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Neues auf der Zugspitze und in Garmisch Classic

DAB schrieb:
Die Schweizer Garnitur passt nicht in den Tunnel. Sie wurde primär für die Benutzung der Talstrecke angeschafft, kann aber sowohl auf der Reibungs- als auch auf der Zahnradstrecke verwendet werden. Theoretisch bis Riffelriß, praktisch bis Eibsee.

"Schweizer Garnitur" meint also nicht die Wagen von Stadler Rail sondern den Triebwagen 309?

Ciao
Herbert
 
http://www.zugspitze.de/pdf/AUFSTELL_Zuege.pdf


hier gibt es eine Übersicht über den aktuellen Fuhrpark. Demnach verfügt die BZB über 9 Betriebsmittel für den Zahnradbereich bis Platt und kann somit auf der Strecke Grainau-Eibsee 1/2 mit drei Zügen fahren und folglich 720Per.pro Stunde und Richtung befördern.

Auf der Strecke GAP-Grainau fährt der TW9 mit zwei Anhängern und kann pro Fahrt 330Personen befödern.
 
Natürlich können zwei Doppeltraktionen in den drei Stationen am Bahnsteig halten, das sind ja auch die Kreuzungsstationen. Es geht ja darum, dass Dreifachtraktionen, also 90 Meter lange Züge verkehren könnten, das geht aber nicht, weil dafür in den genannten Stationen Platz für 6 Einheiten sein müsste und zwar im Idealfall an zwei Bahnsteigen zu je 90 Metern. Ein Umbau der Stationen im Tal sollte kein zu großes Problem sein, aber beim Sonnalpin bin ich mir da nicht so sicher. Man müsste dafür wie gesagt das ganze Kellergeschoss des Sonnalpin umgestallten, aber vielleicht wäre es ja doch möglich. Vorteil dieser Lösung wäre, dass man nicht zwingend Doppeltraktionen fahren müsste, sondern Gelenksteuerwagen anschaffen könnte wie sie z.B. bei der Wengern Alp Bahn im Einsatz stehen. Die neuen Doppeltriebwagen können je 20 Tonnen, in Doppeltraktion als 40 Tonnen gebremste Wagen schieben, das sollte reichen. Wenn man dann einen Halbstundentakt auf der ganzen Strecke fährt wobei zwischen Eibsee und Garmisch einzelne Triebwagen ausreichen würden, bräuchte man 12 Triebwagen und 6 Steuerwagen. 6 Triebwagen sind vorhanden, wobei die beiden aus den 80ern für das Konzept nicht zu verwenden wären, das sie keinen Steuerwagen schieben könnten. Man müsste diese also abgeben oder nur noch als Reserve nutzen. Man bräuchte also noch 8 Triebwagen. Das wäre zwar teuer (ca. 50 Millionen für die Triebwagen), müsste aber noch mittelfristig möglich sein. Mit 100 Millionen sollte man aber insgesammt mindestens rechnen, aber man könnte die Investitionen verteilen auf eine längere Zeit.

@OWstSp: Ich weis ja nicht wo du deine Zahlen her hast, aber der Tunnel ist laut BZB ca. 4800 Meter lang, was nach deiner Rechnung schon über 80 Millionen machen würde. Allerdings kann man so eh nicht rechnen, da es Tunnel nicht als Meterware gibt. Im Übrigen ist der Querschnitt für einen Zahnradbahn sicher größer als der für eine SSB.
Um einen Doppelspurausbau halbwegs zu rechtfertigen müsste man mindestens einen 10 Minutentakt fahren. Ab Garmisch nehme ich jetzt mal einen Halbstundentakt an. Nach Christopher Lütz' Umlaufplan wären dafür dann 24 Triebwagen notwendig. Abzüglich der 6 vorhanden bleiben noch 18 übrig. Bei einem Stückpreis von 8 Millionen macht das 130 Millionen nur für die Züge. Wenn man jetzt für die Stückzahl einen saftigen Rabatt reinrechnet bleiben vielleicht noch 100 übrig, da hast du aber noch keinen Meter Schiene verlegt, geschweigedenn den Tunnel gebohrt. Das ist absolut nicht bezahlbar.
 
Der vorhandene Fahrzeugbestand der BZB erlaubt folgende Umlaufpläne:
-> durchgehender Stundentakt Garmisch - Platt in Doppeltraktion mit Doppeltriebwagen in Doppeltraktion (3 Umläufe mit Triebwagen 10/11; 12/14; 15/16)

-> halbstündlicher Pendelverkehr Garmisch - Grainau mit Triebwagen 309; halbstündlicher Verkehr Grainau - Platt mit 4 Umläufen aus Tw. 10/11; 12/14; 15/16 sowie Tw. 5+Beiwagen und TW 6+Beiwagen. Bei dieser Variante muß in Grainau umgestiegen werden. Alternativ kann TW 309 auch bis Eibsee fahren und durch Busse verstärkt werden.

Man sieht aber, dass der vorhandene Fahrzeugpark keine Reserven aufweist. Hier sind in den nächstenb Jahren sicher noch Investitionen nötig. Darüber hinaus wäre die Aufstockung auf 3-fach-Traktion sicher wünschenswert, denn diese bringt eine Kapazitätssteigerung von 50 Prozent.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
@OWstSp: Ich weis ja nicht wo du deine Zahlen her hast, aber der Tunnel ist laut BZB ca. 4800 Meter lang, was nach deiner Rechnung schon über 80 Millionen machen würde. Allerdings kann man so eh nicht rechnen, da es Tunnel nicht als Meterware gibt. Im Übrigen ist der Querschnitt für einen Zahnradbahn sicher größer als der für eine SSB.
Um einen Doppelspurausbau halbwegs zu rechtfertigen müsste man mindestens einen 10 Minutentakt fahren. Ab Garmisch nehme ich jetzt mal einen Halbstundentakt an. Nach Christopher Lütz' Umlaufplan wären dafür dann 24 Triebwagen notwendig. Abzüglich der 6 vorhanden bleiben noch 18 übrig. Bei einem Stückpreis von 8 Millionen macht das 130 Millionen nur für die Züge. Wenn man jetzt für die Stückzahl einen saftigen Rabatt reinrechnet bleiben vielleicht noch 100 übrig, da hast du aber noch keinen Meter Schiene verlegt, geschweigedenn den Tunnel gebohrt. Das ist absolut nicht bezahlbar.

Alte Zahnradbahn-Anlage ab Eibsee oder Riffelriss stillegen, neuer Tunnel ohne Kurven direkt zum Sonnalpin mit Standseilbahn.

Ciao
Herbert
 
Also langsam sind die Vorschläge hier weit weg von jeder realistischen Umsetzung und den tatsächlichen Planungen. Um einen Neubau der Zahnradbahn geht es nicht, nach 2011 wird der Neubau der EibseeSeilbahn angestrebt. Kein verglastert Gipfel, keine zweispurige Zahnradbahn und auch sonst nix! Wir sollten langsam zurück zum Thema des Topics kommen.
 
DAB schrieb:
Die Schweizer Garnitur passt nicht in den Tunnel. Sie wurde primär für die Benutzung der Talstrecke angeschafft, kann aber sowohl auf der Reibungs- als auch auf der Zahnradstrecke verwendet werden. Theoretisch bis Riffelriß, praktisch bis Eibsee.
Soviel ich weiss, dürfte auch Riffelriss nicht in Erreichbarkeit dieser Einheit liegen. Der Grund ist in den Steigungen zu suchen. Bis Eibsee beträgt sie trotz Zahnstange nur bis 120 Promille, erst ab Eibsee wird es richtig steil (bis 250 Promille). Da auf der Berner Oberlandbahn, für die Wagen 309 ursprünglich gebaut wurde, nur Steigungen bis eben 120 Promille vorkommen, ist die Traktions- und Bremsausrüstung nur für solche Steigungen entworfen. Ein Umbau wäre sehr teuer und würde aufgrund des Profils auch nicht viel bringen.
 
ich glaube mal bevor man hier über die idee einer neuen seilbahn nachdenkt sollte die zugspitze vorranig erstmal eine ordentliche bescheinungsanlge bekommen um auch in zukunft absolten pistengaudi auf em platt garantieren zu können. wenn es wie jetzt kaum schneit im herbst sind andere gebiete wieder vorraus und die zugspitze steht hinten an! arme deutschland hat noch viel aufzuholen gegenüber der konkurrenz aus österreich! in garmisch dürfte das problem daran liegen das die bzb noch immer in öffentlicher hand gehalten wird und man sich dadurch selbst ausbremsen tut!
 
funssar schrieb:
ich glaube mal bevor man hier über die idee einer neuen seilbahn nachdenkt sollte die zugspitze vorranig erstmal eine ordentliche bescheinungsanlge bekommen


so viel ich weiß, dürfen die da oben gar nicht beschneien, weil es über der Baumgrenze liegt!
 
funssar schrieb:
ich glaube mal bevor man hier über die idee einer neuen seilbahn nachdenkt sollte die zugspitze vorranig erstmal eine ordentliche bescheinungsanlge bekommen um auch in zukunft absolten pistengaudi auf em platt garantieren zu können. wenn es wie jetzt kaum schneit im herbst sind andere gebiete wieder vorraus und die zugspitze steht hinten an! arme deutschland hat noch viel aufzuholen gegenüber der konkurrenz aus österreich! in garmisch dürfte das problem daran liegen das die bzb noch immer in öffentlicher hand gehalten wird und man sich dadurch selbst ausbremsen tut!

Fehlende Beschneiung mag für dich als Skifahrer ein Schwachpunkt sein. Ob das betriebwirtschaftlich aber so viel bringen würde ist fraglich. Immerhin nimmt die Zugspitze doch einen Großteil durch einfache Turnschuhtouristen ein, die mit der Bahn auf den Gipfel fahren, ein bisschen rumwandern und wieder runter fahren. Ich glaube nicht, dass man sich auf der Zugspitze derart auf den Wintersport fixieren muss wie das z.B. an ausgesetzten österreichischen Gletschern der Fall ist. Es fährt sicher niemand auf den Mölltaler Gletscher nur um die schöne Aussicht zu genießen. Die sind also auf Schnee angewiesen. Bei der Zugspitze ist das sicherlich nicht so.
 
Fabi111 schrieb:
funssar schrieb:
ich glaube mal bevor man hier über die idee einer neuen seilbahn nachdenkt sollte die zugspitze vorranig erstmal eine ordentliche bescheinungsanlge bekommen


so viel ich weiß, dürfen die da oben gar nicht beschneien, weil es über der Baumgrenze liegt!

Bisher sagte man immer, dass es geologisch nicht möglich wäre, aber dazu lest die Seiten davor einfach mal durch!
 
Weiss man denn mittlerweile schon welcher Hersteller im kommenden jahr die neue Kreuzjochbahn bauen wird? Finde die Frage sehr interessant, da in Garmisch ja einige Hersteller vertreten sind vorran auch die beiden grossen Konkurrenten von Doppelmayr und Leitner wobei mein Geschmack ja absolut auf die Anlagen des erst genannten fällt!
 
Heute ist im Münchner Merkur ein Pistenplan mit der neuen Kreuzjochbahn im Bayernteil abgedruckt. Kosten der Vierersesselbahn ca. 8 Millionen Euro.
 
Könntest du den Artikel und den Plan etwas näher beschreiben. Ich finde im Internet leider nix zur Kreuzjochbahn!
 
Auf dem neuen Pistenplan ist jetzt neben dem Osterfelderkopflift auch der Olympialift nicht mehr eingezeichnet, auf der Anlagenübersicht werden beide jedoch immer noch aufgeführt. Ist der Olympialift damit auch nur noch eine Option an bestimmten Tagen?
 
@Pistenplan
Es war der Pistenplan von Intermaps. Die neue Kreuzjochbahn war sehr dick eingezeichnet um Sie herauszuheben. Hat aber so ausgesehen, daß die Talstation dort hinkommt, wo die Piste von der Kandahar rüber zur Olympia kommt. Es war keine Mittelstation eingezeichnet.

@8 Millionen €
Im Garmischer Teil bei Merkur Online ist ein Bericht über die Kandahar. Der Skitunnel Trögelhang konnte diesen Sommer nicht gebaut werden. Es wurde nur der Skiweg auf 6 Meter verbreitert. Tunnel kommt erst nächstes Jahr. Vielleicht ist das in den Betrag eingerechnet. Ein Teil des Trögelhangs bleibt wegen der Vorarbeiten für den normalen Skifahrer diese Saison gesperrt. Für den Weltcup wird das ganze mit Schnee zugeschüttet.
 
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