Dolomiten mit Standort La Villa 4. bis 9.2.16

4.2.16: Alta Badia - Marmolada: Der etwas ungeplante Auftakt
Nachdem uns das tolle Hotel in La Villa direkt an der Piste letztes Jahr (http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=48&t=53007) so gut gefallen hat, verbringen wir die Flucht vor der Fasnacht (Fasching) wieder hier in den Dolomiten.
Da wir trotz Anreise pünktlich um 8.30 Uhr an der Piz la Ila Bahn ankamen und uns herrlich blauer Himmel begrüsste, entschieden wir spontan, die dank zahlreichen Hinweisen aus diesem Forum etwas vorbereitete Tour ins Fassatal zu machen. Los geht's:
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Gross war die Erleichterung, dass auf der grossen Anzeigetafel in Corvara nichts von wegen Wind resp. geschlossener Anlagen steht. Also via Piz Boe...
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...und dem neuen Arabba-Fly...
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zur Porta Vescovo
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Der Blick zu Fodom und Belvedere zeigt laufende Lifte...
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...doch das täuschte. Belvedere wird während unserer Fahrt mit dem Fodom in schnellem Tempo rückwärts garagiert :-( . Der Nordwind ist doch zu stark. Also müssen wir die Tour auf morgen verschieben und geniessen so mal zuerst vier Fahrten auf den geeeeeeenialen Pisten am Carpazza...
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...bevor wir uns entscheiden, auf den Marmolada zu gehen. Zu unserer Überraschung nirgendwo Wartezeiten:
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Das Panorama ist ja schon toll und die Fahrt mit den im Wind schwankenden Gondeln ebenfalls.
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Aber wegen der Piste lohnt es sich nicht. Oben Pulver-Buckelpiste, unten Eisbahn.
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Den Rückweg fahren wir über Cherz und Pralongia. Entgegen dem Wetterbericht nimmt der Nordwind zu statt ab:
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Also fahren wir mal wieder ins hübsche und windgeschütze Edelweisstal. Mit diesem Schlepper sind wir noch nie hoch:
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Zum Schluss gab es dann noch einen sportlichen Abschluss, weil La Rüa technische Probleme hatte:
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Zu unserem Glück hat es gestern etwas geschneit, aber nicht zu viel, sodass die Pisten kompakt pulvrig blieben, wie wir es mögen. Wartezeiten gab es nirgends, im Gegenteil, oft FBMs für uns alleine. Das war also ein gelungener Start, ein guter Tag, wenn auch etwas anders als vorgestellt.
 
9.2.16: Kronplatz und Sextner Dolomiten
Unseren letzten Ferientag verbringen wir quasi auf dem Heimweg ;-) : Nach kurzer Autofahrt von La Villa nach Pikolein geht es erneut ins Kronplatzgebiet.
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Dieses Mal so quasi mehr auf Durchfahrt, da unser Ziel die uns noch unbekannten Sextner Dolomiten sind, die man von hier ja gut mit dem Zug erreichen kann. Dennoch gibt es einige Wiederholungsfahrten unterwegs. In St.Vigil sind die Pisten sehr hart. Die Feuchtigkeit und die recht warmen Temperaturen haben sich in der aufklarenden Nacht dann gerächt. Dennoch ist uns das viel lieber, als die gestrige Buckelpistenpampe:
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Am Pre da Peres dann aber bereits griffiger Pulverschnee, sehr gut:
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Mit so gutem Wetter haben wir gar nicht gerechnet, laut Wetterbericht sollte es ja schon ab dem Morgen stark bewölkt sein. Aber umso besser. Im oberen Teil des Kronplatzes sind die Pisten super, weiter unten hart.
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Die Fahrt zum Marchner Lift ist trotz der Unmengen an Skifahrern genial. Der Wechsel auf die neue Belvedere-Bahn nachfolgend ein Chaos pur. Gut aber, dass der Bahnmitarbeiter die Leute, die noch auffüllen wollen, reindrückt, weil die, die schon drin sind, finden, es sei schon zu voll.
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Danach geht es also die lange Piste nach Ried/Percha runter. Auch heute wieder ein Erlebnis.
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Und da fühlt man sich ja schon wieder fast etwas wie zu Hause ;-) : Schweizer Bahnpräzision von Stadler Rail. Auch der Fahrplan, pünktlich um 11.08 Uhr kommt der Zug, nicht wie der Bus im Fassatal, der 4min zu früh fuhr... Für den etwas komplizierten Ticketautomaten ohne Touchscreen sollte man übrigens noch ein paar Minuten Reservezeit einplanen...
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Ideal auch, dass es am Bahnsteig noch eine Cafeteria hat, so können wir uns was kaufen und die 40minütige Zugfahrt als Mittagessensstopp bestens nutzen. Schon aus dem Zug erkennen wir unser Ziel Vierschach.
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Auch hier ist die Bahn perfekt an den Zug abgeschlossen, nur ne kurze Brücke. So muss es sein.
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Leider ist auch hier sehr viel los, aber kein Vergleich zum überfüllten Kronplatz. Ich hatte gehofft, weil etwas kleiner und "abgelegener", dass hier noch weniger Leute sind. Die Piste vom Helm bis Vierschach runter mit 1300 Höhenmeter ist aber genial und weil hart noch nicht zerfahren.
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Mit der Zeitlupentempo-3SB geht es noch etwas höher. Gehört diese Bergstation in der Ferne schon zu Sillian?
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Danach fahren wir zu der offenbar neuen Stiergarten-EUB, gute Sache, dass man dies hier verbunden hat, sonst wär's etwas klein resp. umständlich. Und hier ist deutlich weniger los, genial.
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Die drei Zinnen sehen wir leider nicht, das Wetter hat sich verschlechtert. Muss ich halt das Fotoalbum von vor vielen Jahren hervorkramen, als wir im Sommer mit einem gemieteten Wohnmobil mal hier durchgefahren sind.
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Irgendwie hatten wir uns verfahren und uns auf Rudis Rentierweg wiedergefunden. Auch härzig.
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Die schwarze Holzriese I und II hat ihren Reiz.
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Dieses Skigebiet hier ist nicht sehr gross, dennoch ist die Zeit bereits vorangeschritten, sodass wir unseren weiten Rückweg bis Pikolein bereits um 13.45 Uhr antreten müssen. Gefahren sind wir glaube ich alle wichtigen Pisten.
Runter nach Sexten führt auch ne knackige Piste. Überhaupt sind die Pisten hier recht anspruchsvoll. Mindestens eine rote vom Stiergarten rumter würden wir schwarz statt rot taxieren.
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Dann geht es runter zum Bahnhof, zurück nach Percha, wo man fast direkt aus dem Zug in die EUB stolpert ;-)
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Die letzte Piste unserer Ferien ist die Piculin.
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Das war ein toller Ausflug, sehr zu empfehlen, trotz der 2x 40min Zugfahrt. Das Skigbiet in Sexten hat uns sehr gut gefallen. Werden wir sicher wieder mal machen.

Generell sind wir sehr zufrieden mit den Ferien, tolle Touren, drei Tage bestes Wetter, zwei Tage zwar mehrheitlich bewölkt aber immer gute Sicht und nur gestern etwas mühsam mit dem Nebel und den Buckeln. Und natürlich war das Hotel wieder um Spitze! Trotzdem überlegen wir uns, die Flucht vor der Zentralschweizer Fasnacht mal in den Trois Vallees zu verbringen. Soll ja auch ganz toll sein dort.

Grüsse vom Beifahrersitz auf der langen Fahrt zurück in die Schweiz. Hoffe, es hat gefallen, hier mitzulesen.
 
Endlich mal einer, der auch der Meinung ist, dass die Stiergartenpiste nicht rot, sondern schwarz ist (und damit ja wohl für Familien etwas heftig ist) :wink: !
 
Skihase schrieb:
Endlich mal einer, der auch der Meinung ist, dass die Stiergartenpiste nicht rot, sondern schwarz ist (und damit ja wohl für Familien etwas heftig ist) :wink: !
Ja, mein 7jähriger Sohn hätte mich erwürgt, wenn ich ihn da runtergelotst hätte. Rote fährt er sonst alle.
 
Schade, dass ihr die drei Zinnen nicht gesehen habt. Leider ist doch mehr grün als erhofft in den Dolomiten, ich bin gespannt, wie es bei meinem Besuch aussieht. Trois Vallées kann ich nur empfehlen, für mich eines der besten Skigebiete, die ich kenne, wenn nicht das beste!
 
Danke Dir auch für die Berichte. Die Sextner Dolomiten fehlen mir bis auf den Haunold noch völlig. Es wird aber schwer sein, meine Frau für einen Besuch dort, zu überreden. Dass das Gebiet eher anspruchsvoll ist, war mir ja schon vom Pistenplan her klar. Dass rote Pisten aber eher schwarz sind, macht das ganze Gebiet für meine Frau eher unfahrbar.

Vielleicht kann ich sie ja nächstes Jahr beim Haunold aussetzen und das Gebiet Helm-Rotwand alleine erforschen.
 
chr schrieb:
Vielleicht kann ich sie ja nächstes Jahr beim Haunold aussetzen und das Gebiet Helm-Rotwand alleine erforschen.
Jawohl, aussetzen wie einen armen kleinen Hund - so ist das mit einem lieben fürsorglichen Ehemann :twisted:

Aber Spaß beiseite, danke für den tollen Bericht!
 
Wenn sie am Helm oben am Plateau bleibt und auf der Rotwand die Holzriese weglässt (und evtl. mit der Gondel vom Helm zur Signaue wechselt), ist das kein Problem, das Gebiet auch als vorsichtigerer Skifahrer zu genießen.
 
Auch von mir herzlichen Dank für diese tolle "Quasi-Live"-Berichterstattung.
Ich finds absolut bemerkenswert, was du mit deinem Ersatzteillager im Knie Tag für Tag für Distanzen abreiten kannst - und das über die ganze Saison. Chapeau!
Da zeigt sich doch wieder der Unterschied, ob jemand mit den Füssen an den Skiern groß geworden ist oder erst - so wie ich - als vormaliger Flachlandtouri-Sechs-Tage-im-Jahr-Fahrer
im "forgeschrittenen " Lebensalter in Skigebietsnähe gezogen ist.
 
Danke und gerne.
Ja, ich denke auch, dass es ein grosser Vorteil ist, wenn Skifahren von Klein auf gelernt wird. Insbesondere wenn man dann so ein Handicap hat (ich habe übrigens seit 5 Jahren auch eine künstliche Hüfte, zusammenhängendes Problem). Für uns ist es manchmal fast unbegreiflich, wie Anfänger sich anstellen, weil Skifahren für uns ne intuitive Bewegung wie fast Gehen ist. Ich habs mit 3 gelernt. Und drum meinen Sohnemann eben auch schon mit 2 1/2 auf die klitzekleinen Skier gestellt.
 
Leute, da ist was dran.
Das ist der Mist, wenn man das mit 17 mal ausprobiert und dann erst mit 25 richtig anfängt. Merke ich immer wieder, dass ich viel mehr (Zeit/Geduld/Training/Fitness) investieren muss als die Jungs/Mädels die in früher Kindheit mit Wintersport angefangen haben.

Meine Kleine (7Monate) steht in zwei Jahren spätestens auf den/m Brett(ern)!
 
ski-chrigel schrieb:
Danke und gerne.
...ich habe übrigens seit 5 Jahren auch eine künstliche Hüfte
8O

Aha, jetzt wird's klar: Du bist quasi so ne Art Terminator im Schnee. :lach:
:wink:
 
Genau, das metallene Zeugs wird wenigstens nicht müde :lach:
Gut, dass sich bei Bergbahnen noch keine Metalldedektoren zur Sicherheitskontrolle durchgesetzt haben. Ist schon am Flughafen genug mühsam... :wink:

Im Ernst, heutzutage kein Problem mehr. Alle meine Ärzte versprachen mir, dass ich weiterhin wie gewohnt Skifahren könne. Sie haben zum Glück Recht bekommen. Nur steht halt nach 20 bis 25 Jahren eine Revision an.
 
ski-chrigel schrieb:
Nur steht halt nach 20 bis 25 Jahren eine Revision an.

Falls teile getauscht werden müssen, bin ich gespannt ob der Abnutzungserscheinungen. Habe da mal Teile bei der Firma Stryker gesehen. Da staunt man was das Material mitmacht. Dafür wird es heutzutage nach CT und MRT-Scans in Titan 3-D gedruckt. Geiler Scheiß!
 
Mein Arzt meinte, die beiden Metallteile müssten dann nicht ersetzt werden, die hätten kaum Abrieb. Aber das Plastikteil dazwischen, quasi der künstliche Meniskus, der eben. Und wenn doch, sei auch das Ersetzen des Metalls kein Problem, er hätte wegen meinem verhältnismässig jungen Alter deswegen extra ein nur 3mm dünnes Metall verbaut, damit für einen allfälligen Nachfolger noch genügend Knochen da sei :surprised:
 
Skihase schrieb:
Wenn sie am Helm oben am Plateau bleibt und auf der Rotwand die Holzriese weglässt (und evtl. mit der Gondel vom Helm zur Signaue wechselt), ist das kein Problem, das Gebiet auch als vorsichtigerer Skifahrer zu genießen.
Danke für den Tipp. Wahrscheinlich kann ich mich jetzt lange nicht entscheiden ob "Aussetzen" oder Befolgen deines Tipps. Dann wird noch vor meinem Erstbesuch die Liftverbindung ins Comelico fertig, und das Gebiet bekommt einen völlig neuen Charakter und möglicherweise in diesem Bereich noch zusammenhängende einfache Pisten. Wer weiß?
 
:mrgreen:

Die Rotwand habe ich wirklich immer als relativ leichtes, angenehm relaxtes Skigebiet empfunden. Hatte ich jetzt sogar für meinen Wiederanfang nach der OP ins Auge gefasst. Und oben am Helmplateau gibt es eine traumhafte Sonnenterrasse...

Aber deine Frau fährt doch auch in Carezza rum...lässt sie da immer die Laurins und Paolina aus?
 
Skihase schrieb:
Aber deine Frau fährt doch auch in Carezza rum...lässt sie da immer die Laurins und Paolina aus?
Beim Paolina verwende ich sehr gern die Ausstiegsstelle, König Laurin bin ich auch schon runter. Mehr Freude machen mir eindeutig die sanfteren Hänge ... ich hab das Schifahren halt einfach zu spät gelernt ... dann noch ein Kreuzbandriss vor 12 Jahren :naja: .
Ich bin einfach ein echtes Sch -Angsthäschen, daran wird sich wohl nicht mehr so viel ändern fürchte ich :oops: .
 
Macht doch nichts, geht mir ja zur Zeit ähnlich ;-). Aber Sexten ist echt schön - Rotwand könnte Dir schon gefallen, denke ich.



Sorry für's "Thread missbrauchen".
 
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