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Alpiner Skiweltcup 2019/20

Roymarcoi schrieb:
Marlene Schmotz hat sich bei ihrem Sturz in Zagreb ebenfalls einen Kreuzbandriss zugezogen.
Kann man schon tragisch nennen, nicht nur für sie, auch für den DSV :( Das ist ihre dritte schwere Verletzung und es ist fraglich, ob sie nochmals ein hohes Niveau erreichen wird. In ihrer Rückkehrsaison im letzten Winter hatte sie sich zurückgekämpft und diese Saison begann sie die Früchte zu ernten. Sie war auf dem Weg in die Top 15 in SL und RS. Damit wäre sie die klar beste deutsche Technikerin über SL und RS hinweg.

Ihr Unfall reiht sich nahtlos in die Serie der schweren Verletzungen beim DSV, nur in den letzten Jahren Dopfi, Felix, Luitz, Thomas, Sander, sogar mehrmals Wallner und Schmotz. Immer wieder trifft es gerade die Wichtigen. Ich frage mich, ob das alles nur Pech ist. Nehmen wir Schmotz. Zum einen hätte sie sich nicht so extrem ausheben lassen dürfen und wie sie auf dem Rücken gelandet ist, hätte es doch möglich sein sollen, eine größere Knieverletzung zu vermeiden. Ich habe den Verdacht, dass Unsere nicht genügend auf Stürze vorbereitet sind. Ich stelle mal die These auf, dass bei einem Verband mit einem so kleinen Reservoir an Spitzenleuten und Talenten, eine besondere Sensibilität für Verletzungsrisiken herrschen muss. Der DSV kann kein gutes Beispiel dafür sein, dafür passiert zu viel.
 
alpinfan77 schrieb:
Ich habe den Verdacht, dass Unsere nicht genügend auf Stürze vorbereitet sind. Ich stelle mal die These auf, dass bei einem Verband mit einem so kleinen Reservoir an Spitzenleuten und Talenten, eine besondere Sensibilität für Verletzungsrisiken herrschen muss. Der DSV kann kein gutes Beispiel dafür sein, dafür passiert zu viel.

Gibt es denn Verbände, bei denen die Athleten in den Genuss von speziellen Trainingseinheiten kommen, z.B. "Richtig Stürzen und dabei schwere Verletzungen vermeiden" ???

Ich denke mal, dass nahezu jede/r Aktive bei einem Sturz, wenn er/sie noch über die Piste rutscht, intuitiv versucht zu vermeiden, weitere Verletzungen zu erleiden - sofern dies in dem Moment überhaupt noch möglich ist. Oft sind die Verletzungen aber dann bereits passiert, also Auslöser bzw. Ursache des Sturzes, und nicht Folge "falschen Stürzens" bzw. ungeschickten Verhaltens beim Einschlag ins Fangnetz. Mir ist jetzt jedenfalls von keinem/r Athlet/in bekannt, der/die nach einem Sturz mit Verletzung eingeräumt hat, sich beim Stürzen irgendwie falsch oder ungeschickt verhalten zu haben, also die Verletzung in ihrer Art oder Schwere hätte vermeiden können.

Im Übrigen haben sich in den letzten Jahren derart viele Athleten aus allen möglichen Nationen verletzt (insb. Kreuzbandrisse) - und dies sowohl im Sommer-Training, im Training während der laufenden Saison, als auch in den Rennen selber. Es ist sowohl bei Speed- als auch bei Technikdisziplinen passiert. Keine Ahnung, ob es bei einer umfänglichen empirischen Auswertung signifikante Häufungen gäbe. Sind Stürze im Training anders zu bewerten als im Rennen, z.B. mangelnde Konzentration beim x-ten Trainingslauf? Zeugen Kreuzbandrisse beim Slalom von Unvermögen, während sie bei Abfahrten aufgrund der höheren Geschwindigkeiten und größeren einwirkenden Kräfte manchmal unvermeidbar sind? Es gibt Athleten, die sich über Jahre mehrmals die Kreuzbänder gerissen haben, sich mehrmals zurückgekämpft haben, und dann fahren sie jahrelang verletzungsfrei. Wieso? Einfach nur Glück gehabt? Oder irgendwas entscheidendes im Training umgestellt, spezielle psychologische Einstellung darauf, sich bei einem Sturz nicht zu verletzen? Manche Dinge passieren einfach ab und zu, Skisport ist eben eine Risikosportart, auch oder gerade im Profibereich.
 
CrystalMountain schrieb:
Im Übrigen haben sich in den letzten Jahren derart viele Athleten aus allen möglichen Nationen verletzt (insb. Kreuzbandrisse) - und dies sowohl im Sommer-Training, im Training während der laufenden Saison, als auch in den Rennen selber. Es ist sowohl bei Speed- als auch bei Technikdisziplinen passiert. Keine Ahnung, ob es bei einer umfänglichen empirischen Auswertung signifikante Häufungen gäbe. Sind Stürze im Training anders zu bewerten als im Rennen, z.B. mangelnde Konzentration beim x-ten Trainingslauf? Zeugen Kreuzbandrisse beim Slalom von Unvermögen, während sie bei Abfahrten aufgrund der höheren Geschwindigkeiten und größeren einwirkenden Kräfte manchmal unvermeidbar sind? Es gibt Athleten, die sich über Jahre mehrmals die Kreuzbänder gerissen haben, sich mehrmals zurückgekämpft haben, und dann fahren sie jahrelang verletzungsfrei. Wieso? Einfach nur Glück gehabt? Oder irgendwas entscheidendes im Training umgestellt, spezielle psychologische Einstellung darauf, sich bei einem Sturz nicht zu verletzen? Manche Dinge passieren einfach ab und zu, Skisport ist eben eine Risikosportart, auch oder gerade im Profibereich.

+1

Weiter bin ich der Auffassung, dass auch nicht jeder Körper für den Profisport geboren wurde bzw. in eine entsprechende Verfassung gebracht wird/gebracht werden kann. Sieht man auch in anderen Sportarten immer wieder. Der eine Topathlet ist nie, der andere gefühlt immer verletzt.
Siehe Hirscher/Neureuther...
 
Kein Weltcup, aber auch nicht uninteressant:

Heute und morgen (Fr/Sa 10./11.01.20) werden in Wengen/SUI zwei Europacup-Abfahrten der Herren auf dem oberen Teil der Lauberhorn-Stecke ausgetragen (Ziel: Wasserstation). Beim Blick auf die Startliste frage ich mich, wo eigentlich der DSV-Nachwuchs im Speed-Bereich ist. Dreeßen, Sander und Ferstl sind zwar noch ein paar Jahre aktiv, aber irgendwie kommt da wenig bis gar nichts nach, oder? Natürlich haben wir in Deutschland wenig Skigebiete mit langen Abfahrtspisten, sodass im Vergleich zu den großen Alpennationen AUT/SUI/FRA/ITA weniger Grundpotential vorhanden ist, aber momentan scheint mir das doch etwas mau.

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Am heutigen Freitag, den 10.01.2020, beginnen in Les Diablerets/SUI die alpinen Skirennen der III. Olympischen Jugend-Winterspiele von Lausanne 2020.
Gestartet wird dort mit den Super-G-Rennen, offenbar gibt es nur 2-3 Startplätze je Nation:
Damen - https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=AL&raceid=100000
Herren - https://www.fis-ski.com/DB/general/results.html?sectorcode=AL&raceid=100001

Wegen schlechter Wetterbedingungen musste das Ziel auf der "Willy Favre"-Piste nach oben verlegt - und somit die Strecke verkürzt - werden:
https://www.lausanne2020.sport/de/news/alpine-skirennen/anpassung-des-alpinen-skikurses-in-les-diablerets

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+++ Europacup 19/20 aktuell +++ Europacup 19/20 aktuell +++ Europacup 19/20 aktuell +++

Die im Dezember in Val di Fassa - Passo San Pellegrino/ITA ausgefallenen zwei Damen-Abfahrten
werden Anfang Februar (04./05.02.2020) in Pila im Aostatal/ITA nachgeholt:
https://www.fis-ski.com/DB/general/event-details.html?sectorcode=AL&eventid=46837&seasoncode=2020
 
Die Dimensionen der diesjährigen Schneeerzeugung veranschaulichte schließlich noch der Vorstandsvorsitzende der Kitzbüheler Bergbahnen, Josef Burger. „Wir haben am 9. November mit der Beschneiung begonnen, hatten 85 Schneeerzeugermaschinen rund 13.500 Stunden im Einsatz und haben damit 90 Kubikmeter Schnee für die Rennpisten produziert“. Damit habe man rund 70 Zentimeter Schneeauflage in den Schlüsselpositionen erreicht.
Quelle: Schneekontrolle: FIS gab Grünes Licht für Hahnenkammrennen
 
Während sich Shiffrin und Vlhova in den sozialen Netzwerken und bei Interviews mit Komplimenten zuschütten (siehe oben), scheint es im Hintergrund zu brodeln. Laut Twitter kommt es nicht zum ersten Mal zu einem Konflikt der beiden Teams
https://www.krone.at/2073428
Ich finds ganz gut, vielleicht erzeugt so eine Rivalität mehr Interesse und bringt etwas bessere Einschaltquoten, die in Österreich gegenüber früheren Jahren mittlerweile unterirdisch sind.

Hier der Originalartikel:
https://www.skiracing.com/premium/vlhova-bests-shiffrin-in-zagreb-slalom
 
Wengen dürfte in der Ausrichtung so ziemlich das teuerste Weltcuprennen sein. Die lange Strecke in Zusammenhang mit der komplizierten Zufahrtssituation ergibt eben leider eine ungute Kombination.
 
CrystalMountain schrieb:
Beim Blick auf die ... Startliste frage ich mich, wo eigentlich der DSV-Nachwuchs im Speed-Bereich ist. Dreßen, Sander und Ferstl sind zwar noch ein paar Jahre aktiv, aber irgendwie kommt da wenig bis gar nichts nach, oder?
Scheint leider so zu sein. Gerade mal zwei Mann mit Startnrn. um 60 :rolleyes: Es gibt noch Jocher, der in Bormio aufgestellt war, aber Kniebeschwerden hat. Außerdem was ist mit Christof Brandner oder hatte Ferstl nicht einen jüngeren Bruder :nixweiss:
 
Kann mir jemand erklären, wie sich die Startnummern in der Kombi ergeben? Mich wundert etwa, dass Shiffrin nur die 21 hat, während Ledecka in ihrer (laut Eurosport) ersten Kombi die 12 bekommt.
 
Marvin schrieb:
Kann mir jemand erklären, wie sich die Startnummern in der Kombi ergeben? Mich wundert etwa, dass Shiffrin nur die 21 hat, während Ledecka in ihrer (laut Eurosport) ersten Kombi die 12 bekommt.

Genau kann ich das auch nicht sagen - es gibt aber eine WCSL (- auch eine spezielle für die Kombi ???). Das letzte Weltcup-Rennen fand am 24.02.2019 in Crans Montana statt, in dieser Saison ist die erste Kombi in Val d'Isère ausgefallen und ersatzlos gestrichen worden. Die WM-Kombi von Are 2019 wird da aber auch mit reingerechnet, und da war Ester Ledecka auf Rang 15 gelandet und hat somit FIS-Punkte in der Kombi erzielt. Shiffrin dagegen war weder in Are noch in Crans Montana am Start. Das ist jedoch nur meine vage Vermutung bezüglich der heutigen Startreihenfolge.

Aber interessant war der SG schon - Vlhova und Shiffrin raus, da bleibt's im Gesamtweltcup spannend... :totlach:
 
CrystalMountain schrieb:
Aber interessant war der SG schon - Vlhova und Shiffrin raus, da bleibt's im Gesamtweltcup spannend... :totlach:
Ich fand ja den Zustand der Piste mehr als grenzwertig. Vlhova schlägt es den Ski aus der Bindung, ohne dass diese überhaupt aufgeht, kurz darauf verliert auch Lie einen Ski durch die Schläge. Auch wie es Shiffrin die Ski kurz vor ihrem Sturz bei der Anfahrt auf die Kurve verreißt sollte nicht sein. Das eine Tor, welches viele verpasst haben, ist eine legitime Schwierigkeit. Der Pistenzustand dagegen war nicht in Ordnung.
 
'ne Bindung löst dann vielleicht aus - ist ja schließlich kein Hefeteig, ha ha :wink:

Wie auch immer, die Kombi war jedenfalls in diesem Format auch bei den Damen langweilig. Mit SG ist man beim Speed-Teil jedenfalls näher am RS und bevorzugt die Technik-Fraktion. Da nützt dann auch keine umgedrehte Startreihenfolge im Slalom.

Dafür war der Herren-SL in Adelboden ein Fest! Verdienter Heimsieg für Yule, richtig gut Strasser mit Laufbestzeit im 2. Dg auf Platz 6.
Nächstes WE dann Wengen, danach kann Kitzbühel gerne kommen: Ferstl SG - Dreeßen A - Strasser SL :biggrin:


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Das abrupte Ende zweier langjähriger Weltcup-Karrieren ?!?

Kreuzbandrisse bei Adrien Théaux (35, FRA) und Manfred Mölgg (37, ITA).
 
Marvin ich geh davon aus, dir ist aufgefallen dass der hintere Bindungsbacken bei Vlhova geschlossen war und nicht aufgegangen ist, weil dass bei den Rossignol-Bindungen natürlich viel besser zu sehen ist als bei allen anderen Bindungen.
Der Bindungsbacken bleibt immer geschlossen und die Bindung damit zu, "aufgehen" oder "auslösen" sind doch nur Umschreibungen dafür dass der Schuh durch die Wirkung der beweglichen Teile einer Bindung aus der immer noch geschlossenen Bindung rausgeschlagen wird.
 
Ist es nicht bei den allermeisten Fällen, wo ein Läufer einen Ski ohne Sturz verliert so, dass die Bindung hinten auslöst?
 
Ich habe das Gefühl, dass hier eine mangelnde Kenntnis über die Funktion von Sicherheitsbindungen herrscht. Bindungen können seitlich auslösen um ein Verdrehen der Beine zu verhindern. Das passiert fast bei jeder Bindung vorne (Ausnahme sind die meisten Pinbindungen zum Tourengehen). Und dann können die Bindungen auch nach vorne auslösen, z.B. wenn man gegen ein Hindernis fährt (Torstange, Eisblock, etc.), das passiert hinten. Letzterer Mechanismuss wird auch zum Öffnen der Bindung genutzt. Nur wenn die Bindung nach vorne aufgeht kann man auch wieder einsteigen, sonst muss man sie erst wieder öffnen.
 
Nur am Rande:
Ski Alpin hat am Samstag bei Eurosport Biathlon aus dem Programm verdrängt. Biathlon lief nur mehr auf Eurosport 2 (PayTV).
 
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