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Alpiner Skiweltcup 2018/19

Rüganer schrieb:
Wenn ich das richtig sehe, kann man doch neben der Strecke auf Ski abfahren und ein bisschen zuschauen ?
Ich war noch nie zu der Zeit dort (bin es fast immer Ende Februar/Anfang März), aber im oberen Teil, wo's sehr breit und oberhalb der Baumgrenze ist, wird schon was gehen. Die Frage ist aber, ob man mit dem Lift zum Campinoi raufkommt und bei der Abfahrt seitlich neben dem Start abfahren kann. Da nämlich geht die Abfahrt los, i.U. zum SG, der weiter unten startet. Ab der Mauer geht die Strecke durch den Wald und ich glaube nicht, dass da was geht. Weiter unten, wo die Querfahrt von Monte Pana rauskommt, kommt man vielleicht auch ran.
 
Ups, sorry Rüganer hab die Frage überlesen.
Ich war schon mehrfach dort bei den Herrenrennen, meine Empfehlung wäre bei den Trainings zuzusehen, da ist alles entspannter und man muss auch keinen Eintritt zahlen.
Ich weiß jetzt nicht wo die Damen starten werden...
Bei den Herren ist es so, dass man im oberen Bereich direkt neben der Strecke fahren kann, bei schönem Wetter ist es Klasse auf der Baita Saslonch zu sitzen, da hat man nen schönen Blick auf den ersten Sprung. Ich vermute aber, dass die Damen eher im Bereich des Sochers Liftes starten werden, also in der Gegend vom Herren SuperG Start, dann fällt das obere Zuseherfreundliche Stücke komplett weg.

Ab dem Bereich wo es Richtung Mittelstation geht kann man nicht mehr neben der Strecke fahren, Ausnahme: es gibt einen Weg zu den Kamelbuckeln inkl. kostenlosem Pistenraupenservice, sprich man wird hingefahren, kann sich die Verrückten ansehen und dann gehts mit der Pistenraupe wieder zurück.
Nachdem die Damen aber 100%ig nicht über die Kamelbuckeln hüpfen werden, weiß ich nicht ob das dort dann so spektakulär ist. Zur Ciaslat-Wiese kommt man leider nicht wirklich, im Zielraum ist es immer arschkalt. Da ist bei den Herren aber immer gute Stimmung, mit all den Fanclubs.
Die Lifte kannst du ganz normal benützen, vor dem Rennen ist die Piste runter Richtung Wolkenstein die Einfahrpiste. Sprich, wenn du mal mit Svindal und Co in der Gondel fahren willst dann dort versuchen oder natürlich auch an den beiden Liften in St. Christina.
Ich hab damals den Hermann Maier zufällig um einen Sessel verpasst, das ärgert mich heute noch :wink:
Oder einfach oben in die Hütte gehen, dort sitzen alle drin vor dem Rennen, beim Training ebenso nur deutlich entspannter, draußen vor der Hütte stehen dann auch immer viele der Einfahrtsskis, kann man sich Bindungseinstellung ansehen und mal vorsichtig über die Kanten streifen.

Wenn die Möglichkeit besteht, würd ich bei den Herren auf alle Fälle zu den Kamelbuckeln fahren, auch wenns mühsam ist, das find ich dort spektakulärer als die Mausefalle, vor allem wenn man noch rauflatscht und sie dann wirklich 10 Meter vor einem springen.
 
alpinfan77 schrieb:
Marmotte schrieb:
Stefan Luitz droht wegen eines Regelverstoßes die nachträgliche Disqualifikation für den Riesenslalom in Beaver Creek und damit auch der Verlust seines ersten Weltcupsieges. Der 26 Jahre alte Skirennfahrer hatte wie seine Teamkollegen zwischen den beiden Durchgängen am vergangenen Sonntag Sauerstoff durch eine Maske eingeatmet und damit gegen das Reglement des Skiweltverbandes (Fis) verstoßen.

https://www.faz.net/aktuell/sport/wintersport/verstoss-gegen-reglement-stefan-luitz-droht-disqualifikation-15929642.html

8O Da bin ich ja mal gespannt, wie das ausgehen wird. Gab es einen solchen Fall schonmal ?
Die Sache kochte durch einen anonymen Protest kurz nach dem Rennen hoch. Für mich sieht's verdächtig danach aus, dass es aus ÖSV-Kreisen kam und man aus gewissen Gründen nicht offiziell protestieren wollte. Hirscher würde ja am meisten davon protestieren. Sollte die FIS einknicken, wäre es zwar gemäß ihrem Reglement gerechtfertigt, aber sportlich ungerecht. Sicher ist es ein Grenzfall, denn die WADA ist die höchste Instanz in Sachen Doping. Die FIS hat nur nicht die Änderung übernommen, warum auch immer.

Auf die Erklärung warum das sportlich ungerecht ist bin ich ja mal gespannt.

Fakt ist er hat ein Mittel genutzt um die Regeneration zu verbessern und die Leistung zu steigern. Beides ist meines Wissens die Definition von Doping.

Und das das Zeug was gebracht hat sieht man ja, allen ging im letzten Teil des Rennens buchstäblich die Luft aus, nur der mit dem Sauerstoff im Vorhinein hatte einen zweiten Atem und konnte Rückstand aufholen.
 
Ich frag mich viel mehr wie man so blöd sein kann. Ein professionelles WC Team muss die Regeln kennen, vor allem im Hinblick auf so ein sensibles Thema. Sich da mit den WADA Regeln rauszureden wäre komplett lächerlich, die Regeln für den Schiweltcup macht die FIS, basta. Die WADA kann Empfehlungen aussprechen die die Verbände übernehmen können oder eben nicht. Einzig das IOC hat auf Grund seiner Marktmacht noch eigenständige Regelungsmöglichkeiten. Einzig in den Ländern die Doping strafrechtlich verfolgen sieht das vielleicht anders aus, ich wüsste aber nicht, das die USA dazu gehören.

Ich würde sehr gerne mal die Kommentare hier lesen wenn Hirscher gewonnen hätte und erwischt worden wäre.
 
Anonymen Protest finde ich persönlich genauso bedenklich wie einen Regelverstoß. Wenn sich jemand so sicher ist, dass hier unfair agiert wurde, sollte er offen protestieren.
 
alpinfan77 schrieb:
Sollte die FIS einknicken, wäre es zwar gemäß ihrem Reglement gerechtfertigt, aber sportlich ungerecht. Sicher ist es ein Grenzfall, denn die WADA ist die höchste Instanz in Sachen Doping. Die FIS hat nur nicht die Änderung übernommen, warum auch immer.
Dein Talent, alle peinlichen Platzierungen des DSV schön zu reden, wundert mich schon lange nicht mehr. Aber diese Einstellung ist doch echt unter aller Sau!
 
Eben auf Eurosport bzgl. Stefan Luitz: Definitiv kein Doping, lediglich ein Regelverstoss. Daher wohl keine Disqualifikation sondern eher eine Geldstrafe.
Frank Wörndl erklärte, dass die Zuführung von Sauerstoff nicht zur Leistungssteigerung dient, da diese max. für ein paar Sekunden anhalten würde. Die FIS möchte auch nicht, dass im Fernsehen Bilder im Fernsehen von Sportlern mit Sauerstoffmaske zu sehen ist. 2015 war dies wohl sehr oft zu sehen.
 
Marmotte schrieb:
Eben auf Eurosport bzgl. Stefan Luitz: Definitiv kein Doping, lediglich ein Regelverstoss. Daher wohl keine Disqualifikation sondern eher eine Geldstrafe.
Frank Wörndl erklärte, dass die Zuführung von Sauerstoff nicht zur Leistungssteigerung dient, da diese max. für ein paar Sekunden anhalten würde. Die FIS möchte auch nicht, dass im Fernsehen Bilder im Fernsehen von Sportlern mit Sauerstoffmaske zu sehen ist. 2015 war dies wohl sehr oft zu sehen.

Dann aber die Frage meinerseits warum man es überhaupt gemacht hat, wenn es doch keinen Vorteil bringt? :?:
 
TVT schrieb:
Dann aber die Frage meinerseits warum man es überhaupt gemacht hat, wenn es doch keinen Vorteil bringt? :?:
Was man so hört, ist es zur Verletzungsvorsorge und besseren Regeneration nach dem Wettkampf. Dass die WADA es freigegeben hat, kann doch nur heißen, dass es nicht leistungssteigernd für den direkten Wettkampf ist. Oder hat die WADA es einfach so, aus Lust und Laune gemacht?

Es ist m.E. ein Unding, dass die FIS es nicht übernommen hat. Dabei ging es anscheinend um unvorteihafte TV-Bilder von Athleten mit Sauerstoffmaske. Aber die WADA ist die oberste Instanz und die Verbände haben sich gefälligst danach zu richten. Wolfi Maier sagte im TV, dass sie ihre Sportärzte gefragt hatten und die haben auf die WADA verwiesen. Auch andere Teams sahen es so.

Und allen, die jetzt feste draufhauen, sei gesagt, dass der Sieg von Stefan mit sportlichen Mitteln errungen war, weil er im Zielhang des 2. Laufes die viel bessere Linie getroffen hat. Hirscher hat sie nicht gut getroffen und dazu einen Fehler drin gehabt, was er selbst sagte. Luitz war an dem Tag eben etwas besser, kann man ja mal zugeben.

Aber wer weiß, vielleicht konnte er doch noch ein paar restliche O2-Moleküle rauskitzeln, die ihm den entscheidenden Schub gegeben haben ... :mrgreen:
 
alpinfan77 schrieb:
Dass die FIS es nicht übernommen hat, ist ein Unding. Dabei ging es wohl mehr um unvorteihafte TV-Bilder von Athleten mit Sauerstoffmaske. Aber die WADA ist die oberste Instanz und die Verbände haben sich gefälligst danach zu richten. Wolfi Maier sagte im TV, dass sie ihre Sportärzte gefragt hatten und die haben auf die WADA verwiesen. Auch andere Teams sahen es so
Die WADA ist eher das Mindestmas an das man sich halten muss, wer gegen ihre regeln verstößt begeht Doping,
d.h. noch lange nicht, dass die FIS keine eigenen Regeln aufstellen darf, die strenger sind....

Und allen, die jetzt feste draufhauen, sei gesagt, dass der Sieg von Stefan mit sportlichen Mitteln errungen war, weil er im Zielhang des 2. Laufes die viel bessere Linie getroffen hat. Hirscher hat sie nicht gut getroffen und dazu einen Fehler drin gehabt, was er selbst auch sagte. Luitz war an dem Tag eben etwas besser, kann man ja mal zugeben.

Aber wer weiß, vielleicht konnte er doch noch ein paar restliche O2-Moleküle rauskitzeln, die ihm den entscheidenden Schub gegeben haben ... :mrgreen:

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun....
 
Ski-Larry schrieb:
Die WADA ist eher das Mindestmas an das man sich halten muss, wer gegen ihre regeln verstößt begeht Doping,
d.h. noch lange nicht, dass die FIS keine eigenen Regeln aufstellen darf, die strenger sind....
Die FIS kann das natürlich, z.B. aus ästhetischen Gründen, aber wenn sie es als Doping betrachtet, stellt sie sie sich gegen die WADA und muss es objektiv begründen können. Die Verbände könnten auch die FIS beim internationalen Sportgerichtshof verklagen.
Ski-Larry schrieb:
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.....
Das wurde hier aber schon anders gesehen.
 
Und warum hatte er die besser Linie?

Er hatte noch mehr Kraft und konnte die fahren. Und warum hatte er die?

Weil er sicher besser regeneriert hat in der pause. Und warum....

Ach, lassen wir das.


Achja, apropos das bringt ja gar nix. Wer möchte sich an den Maler erinnern den man den Sieg aberkannt hat Weiler den Ski vor der Linie abgeschnallt hat. Da ist wohl unbestritten das er keinen Vorteil hatte, verstoß gegen die FIS regeln und jemand anders hat sich gefreut.
 
@alpinfan:

Ist zwar ein wenig OT, aber mich würde Deine Sichtweise zur Disqualifikation von Hermann Maier in Val d'Isere 1997 interessieren. War die für Dich gerechtfertigt?
 
skwal schrieb:
Und warum hatte er die besser Linie?

Er hatte noch mehr Kraft und konnte die fahren. Und warum hatte er die?

Weil er sicher besser regeneriert hat in der pause. Und warum....
So einfach ist es aber nicht. Wenn es für den Wettkampf leistungssteigernd ist, dann ist es Doping oder? Warum hat die WADA es dann rausgenommen? Die haben ganz sicher Gründe dafür und zwar handfeste. Wer es anders sieht, muss der Begründung widersprechen. Käme es zu einem Verfahren vor dem Sportgerichtshof, müsste die FIS die WADA widerlegen, wenn sie gewinnen will. Viel Spaß dabei :mrgreen:
skwal schrieb:
Wer möchte sich an den Maler erinnern den man den Sieg aberkannt hat Weiler den Ski vor der Linie abgeschnallt hat. Da ist wohl unbestritten das er keinen Vorteil hatte, verstoß gegen die FIS regeln und jemand anders hat sich gefreut.
Ich kenne den Fall, aber der jetzige Fall ist anders gelagert. Es ist sicher eine Ermessenssache und wer weiß, wie die FIS entscheiden wird :nixweiss: Hängt auch davon ab, warum genau die FIS der WADA nicht gefolgt ist. Ich vermute, dass es im Hintergrund gerade heiß hergeht. Es sollen Teams eine Disquali fordern, was verständlich ist, wenn ihre Läufer davon profitieren würden. Andererseits wird sich der DSV dagegen wehren. Auf wessen Seite steht Waldner :?:
 
Ich hab mal die Platzierungen der vergleichbaren Besten im letzten Sektor rausgesucht vom Beaver Creek RS:
1. Lauf:
Luitz 2.
Hirscher 1.
Kristoffersen 4.
Meillard 19.
Olsson 3.
Pinturault 12.

2. Lauf:
Luitz 4.
Hirscher 25.
Kristoffersen 21.
Meillard 26.
Olsson 5.
Pinturault 28.

Wenn der Olsson nicht wäre, könnte man schon eine Tendenz im 2. Lauf erkennen :wink:

Ich musste auch an Hermann Maier in Val d'Isere denken, das war damals echt lächerlich, vor allem da der Fehler ja eigentlich vom Veranstalter gemacht wurde. Die rote Linie wurde nicht an den RS adaptiert sondern man hat einfach die vom Speedrennen vom Vortag nicht verändert (bei Speedrennen ist diese rote Linie viel weiter von der Zieldurchfahrt entfernt als bei Technikrennen). Grenzgenial fand ich die Aktion vom Hermann dann ein Jahr später, wo er wieder gewonnen hat, sich an die rote Linie gestellt hat und so getan hat als würde er wieder davor abschnallen... Aufschrei der Fans und aller Betreuer... dann ist er 30cm weiter nach unten gegangen und hat abgeschnallt und den Vogel gedeutet. 8)

Der Fall mit Luitz ist jetzt etwas anders, nachdem ja niemand protestiert hat, das Resultat damit eigentich gültig ist. Auch danach hat niemand irgendwas "angezeigt" wie es jetzt überall zu lesen ist oder Protest eingelegt, sondern irgendjemand hat der FIS ein Foto zukommen lassen, wo Luitz Sauerstoff nimmt und die FIS hat das dann natürlich aufgenommen.

Die Sektion Ski vom DSV hat sich aber schon selten dämlich angestellt. Diese Regel mit dem Sauerstoff gilt ja nicht nur bei den Alpinen, sondern bei sämtlichen Sportarten die zur FIS gehören. Und dass es dann beim ganzen DSV keinen medizinischen Betreuer gibt der weiß, dass das verboten ist, fällt mir ein bissl schwer zu glauben.
Den Aufschrei wenn Hirscher dabei erwischt worden wäre will ich mir nicht vorstellen, Hexenjagd wie beim gerichtlich bestätigt vollkommen unschuldigen Hans Knauss, der mit der Dopinggeschichte und anschließender Klage aber zum reichsten Schladminger wurde. Dieser amerikanische Nahrungsergänzungsmittelhersteller musste Millionen blechen.
 
Werna76 schrieb:
(...) Den Aufschrei wenn Hirscher dabei erwischt worden wäre will ich mir nicht vorstellen (...)
Er wäre von den Medien zerrissen worden, egal, ob es nun rechtmäßig war oder nicht. Merke: Nur negative Presse bringt so richtig Quote...

Interessant in diesem "Sauerstoff-Skandal"-Zusammenhang wäre mal zu wissen, wieviele (Ski-)Sportler dies eigentlich so praktizieren. Ich denke mal, Luitz und seine Nationalmannschafts-Kollegen waren in diesem Fall nicht die Einzigen und wurden nur verpetzt, weil er halt gewann.
 
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