Forstweg, der gleichzeitig auch der Wanderweg 37 ist. Diesem folgt man nach links für ein paar hundert Meter. Dann zweigt nach links wieder ein Forstweg ab (beschildert). Nach etwa 10 Metern biegt von diesem nach schräg rechts der Klettersteigrückweg ab (nur ziemlich versteckt beschildert).
Und warum ist ein Turnseil über den Weg geknotet?
Weiter geht es über diesen Pfad in ein kleines Tal. Letzte kleine "Klettereinlage" in dem Tal:
Über ein paar Serpentinen und Stufen geht es aus dem Tal wieder heraus bis man wieder an der Engelseiche auf den Forst- und Wanderweg stößt. Hier ist nun das offizielle Ende des Klettersteigs:
Da steht’s: Rückweg über den Wanderweg 4:
Schutzhütte an der Engelseiche:
Weiter führt der Weg zum Vierseenblick. Dort befindet sich auch diese Mountainbikeanlage. Irgendwo hier müsste auch der Start der Downhillstrecke sein.
Warum das Vierseenblick heißt?
Die ersten beiden "Seen" sind zu erkennen, der dritte noch zu erahnen, der vierte ist im Nebel verborgen:
Ab dem Vierseenblick kann man statt auf der Straße auch einem kleinen parallelen Weg an der Hangkante entlang folgen.
Die schönste Aussicht hat man dann Gedeonseck. Hier kann man die gesamte Rheinschleife von Boppard überblicken:
Folgt man dem Weg weiter, gelangt man wenige Minuten später zur Sesselbahn-Bergstation. Wer möchte kann diese zur Talfahrt nutzen, oder entlang der Trasse den Wanderweg nehmen.
Dieser führt unmittelbar neben, teilweise auch unter der Seilbahn entlang und ist größtenteils so stufig-felsig:
Schließlich gelangt man wieder zu der Gabelung wo der Klettersteig abzweigte.
Insgesamt für ein solches Mittelgebirge eine nette Tour mit wunderbaren Aussichtspunkten. Man darf nur keinen Klettersteig wie in den Alpen erwarten.