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Von Vor- nach Arlberg | Sommer 2016/17/18

Von Vor- nach Arlberg | September 2016

Im vergangenen September ergab es sich, dass es mich für ein Wochenende in die Region Bodensee/Vorarlberg/Arlberg verschlug. Bislang kannte ich die Gegend nur von einer tollen Skitour 2013. Damals hatte ich mir vorgenommen, bei nächster Gelegenheit auch im Sommer in diesem schönen Fleck Österreich auf Seilbahn-Pirsch zu gehen.

Bei bestem Wetter erkundete ich am ersten Tag zunächst bei einer kurzen Wanderung am Schnifner-/Dünserberg das dortige lsap-Gebiet. Danach ging es ins Montafon für die nachmittäglichen Seilbahnenfahrten sowie die Übernachtung. Von dort aus gelangte ich am zweiten Tag von Vorarlberg über den Arlbergpass nach St. Anton.

Höhepunkt der kleiner Tour war der Ausblick von der Bergstation der Vallugabahn am zweiten Tag:
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Edit: Titel aktualisiert, da der Bericht laufend ergänzt wird.
 
Von Vor- nach Arlberg | September 2016 | Schnifis-Dünserberg

lsap-Begehung Schnifis/Dünserberg

Von der Zwischen-Unterkunft im Schwarzwald ging es früh morgens gute 150 Kilometer ostwärts am Bodensee entlang Richtung Vorarlberg. Ich hätte gegen 10 Uhr morgens an der Talstation der Schnifisbergbahn sein wollen - Schleicher im Rentner-mit-Hut-Stil auf der B31 sowie ein Unfall an anderer Stelle verzögerten meine Ankunft jedoch deutlich. Zudem fand sich dann an der Talstation kein Parkplatz und ich wich auf ein freies Fleckechen im Ort aus. Die Besitzer der Karossen am Seilbahnparkplatz standen selbstredened brav in langer Warteschlange, in die auch ich mich einreihte. Ab dem Zeitpunkt stand fest, dass ich mein wieder sehr/zu umfangreiches Tagesprogramm würde eindampfen müssen.

Die Schnifisbergbahn befördert seit 1961 mit ihren gemütlichen 5-Mann-Kabinen Anrainer, Wanderer - und am Tag meines Besuchs auch Jäger - von der kleinen Ortschaft Schnifis hinauf zum Schnifnerberg. Die Kleinpendelbahn macht dabei auf rund 1.700 Metern Strecke 625 Höhenmeter. Eine Zeit lang gab es oben ein kleines Skigebiet, das zunächst aus einem Seillift und später wohl auch aus einem Bügellift bestand. Wenige hundert Meter weiter westlich erschloß zudem etwa von den 1950ern bis in die 1970er die Dünserbergbahn ein ähnliches Gebiet aus Kleinpendelbahn und - in dem Fall - zwei Skiliften. Beides schaute ich mir im Laufe des Vormittags an.

Homepage Schnifisbergbahn

Blick auf Talstation und die gesamte Trasse der Schnifisbergbahn. Zu erkennen ist links oben auch der Sendeturm, bei dem sich die zwei Skilifte am Dünserberg befanden - mein späteres Ziel.
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So sah es vor einigen Jahrzehnten von der gegenüberliegenden Talseite aus, als es noch beide Pendelbahnen gab.
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:25173

Glück für die Betreiber, Pech für mich: Der Andrang an der Kleinpendelbahn war so hoch, dass ich knappe 30 Minuten warten musste - wegen der Förderleistung von 30 Personen pro Stunde hatte ich deutlich früher hier sein wollen. Zunächst ärgerlich an der Kasse war insbesondere, dass man dort nicht über die Hardware verfügte, um mir die Montafoner Sommer-Mehrtageskarte zu verkaufen. Das hatte ich vorab vermutet, beim Tourismusverband angefragt und die Fehlauskunft bekommen, die Mehrtageskarte sei auch in Schnifis erhältlich. Ich kaufte das Wochenende über also jeweils Einzelfahrten, was im Nachhinein durch meine Programmänderung dann preislich auch in Ordnung war.
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Wartend hatte ich Zeit für ein paar mäßige Zooms :wink:
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Rund acht Minuten dauert die gemütliche Auffahrt in der 5er Kabine.
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Dann ist die Bergstation an der Hensler Hütte erreicht. Ein feines Ausflugsziel, insbesondere...
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...beim Blick zurück. Lieben Gruß ins Brandnertal :)
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Dann begann ich meine lsap-Tour. Zunächst wurde oberhalb der Bergstation des Schnifisbergbahn nach Resten gesucht. Zum kleinen Skigebiet gibt es ein uralt-Topic im Forum. Dort postete User janky 2009 folgende Info:
janky schrieb:
die 4pb [Schnifisbergbahn, Anm. Zottel] ist noch in betrieb und wird von paraglidern stark frequentiert. früher gab es ander bergstation einen meingastseillift, der, nachdem der 2sl henslererrichtet wurde, seine verwendung als übungslift be der talstation der schnifisbergbahn seine verwendung fand. beide lifte sind mittlerweile lsap.

Wo genau der Hensler-Lift war, konnte ich vor Ort nicht feststellen. Zunächst vermutete ich die Talstation auf dieser auffällig planen Fläche.
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Auf diesem 2005er Luftbild ist leider nichts zu erkennen.
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:121136

Leichter Zoom nach oben. Schon möglich, dass dort oben mal der Lift hinaufführte.
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Einige Schritte weiter Richtung Sender. Das sieht schon mehr nach Piste aus dort oben. Eigentlich hätte ich dort aufsteigen wollen - das Wissen um die laufende Jagd hielt mich ab.
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Auf dieser undatierten Aufnahme ist wohl noch der kurze Seillift eingezeichnet.
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:27726

Da hier nichts zu erkennen war, wechselte ich rüber ins zweite lsap-Gebiet Dünserberg. Über einen schön trassierten Waldwanderweg gelangte ich rauf zum Sender Dünserberg (links außerhalb des Fotos). Laut Luftbildern könnte es wohl eine Verbindungspiste vom Sender rüber zum Henslerlift gegeben haben. Diese wäre zwischen den Tannen rechts abgezweigt.
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Zur Orientierung: Die zweite Pendelbahn führte von Düns nach Dünserberg, dort ging es im Winter mit dem Älpele-Lift bis Älpele, wo sich ein weiterer kurzer Lift anschloß.
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Hierzu gab es 2009 von janky auch ein paar Infos:
janky schrieb:
von düns führte eine 4pb nach dünserberg/rongelonsch. in den 70igern ereignete sich ein tödlicher unfall, danach wurde personenbetrieb eingestellt und die bahn als msb noch weiterbetrieben ehe sie endgültig in den 80iger abgetragen wurde. von rongelonsch führte ein 2sl zum dünser älpele und dort oben gab es als "verlängerung" noch einen weiteren, wesentlich kürzeren, 2sl. beide lifte wurden in den 90igern abgebrochen, nach dem der erstgenannte lift bei einem wohnhausbrand erheblich beschädigt wurde.

Man darf sich auch vor getaner Arbeit etwas gönnen - zum Vorbeilaufen war das Dünser Älpele einfach zu einladend.
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Nach der kurzen Jause wurde es dann interessant. Blick auf das Dünser Älpele von der Seite. Rechts muss der lange Älpele-Lift geendet haben, dem sich dann der kurze obere Lift anschloß, den Fahrweg querte und links außerhalb des Bildausschnitts endete.
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Vergleichsfoto von 1969, das meiner Meinung nach den kürzeren oberen Lift zeigt:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:18077

Das ist die Wiese oberhalb des Älpeles, wo der kurze obere Lift endete.
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Blick vom Älpele auf den Ausstiegsbereich des Älpelelifts (Fundamente erkennbar: Bildmitte links). Rechts könnte die Talstation des kurzen Lifts gestanden haben.
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Diese Aufnahme von 1969 zeigt das SL-Ensemble (Zoom nutzen).
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:18074

Der Älpele-Lift ist eindeutig auszumachen :wink: Linkerhand müsste irgendwo die andere Talstation gestanden haben.
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Nun stieg ich die ehem. Älpele-Trasse hinab.
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Diese ist erfreulicherweise gut dokumentiert, ebenfalls von 1969:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:18079

Links um die Alpe herum verlief die Piste, der Lift kam rechts der Alpe zwischen den Bäumen herauf. Man beachte auch das traumhafte Panorama :wink:
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Vermutlich vergleichbarer Standort 1969:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:23733

Die Trasse ist noch gut erhalten, bisweilen aber ziemlich steil.
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Fundamente sind ebenfalls noch vorhanden.
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Blick auf die ehem. Mittelstation, also die Bergstation der Dünserbergseilbahn und der Talstation des Älpele-Lifts. Viel übrig geblieben ist leider nicht.
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So sah es 1969 etwa vom gleichen Fotostandpunkt aus:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:18078

Die Talstation des Älpele-Lifts ist ebenfalls gut dokumentiert.
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:18073
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:18076
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:15112

Von den Stationen scheint indes nichts mehr vorhanden zu sein. Auf dem Grundstück war leider niemand anwesend und herumschleichen wollte ich nicht.

Immerhin gibt es von der Dünserbergbahn diverse Aufnahmen:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:24560
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:40611
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:24576

Direkt am Weg fand ich dann zumindest diese beiden Relikte.
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Rückblick: Links am Gebäude muss die Pendelbahn geendet sein. Wo jetzt der neue Holzschuppen steht, war vorher die Talstation des Älpele-Lifts.
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Gemütlich ging es von dort aus zurück zur Schnifisbergbahn, wo ich genau die erste Fahrt nach der Mittagspause erwischte. Ein Eis in der Henslerhütte ging sich auch noch aus :)
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Dieses LSAP-Gebiet kannte ich noch gar nicht - sehr interessant! Erinnert ein bisserl an den Kristberg, wo man auch mit einer Pendelbahn hinauffährt und es oben noch zwei Schlepper gibt.
Hast Du noch was vom heutigen Zustand der Trasse oder der Talstation dieser abgebauten Pendelbahn? Oder sieht man da nichts mehr?
Bin schon mal gespannt auf die Fortsetzung!
 
Danke für die Bilder aus diesem interessanten LSAP Gebiet :D Der Älpelelift scheint ja ein ziemlich kurioses Teil gewesen zu sein. Der Tauwiesenlift in Oberndorf hat genau die selben Stützen, von dem her vermute ich als Hersteller Doppelmayr. Die Gehängeart habe ich allerdings bisher noch nie gesehen. Der kürzere Lift schaut nach Wito aus.
Bin auf die Fortsetzung gespannt!

Viele Grüße,
Tobi
 
vovo schrieb:
Hast Du noch was vom heutigen Zustand der Trasse oder der Talstation dieser abgebauten Pendelbahn? Oder sieht man da nichts mehr?
Ich war/bin mir beim genauen Verlauf der ehem. Dünserbergbahn unsicher und bin dann nicht mehr in der Trasse oder im Tal gewesen. Ich erinnere mich dunkel an eine Info im Forum, nach der die Talstation der PB in der Nähe einer heutigen Tankstelle gestanden haben soll. Das Topic finde ich leider nicht mehr.

Dafür bin ich bei pid.volare nochmal fündig geworden. Dieses alte Foto zeigt die Einfahrt in die Bergstation der Dünserbergbahn mit imposanter Portalstütze:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:24565
Würde mich wundern, wenn die Fundamente der PB-Stützen nicht mehr da wären. Das historische Fotomaterial lag mir im letzten Jahr leider noch nicht vor. Sonst wäre ich die paar Meter zur vorletzten Stütze noch "abgestiegen".

Ortskundige können vielleicht anhand dieser Aufnahme (vermutlich) nahe der Talstation etwas anfangen:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:18072
 
Von Vor- nach Arlberg | September 2016 | St. Gallenkirch

Garfrescha - Die 'schönste' Seilbahnfahrt ihres Lebens

Die Bleibe für die Nacht hatte ich mir im Montafon im schönen Schruns gebucht. Ein echter Glücksgriff wie sich rausstellte. Nicht nur landschaftlich - inmitten der Berge und Seilbahnen mit Sommerbetrieb - sondern auch hinsichtlich Komfort, Qualität und ehrlicher Freundlichkeit. Dank Onlineangebot zum günstigen Preis.

Als Zwischenhalte zwischen Schnifis und Schruns hatte ich die Lünerseebahn in Brand und die Muttersbergbahn in Bludenz angedacht. Die Ziele hinter Schruns waren mir dann aber wichtiger. So fuhr ich gleich bis St. Gallenkirch zur Garfreschabahn hinter - und erlebte mein 'Weißes Wunder'.

Talstation des Girak-Oldtimers von 1969. Der große Ansturm war um kurz nach 14 Uhr wohl schon abgeebbt (schaut befremdlich aus dieser Begriff :wink: ) und ich blickte einer gemütlichen Bergfahrt entgegen.
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Am Einstieg dann eine schöne Überraschung: In voller Montur auf einer Bank sitzend warteten zwei Frischvermählte auf die Bergfahrt; die Braut ganz in weiß mit Brautstrauß und der Bräutigam in schickem Anzug. Ich stahl mich an beiden vorbei, löste Berg- und Talfahrt und nahm auf einem der roten Sessel platz. Ich hatte kaum den Einstieg verlassen, da wurde die Bahn gestoppt und das Brautpaar stieg gleich hinter mir ein. Es dauerte eine Weile, bis die Dame samt Schleppe sicher verstaut war.

Mir tat es richtig leid, dass ich genau im Sessel vor den beiden saß. Ich ahnte, dass das an der Bergstation unpraktisch werden würde.
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1.300 Streckenmeter Girak-Seitwärtsschließbügel-Glück hat die Garfreschabahn, Sektion 1, zu bieten.
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Alle paar Sessel fuhren klatschende und gratulierende Ausflügler am Brautpaar vorbei, von den kreuzenden Wanderwegen wurden sie ebenfalls beglückwünscht. Das war sicher die kurioseste und zugleich schönste Seilbahnfahrt für alle Beteiligten.
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Die nächste Fuhre Gratulanten schwebte vorbei, am Ausstieg wartete dann das große "Feuerwerk" - und ich fuhr als unfreiwilliger Abräumer vornweg :naja:
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Ich machte mich zügig vom Ausstieg weg, um die Gesellschaft nicht zu stören. Eine schöne Szene war das da oben auf 1.500 Metern :) Ich hoffe, ich war keinem im Weg und bin nicht im Hochzeitsalbum gelandet.
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Während die Herrschaften sich wie eine bunte Polonäse zur großen Feier in einer der Almen aufmachten, ging ich wieder zum Tagesgeschäft über. Denn auch so eine 20 Rollen zählende Einfahrstütze kann entzücken :lol:
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Gleich an der Sesselbahnstation steht dieses unauffällige ( :wink: ) Häuschen.
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Sicherlich gibt es in der Gegend eine Vielzahl spannender Relikte der Erschließungszeit. Ich hatte mein lsap-Pulver für diesen Tag aber bereits am Dünserberg verschossen und beließ es bei der Zoom-Erkundung. Eine Info zum Garfrescha-Gebiet habe ich zur Hand:
Der Vorgänger des fixen Grandau-Vierers, der auf die Garfreschabahn 1 folgt und den ich hier ausspare, war ein Kurvenlift. Historisches Fotomaterial habe ich gefunden:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:23920
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:23919

Die DSB Garfrescha 2 war bei meinem Besuch bereits abgebaut und die Montage von "Vorarlbergs schnellster Sesselbahn" in vollem Gange. Schön, dass sie die beiden Jöchlelifte haben stehen lassen.
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Zwischen den Almen (oder sagt man hier Alpe?) fällt die Girak-DSB kaum auf.
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Wobei die Bergstation schon auch ein Klotz ist.
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Noch gibt es im Montafon einige Anlagen aus den 1970ern und '80ern und teilweise älter. Die neue, schnellste Garfrescha 8-KSB ist für Graffl-Freunde ein Schuss vor den Bug.
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Oldtimer trifft roten Flitzer vor grüner Kulisse :)
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So sah es dort 1970 aus:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:23872

Nach kurzem Sturzflug ist die Talstation erreicht.
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Zum ersten Mal, dass ich ein Foto vom Garfrescha Kurvenlift sehe. Und generell eine tolle Sammlung der Vorarlberger Landesbibliothek. Danke für den Bericht, kann deine Schilderungen zu der Situation oben an der Bergstation beim Aussteig voll und ganz nachvollziehen, dass wäre mir auch unangenehm gewesen.
 
Von Vor- nach Arlberg | September 2016 | Gaschurn

Gaschurn - '80er-Jahre-Stil

Für den Nachmittag hatte ich die große Auswahl, denn im Montafon gibt es eine Vielzahl an Seilbahnen mit Sommerbetrieb. Für die Hochjoch - Sennigrat-Tour war es zu spät, Golm sowie Schafberg interessierten mich nicht und die Vermuntbahn war außer Betrieb. Blieben noch die Tafamuntbahn sowie die Kristberg- und Versettlabahnen. Ich entschied mich für eine Kombination aus den beiden letztgenannten und startete in Gaschurn.

Im Nachhinein eine gute Entscheidung. Denn so konnte ich an der Bergstation die schöne Spätsommersonne genießen und bekam auch noch ein Rentner-Gedeck dazu: Zum Nachmittagsticket für Berg- und Talfahrt drückte man mir einen Gutschein für Kaffee & Kuchen an der Bergstation in die Hand. Ich bin mittlerweile in dem Alter, in dem man sich über so etwas freut :wink:

In Gaschurn angekommen war der lsap-Akku wieder etwas aufgeladen - und so ging ich gleich rüber zur Talstation der Vorgängerbahn.
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1966 wurde das Versettla-Gebiet von Gaschurn aus in zwei ESL-Sektionen erschlossen. Dank des Fundus' der Vorarlberger Landesbibliothek - eine wahre Schatzkiste für Interessierte - anbei einige Ansichten aus vergangenen Zeiten.
Sektion 1:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:17151
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:44082

liftworld nennt dazu ein paar Details:
liftworld schrieb:
11.09.1964 Bauverhandlung
September 1966 Baubeginn, wegen Wintereinbruch lediglich Fertigstellung der Fundamente
Ostern 1967 Inbetriebnahme

Die 2. Sektion war bereits Weihnachten 1966 fertig gestellt, in der 1.Sektion betrieb man daher weiterhin den SL Rehsee bis zur Fertigstellung Ostern 1967.

Einen Holzstützen-Skilift hat es bereits in den '50ern gegeben. Ob das der Rehseelift ist, kann ich nicht sagen:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:3683

Gleich nebenan der ESL-Station hat man dann in den 1980er Jahren die Kapazität von 900 Personen in der Stunde (ESL) auf knapp 2.000 (6-EUB) erhöht. Inzwischen gibt es für diese Farbkombinationen schon wieder Retro-Punkte.
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An der Mittelstation hat man die großzügigen Gebäude der beiden ESL-Sektionen stehen lassen. Während der zweite ESL in der Linie der ersten Sektion weiter geradeaus hinaufführte, knickt die Nachfolge-EUB links ab.
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Stütze 31 des ESL - ob Sektion 1 oder 2 ist nicht klar.
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:16438

Im Fachwerklook gehts weiter.
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Vgl. Sektion 2 im Jahr 1967:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:16710

Kurz vor Erreichen der Bergstation passiert man den Skilift Burg. Ein stilechtes Überbleibsel von 1969. Der Lift sollte von Doppelmayr sein - die Ausführung mit Antriebsspannwagen kannte ich von den Vorarlbergern bisher allerdings nur von Sesselbahnen. Der ESL müsste seine Bergstation irgendwo am Kamm im Hintergrund gehabt haben.
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Fotos vom oberen Trassenteil sowie Bergstation der zweiten ESL-Sektion:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:23432
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:62391

Laut liftworld wurde die zweite Sektion wohl noch eine Zeit lang parallel zur EUB betrieben.

Im Gegensatz zur Bergstation der Nova Bahn in Gewerbegebiet-Optik (r.), wirkt jene der Versettlabahn geradezu gemütlich.
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Auf der Terrasse ließ ich mir zwischen Rentnern mein Kaffee- & Kuchen-Gedeck schmecken. Dabei ergab sich noch ein Zoom zur damaligen Baustelle der neuen Silvretta Bahn (Garfrescha 2).
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Mit dem Tele bewaffnet gings zurück Richtung Talfahrt. Hier nochmals der Blick auf die Versettlabahn 2 sowie den Skilift Burg.
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Zeit für die Talfahrt.
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Hätte mir im ESL auch ganz gut gefallen :wink:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:16325

Wechsel in Sektion 1, deren Vorgänger neben den Stationen auch Fundamente hinterlassen hat.
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Von Vor- nach Arlberg | September 2016 | Silbertal

Kristbergbahn - Feierabend

Nach dem Pflichtbesuch im örtlichen Lebensmittelgeschäft fuhr ich zum Tagesabschluß nach Silbertal rauf. Den letzten Berg-Tal-Turnus der Kristbergbahn verpasste ich knapp. Also machte ich ein paar Fotos und beendete den Tag.

Talstation der einseitigen Steurer-PB von 1988.
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Oben gibt es ein kleines Skigebiet mit zwei Schleppliften. Der vovo hat 2014 einen Abstecher dorthin gemacht.
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Im Vorgänger der aktuellen Bahn hatte man deutlich weniger Platz:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:17269
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:17262

Kapellbahn - Im Sommerschlaf

Schräg gegenüber liegt die Kapellbahn, die Silbertal und den Kristberg (mit kurzer Skibusfahrt) an das Sennigrat-Gebiet anbindet.
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Selbstredend hält die Vorarlberger Landesbibliothek eine große Auswahl historischer Aufnahmen des Gebiets bereit. Als Teaser für Interessierte sei auf die Ansicht der Kapellalpe anno 1967 verwiesen:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:23358

Die Sessel der Doppelmayr-Bahn von 1981 erinnern mehr an ein Fahrgeschäft im Freizeitpark denn an eine Bergbahn.
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Pünktlich zur Sportschau war ich im Hotelzimmer und genoß im Anschluß regionale Köstlichkeiten in mehreren Gängen. In der Nacht zog ein riesen Donnerwetter über das Montafon. Der Regen prasselte laut gegen Dächer und Fenster und übertönte vorbeifahrende Wagen - was mir zugute kam. Mein günstiger Übernachtungspreis war nämlich das Ergebnis aus last-minute-Angebot und Zimmer-zur-Straße-raus. Zum Schlafen war das Unwetter die angenehmere Geräuschkulisse als Straßenverkehr.
 
Von Vor- nach Arlberg | September 2016 | Zürs

Zürs - Auf Durchreise

Die erste Station am nächsten Tag sollte das kleine Girak-Domizil Lech am Arlberg sein. Gegen 9 Uhr morgens hatte ich die untere Arlberg- und die Lechtal-Straße mit ihren netten Galerien noch für mich. Um diese Uhrzeit und bei bestem Spätsommerwetter hat die Auffahrt - auch minder-motorisiert - einen heiden Spass gemacht :) An schlechten Tagen (voll, schlecht Wetter etc.) will ich da nicht langmüssen.

Bevor ich in Lech ankam, wurde ein spontaner Baustellenstop in Zürs eingelegt. Seit Dezember ist die neue Trittkopfbahn in Betrieb. Bei meiner Stipvisite war sie noch nicht wirklich hübsch anzusehen.
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Ersetzte eine Pendelbahn von 1963.
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Zottel schrieb:
Gleich nebenan der ESL-Station hat man dann in den 1980er Jahren die Kapazität von 900 Personen in der Stunde (ESL) auf knapp 2.000 (6-EUB) erhöht.
Sicher, dass der ESL 900 P/h transportiert hat? Das wären nur 4s zwischen den Sesseln, das ist sehr sportlich. Üblich sind ja "nur" 500-720 P/h (7,2-5s).

Zottel schrieb:
Ist die Stütze links von der offenbar parallel verlaufenden Pendel-Materialseilbahn?


Der Skilift Burg hat wirklich eine sehr interessante Talstation!

Solche Hauben wie sie die Kapellbahn hat, sind aber auch ein seltener Anblick.

Zottel schrieb:
Angesichts dieser Streckenführung habe ich mich im April beim Skifahren gefragt, ob dort 1. kein WInd weht (hohe Seilführung) und 2. ob sich die Erfindung der Wechsellastrollenbatterie noch nicht bis zum Arlberg rumgesprochen hat. :wink:
 
GIFWilli59 schrieb:
Zottel schrieb:
Gleich nebenan der ESL-Station hat man dann in den 1980er Jahren die Kapazität von 900 Personen in der Stunde (ESL) auf knapp 2.000 (6-EUB) erhöht.
Sicher, dass der ESL 900 P/h transportiert hat? Das wären nur 4s zwischen den Sesseln, das ist sehr sportlich. Üblich sind ja "nur" 500-720 P/h (7,2-5s).
Die Angabe habe ich von liftworld, daher gibt es von mir natürlich keine Gewähr.

GIFWilli59 schrieb:
Zottel schrieb:
Ist die Stütze links von der offenbar parallel verlaufenden Pendel-Materialseilbahn?
Weiss ich nicht. Bemüht man die Funktion "Ähnliche Objekte" neben dem oben verlinkten Foto, stößt man auf weitere Ergebnisse, die deine Vermutung bestätigen könnten. Beispielsweise:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:16325

Eigene Recherche könnte etwas mehr Licht ins Dunkel bringen :wink:
 
GIFWilli59 schrieb:
Angesichts dieser Streckenführung habe ich mich im April beim Skifahren gefragt, ob dort 1. kein Wind weht (hohe Seilführung) und 2. ob sich die Erfindung der Wechsellastrollenbatterie noch nicht bis zum Arlberg rumgesprochen hat. :wink:

Die hohe Seilführung verlangte die Behörde wegen der Lawinengefahr ( hab ich in irgend einem Arlberg-Topic gelesen).
Der Wind der über den Flexenpass weht, ist zu vernachlässigen, der Wind der über den Arlberg wehen kann, ist da ne ganz andere Sache.
 
Von Vor- nach Arlberg | September 2016 | Lech

Lech - Schlosskopfbahn

Zwischen Zürs und Lech überholten mich zwei SUVs, deren Fahrer es wohl sehr eilig hatten. In dieser Region macht es zur Abwechslung mal Sinn, diese Fahrzeuge zu fahren - im Gegensatz zum Einkaufs-Großstadtverkehr anderswo. Jedenfalls erreichte ich Lech ohne weitere besondere Vorkommnisse, tat mich allerdings schwer, einen geeigneten, kostenfreien Parkplatz zu finden.

Im Nachhinein hab ich mich in dem ausgestorbenen Ort bei der Parkplatzsuche wohl etwas dämlich angestellt. Aber so kam ich an der Schlosskopfbahn vorbei und zückte gleich die Knipse.

Einige im Forum wollen ihr an den Kragen: Die Schlosskopfbahn von Girak (1964). Gleich nach dem Einstieg wird der Lech überquert.
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Leider gibt es keinen Sommerbetrieb.
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Kleine Spiegelungs-Spielerei
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Vorher führte ein ESL (1958) auf den Schlosskopf:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:39596

Lech - Schlegelkopfbahn II

Mit der Girak-Fahrt klappte es quasi nebenan an der Schlegelkopfbahn (1972). Die Pendelbahn Lech-Oberlech war zum Zeitpunkt meines Besuchs bereits abgebaut, sonst hätte ich die wohl auch noch mitgenommen. Die beiden Rüfikopfbahnen ließ ich aus.

Schlegelkopf-DSB in der Totalen. Seit 1990 steht nebenan eine 4-KSB des gleichen Herstellers, die den Schlegelkopf-SL ersetzt hat.
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Kurze Skilift-Historie laut liftworld:
liftworld schrieb:
Von Doppelmayr nach Constam-Patent gebaut.
Erste Anlage in Lech!
Früher wurde der Lift auf Holzstützen getragen, wurde später (unbekanntes Jahr) komplett erneuert!
Historisches Material aus den Holzstützen-Zeiten:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:27651
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:4556

1963 mit den "modernen" Gitterportalmasten:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:13460

Offenbar hat es beide Stützentypen auch gleichzeitig gegeben:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:37520

Ohne Holzstützen gings dann mit der DSB rauf ins schöne Grün.
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Die Bahn war ganz gut besucht.
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Eindrücklicher Seitenblick: Ist eine landschaftlich schöne Ecke dort. Vorne zu sehen der Hinterwieslift.
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Zoom zur Bergstation der Schlosskopfbahn.
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An der Schlegelkopf-Bergstation hats mit der Idylle dann ein Ende. In Lech gibts nämlich nicht nur alte DSBen :wink:
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Den modernen Kram kann man aber ganz gut ausblenden.
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Modernes Skigebiet im Sommerschlaf.
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Blick auf Lech. Gegenüber sind die beiden Rüfikopf-Pendelbahnen zu sehen.
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Zoom zu deren Bergstationen.
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Für mich ging es dann bald wieder zur Talfahrt, bei der mich der Liftler mit dem fälligen, skeptischen Blick bedachte.
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Großzügiger Talstationskomplex. In der linken Hausöffnung befand sich bis 1990 die Talstation des Skilifts.
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Schlegelkopfbahn I

Der Vollständigkeit halber noch zwei Aufnahmen der KSB. Wer weiß, wann die Schlegelkopfbahnen I & II durch einen kapazitätsstarken "Jet" ersetzt werden.
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Mensch, Arlberg habe ich immer noch nicht geschafft...danke für den Bericht - nachdem nun (fast) alle ESL weg sind, gilt es, wenigstens noch ein paar alte DSBen zu besuchen. Ein paar interessante Lifte (u.a. Vallugalift) scheinen da ja noch herumzustehen...
 
Zottel schrieb:
Einige im Forum wollen ihr an den Kragen: Die Schlosskopfbahn von Girak (1964). Gleich nach dem Einstieg wird der Lech überquert.
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Scheinbar wurden bei der Generalüberholung 1998 auch neue Joche montiert.

Zottel schrieb:
Die Bahn war ganz gut besucht.
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Wenn es zu voll ist, kann man ja die 4er zusätzlich anstellen. Im Winter ist es genau anders herum.
Wofür die seitlichen (senkrechten) Streben an den Stützen wohl sind?

Zottel schrieb:
An der Schlegelkopf-Bergstation hats mit der Idylle dann ein Ende. In Lech gibts nämlich nicht nur alte DSBen :wink:
...sondern auch alte 6KSBen (Peterskopf) :wink:

Zottel schrieb:
Der Vollständigkeit halber noch zwei Aufnahmen der KSB. Wer weiß, wann die Schlegelkopfbahnen I & II durch einen kapazitätsstarken "Jet" ersetzt werden.
Mit 27 Jahren ist die 4KSB ja auch schon nicht mehr die Jüngste.

vovo schrieb:
Mensch, Arlberg habe ich immer noch nicht geschafft...danke für den Bericht - nachdem nun (fast) alle ESL weg sind, gilt es, wenigstens noch ein paar alte DSBen zu besuchen. Ein paar interessante Lifte (u.a. Vallugalift) scheinen da ja noch herumzustehen...

Was ist denn am Vallugalift so interessant, etwa die runden Streckenniederhalter? :wink:
Ich finde die Schindlergratbahn von 1981 ja auch ganz interessant. Gerade so eine Bergungsbahn sieht man doch eher selten.
 
Die Garfreschabahn mit den alten Giraksesseln und den Stationsgebäuden oben und unten ist ein Traum!

Danke für die interessanten Berichte und Bilder!
 
Von Vor- nach Arlberg | September 2016 | St. Anton am Arlberg

Von Lech wurschtelte ich mich bester Laune mit meinem mindermotorisierten Gefährt zum finalen und namensgebenden Ziel der Tour. Wie damals auf den Dolomiten-Pässen, ließen mich auch hier die vielen SUV- und Hobby-Offroadfahrer weitestgehend in Ruhe. Waren wohl keine Münchner an diesem Vormittag zwischen Vorarlberg und Tirol unterwegs :wink:

Vorbei an einer der Großbaustellen des vergangenen Jahres. Fügt sich dezent ins Landschaftsbild ein :P
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Mit dem frühmorgendlichen Bergidyll war es am Arlberg endgültig vorbei. Wobei ich ja diese trashigen Touri-Passhöhen irgendwie mag.
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Nach etwas Parkplatzsucherei erreichte ich die Galzigbahn. Ein Doppelmayr-Ungetüm (wobei 2.200 Pers/h heute ja nicht mehr viel ist) von 2006.
Sie ersetzte zwei Generationen Pendelbahnen, die erste stammte von Bleichert (1937), die zweite von Waagner Biro (1964).

Aufnahmen der Bleichert-Bahn mit den charakteristischen Kabinen des Leipziger Unternehmens:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:9123
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:8837

Galzigbahn: Nicht nur Zubringer zu den interessanten Bahnen, sondern selbst auch interessant, denn...
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... nach dem Einstieg im Erdgeschoss der Talstation (im Foto unten) wird das FBM ein Stockwerk höher befördert, bevor eingekuppelt wird. Elegant gelöst ist auch die Garagierung.
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Im weiteren Verlauf ist es dann ein gewöhnliches Funitel, bei meinem Besuch mit sehr großem Gondelabstand. Die Frage "Stand in der Schneise (rechts) mal ein Lift?" gehört ja bekanntlich zu meinen Aufgaben im Forum - daher sei sie an dieser Stelle gestellt.
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Um die Antwort selbst zu geben: Vermutlich stand dort der Skilift mit dem klangvollen Namen "Feldherrnhügel". Vgl. alter Pistenplan von 1994: https://skimap.org/data/627/60/1223978822.jpg
Weitere Pistenpläne aus anderen Jahren gibt es hier: https://skimap.org/SkiAreas/view/627

Die "Besonderheiten" des Feldherrnhügellifts laut liftworld willl ich an dieser Stelle nicht vorenthalten :wink:
liftworld schrieb:
Die Anlage wurde auf Holzstützen getragen, bis sie 1968 von Doppelmayr komplett neu errichtet wurde.

Verlief parallel zur Osthangbahn, Talstation befand sich am Ende des Ziehweges der blauen Piste Nr. 50 und endete in der heutigen Funslope.
Bis zum Abbau des Osthangliftes war die Bergstation ein massives Gebäude für Osthanglift und Feldherrenhügellift.
Im Sommer 2001 wurde das Stationsgebäude abgerissen (aufgrund des neuen Antriebes) und durch ein Stahlgerüst ersetzt.

Der Lift wurde 2006 mit dem Bau der neuen Galzigbahn abgetragen, weil man fälschlicherweise gedacht hat, dass dieser Lift mit der Förderkapazität der Galzigbahn überflüssig war, doch leider ist dem nicht so.

Ergänzend sei noch auf bewegte Bilder von schifreak verwiesen: http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=32&t=6283&start=150#p4857020

Zurück im September 2016: Rechts zu sehen die erste Stütze der Vallugabahn, Sekt. 1. Mein nächstes Ziel.
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Ich hatte die Bergfahrt gerade verpasst und daher Zeit, das Tele rauszuholen und mal locker aus dem Handgelenk zu den Bergstationen Valluga Sekt. 1 & 2 zu zoomen.
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Die Schindlergratbahn rechts oben macht ordentlich was her! Definitiv ein Grund für einen Winterbesuch :D
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3-KSB von DM, 1981. Spektakulär aufgrund der Trassierung und optisch interessant durch die aufgesetzte Bergebahn.
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Neben den bestehenden, hat es bereits in der Vergangenheit einige sehr interessante Anlagen am Arlberg gegeben. Beispielsweise die Schindlerbahn (Girak, 1954) in zwei Sektionen:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:12365
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:14129

Die Galzigbahn in St. Christoph:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:26539
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:37514

Sowie eine Reihe von Skiliften, darunter die Maienseelifte:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:40347
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:26532

Brunnenkopflift:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:3782

Schöngrabenlift (Poma?!):
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:20665

Nach dem Gezoome wars endlich Zeit für die Bergfahrt. Drei Tage nach meinem Besuch stieß ein kleines Flugzeug mit dem Tragseil der Pendelbahn zusammen. Der Pilot kam ums Leben, die Bahn war zu der Zeit zum Glück nicht in Betrieb. War ein sehr mulmiges Gefühl, als ich zuhause davon erfuhr.
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Das Gebäude der Bau der Berg- und Talstation auf dem Vallugagrat versprüht noch den Charme der 1950er Jahre, als beide Pendelbahnen gebaut wurden. Passts für mein Auge super in die Landschaft.
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Vergleich 1956:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:4064

Schnellen Fußes ging es zur finalen Bergfahrt. Die stützenlose Bahn von Pohlig bietet pro Kabine Platz für 6 Personen. Ein saucooles Teil! :)
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Die kleine Schwester der Hafelekarbahn in Innsbruck :wink:
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1963 sahen die Gondeln noch so aus:
https://pid.volare.vorarlberg.at/o:13699

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Auf gut 2.800 Metern hat man einen grandiosen Ausblick. Viel mehr außer der Station gibt es oben nicht; keine Souvenirs, keine Kaffeevollautomaten, keinen Stress - wenn man nicht wie ich den Fehler macht, von dort aus am selben Tag noch ins Ruhrgebiet zurückzufahren. Das wurde hinten raus sehr grenzwertig und aufgrund diverser Staus auch sehr spät. Umso wertvoller waren die Minuten oben auf dem Berg. Im nächsten Moment erreichte eine durchgeschwitzte junge Dame in Begleitung zweier Hunde den Gipfel, den sie offenbar per pedes erklommen hatte. Es geht auch ohne conveniente Aufstiegshilfen :wink:
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Blick zum Vallugalift im ski-bar gemachten Gelände und irgendeiner KSB weiter hinten.
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Wie auf die Bergfahrt musste ich auch auf die Talfahrt mit der ersten PB-Sektion einige Minuten warten. Zeit für einen letzten Zoom zum Gipfel.
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Wenig später auf dem Weg Richtung Tal. Diese Ministütze gefällt mir total gut.
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Dann beginnt der KSB-Flickenteppich; zwischendrin diverse SL-Trassen (Tanzboden- und Übungslift?).
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In der Galzigbahn-Bergstation.
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Wieder in der Talstation. Die Gondel rechts beschleunigt gerade Richtung Bergstation, für mich geht es gleich eine Etage tiefer zum Ausstieg.
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Hier ein Behind-the-scences-Video eines anderen Autors von der Galzigbahn-Talstation:
https://www.youtube.com/watch?v=eRV4i7Bcg9k

Dann stand eine über 10-stündige Rückfahrt ins Ruhrgebiet an. Die erste Stunde verlor ich auf dem Fernpass... Spätestens beim vierten Stau, den ich zu allem Überfluss auch noch durch Downtown Stuttgart umfahren wollte, war die Magie des Vormittags verflogen.
 
Tja, trotz einer Woche St.Anton diesen Winter hab ichs nicht auf die Valluga geschafft :( . War das Wetter gut musste es ausgenutzt werden, war esWetter schlecht lohnt es sich nicht... Kostet aber vermutlich eh jede Menge Zeit.
Schön übrigens das kein Foto vom selten hässlichen St.Anton dabei ist.
 
Vorarlberg | Mai 2017 | Brand - Lünersee

Ich setze die letztjährige Tour mit einigen weiteren Episoden aus diesem Jahr fort. Am ersten Betriebswochenende der Lünerseebahn ging es nach Brand, wo am Talende die Lünerseebahn zum gleichnamigen Stausee führt.

Die einseitige Pendelbahn wurde 1957 von Steurer erbaut, um Material für den Bau und Erhalt des Lünersee-Staudamms nach oben zu schaffen. Betrieben wird sie vom Energieunternehmen Vorlarberger Illwerke und verkehrt von Mai bis Oktober öffentlich. Wer länger in der Gegend ist, kann sie zusammen mit anderen Seilbahnen der Region mit der Montafon-Brandnertal-Card nutzen.

Homepage Lünerseebahn

Auf knapp 900 Meter Strecke macht die Anlage mehr als 400 Höhenmeter - die meisten davon zwischen der Talstation und der ersten Stütze.
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Nach gut zweieinhalb Minuten ist die Bergstation auf knapp 2.000 Metern erreicht. Von dort sieht man zum Skigebiet Palüd/Niggenkopf in Brand herüber.
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Der Lünersee soll mit einem Nutzinhalt von 78,3 Mio. Kubikmetern einer der größten Vorarlberger Seen sein und wird zur Stromerzeugung genutzt. Mehr Infos hält der Wikipedia-Eintrag bereit. Auf 2.000 Metern lag Ende Mai noch jede Menge Schnee und auch bei strahlendem Sonnenschein war mindestens eine zweite Jacken-Schicht über dem T-Shirt ratsam.
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Zoom zur Alpe Lünersee, bei Google auch liebevoll als „Käseladen“ eingetragen :P Die Wanderwege dorthin waren noch nicht offiziell geöffnet.
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Zwei Stützen hat die Lünerseebahn und besticht durch ihr ansehnliches Rot bei bestimmten Komponenten.
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Die Bahn steht vor einer tollen Kulisse.
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Blick von der Staumauer auf den Stationskomplex samt Douglasshütte. Ist zwar nicht unbedingt schön, gefällt mir aber noch deutlich besser als die heutigen Plastikbauten.
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Die Straße zur Talstation schlängelt sich von Brand schön das Tal hoch und endet an der Pendelbahn. Von der Staumauer kann man gut herunterblicken.
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Von der Bergstation aus ist der Blick hingegen verwehrt. Dafür kriegt man die beiden Stützen gut drauf :wink:
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Nach einer leckeren Stärkung in der Douglasshütte gings zurück in die frühsommerliche Talhitze.
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Die Talstation schmiegt sich an den Hang. Dort sind Kasse, Warteraum, Toiletten und Diensträume untergebracht. Vor ein paar Jahren hat man beide Stationen innen modernisiert ohne dabei großartig an der Substanz zu rühren.
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Auf der Rückfahrt nach Brand ergab sich noch ein erfrischender Zwischenstop an einem der vielen eiskalten Schmelzgewässer.
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