Über den Artikel bin ich auch gestolpert. Eigentlich hatte ich Maier in den letzten Jahren als recht besonnen wahrgenommen wahrgenommen. Hier allerdings kommt er mir sehr getrieben von dem Selbstverständnis vor, seine Position als erfolgreicher Sportdirektor unbedingt über Podestplätze zu definieren. Ich finde es jedenfalls gewagt, seine einzige Weltklasseläuferin, die einem Top Ten Plätze garantiert (Dreßen in seiner Comeback-Saison mal außer Konkurrenz gelassen), so anzuzählen.
Auch aus der Sicht von Vicky Rebensburg kann ich ihre Haltung gut verstehen. Angesichts der unzähligen Verletzungen im Weltcup-Zirkus tut sie vielleicht gut daran, nicht auf Biegen und Brechen die Belastungsgrenze auszuweiten. Denn sie kommt ja auch in ein Alter, in dem eine schwere Verletzung auch das langsame Karriereende bedeuten könnte.
Ich hätte jedenfalls Verständnis dafür, wenn sie sich stattdessen sagt, dann lieber noch ein paar Jahre in der Weltklasse mitfahren als auf Gedeiht und Verderb um den Sieg fahren zu müssen.