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Die große Klima-Diskussion

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Leute, ist euch aufgefallen, dass 2009 das tiefste solare Minimum seit Beginn der Aufzeichnungen hatte, das auch jetzt noch nicht wirklich zuende ist? Ist euch des weiteren aufgefallen, dass Norddeutschland (für den Rest der Welt kann ich nicht sprechen) den kältesten, längsten und schneereichsten Winter seit Jahrzehnten erlebt? Seit Weihnachten durchgehend Frost und Schneefall. Über 30cm Schnee in Südschleswigholstein. So etwas habe ich noch nie gesehen. Nie.

cum hoc ergo propter hoc? oder ist tatsächlich die Sonne unser Klimabestimmer? Und haben die Leute, die meinen, eine neue Eiszeit stünde ins Haus, vielleicht doch Recht?
 
Aber auch das Sonnenaktivitätsminimum der letzten Jahre konnte nicht verhindern, dass z.B. im letzten Sommer trotz schneereichem Winter im Hochgebirge die Gletscher wieder sehr stark ausgeapert sind und nun schon seit x Jahren mehr oder weniger an Masse und Ausdehnung verlieren. Wer regelmäßig Bergwandern im Hochgebirge geht, der ist bei der Klimaerwärmung live dabei. Man muss sich nur starlis Gletschervergleichbilder in seinen Sommerschiberichten anschauen, damit sieht, mit welcher Geschwindigkeit zumindest in den Alpen die Klimerwärmung voranschreitet.
Es ist Unfug, wegen einem kalten Januar, der durch die Großwetterlage erklärbar ist, die Klimaerwärmung in Frage zu stellen.
 
Martin_D schrieb:
Es ist Unfug, wegen einem kalten Januar, der durch die Großwetterlage erklärbar ist, die Klimaerwärmung in Frage zu stellen.
Das ist selbstverständlich. Es war nur eine Idee. Dass auf ein Jahr mit geringer Sonnenaktivität, die sich zum Beispiel nur verzögert auf das Erdwetter auswirken könnte, dann ein besonders kaltes Jahr folgt.

Generell streite ich nicht ab, dass es wärmer wird. Nur, dass wir Schuld daran haben sollen.
 
Es wird ja gern Wetter, Witterung und Klima durcheinander gebracht :D .
Bei Gletschern ist Vorsicht geboten. Die reagieren mit enormer Zeitverzögerung (ca. 15 Jahre m. W.). Die Schrumpfung reflektiert die Mitte der 90er Jahre.

Dank des Datendiebstahls bei der univesity of east anglia, ist ja nun allseits bekannt und auch vom IPCC unbestritten, dass es seit 10 Jahren global keine Erwärmung gibt.
 
Fab schrieb:
Bei Gletschern ist Vorsicht geboten. Die reagieren mit enormer Zeitverzögerung (ca. 15 Jahre m. W.). Die Schrumpfung reflektiert die Mitte der 90er Jahre.

Die Massenbilanz eines Gletscherhaushaltjahres ist meines Erachtens schon eine unmittelbare Folge der Witterung in den vergangenen 12 Monaten:
Ist der gesamte Schmelzwasserabfluss größer als die gesamte Neuschneemenge --> Massenverlust
Ist der gesamte Schmelzwasserabfluss kleiner als die gesamte Neuschneemenge --> Massengewinn

Hier kann ich nicht erkennen, in wie fern die Witterung von vor vielleicht 15 Jahren einen Einfluss haben soll.

Richtig ist natürlich, dass sich Massenänderung erst mit einer Zeitverzögerung in einer Längenänderung bemerkbar macht. Bei kleinen Gletschern ist das nach kürzerer Zeit der Fall, bei größeren Gletschern nach deutlich längerer Zeit. Die genannten 15 Jahre sind dabei ein für mich plausibel erscheinender Mittelwert.
 
Martin D schrieb:
Hier kann ich nicht erkennen, in wie fern die Witterung von vor vielleicht 15 Jahren einen Einfluss haben soll.
Da hast mich irgenwie mißverstanden. Die sichtbare, um Jahre verzögerte, Reaktion der Gletscher spiegelt das Massenbilanzgeschehen mehrer aufeinander folgender Jahre/Jahrzehnte wieder.
In diesem thread wird, ganz allgemein gesprochen, oft in zu kurzen Zeitskalen gedacht und argumentiert.

Sonnenaktivität: Da wirken ja 2 nachweisbare Effekte aufs Klima. Die seit Jahren geringe Oberflächenaktivität (Sonnenflecken) wirkt kühlend. Die seit Jahren starke magnetische Aktivität, die kosmische Strahlung fernhält wirkt widerum wärmend. Was sich stärker auswirkt ist in der Diskussion.
 
Fab schrieb:
Martin D schrieb:
Hier kann ich nicht erkennen, in wie fern die Witterung von vor vielleicht 15 Jahren einen Einfluss haben soll.
Da hast mich irgenwie mißverstanden. Die sichtbare, um Jahre verzögerte, Reaktion der Gletscher spiegelt das Massenbilanzgeschehen mehrer aufeinander folgender Jahre/Jahrzehnte wieder.

So wie ich das verstehe, reagieren die klassichen Gletscherzungen (wie man sie vorwiegend im Wallis, dem Berner Oberland, den Hochsavoyen etc. findet) mit ca. 15 Jahren Verzug auf Schwankungen des Klimas bzw. Wetters. Das könnte auch noch auf vergleichswesie kleine Massive wie Bernina, Ortler, La Meje oder Adamello zutreffen. Stichwort "sichtbare Reaktion".
Sofern man von den vielen "Restgletschern", zu denen ich mittlerweile auch zB den Corvatschgletscher zählen würde, betrachtet, lassen sich schon deutliche Veränderungen allein nach einem Sommer feststellen. ZB gab es am Corvatsch im Sommer 2003 7m Verlust in der "Dicke" des Gletschers und der Berg hatte seine Optik allein durch diesen einen Sommer stark verändert. Auch ist das Gletscherende massiv ausgeapert. Er hatte sich stark verkürzt.
Die beschriebenen, verzögerten Effekte (15 Jahre) dürften sich daher nach meiner Vermutung auf tatsächlich fließende Gletscher beziehen, deren Fluss sich erstmal verändern muss. Dort dürften die Prozesse insgesamt wesentlich langsamer ablaufen.
Je größer und je nachdem, wie stark der Fluss innerhalb des Gletschers (noch) stattfindet, desto verzögerter. Falls das Unsinn ist, bitte korrigieren.
 
Tja, das Lügengebäude bricht wohl immermehr zusammen ..
Phil Jones, der vorübergehend auf Eis gelegte Direktor des Climate Research Unit (CRU) der Universität of East Anglia, hat in einem BBC-Interview zugegeben dass es in den letzten 15 Jahren keine signifikante globale Erwärmung mehr gegeben hat. Selbst die Erwärmung in den Jahren zuvor war nicht erwähnenswert höher, als die Erwärmung zum Beispiel zwischen 1860 und 1880 oder zwischen 1910 und 1940.
weiter unter
http://www.eigensinnig.org/?p=3333#more-3333
 
Die Klimaerwärmung läuft nicht monoton ab und zehn bis zu zwanzig Jahresabschnitte geben nur einen Schnappschuss der ablaufenden Aenderungen. Übrigens folgt daraus, dass das Gleiche auch in die andere Richtung funktioniert. Wer will kann eine Reihe von 10 Jahresabschnitten rauspicken (z.B 88-98), die auf eine katastrophale und vermeintlich am oberen Rand der Modellvorhersagen entlangschlitternde Temperaturentwicklung deuten.
http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/04/ganz-echt-jetzt-halt-die-erwarmun-aber-wirklich-wirklich-an.php
http://www.scienceblogs.de/primaklima/2008/07/die-mar-von-der-beendeten-erwarmung-und-den-modellen-die-etwas-vorhersagen.php
 
Man muss noch nicht einmal Klimaforscher sein, um zu erkennen, dass die Klimaskeptiker in ihrer Argumentation einen entscheidenen Fehler haben: die angeblich von Politik und Medien so geförderte Klimahysterie kann vollkommen unproblematisch koexistieren mit dem tatsächlich anthropogenen Klimawandel. Ein existierendes Phänomen und dessen Ausschlachtung eben.
 
@axisofjustice: kann natürlich koexistieren.. da hat niemand das Gegenteil behauptet.. die Sache ist eben, dass das allem Anschein nach so nicht stimmt.

Ich sehe das im Moment so...

Klar: Es hat eine Erwärmung gegeben.
Nicht klar: Warum?
IPCC sagt: CO2, Methan.
Unabhängige Wissenschaftler sagen: Weder CO2 noch Methan können eine signifikante Erwärmung verursachen.
Klar: In den letzten 15 Jahren gab es keine Erwärmung mehr.
IPCC sagt: Doch! Guckt mal, wenn man nur die wärmsten Temperaturmessstationen mitzählt, dann ja!
Medien sagen: OMG IPCC SAGT ES WIRD WÄRMER WIR WERDEN ALLE STERBEN!!!!11
Durchschnittsmenschen verstehen nichts von Wissenschaft, und "WIR WERDEN ALLE STERBEN!!!11" ist so wunderbar einleuchtend -> Hysterie.
Die Hysterie würde selbstverständlich in jedem Fall ausgenutzt, egal, ob begründet.
 
Es gibt aber auch Forscher, die nicht dem IPCC und der Erdöl Lobby angehörig sind (und damit nach dieser Definiton unabhängig) und den Klimawandel nicht bestreiten.
 
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