Natürlich können zwei Doppeltraktionen in den drei Stationen am Bahnsteig halten, das sind ja auch die Kreuzungsstationen. Es geht ja darum, dass Dreifachtraktionen, also 90 Meter lange Züge verkehren könnten, das geht aber nicht, weil dafür in den genannten Stationen Platz für 6 Einheiten sein müsste und zwar im Idealfall an zwei Bahnsteigen zu je 90 Metern. Ein Umbau der Stationen im Tal sollte kein zu großes Problem sein, aber beim Sonnalpin bin ich mir da nicht so sicher. Man müsste dafür wie gesagt das ganze Kellergeschoss des Sonnalpin umgestallten, aber vielleicht wäre es ja doch möglich. Vorteil dieser Lösung wäre, dass man nicht zwingend Doppeltraktionen fahren müsste, sondern Gelenksteuerwagen anschaffen könnte wie sie z.B. bei der Wengern Alp Bahn im Einsatz stehen. Die neuen Doppeltriebwagen können je 20 Tonnen, in Doppeltraktion als 40 Tonnen gebremste Wagen schieben, das sollte reichen. Wenn man dann einen Halbstundentakt auf der ganzen Strecke fährt wobei zwischen Eibsee und Garmisch einzelne Triebwagen ausreichen würden, bräuchte man 12 Triebwagen und 6 Steuerwagen. 6 Triebwagen sind vorhanden, wobei die beiden aus den 80ern für das Konzept nicht zu verwenden wären, das sie keinen Steuerwagen schieben könnten. Man müsste diese also abgeben oder nur noch als Reserve nutzen. Man bräuchte also noch 8 Triebwagen. Das wäre zwar teuer (ca. 50 Millionen für die Triebwagen), müsste aber noch mittelfristig möglich sein. Mit 100 Millionen sollte man aber insgesammt mindestens rechnen, aber man könnte die Investitionen verteilen auf eine längere Zeit.
@OWstSp: Ich weis ja nicht wo du deine Zahlen her hast, aber der Tunnel ist laut BZB ca. 4800 Meter lang, was nach deiner Rechnung schon über 80 Millionen machen würde. Allerdings kann man so eh nicht rechnen, da es Tunnel nicht als Meterware gibt. Im Übrigen ist der Querschnitt für einen Zahnradbahn sicher größer als der für eine SSB.
Um einen Doppelspurausbau halbwegs zu rechtfertigen müsste man mindestens einen 10 Minutentakt fahren. Ab Garmisch nehme ich jetzt mal einen Halbstundentakt an. Nach Christopher Lütz' Umlaufplan wären dafür dann 24 Triebwagen notwendig. Abzüglich der 6 vorhanden bleiben noch 18 übrig. Bei einem Stückpreis von 8 Millionen macht das 130 Millionen nur für die Züge. Wenn man jetzt für die Stückzahl einen saftigen Rabatt reinrechnet bleiben vielleicht noch 100 übrig, da hast du aber noch keinen Meter Schiene verlegt, geschweigedenn den Tunnel gebohrt. Das ist absolut nicht bezahlbar.