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Alpiner Skiweltcup 2019/20

CrystalMountain schrieb:
Jessica Hilzinger hat derweil den Europacup-Slalom in Funesdalen (SWE) gewonnen.
Auch den gestrigen hat sie gewonnen. Die Konkurrenz war allerdings nicht sehr stark, da das WC-Feld in Killington war. Sieht man auch an den FIS-Punkten, die höher sind wie 15,00, die es jetzt für ein gut besetztes EC-Rennen gibt.
 
Sehr bitter für Manuel. Er war mir von den Österreichern bisher immer der sympathischste Rennläufer. Sicher hätte er auch Chancen auf einige gute Platzierungen gehabt.
 
Die Verletztenliste wird schon wieder länger. Ausser der Österreicherin, die sich nun schon zum 4. Mal das Kreuzband gerissen hat, ist auch Linus Strasser für mindestens 6 Wochen "out". Er hat sich einen Knochen in der Hand gebrochen. Sein Ziel ist für Kitzbühel wieder parat zu sein.
 
Was sagt das eigentlich über das Starterinnenfeld aus wenn Ester Ledecka chon wieder mit deutlich weniger Training der Konkurrenz davon fährt? :?:
 
Gibt's auch nicht so oft - heute war der Tag der Premieren-Siege im Weltcup:

Marco Odermatt (SUI) gewinnt den SG in Beaver Creek mit Startnummer 2 (Theaux mit #1 ausgeschieden) quasi in Ferstl-Manier. Zweiter wird Kilde (NOR) vor Mayer (AUT), der den ersten SG in Lake Louise gewonnen hatte. Die DSV-Bilanz: Andi Sander als 14. bester Deutscher - geht voll OK nach seiner Verletzung. Thomas Dreßen mit Platz 27 noch in den Punkten, Abfahrt liegt ihm wohl generell besser. Ohne Punkte blieben Schwaiger (36.), Schmid (44.), ausgeschieden sind Pepi Ferstl (den nächsten Bock geschossen :roll: ) und Romed Baumann. In der Abfahrt läuft's morgen hoffentlich besser...

Ester Ledecka (CZE) holt sich in Olympia-Manier den Sieg in der 1. Abfahrt von Lake Louise, die aufgrund von Neuschnee verkürzt und 1 Stunde später als geplant gestartet wurde. Platz 2 ging an Corinne Suter (SUI) vor Stephanie "Gucci" Venier (AUT) (...da hat sich die Sommervorbereitung in schicken Luxushotels ja doch ausgezahlt!!! :lol: ). Die DSV-Bilanz ist wirklich ordentlich: Viktoria Rebensburg wird sehr gute 4. (zeitgleich mit Nina Ortlieb (AUT)), ebenfalls guter Platz 8 für Kira Weidle, Michaela Wenig als 23. auch in den Punkten. Dorsch (42.), Hronek (43.) und Hirtl-Stanggassinger (44.) abgeschlagen. Morgen gibt's die nächste Chance bei Abfahrt Nr. 2...
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Was sagt das eigentlich über das Starterinnenfeld aus wenn Ester Ledecka chon wieder mit deutlich weniger Training der Konkurrenz davon fährt? :?:
Hat sie überhaupt deutlich weniger Training oder hat sie sich diesen Sommer nun voll auf Ski konzentriert?

Davon unabhängig würde ich aber behaupten, dass das gar nichts aussagt außer, dass Ledecka talentiert ist (sie ist erst 24) und ihr hin und wieder ein richtig gutes Rennen gelingt. Es ist ja nicht so, dass sie regelmäßig die Konkurrenz nass macht. Pyeongchang ist fast zwei Jahre her und Ihre Weltcup-Ergebnisse seitdem waren - mit Ausnahme von gestern - nichts besonderes.
 
Ledecka hat ja nun auch einen nicht ganz unbekannten thailändisch-österreichischen Getränkefabrikanten als Sponsor, was sich jedenfalls positiv auf ihre Trainingsbedingungen auswirken dürfte, sie war ja angeblich bereits die letzten 4 Wochen in Kanada zur Saisonvorbereitung. Sie dürfte überhaupt ein sportliches Multitalent sein, soll angeblich auch auf hohem Niveau Tennisspielen und Windsurfen, soweit ich mich erinnere, bestand oder besteht sogar der Plan, beim Surfen einmal im Sommer bei den olympischen Spielen teilzunehmen.
 
Sie hat übrigens sowohl den Olympia-SG als auch den gestrigen Abfahrtslauf mit Startnummer 26 gewonnen....
 
Im ORF haben sie gestern gemeint sie hätte nur einen Monat Abfahrt trainiert. Die Bedingungen war dieses Jahr in Südamerika wohl schlecht, aber ich würde doch meinen, dass die anderen Fahrerinnen deutlich mehr trainiert haben als nur einen Monat.
 
Den Medienberichten zufolge hat Ledecka vor Lake Louise einen Monat lang in Nakiska Speedtraining gemacht, was zumindest den Riesenslalom-Fahrerinnen so nicht möglich war. Ihren Instagram-Fotos danach war sie zuvor auch in Chile trainieren. Ich kann mir da nur schwer vorstellen, dass andere bedeutend mehr Speedtraining bekommen haben.
 
Sie hat wohl 50/50 trainiert. Also der Rest hat sicher 1/3 mehr Trainingszeit am Schnee auf Ski. Konditions/Krafttraining wird sich nicht so stark unterscheiden - und macht ja auch einen großen Teil aus. Und Gestern hat sie nicht sehr stark vom Wetter profitiert - ich denke je neuer ein Hang bzw je unkonventioneller - desto höher sind einfach ihre Chancen. Je eher es Standardbedingungen sind - desto mehr fehlt ihr einfach die Erfahrung schon 10x die Strecke runter zu sein. Wenns dann aber anders als gewöhnlich ist - kann sie mit ihrem Talent punkten. Würde sie nur Ski fahren - wäre sie IMHO Favoritin im Speed Bereich. Nicht heuer - aber nächstes Jahr. Solange sie beides fährt wird sie dass kaum schaffen - da sie einfach weniger Erfahrung sammeln kann. Für mich ist sie mit Shiffrin die talentierteste Skifahrerin.

Jedes Mal wenn wo Strecken neu sind ist sie für mich Favoriting auf Top1-3 Platz.
 
So wird das aber nichts mit der großen Kugel für Herrn Pinturault. Ich bin echt mal gespannt wer dieses Jahr das Rennen macht.

Edit: Was zur Hölle hat Ford denn da gemacht? Nach Kristofferson war das Rennen für mich entschieden und dann haut der einfach mal 8 Zehntel drauf.
 
Boah Ford! 86 Rennen nie am Stockerl und dann das erste Stockerl der Karriere im Weltcup auf der #1. kann man mal machen. War aber auch eine brachial, gute Fahrt. Hätte ich nach Kristoffersons Husarenstück nicht mehr für möglich gehalten.

Waren aber auch eklige Bedingungen irgendwie. Die ersten Fahrer bei Sonne danach ellenlang Ganz fieser Nebel/durchziehende Wolken und plötzlich Schneefall und Wind. Bei den letzten Fahrern dann wieder klarer. Ford und Kristofferson dann aber bei identischen Bedingungen.



Vicky auch wieder bockstark gefahren!
 
Ziemlich verrücktes WE für den DSV.

In der Abfahrt von Beaver Creek bahnte sich schon ein Debakel an, Dreßen als Bester auf 18, da kam mit 41 Schwaiger und fuhr auf 7! Seine beste Platzierung bisher. Schon überraschend, aber man weiß, dass er technisch anspruchsvolle Kurse braucht, in Kitz fährt er ja auch meistens stark. Er ist nur ziemlich fehleranfällig und hat schon öfters gute Platzierungen vermasselt.

Bei Dreßen hat sich gezeigt, dass er noch nicht der Alte ist. Mit richtig schwierigen Abschnitten wie den Starthang der Birds of Prey hat er Probleme.
Aber wie sollte es anders sein? Das ist ganz normal. Die Saison steht unter dem Motto Comeback und er soll sich eigentlich nur fit machen, um
in den nächsten drei Jahren bei der Vergabe der Medaillen mitreden zu können. So ist jedenfalls die Planung. Der Sieg in Lake Louise fiel da wie vom Himmel, aber ich glaube nicht, dass sich die Situation geändert hat. Vielleicht läuft was auf den Gleiterstrecken wie Gröden, Wengen, Kvitfjell, auf den anderen muss man abwarten. Hängt sicher auch davon ab, wie mit seinem Knie weitergeht.

Die Damen schlugen sich in den Abfahrten mit den Plätzen 4, 9 (Vicky) und 6, 8 (Weidle) ganz gut. Die Form passt. Der Knaller kam aber gestern, Vicky im SG wie entfesselt. Ein paar Läuferinnen kamen ihr zwar näher, konnten sie aber nicht wirklich gefährden. Alle waren nach dem Fallaway schon zurück und unten raus hatte Vicky das größte Tempo.
 
Naja Debakel würd ich jetzt nicht sagen. Die Fahrt von Dreßen war gar nicht schlecht, nach der Unsicherheit im ersten Teil hat er Stück für Stück aufgeholt.
Vergleicht mal die Zwischenzeiten hier, das ist ganz interessant.
http://live.fis-ski.com/lv-al0029.htm#/short
(Klick auf "Sector Info" rechts unter "Leader", da kann man nach einzelnen Zwischenzeiten sortieren)

Dominik war natürlich klasse, dabei hatten manche noch Odermatt auf der Rechnung.
Schön wenn die Piste noch so lange gute Zeiten ermöglicht.
 
Bocky schrieb:
Naja Debakel würd ich jetzt nicht sagen. Die Fahrt von Dreßen war gar nicht schlecht, nach der Unsicherheit im ersten Teil hat er Stück für Stück aufgeholt.
Ja, war klar zu sehen. Als es in klassisches Abfahrtsgelände ging mit langen Kurven, Sprüngen etc. war er wieder schnell. Den Top-Speed hat er also drauf, ein gutes Omen für die kommenden Rennen mit ähnlicher Charakteristik. Aber oben, im technischen Teil, hat er doch arg Federn gelassen. Da scheint er noch nicht so weit zu sein, vielleicht weil's an den technischen Feinheiten fehlt oder er mit Blick auf die Kniebelastung den Krafteinsatz bewusst dosiert. Das ist es, was ich meine, in klassischen Abschnitten passt's wohl schon, in technischen gibt's noch Probleme.
 
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