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Alpiner Skiweltcup 2018/19

Der Sturz war wirklich brutal. Er scheint auch gleich bewusstlos gewesen zu sein und dann vor unserem Standpunkt zum liegen. Da war totenstille am Hang.

Zumindest scheint es ja leichte Entwarnung zu geben
 
Also ich kann mir das nicht anschauen weil mir das weh tut und mir der Athlet leid tut...
Sicher muß man bei diesem Sport immer alles miteinberechnen, aber dennoch - warum muß sowas vorkommen...
Alles alles Gute Marc.
 
So was will keiner sehen, war ehrlich gesagt froh, dass ich meinen ursprünglichen Plan geändert hab und nicht nach gröden sondern nach Alta Badia gefahren bin. Mir hat die Sturzorgie damals in Kitzbühel gereicht...

Laut Blick Insider hat Gisin „Glück“ gehabt. 4 gebrochene Rippen, schwere Gehirnerschütterung und eine Beckenverletzung, die aber nicht operiert werden muss. Er wird heute noch nach Luzern geflogen. Morgen informiert SwissSki offiziell
 
Gran Risa in Alta Badia wie immer klasse! Ich verneige mich vor Marcel Hirscher....perfekt ....
Ordentlicher Lauf von Stefan Luitz, er sagt gerade dass sein Kopf ned ganz frei war.
Ich freue mich auf den 2.Lauf.... wird bestimmt wieder sehr spannend.
 
Dieser Vorsprung von Hirscher ist einfach Wahnsinn, welch eine Machtdemonstration! Solch eine anspruchsvolle Piste und er deklassiert dennoch die gesamte Konkurrenz!
 
Wer soll sie denn gefährden, außer sie verletzt sich? Eine Gisin kann mit Shiffrin im Speed mithalten, hat aber im Slalom und Riesenslalom bei weitem nicht das Niveau. Holdener ist Shiffrin in jeder Disziplin unterlegen und überzeugt mich diese Saison ohnehin noch nicht. Vlhova ist eine SL-Spezialistin, die hin und wieder einen ordentlichen RS fährt, aber auch nicht mehr. Unter den Speed-Spezialistinnen gibt es darüber hinaus keine, die wie etwa Stuhec vor zwei Jahren dominiert - genau das wäre aber nötig, um überhaupt eine Chance zu haben. Dazu kommt noch, dass es außer Shiffrin niemanden mehr gibt, der in drei oder vier Disziplinen vorne mitfährt, wie Gut es bis zu ihrer Verletzung etwa noch tat.
 
waikiki83 schrieb:
Laut Blick Insider hat Gisin „Glück“ gehabt. 4 gebrochene Rippen, schwere Gehirnerschütterung und eine Beckenverletzung, die aber nicht operiert werden muss. Er wird heute noch nach Luzern geflogen. Morgen informiert SwissSki offiziell
Heute hat Swiss Ski eine offizielle Stellungnahme zum Gesundheitszustand von Marc Gisin abgegeben.
Zum Glück ist er verhältnismäßig glimplich davon gekommen. Gute Besserung !
Sowohl MRI- als auch CT-Untersuchungen im Schädelbereich zeigten zum Glück keine schwerwiegenden Verletzungen. Sehr schmerzhaft sind für ihn mehrere Rippenbrüche auf der rechten Seite, welche auch Verletzungen in der Lunge zur Folge hatten. Ausser einer leicht eingedrückten Hüftpfanne ist das Becken unverletzt. Glücklicherweise blieb der Rücken bis auf einige, nicht gravierende Frakturen an der Wirbelsäule, unbeschädigt.
-> https://www.swiss-ski.ch/newsroom/news/update-marc-gisin-in-val-gardena-gestuerzt/
 
Im Prinzip könnte man den Skiweltcup beenden.
Kugeln an Hirsch und Shifffrin.
Verletzt sich wenigstens keiner mehr.
So langweilig war es wohl noch nie.
 
Im 1. Durchgang heute haben 3 Läufer die Besichtigungszeit um 9 Sekunden überschritten (schon eine längere Zeit hat man das nicht mehr so genau genommen, bei Schlechtwetterrennen hätte man oft das halbe Feld disqualifizieren müssen).
Nach Protest des kanadischen Verbandes wurden heute jedoch alle 3 disqualifiziert.
Falls noch jemand gehofft hat, dass Luitz vielleicht doch nicht disqualifiziert wird... mit der Aktion heute ist jede Chance auf Milde durch die FIS vorbei. Der Sieg in Beaver Creek geht ebenfalls an Hirscher.

Ich denke für den DSV war es das wichtigste aus dem Doping-Eck herauszukommen. Deswegen auch diese schwammige Formulierung bei der Begründung der Disqualifikation durch die Fis. Das Wort Doping musste in jedem Fall vermieden werden.
Scheinbar wurde ja sogar die Möglichkeit diskutiert den gesamten DSV ne längere Zeit auszuschließen. Dazu wären dann sicher noch Sponsoren gekommen die sich verabschieden.

Wie gesagt, nach der Aktion der Kanadier heute wird die freundliche Umgehensweise im Herrenweltcup für ne längere Zeit wieder vorbei sein und alles wieder nach Punkt und Beistrich kontrolliert werden. Würd mich nicht wundern wenn demnächst irgendwer (vielleicht ein Kanadier :twisted: ) ne zu hohe Bindungsplatte hat oder eine nicht homologierte Unterhose trägt.
 
Werna76 schrieb:
In den letzten Jahren wars ja immer so, dass die Läufer beim 1. Kamelbuckel leicht abgehoben sind. Da gabs dann immer Kritik, weil sich die Läufer oft nicht 100% auf den großen Sprung vom 2. über den 3. Kamelbuckel vorbereiten konnten.
Jetzt haben sie heuer anscheinend den ersten Buckel etwas entschärft, bei Gisin ist der linke Ski aber doch minimal abgehoben, sodass der rechte Ski unter den linken Ski gekommen ist. Es gab schon Stürze die viel wilder ausgesehen haben, aber das heute war für mich der schlimmste Sturz den ich je gesehen hab.

Dass der 1. Kamelbuckel diesmal so präpariert wurde, dass man in tiefster Hocke drüberfährt ohne Abzuheben wie in den Vorjahren, ist mir auch aufgefallen. Ich bin mal sehr gespannt, wie das nächstes Jahr dort ausschauen wird.
Der Sturz von Gisin erinnert mich an den Sturz von Piantanida 1989 an den Kamelbuckeln. In folgendem Video ist der Sturz ab 2:10 zu sehen.



Piantanida musste nach dem Sturz wiederbelebt werden.
 
Werna76 schrieb:
Im 1. Durchgang heute haben 3 Läufer die Besichtigungszeit um 9 Sekunden überschritten (...).
Nach Protest des kanadischen Verbandes wurden heute jedoch alle 3 disqualifiziert.

Einerseits ist das natürlich kleinkariert, wegen 9 Sekunden derart hart durchzugreifen, andererseits sollte doch allen Aktiven & Betreuern das Procedere bekannt sein. Und die Besichtigungszeit ist doch auch nicht zu knapp bemessen, oder?

In der Formel 1 ist das Reglement ja auch sekundengenau einzuhalten. Im Radsport werden dagegen schon mal Fahrer im Rennen belassen, obwohl sie die Karenzzeit auf einer Etappe (z.B. Tour de France) überschritten haben (insbesondere das "Gruppetto"). Die FIS will vor dem Hintergrund der "Sauerstoff-Affäre" damit jetzt wohl signalisieren, dass ihr Reglement ohne wenn und aber in allen Punkten einzuhalten ist.
 
waikiki83 schrieb:
Laut Blick soll Felix Alta Badia nicht wegen seines Daumens verpasst haben, sondern weil er in val d‘isere schwer gestürzt sei. Nach mehreren Überschlägen sei er bewusstlos gewesen. Wegen der Gehirnerschütterung hätte ihm der Arzt den Start verboten. In Saalbach am Mittwoch soll er wieder dabei sein.

https://www.blick.ch/sport/ski/er-war-bewusstlos-trainings-sturz-von-neureuther-wurde-geheim-gehalten-id15074593.html
Oweh....dann mal gute Besserung für Felix :!:
Interessant, dass ein solch schwerer Unfall in der heutigen Medienwelt überhaupt geheim gehalten werden kann... :o
 
Habe ich das richtig gesehen, dass es nach dem Duell zwischen Hirscher und Luitz keinen Handschlag gegeben hat ?
Das könnte mit Beaver Creek im Zusammenhang stehen.
 
Großartige Veranstaltung mal wieder, wenn man schon beim 1. Lauf erkennt, dass der rote Kurs schneller ist und man dann die Finali in nur einem Durchgang macht. Good job FIS.
Total nachvollziehbar, dass es für so ne Kirtagsveranstaltung genausoviele Weltcuppunkte gibt wie für die Wengen oder Kitzbühel-Abfahrt wo die Läufer ihr weiteres Leben riskieren.
 
Der Felix zieht die Scheisse aber auch nur so an...

Man sich nur ausmalen was er ohne die ganzen Verletzungen hätte erreichen können, seine komplett beschwerdefreien Saisonvorbereitungen kann man wohl locker mit einer Hand abzählen.

Ohne körperliches Handicap war er immer brachial schnell und die letzten Jahre wo er seine Ausfälle gut im Griff hatte doch auch ziemlich erfolgreich. Aber kaum hat er seinen Rücken im Griff fliegen ihm die Knie auseinander, das Auto crashed etc..
 
Werna76 schrieb:
Falls noch jemand gehofft hat, dass Luitz vielleicht doch nicht disqualifiziert wird... mit der Aktion heute ist jede Chance auf Milde durch die FIS vorbei. Der Sieg in Beaver Creek geht ebenfalls an Hirscher.
was ich aus sportlicher Sicht zu 100% als fair empfinde.

Werna76 schrieb:
Ich denke für den DSV war es das wichtigste aus dem Doping-Eck herauszukommen. Deswegen auch diese schwammige Formulierung bei der Begründung der Disqualifikation durch die Fis. Das Wort Doping musste in jedem Fall vermieden werden.
womit sich aus meiner Sicht der DSV auf dünnem Eis bewegt. Denn entgegen einigen hier getätigten Aussagen bin ich der Meinung, dass Einzelverbände durchaus die WADA Regeln verschärfen dürfen und damit vor dem CAS keine Probleme haben dürften.

Ich bleibe dabei, das war ein klarer Doping Fall und der Kerl gehört einfach mindestens fuer ein Jahr aus dem Verkehr gezogen. Wie soll ich das denn sonst meinen Kids erklaeren?

So ein bisschen Doping am Rande der Regeln ist ok?
 
Beim RTL in Saalbach ist man an das obere Limit für einen Weltcupriesentorlauf gegangen. Sprich das wird ne extrem lange Laufzeit von 1:25-1:30 werden.
Für wen der ÖSV so einen kraftraubenden RTL wohl hergerichtet hat? :roll:
 
Luitz und die Sauerstoffgeschichte:
Ich denke allerdings, dass man doch die Kirche im Dorf lassen muss.
Dopingregeln sollen zweierlei Effekte haben, erstens soll sich niemand einen unerlaubten Vorteil gegenüber den Konkurrenten verschaffen und zweitens soll eine gesundheitliche Schädigung der Sportler durch die Einnahme der Substanzen verhindert werden.
Dopingpräparate sind in der Regel Medikamente, die bei bestimmten Krankheiten eingesetzt werden, um dort positive Effekte auf Organsysteme haben (z.B. Bildung roter Blutkörperchen) oder zur allgemeinen Leistungssteigerung (Corticoide) dienen. Sie haben bei Gesunden ähnliche Effekte, die dann einerseits leistungssteigernd, andererseits aber auch gesundheitsschädigend sein können (zu viele rote Blutkörperchen, deshalb Gefahr von Thrombosen oder Infarkten, Nierenschädigung oder zu hoher Blutdruck durch Cortisonpräparate,....) . Eine weitere oft genutzte Gruppe von Medikamenten sind die sogenannten "Asthma-Medikamente", die möglicherweise auch bei Gesunden zu einer wenn auch minimalen Leistungssteigerung führen, dabei aber nicht so schädlich sind wie die oben genannten Präparate.
Auch Sauerstoff wird in der Medizin selbstverständlich als Medikament eingesetzt, eine gesundheitliche Schädigung möchte ich im wesentlichen ausschließen und ob sich die kurzfristige Applikation von Sauerstoff wirklich auf die Leistung eines wahrscheinlich doch mehrere Minuten später (wann hat Luitz eigentlich die Sauerstoffmaske verwendet?) Laufs auswirkt möchte ich eher bezweifeln.
Meines Erachtens ist die absolut gängige Praxis der Anwendung diverser "Schmerzmedikamente" (egal ob als Tabletten, Infusionen oder Spritzen) in Folge diverser Blessuren oder auch chronischer Verletzungen wesentlich gefährlicher für die einzelnen Athleten (Nebenwirkungen der Medikamente, Ausschalten des eigentlich schützenden Schmerzes und damit Gefahr zusätzlicher Verletzungen),, sie ist allerdings "erlaubt", da es sich um die Behandlung einer "Krankheit" bzw. Verletzung handelt.
Wenn ich nun aber erlaube, dass jemand aufgrund eines grippalen Infekts Medikamente einnehmen darf um dann an den Start zu gehen, dann würde ich prinzipiell auch keinen Einwand gegen die Applikation von Sauerstoff haben.
Das leidige Problem ist natürlich in jedem Fall, wer definiert und kontrolliert die "Krankheit", die als Ursache für erlaubte Medikamenteneinnahme gilt. Die Anzahl der Asthmatiker unter den Rennradlern hat in mir ja auch schon die Idee geweckt, man solle die Betroffenen aus dem normalen Starterfeld ausgliedern und in einer Art "Behindertenwertung" (oder genauer gesagt in einer Wertung für "Sportler mit besonderen Bedürfnissen") starten lassen. :wink: (bitte diesen Satz nicht missverstehen, ich habe größten Respekt vor allen Menschen, die trotz einer Behinderung Sport oder sogar Leistungssport betreiben).
Was den aktuellen Fall betrifft: es ist durchaus sinnvoll von der FIS, zu verhindern, dass in Zukunft alle Rennläufer mit Sauerstoffmasken am Start sitzen, weil sie sich einen Vorteil daraus versprechen, damit geht ein diesbezügliches Verbot jedenfalls in Ordnung, aber m.E. reicht eine Klarstellung ev. mit einer Geldstrafe für den deutschen Verband völlig aus!
Ich würde im übrigen auch bei erstmaliger Überschreitung der Besichtungszeit auch nicht gleich ausschließen, sondern eine Geldstrafe verhängen.
 
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