Hallo,
Fab schrieb:
Empfehle das Lesen dieses threads ab Seite 1

bevor wieder vom Anbeginn an diskutiert wird.
bin zufällig auf den Thread gestoßen und hab das jetzt (fast) getan - eine ziemliche Zumutung
Ein paar Anmerkungen kann ich mir - als totaler Laie, aber kritischer Beobachter - nicht verkneifen:
Fab schrieb:
Was mich trotzdem irritiert hat, ist nicht der Umstand daß seit 10 Jahren die (angebliche) Erderwärmung Pause macht, sondern daß dies unter den Klimaforschern Konsens ist, aber erst durch den Datendiebstahl bei der university of east anglia publik wurde.
Dieser Fakt wurde sowohl der Öffentlichkeit wie der Politik vorenthalten. Das dies möglich ist hätte ich nicht für möglich gehalten.
Da bist Du offenbar noch immer nicht sarkastisch/zynisch genug veranlagt, um die heutige Welt zu verstehen

. Mich wundert so etwas überhaupt nicht. Auf den letzten Seiten dieses Threads sind die für mich letztlich im Hintergrund stehende wirtschaftlichen Interessen angesprochen worden - die gibt es auf allen Seiten, seien es die Ölkonzerne, die gerade dabei sind/waren, den Golf von Mexico zu versauen (warum übrigens spricht die US-Politik davon, im Falle des Mißerfolgs der Rettungsmaßnahmen BP zu beseitigen [sinngemäß] und nicht die US-Unternehmen, die ebenfalls an der Plattform beteiligt sind [Transocean - sinnigerweise ins steuerbegünstigte Zug verlagert - und Haliburton] - sicher nicht aus umweltpolitischen Gründen

), sei es das Gejammere der Solarindustrie, die auf Subventionen verzichten soll, um die Landschaft mit Solaräckern zu beglücken.
Whistlercarver schrieb:
Ab nächsten Sommer ist es aus mit der Klimaerwärmung.
Denn dann sind die Klimakiller Glühbirnen in der EU verboten und dadurch wird alles kälter und besser.
Auch eine rein von Wirtschaftsinteressen (einschließlich der Entsorgungsindustrie, denn die Dinger sind ja Sondermüll) geprägte Aktion ohne signifikante Auswirkungen (außer daß ich befürchte, daß das Quecksilber aus Bequemlichkeit auf der normalen Deponie landen wird)
Arlberg-Irrer schrieb:
lieg ich da verkehrt mit folgendem?
Mir ist so, als wenn ich vor einiger Zeit gehört, gelesen oder sonstwie mitbekommen habe, dass viele Stauseen in Österreich hauptsächlich folgenden Zweck erfüllen.
Nachts wird mit dem billigen deutschen Nachtstrom das Wasser vom Tal auf den Berg gepumpt und tagsüber werden die Turbinen mit dem ablaufenden Wasser betrieben und teurer Tagstrom wird nach D verkauft.
Stimmt das? Gemäß dem Falle, dass das sogar stimmt, muss ich mir versuchen irgendwie vorzustellen, wie der Wirkungsgrad ist, d.h. wieviel Energie ist nötig, um nachts das Wasser hochzupumpen und das dann die Differenz ausreicht, unterm Strich damit Geld zu verdienen, wenn man tagsüber teuren Strom verkaufen kann...
Ich kenne das anders, nämlich daß damit Strom "gewaschen" wird. Da wird billiger Atomstrom z.B. aus Frankreich nachts verwendet, um Pumpspeicherwerke zu "befüllen". Tags wird das Wasser nach unten durch die Turbinen gejagt und damit an "umweltbewußte" Verbraucher als Ökostrom aus Wasserenergie verkauft (habe ich schon vor vielen Jahren aus der Branche gehört, bevor das Thema mit den Zertifikaten aufkam).
Wir dämmen uns zu Tode (bzw. zu Schimmel), um Energie zu sparen. Keiner macht sich wirklich Gedanken über die Entsorgung der Dämmstoffe, wenn die Gebäude erst einmal am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt sind.
Zur Diskussion um die Statistiken: Zum einen wird auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen aufgebaut. Die sind aber imho ziemlich wertlos. Jede Wahrscheinlichkeit über "0" kann schon morgen eintreten - auch eine von weit über 50% kann erst in 10 Jahren zum nächsten Mal Wirklichkeit werden. Zum anderen beruhen Wahrscheinlichkeitsrechnungen (jedenfalls in der Ökonomie, z.B. Kreditausfallrisiken) nicht selten auf stark gerundeten Zahlen, aus denen dann eine "Genauigkeit" auf 10 Stellen hinter dem Komma ermittelt wird. Schließlich bauen Modelle in aller Regel auf Vergangenheitswerten auf - dazu kann ich nur Talebs Geschichte vom Truthahn empfehlen. Und zu guter Letzt: Komplexe Modelle sind auch bei heutigen Rechenkapazitäten darauf angewiesen, einen Teil der Parameter zu fixieren, die Volkswirte nenen das schön vornehm "ceteris paribus" - nur die ceteris sind in der Praxis nie paribus.
Fazit: ich glaube in der ganzen Diskussion keinem nichts. Daß wir einer Erwärmungsphase unterliegen, scheint mir plausibel. Daß es jedenfalls in unseren Regionen schonmal mindestens vergleichbar warm war ebenfalls. Ob der Mensch wirklich in der Lage ist, die vielen Klimafaktoren der Natur durch seinen Einfluß maßgebend zu überlagern (oder gar umzukehren), bezweifle ich zutiefst - das scheint mir schon fast an Selbstüberschätzung zu grenzen.