Hundseck 11.1.2009 (mit Kurzbesuch Mehliskopfhang)
Anfahrt: Ettlingen - Autobahn 5 - Abfahrt Bühl - Bühlertal - Schwarzwaldhochstraße 0:40 h ohne Stau
Wetter: wolkenlos, Inversion, oben +3°C, im Rheintal Frost
Schnee: Nordhänge ca. 30 cm harter Altschnee, Südhange aper
Anlagen in Betrieb: Hundseck Nord I (WSO), Mehliskopf langer und kurzer Lift
Anlagen außer Betrieb: Hundseck Nord II (DM-Übungslift), Hundseck Süd (Steimelhang)
Gefallen: Nach 3 Jahren mal wieder Hundseck Nord fahren
Nicht gefallen: Schneelage an der Schwarzwaldhochstraße schon deutlich beeinträchtigt, Südhang außer Betrieb
Bewertung: 3 von 6 Mittelgebirgspunkten
Wegen des anhaltend schönen Winterwetters im Januar entschloss ich mich am Sonntagnachmittag, 11.1., kurzfristig zu einem erneuten Skibesuch an der Schwarzwaldhochstraße. Endlich hatte nun auch der Skilift Hundseck Nord geöffnet, der im Winter 2007/2008 der lokale Pechvogel war, weil die Pistenraupe beim ersten Präparationsversuch defektbedingt ausgefallen und für die gesamte Saison nicht mehr einsatzbereit war. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man - genügend Engagement vorausgesetzt - für so eine Maschine über mehrere Monate nicht einmal ein gebrauchtes Ersatzteil auftreiben kann ...
Am Skilift Hundseck Nord hatte ich mich zuletzt
mit Fiescher im Februar 2006 bei besten Schneeverhältnissen ausgetobt. Seitdem plane ich eigentlich die "inoffizielle Skischaukel" Mehliskopf - Hundseck Süd - Hundseck Nord per Verbindungsweg, und seitdem haben dies die Schneeverhältnisse (geht erst ab ca. 40 cm Schneehöhe) leider nie wieder zugelassen - schade. Trotz des strengen Frosts im Januar 2009 waren die Nordschwarzwälder Schneeverhältnisse wegen Inversion und Dauersonnenschein inzwischen deutlich beeinträchtigt. Vom Parkplatz am Hundseck, wo das alte Kurhaus seit Jahren auf seinen Abriss wartet, schweift der Blick zunächst über den Steimelhang (= Hundseck Südhang = Bühlertal Hundseck), der in der oberen Hälfte schon fast abgetaut und natürlich nicht mehr in Betrieb war. Die Rodler auf der unteren Hanghälfte hat's gefreut. Der Skihang Hundseck Nord ist vom Parkplatz aus nicht einzusehen, und der Betreiber, Herr Kopf, hat bis heute auch keine Erlaubnis erhalten, ein großes Hinweisschild für seine Anlage aufzustellen. Entsprechend gibt es am Hundseck Nordhang meistens wenig Andrang. Liftpartner erzählten mir vom völlig überlaufenen, benachbarten Mehliskopfhang, der sie dazu bewogen hatte, hierher zu wechseln. Die Pistenqualität am Hundseck Nordhang war ebenfalls schon spürbar vom inversionsbedingten, mehrfachen Antauen und Überfrieren gekennzeichnet und entsprechend hart. Wegen der mäßigen Schneehöhe machten sich die Geländekanten an den Übergängen zu den Wanderwegen, die die Pisten queren, deutlich bemerkbar. Der Steilhang der westlichen Piste war zwar befahrbar, wegen seiner knallharten Beschaffenheit aber alles andere als ein Genuss. Am 11.1. fanden auf dem Hundseck Nordhang Kinderskirennen des TV Weisenbach statt. Vielleicht war diese Verpflichtung der Grund, den Lift überhaupt in Betrieb zu nehmen.
Wie im Südschwarzwälder Aftersteg, wo eine baugleiche Anlage steht, demonstriert der WSO-Skilift den herstellertypischen Ruck beim Anfahren. Die WSO-Gehänge verfügen offenbar nicht über eine Seilbremse; diese Aufgabe übernehmen deshalb die eigenen die Bandscheiben.

Die parallele Doppelmayr-Anlage, die nur die untere, flache Hanghälfte erschließt, war außer Betrieb. Deshalb bügelten viele Liftbenutzer im WSO-Lift schon vor dem Steilhang ab, was so manchen Liftbügel in unkontrollierte Situationen brachte. Überhaupt war an auffällig vielen der WSO-Gehänge der Bügel vom Gehängeseil abgerissen.
Nach zwei Stunden am schattigen Nordhang wollte ich noch ein paar sonnige Minuten mitnehmen und stieg dazu auf den abgetauten Hundseck Südhang, der einen schönen Blick zur Hornisgrinde und übers Rheintal zu den Nordvogesen bietet. Über den Verbindungs-Wanderweg ging es (ohne Ski) noch auf einen Abstecher zum Mehliskopfhang. Hier waren die Pisten nicht aper, aber (hörbar) auch nicht weicher als am Hundseck Nordhang.

Auf dem Rückweg warf ich an der Talstation Mehliskopf noch einen Blick auf die mittlerweile eingeschaltete Flutlichtanlage.
Fazit: Schön, endlich mal wieder am Hundseck Nordhang gewesen zu sein, wenn auch der Schnee dort nicht überzeugen konnte. Also hoffe ich weiter auf mehr Schnee und auf meine oben angesprochene 3-Hänge-Skischaukel.
Hundseck Nord 11.1.2009: Blick vom Hundseck-Parkplatz zum gegenüber liegenden, oben weitgehend abgetauten Steimelhang. Die Rodler freuen sich, dass der Skibetrieb eingestellt ist.
Hundseck Nord 11.1.2009: Das alte Kurhaus Hundseck wartet seit Jahren auf seinen Abriss.
Hundseck Nord 11.1.2009: Schickes Werbeschild am Skihang. Leider darf es nicht am Hundseck-Parkplatz stehen.
Hundseck Nord 11.1.2009: Talstation von WSO- und DM-Lift. Gesamtansicht des Hangs.
Hundseck Nord 11.1.2009: Trasse unterer Teil.
Hundseck Nord 11.1.2009: Trasse am Steilhang und Bergstation des parallelen DM-Übungslifts.
Hundseck Nord 11.1.2009: Blick vom Liftausstieg zum gegenüberliegenden Steimelhang.
Hundseck Nord 11.1.2009: Steimelhang im Zoom. Ein enormer Kontrast zum selben Bild drei Jahre zuvor, das im oben verlinkten alten Bericht enthalten ist.
Hundseck Nord 11.1.2009: Östlich vom Lift gelegene Piste ohne Steilhang, dafür aber mit drei Wegquerungen. Hart, aber o.k. zu fahren.
Hundseck Nord 11.1.2009: Talstation mit WSO-Fachwerkportalstütze.
Hundseck Nord 11.1.2009: Trasse.
Hundseck Nord 11.1.2009: Talstationsgebäude.
Hundseck Nord 11.1.2009: Östlich vom Lift gelegene Piste ohne Steilhang.
Hundseck Nord 11.1.2009: Herstellerschild am WSO-Lift.
Hundseck Nord 11.1.2009: Kinderskirennen des TV Weisenbach.
Hundseck Nord 11.1.2009: Blick vom Steilhang der westlichen Piste.
Hundseck Nord 11.1.2009: Doppelmayr- und WSO-Stütze einträchtig nebeneinander, kurz vorm Ausstieg des DM-Übungslifts.
Hundseck Nord 11.1.2009: Prinoth Big-Pistenraupe, der Unglücksrabe vom Winter 2007/2008 (Bruch eines Antriebsrads und Ausfall für die gesamte Saison).
Hundseck Süd (Steimelhang) 11.1.2009: Der Hang ist südausrichtungsbedingt oben fast völlig abgetaut und deshalb nicht befahrbar. Unten tummeln sich die Rodler.
Hundseck Süd (Steimelhang) 11.1.2009: Sonnenuntergangsimpression mit Hornisgrinde. Gegenüber im Schatten der Skihang Hundseck Nord.
Hundseck Süd (Steimelhang) 11.1.2009: Mehliskopfturm neben der Skiliftbergstation. Im Winter leider geschlossen.
Hundseck Süd (Steimelhang) 11.1.2009: Blick vom Mehliskopfturm übers Rheintal zu den Nordvogesen.
Hundseck Süd (Steimelhang) 11.1.2009: Über diesen Wanderweg geht es vom Mehliskopfturm an der Bergstation Steimelhang zum Skihang Mehliskopf. Bei guter Schneelage kann man ihn problemlos abfahren.
Mehliskopf 11.1.2009: Blick vom Wanderweg-Ende auf den Skihang. Wie man sieht, ist die Schneelage relativ o.k.
Mehliskopf 11.1.2009: Blick zum Ausstieg des Übungslifts. Hinten die Badener Höhe mit Aussichtsturm.
Mehliskopf 11.1.2009: Zoom auf die Talstations-Infrastruktur.
Mehliskopf 11.1.2009: Steilhang-Stück. Vom Soundtrack her muss es sehr hart gewesen sein.
Hundseck Süd (Steimelhang) 11.1.2009: Rückweg vom Mehliskopfhang nach Sonnenuntergang.
Mehliskopf 11.1.2009: Flutlichtbetrieb
Mehliskopf 11.1.2009: Flutlichtbetrieb