Ruhestein & Unterstmatt 14. Dezember 2019
Anfahrt: Ettlingen - Ruhestein ca. 0:45 h, Ruhestein - Unterstmatt 0:10 h
Wetter: Bedeckt, Südweststurm, weitgehend trocken, von +3°C auf +1°C abkühlend
Schnee: Ruhestein ca. 15 cm nasser Bremsschnee, Unterstmatt ca. 30 cm feuchter, schneller Maschinenschnee
Anlagen in Betrieb: Ruhestein I und Unterstmatt I
Wartezeit: keine
Gefallen: Endlich Saisonauftakt im Schwarzwald
Nicht gefallen: Waschküchen-Tauwetter, Bremsschnee
Bewertung: 2,5 von 6 Punkten
Am Freitag, dem 13. Dezember, öffneten mit Unterstmatt und Ruhestein bei Schneefall endlich die ersten Skihänge an der Schwarzwaldhochstraße. Leider half mir das nichts, da ich den Tag im Büro und den Abend auf der Betriebsweihnachtsfeier verbringen musste. Also hatte ich meinen Saisonauftakt erst am zweiten Nordschwarzwälder Skibetriebstag, dem Samstag. Ungeplant öffneten dann sogar die Skilifte am Kaltenbronn im Murgtal. Die Schneezauberer vom Seibelseckle verschliefen den Saisonauftakt ohne erkennbaren Grund, wenn man mal vom angekündigten Tauwetter der Folgetage absieht.
Das Wetter hatte über Nacht auf Plusgrade und Südweststurm gewechselt. Ob und wann es bis in die Hochlagen regnen würde, blieb offen. Also startete ich mit dem erwartet besseren Hang, dem Ruhestein. Bei meiner Ankunft ging ein kräftiger Schneeregenschauer nieder, bis fast zu meiner Abreise blieb es erfreulicherweise trocken bei mal besserer, mal schlechterer Sicht. Am Ruhestein lag eine ca. 15 cm dicke, geschlossene Schneedecke, die der Schneeregen des Morgens in reinen Bremsschnee verwandelt hatte. Zusammen mit dem Gegenwind auf der Piste konnte so leider kein echtes Skifeeling aufkommen, da man auf der Piste einfach keine Geschwindigkeit aufnehmen konnte. Rund 30 Besucher trotzten den widrigen Bedingungen. Während meiner letzten Lift- und Abfahrt ging ein kräftiger Graupelschauer mit schmerzhaftem Gesichtspeeling nieder. Ich freue mich auf den zweiten Saisonbesuch am Ruhestein bei hoffentlich besserem Schnee.
In Unterstmatt war nur der Hotelhang mit rund 30 cm feuchtem Maschinenschnee in Betrieb. Die Piste Unterstmatt II war mit 15 cm geschlossener Naturschneedecke aber auch befahrbar, leider ohne Lift. Im Gegensatz zum Ruhestein war der Unterstmatter Hotelhang für seine ca. 20 Besucher bestens und flüssig befahrbar; hier kam erstmals an diesem Skitag Fahrspaß auf. Während meiner Anwesenheit in Unterstmatt besserte sich das Wetter. Über dem Rheintal entwickelte sich eine Art Lokalföhn mit Wolkenmütze über Pfälzerwald und Schwarzwald und Sonnenschein in Rheintalmitte. Vereinzelt war sogar mal blauer Himmel zu sehen.
Nach jeweils einer Stunde an den beiden Skihängen hatte ich mit Angebot und nassem Schnee abgeschlossen; für den Saisonauftakt war's genug. Am Nachmittag ging es aufs Mountainbike und am Abend auf den Weihnachtsmarkt. Mein Dank gilt den beiden Liftbetreibern, den Saisonauftakt bei mäßigen Bedingungen möglich gemacht zu haben. Die Unterstmatter Schneedecke dürfte über das angekündigte Tauwetter noch ein paar Tage halten, die am Ruhestein wird wohl spätestens am Sonntagmittag futsch sein.
Ein paar Impressionen - jeweils 5 Fotos von den beiden Skihängen:
Ruhestein:
Hangtotale. Mit einer geschlossenen Schneedecke hatte ich gar nicht gerechnet.
Lifteinstieg und -trasse.
Nebenabfahrt gegen Ruhesteinschanzen und das potthässliche, neue Nationalparkzentrum. Ist zwar aus Holz, sieht aber trotzdem nach Betonunfall aus. Warum muss ausgerechnet ein Nationalpark die Landschaft so verschandeln?
Weitere Skigäste freuen sich über den Saisonauftakt.
Graupelschauer zum Ende meines Besuchs.
Unterstmatt:
Das alte Höhenhotel Unterstmatt ist immer noch keinem Neubau gewichen. Ob das wohl 2020 etwas wird? Ich glaube nicht daran.
Lifteinstieg und Hangtotale.
Abfahrt Hotelhang Unterstmatt, erfreulich gut und mit viel Spaß zu fahren. Der Hochkopflift gegenüber war noch nicht einmal aufgebügelt.
Rheintalblick vom Skihang Unterstmatt II.
Piste Unterstmatt II gegen Rheintal und Hochkopfhang.