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Die große Klima-Diskussion

Status
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Wombat schrieb:
cauchy schrieb:
Davon kann ich bisher nämlich nichts erkennen.
Das musst Du mir erklären. Im Moment sehe ich weder das eine noch das andere, nur einen "normalen Winter".

Es handelt sich hier um eine Klimadiskussion, keine Wetterdiskussion.
Wenn Du einen Winter, einen Monat, einen Tag etc. betrachtest, betrachtest Du tendenziell immer "nur" das Wetter.
Wenn Du längere Zeiträume, z.B. über 20 Jahre betrachtest, betrachtest du das Klima. Und das hat sich eben erwärmt - egal, wie kalt dieser Winter (isoliert betrachtet) gerade ist.
 
Nur eine letzte kurze Anmerkung noch von mir, da ich mich nicht weiter an der Diskussion beteiligen werde, sofern sie auf dieser Ebene geführt wird. Außerdem wiederum ein Beispiel, dass die Kritiker häufig nicht richtig lesen und auf wissenschaftliche Arbeiten eingehen und sich auf eine Sache einschießen - hier zum Beispiel CO2.

@rfs:
Ich habe nie behauptet, dass CO2 die einzige Ursache ist, die zu einer Erwärmung der Erde führt. IPCC spricht ebenfalls nicht von CO2 als alleiniger Ursache (siehe aktuelle IPCC-Berichte). Es geht um CO2 - "Äquivalente", also auch um andere Treibhausgase. Außerdem gibt es sehr viele Unsicherheitsfaktoren (Aerosole, Wasserdampf, Staub, Magnetfeld der Erde usw.). Trotzdem ist Fakt: Es wird wärmer (Klimazeitraum: mindestens 30 Jahre (z. B. Klimadiagramm in der Regel 30 Jahre); 10 Jahre oder ein Monat zu warm oder zu kalt sagen überhaupt nichts!).

Wissenschaftlich besteht der Konsens, dass der Mensch die Klimaerwärmung mitverursacht und in großem und beunruhigenden Maße verstärkt (IPCC). Da spielt CO2 zu einem großen Anteil eine Rolle, aber auch viele andere Faktoren.
 
cauchy schrieb:
Noch was anderes, vielleicht nicht ganz wissenschaftlich: Befindet sich die Sonne nicht momentan in einem Aktivitätsminimum? Sollte das nicht unter Umständen eine Abkühlung mit sich führen? Davon kann ich bisher nämlich nichts erkennen.

Zur Zeit werden zwei Phänomene, die gegenteilig wirken, an der Sonne beobachtet.
1.
Die ungewöhnliche Inaktivität der Sonnenoberfläche. Wenige bis keine Sonnenflecken, was auf Dauer kühlend wirkt, falls das anhält.
2.
Die seit längerem (die Dauer hab ich vergessen, glaub um die 30 Jahre) anhaltende starke magnetische Aktivität der Sonne, die das Eindringen kosmischer Teilchen in die Atmosphäre deutlich reduziert und dadurch die Wolkenbildung verringert hat. Dieser anhaltende Vorgang wirkt z.Zt. wärmend!
Für eine relevante Gruppe von Wissenschaftlern wird dieser Vorgang vorrangig für die weltweite Erwärmung der letzten Jahrzehnte verantwortlich gemacht.
 
Wombat schrieb:
cauchy schrieb:
Davon kann ich bisher nämlich nichts erkennen.
Das musst Du mir erklären. Im Moment sehe ich weder das eine noch das andere, nur einen "normalen Winter".

Ich sollte hinzufuegen, dass ich meine Aussage auf Norwegen bezogen hab. Hier scheint es so als wuerde dieser Winter wieder einmal deutlich zu warm ausfallen...

Wieso muss eigentlich eine schwaechere Aktivitaet der Sonne auf laengere Sicht zu einer Abkuehlung fuehren? Sollte das nicht auch auf kurze Sicht denkbar sein? Man halte sich nur vor Augen wie sehr die Sonne sehr kurzfristig (Groeszenordnung von Stunden) sehr groszen Einfluss auf die Thermodynamik der Erde zu haben scheint.
Aber das ist nur ein einfacher Gedanke, kann damit voll daneben liegen - vielleicht weisz da ja jemand mehr!
 
Möglicherweise wirkt es bereits kühlend, wird aber durch gleichzeitig gegenteilig wirkende Vorgänge maskiert, wie auch umgekehrt.
Nicht nur in "unserer" sondern in vielen Diskussionen wird gern monokausal betrachtet und diskutiert. Aber die Vorgänge sind ungeheuer komplex.

Wenn man sich mal die verschiedensten Entdeckungen aus den letzten Jahren vor Augen hält, kann man das gut erkennen. Kann man selbst in unserem thread gut nachlesen.
 
Fab schrieb:
Nicht nur in "unserer" sondern in vielen Diskussionen wird gern monokausal betrachtet und diskutiert. Aber die Vorgänge sind ungeheuer komplex.

Da stimm ich dir 100%ig zu. Ich wollte das Alles ja ganz bewusst so versimelpt ansprechen!
 
Echt unglaublich, da fällt einem nichts mehr dazu ein!
Der Thüne leugnet noch immer die Erwärmung (die Fakt ist, da sie u. a. von Meteorologen :oops: gemessen ist).

Das ist wiederum ein super Beispiel dafür, wie unseriös die Klimawandelskeptiker handeln.
 
gernot schrieb:

Interessant, erheiternd und aufklärend. Bestätigt mich soweit in meinen Annahmen über Herrn Thüne und dessen Standpunkte. Da muss sich halt jeder selbst ein Bild machen und entscheiden, ob er oder sie lieber Leuten wie Herrn Thüne Glauben schenken mag, oder doch der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Etwas Recherche bringt auch interessantes über Thünes Promotion in Soziologie unter einem gewissen Professor Lothar Bossle in seiner "Doktorenfabrik" hervor (u.A. auf Zeit online nachzulesen). Hilft Thünes Glaubwürdigkeit nicht unbedingt, wie ich meine...
 
beatle schrieb:
Das ist wiederum ein super Beispiel dafür, wie unseriös die Klimawandelskeptiker handeln.
Und die CO2Gläubigen streiten ab, das es noch andere Möglichkeiten gibt. Bitte auf dem Boden bleiben, da schenkt sich keiner was. :nixweiss:
 
Und wieviel CO2 kommt bei so einem Vulkanausbruch raus....

Sind ja sicher einige hundert aktive Vulkane zu Gange...

http://www.sueddeutsche.de/panorama/59/462673/text/
http://de.wikipedia.org/wiki/Mount_Redoubt_(Alaska)

Der Vulkan sieht ein bisserl wie der Mount St. Helens aus (bevor der halbe Gipfel runterkam..).

ein paar "richtige" Vulkanausbrüche und es wird mächtig kalt werden (da können wir froh sein, daß es grad etwas wärmer wird).
Die meisten Vorhersagen und Hochrechnungen sind doch fast nie eingetroffen. Trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.

Have a nice day...
 
Das CO2 ist bei einem Vulkanausbruch nicht so das Problem. Interessanter ist der gewaltige Ascheausstoss, der z. T. jahrelang die Atmosphäre verdunkelt. Es gab mal einen Ausbruch vor ca. 20 Jahren, wo dieses Phänomen beobachtet wurde. Dadurch kommt es zur Abkühlung.
Aber das interessiert ja nicht die Klimakatastrophenforscher. Da geht es nur um Geld - die CO2-Steuer-, und die ist schon in allen Finanzplanungen der nächsten Jahre - auch beim netten Herrn Obama -enthalten. Zahlen tun letztendlich wir.
 
Vulkanausbrüche wirken nur kurzzeitig kühlend (keine 5 Jahre).
Außerdem trifft das nur für Ausbrüche zu, bei denen der Auswurf in die Stratossphäre gelangt. Das trifft für die wenigsten Ausbrüche zu. Pinatubo, Krakatau, Tambora waren solche Kaliber. Schon vom Mt. St. Helens weiß ich es nicht. Der Ausbruch war zwar sehr stark, aber vorher war der Berghang abgerutscht und die Explosion ging seitlich raus.
 
Es gab ca. 1816 ein "Jahr ohne Sommer", bedingt durch einen Vulkanausbruch. Nachtfrost, teils Schnee und vor allem Ernteausfälle mitten im Sommer waren die relativ katastrophalen Folgen (http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer).

PS: Dass der Vulkan in Alaska Mt. St. Helens ähnlich sieht verwundert jetzt aber nicht wirklich, oder!?
 
Das war der Ausbruch des Tambora. Muß gigantisch gewesen sein. Noch deutlich stärker als alles was man kennt.
 
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