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Alpiner Skiweltcup 2018/19

Beide Herren-Kombinationen an Freitagen.
Kann man vielleicht so übersetzen: Sportlich immer noch ganz wertvoll, aber dem Publikum muten wir das nicht zu.
 
Ich würde so weit gehen und sagen, dass sie nicht mal mehr als sportlich wertvoll betrachtet werden. Bei zwei angesetzten Rennen können sie es echt lassen. Wie schnell fällt dann noch ein Termin flach und schon kann man keine Kugel mehr vergeben (oder man macht es doch und macht sich komplett lächerlich). Entweder man geht die Kombi mal endlich richtig an und baut sie auf mindestens je 5 Rennen aus, oder man sollte sie einfach sterben lassen. So wie jetzt hat das einfach keinen Wert. Ich hab das Gefühl es geht nur darum die Disziplin zu erhalten, damit die Bedeutung der Sportart bei den Olympischen Spielen höher ist durch die zusätzlichen Medaillen.
 
Die Alpine Kombination wird doch abgeschafft, in der Saison 2019/20 sind die letzten Rennen angesetzt - bisher bei Damen und Herren jeweils drei. Mal sehen, ob da mittlerweile nicht schon weiter dran rumgeschraubt wurde, der neue Longterm-Kalender wird auch noch dieser Tage veröffentlicht. In der Saison 2020/21 sind bisher neben keinen Kombis auch nur noch jeweils sechs SG bei Damen und Herren vorgesehen, dafür jede Menge Parallel-(Kirmes-)Rennen, was in Punkto Gesamtweltcup ja die Techniker bevorzugt.
Aber es wird wohl doch anders kommen: Die FIS hat den neuen Kalender für 2018/19 auch auf Instagram gepostet, dort hat jemand das Ungleichverhältnis zwischen Speed- und Technikrennen angeklagt, die FIS hat darauf geantwortet, daß die Anzahl wieder ausgeglichen sein wird:

fisalpine@emanuelelongato It's going this way. The draft calendars for the upcoming years will be online soon and you'll see that the speed/tech balance is coming back.

Der Levi-Termin am 17./18.11. wurde dort auch von der FIS bestätigt:

fisalpine@wendyholdenerfanclub Der Weltcup Levi wurde um eine Woche nach hinten verschoben, es findet wie auf dem Plan am 17.-18. November statt. Der Veranstalter sollte es gleich auf seiner Webseite anpassen.


Wer nachher (18:30 bis 20:00h) nichts besseres vor hat, kann sich auf der Facebookseite der FIS im Livestream die Bekanntgabe der WM-Austragungsorte 2023 anschauen.
 
Marvin schrieb:
Ganz ehrlich: hätte es bei den Herren überhaupt jemanden gegeben, der sowohl in Levi als auch in Lake Louise gestartet wäre?
Natürlich ist es fraglich, aber wenn Pinurault im GWC Hirscher angreifen will, müsste er im SG starten. Die Woche darauf ist B.C. würde also auch reisemäßig passen.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Ich hab das Gefühl es geht nur darum die Disziplin zu erhalten, damit die Bedeutung der Sportart bei den Olympischen Spielen höher ist durch die zusätzlichen Medaillen.
Wenn die Kombi aus dem WC-Programm genommen wird, ist sie auch bei OL nicht mehr zu halten. Die FIS würde aber sicher in der Summe keine Alpin-Wettbewerbe verlieren wollen, angesichts dessen, dass andere Disziplinen ihr Programm ausgeweitetet haben (selbst einem Randsport wie Rodeln hat man es zugestanden). So wie der Trend ist, werden sie wohl versuchen, weitere Parallrennen, also Einzelentscheidungen, unterzubringen.
 
Es gibt eine neue Kadereinteilung bei unseren Alpinen: https://skiweltcup.tv/09-dsv-mannschaft-2018-19.pdf
Erläuterungen dazu: https://cdn.dosb.de/user_upload/www.dosb.de/Leistungssport/Olympische_Spiele_Downloads/2017_12-07_Kaderdefinitionen-Olympischer_Sommer-Wintersport-EF_FINAL.pdf

Die Struktur entspricht den Vorgaben des DOSB. Es geht natürlich um die Zuteilung der Fördermittel und deutlich kommt m.E. heraus, dass die Sportförderung auf Medaillen bei Großereignissen ausgerichtet ist, hauptsächlich OL natürlich. Der Sport wird betrachtet als Mittel für das nationale Prestige. Alles klingt auch mehr nach Amateursport bzw. Sport auf Profiniveau, der sich selbst nicht voll finanzieren kann. Im Wintersport ist das ja meistens der Fall, aber nicht immer. Für "echten" Profisport ist es weltfremd. Da steht die eigene Wettbewerbsserie im Vordergrund und OL-Erfolge sind mehr ein Nebenprodukt der WC-Leistungen. Bei den Alpinen ist es so. Die Finanziers des Sportbetriebs, Veranstalter, Industrie und Sponsoren bringen die Gelder auf, weil sie für sich werben wollen, nicht wegen irgendwelchem OL-Krimskrams.

Ich frage mich was der Unterschied zwischen Lehrgangsgruppen und Kadern ist :?: Vielleicht bezieht sich das Erste auf die Trainingsstruktur und das Zweite auf die Fördermittel.

Einige Zuordnungen der Athleten sind fragwürdig. Dopfi ist z.B. nicht im OK, was ja wohl ein Witz ist. Er war qualifiziert für OL und im "Endkampf". Rang und Platzierungen sind besser wie die von Straßer. Alleine sein 7. Platz in Val d'Isere erfüllt doch die Kriterien. Außerdem war es seine Rückkehrsaison nach schwerer Verletzung, die ihn immer noch behinderte. Dafür waren seine Leistungen voll in Ordnung. Sollte man ihm da nicht "Ein erreichter OK-Kaderstatus kann in begründeten Ausnahmefällen auch für 2 Jahre anerkannt werden" oder "Sonderfälle auf vergleichbarem Leistungsniveau können in Ausnahmefällen anerkannt werden" zugestehen? Seltsam. Dafür sind Straßer und Dürr im OK, was m.E. nur an ihrer Stärke in Parallelrennen liegen kann. Weidle hätte durchaus höher eingestuft werden können als Wallner, Mutschlechner ist höher eingestuft als Dorsch und Hronek, auch komisch.

Nach den Kriterien hätte man unseren Herrenrennsport schon längst einstellen können, wegen olympischer Medaillenlosigkeit (seit Wasi). Die paar WM-Medaillen reißen's auch nicht raus. Vor allem die Älteren Felix und Dopfi, aber auch schon Luitz dürften eigentl. gar nicht mehr gefördert werden :naja:
 
Ja, Courchevel-Méribel (FRA) haben mit 9:6 Stimmen gewonnen und werden somit die alpine Ski-WM 2023 ausrichten.

Aus Saalbach-Hinterglemm ist derweil folgendes zu lesen:
saalbach.com schrieb:
„Wir haben viel Arbeit und Herzblut in die Bewerbung gesteckt um 2023 nach langer Pause wieder eine WM durchführen zu können. Dass wir das Know How dafür besitzen wissen wir. Mit Courchevel-Méribel hatten wir jedoch einen sehr starken Mitbewerber. Wir drücken unseren Kollegen aus Frankreich die Daumen für die WM und werden mit Sicherheit auch selbst vor Ort sein. Was uns betrifft geben wir bestimmt nicht auf: Die nächste Vergabe gilt für 2025 und die holen wir uns dann nach Saalbach“, meint Bartl Gensbichler, Präsident des Salzburger Landesskiverbandes, optimistisch.

Auf der Website der Gewinner kann man sich das Konzept der zwei Orte inklusive Streckenkarten ansehen: courchevelmeribel2023.com

Die Damen fahren in Méribel auf der bekannten Olympia-Piste "Roc de Fer/Stade de Corbey", während die Herren in Courchevel ihre Rennen auf der im Weltcup bisher noch nie genutzten Piste "Les Jockeys" austragen werden. Die beginnt auf dem Loze (Bergstation der Lifte Loze, Plantrey und Bouc Blanc - dort beginnt auch die aktuelle Weltcup-Piste "Stade Emile Allais" nach Courchevel 1850) und führt herunter nach Courchevel-Le Praz. Das Ziel ist direkt neben den Skisprungschanzen, die einst für Olympia 1992 genutzt wurden.

Irgendwo habe ich gelesen, daß die Piste "Les Jockeys" für Weltcup- und WM-Rennen erst noch ausgebaut, also in der unteren, durch Wald führenden Hälfte, verbreitert werden muss. Kennt sich da jemand genauer aus? Ist die WM-würdig? Naja, jedensfalls haben die Herren demnächst einen neuen Weltcup-Ort im Kalender...
 
der longterm kalender ist da. Was u.a. auffällt ist das Bad Kleinkirchheim nicht mehr dabei ist. Eigentlich wären die doch 2021 wieder dran
 
Irgendwo habe ich gelesen, daß die Piste "Les Jockeys" für Weltcup- und WM-Rennen erst noch ausgebaut, also in der unteren, durch Wald führenden Hälfte, verbreitert werden muss. Kennt sich da jemand genauer aus? Ist die WM-würdig?

Während meiner sechs Trois Vallées-Besuche war sie, wenn ich mich richtig entsinne, maximal einmal offiziell geöffnet, sprich bis 2012 (jetzt weiß ich es nicht) auch nicht beschneit.
Wäre nicht egtl. die "Jean Blanc" die logische Rennpiste nach Le Praz?
 
Die Jean Blanc ginge auch, aber ich glaube, dass die Jockeys noch etwas interessanter sein dürfte. Während die Jean Blanc oben relativ flach losgeht, geht es bei der Jockeys gleich richtig runter. Zumindest wenn der Start im Bereich der ehemaligen Bergstation des SL Bouc Blanc ist, wovon ich ausgehe. Ausserdem kann man bei der Jockeys die Einrichtungen der Olympia-Schanzen mitnutzen, was sonst nicht möglich wäre, da die Jean Blanc mitten in den Ort führt.
Ich weiss nicht, was die Anforderungen der FIS bezüglich Pistenbreite sind, aber so schmal ist der untere Teil eigentlich nicht. Lt. Google Earth sind das immer so um die 40 Meter.

Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass man die Herren nicht auch in Meribel fahren lässt, wo es mit der Georges Mauduit ja eine schon beschneite durchaus anspruchsvolle Piste geben würde, die im selben Bereich wie die Damen-Piste enden würde. Aber dann wäre natürlich Courchevel nicht beteiligt gewesen, was wahrscheinlich finanziell für Meribel nicht machbar gewesen wäre.
 
Vielleicht geht es erst die dou des lanches runter, um dann in die jockeys weiter zu gehen. Wären dann circa 1000hm. Da ich die Jockeys sehr mag, sie aber nur selten offen war, wäre ich hier für eine Beschneiung und eine regelmässige Präparation schon zu begeistern :-)
 
kaldini schrieb:
Vielleicht geht es erst die dou des lanches runter, um dann in die jockeys weiter zu gehen. Wären dann circa 1000hm.

Nee, leider nicht. Habe mich weiter oben auch vertan, der Start ist nicht am Col de la Loze, sondern bei den Bergstationen der Lifte Loze, Plantrey und Bouc Blanc. In dieser oben verlinkten Bewerbungsbroschüre ist eine Karte, die den genauen Verlauf zeigt. Ich hab das mal - leider sehr unscharf - rauskopiert (zum selber anklicken): Courchevel 2023 - WM-Piste Herren "Les Jockeys"

Demnach müsste es im oberen Teil zuerst über die Piste Bouc Blanc gehen. Der untere Abschnitt scheint auch noch etwas begradigt zu werden. Aber bei der Grafik könnte es sich auch nur um eine erste, ungefähre Skizze handeln, wer weiß...

EDIT: Wie schön, daß heutzutage so ziemlich alles gefilmt wird: Les Jockeys auf Youtube #1 und Youtube #2. Die Piste liegt überwiegend im Schatten, ist ja auch Nordhang & Wald. Der Start und das Ziel mit den Tribünen haben aber schön Sonne.
 
Nicht nur die Wintersportlerinnen und -Sportler werden im Sommer "gemacht", auch in dem einen und anderen Austragungsort wird an der Weltcup-Infrastruktur gefeilt. Richtig geklotzt wird momentan in den Pyreneen in Soldeu (Andorra), wo im März 2019 die Technik-Rennen des Weltcup-Finales von Grandvalira stattfinden werden. Um einen adäquaten Zielraum mit dem unvermeintlichen Drumherum (Tribünen, VIP-Zelte, Budenmeile, etc.) aufbauen zu können, wird dort gerade eine riesige Betonplattform über die Bachschlucht gebaut, die die Skipiste von den Hotels und der Passtraße trennt. Bisher gab es dort nur eine schmale Brücke als Verbindung. Im November will man fertig sein...

http://www.fis-ski.com/alpine-skiing/news-multimedia/news/article=soldeu-reshaping-host-the-world-cup-finals.html

https://www.grandvalira.com/en/pre-world-cup-finals-2019 >>> THE COMPETITION >>> SOLDEU PLATFORM

PS: Ohne die Plattform wird es auf der Avet-Piste von Soldeu keine weiteren Weltcuprennen geben,
schrieben bereits 2017 zwei Herren der FIS in einem Brief an die Organisatoren in Andorra:
https://cdn01.diariandorra.ad/uploads/imagenes/bajacalidad/2017/06/28/_da27a13_89ddbba0.jpg?c81e728d9d4c2f636f067f89cc14862c
 
Lindsey Vonn hat über Instagram Preis gegeben, dass die kommende Saison die letzte ihrer Karriere sein wird. Somit verliert der Alpine Skiweltcup eines ihrer berühmtesten Gesichter :?
 
Ich vermute, das gilt nur wenn sie den Rekord von Stenmark zumindest einholt und/oder sie nicht Single ist.
Dass sie den Rekord von Stenmark nicht holt und den Sommer dann alleine zu Hause sitzt und mit ihren Hunden spazieren geht kann ich mir bei Ihrer speziellen Psyche nicht vorstellen.
 
Die Damen-Rennen am Zauberberg in Semmering AUT finden statt, aber es wird diesmal kein Nachtrennen unter Flutlicht geben:

Fr/Sa 28./29.12.2018 - RS, SL der Damen - jeweils 10:30/13:30 Uhr

Das hat die FIS so entschieden, weiß jedenfalls meinbezirk.at schon seit Juli.

Gibt es da technische Probleme vor Ort oder sind an den Tagen zu viele andere Wettbewerbe in anderen (FIS-)Winter-Sportarten am Abend geplant, sodass für die alpinen Rennen nur vormittags TV-Zeiten übrigbleiben??? Das Auftaktspringen der 4-Schanzen-Tournee in Oberstdorf ist ja auch abends...
 
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