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Alpiner Skiweltcup 2020/21

Ich hatte vor einiger Zeit schon mal was zur FIS-Planung der kommenden Saison geschrieben - insbesondere wie man sich auf mögliche, unterschiedlich strenge Corona-Auflagen vorbereiten will:

Es gibt demnach drei verschiedene Szenarien:
1. - Die Saison mit 39 bzw. 44 Rennen kann ganz normal so stattfinden, wie der Kalender präsentiert wurde.
2. - Eine abgespeckte Version mit nur noch 31 bzw. 35 Rennen, bei der die Parallelrennen und Kombis gestrichen werden.
3. - Konzentration auf die Highlights und Kerndisziplinen, wobei die Damen- und Herren-Rennen an den gleichen Orten stattfinden.

Die mögliche Verlegung des Herren-Slaloms von Wengen nach Schladming dürfte Szenario 3 zuzuordnen sein. Nämlich dann, wenn man sich in Wengen auf Abfahrten (=Kerndisziplin) konzentriert. Dann müsste der komplette Slalom-Troß nicht nach Wengen anreisen, was gerade dort (Anreise nur per Bahn möglich) nicht unerheblich ist.
Wenn man sich dem Schema 'Konzentration auf Kerndisziplinen' folgend aber auch in Kitzbühel nur auf Speedrennen konzentrieren würde, wäre es ja eigentlich naheliegender, den Ganslern-Slalom nach Schladming zu verlegen - und den Wengen-SL z.B. nach Adelboden.

Nunja, das sind erstmal nur Möglichkeiten, welche die FIS-Task-Force-Gruppe jetzt mit den Austragungsorten auslotet. Mal sehen, was da noch so medial durchsickert in den nächsten Wochen und Monaten...

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EDIT:

...da sickert sogleich der passende zweite Teil zur Schladming-Meldung durch: Die FIS plant, in Wengen 2 Abfahrten auszutragen. Die Speed- und Technik-Rennen sollen demnach an unterschiedlichen Orten ausgetragen werden, um so die Gefahr von Corona-Ansteckungen unter den jeweiligen Aktiven und Betreuern minimieren zu können. In Wengen zeigt man sich nicht begeistert, aber es sind ja derzeit rein theoretische Planspiele der FIS, um im Herbst gut vorbereitet zu sein, wenn entgültige Entscheidungen gefällt werden müssen.

https://www.laola1.at/de/red/wintersport/ski-alpin/weltcup-herren/wegen-corona--speed--und-technikrennen-im-ski-kalender-getrennt-/
 
Gut möglich das es in der kommenden Saison dazu kommt, das die Rennen an einigen Orten zusammengefasst stattfinden
werden. So wie grad vorher beschrieben.
Hans Knaus teilte vorsichtig mit, daß es heuer wohl keine Rennen in Übersee geben werde....
Natürlich extrem schade, gerade auf diese Rennen am Anfang des Winters eiferte einer wie ich jedes Jahr
gewaltig hin....zudem das Flair in Amerika und Canada auf mich sehr anziehend und spannend wirkte...
 
Interessant an diesem Artikel ist ja die Aussage, dass die Organisatoren in Wengen gar nichts von einer möglichen Verlegung des Slalomrennens wissen.... :lol:
 
Mit Wengen das ist ohnehin so eine Geschichte...
Mal liest man das da keine Rennen mehr sein sollen...
Dann soll in Schladming 1 Wengenrennen mitveranstaltet werden....
Dann wieder nicht...
Und zum Schluß wissen die Wengener von dem Ganzen anscheinend gar nichts....
 
Dass die Überseerennen Ende November Anfang Dezember nicht stattfinden werden fürfte ja schon recht sicher sein. Was meint ihr könnten die Ausweichorte in Europa sein? Also welche Skigebiete sind in der Lage so früh schon Rennen abzuhalten?

Sponatn würde mir das Ennstal einfallen. Mit Reiteralm für Technickrennen und Haus und Schladming für Speed gäbe es hier 3 Kandidaten die in der Lage wären. Saalbach wäre mit seiner kräftigen Beschneiungsanlage auch ein Kandidat.
Frankreich würde mir Tignes einfallen. Hier waren schon Weltcuprennen im November (und glaube sogar mal im Oktober auf dem Gletscher)
In Italien La Thuile. Schweiz vielleicht Nendaz
Oder in Skandinavien
 
Tignes hat sich meines Wissens früher beim Opening mit Sölden abgewechselt. Auf dem Gletscher geht aber sicher nur Technik, die kann Sölden leichter übernehmen.
 
Ein kurzer Blick voraus in noch etwas fernere Zukunft:

In Courchevel wurde die im Bau befindliche WM-Piste für die Herren-Rennen 2023 erstmals von FIS-Offiziellen (u.a. Jean-Philippe Vulliet und Hannes Trinkl , FIS-Renndirektoren Speed Damen und Herren) besichtigt. Auf der offiziellen WM-Website gibt es 2 Artikel über Begehungen der neuen Strecke:
http://www.courchevelmeribel2023.com/actualite/5611 | http://www.courchevelmeribel2023.com/actualite/5619

Hannes Trinkl: "Es ist wirklich eine unglaubliche Strecke, die geleistete Arbeit ist außergewöhnlich. Courchevel hat alles, was man für einen tollen Lauf braucht: Geschwindigkeit, technische Teile, tolle Sprünge, es sieht für mich perfekt aus!"

Einige weitere Aussagen zur Charakteristik der Piste:
- Es ist eine schwierige Strecke, wie Bormio, nur härter.
- Sie ist sehr steil, hat aber auch flachere, ruhigere Passagen.
- Sie ist breit genug, um z.B. größere Kurven in der Kurssetzung zu ermöglichen.
- Die extreme Steilheit am unteren Ende der Strecke kann für die Läufer und insbesondere Läuferinnen schwierig werden.

Foto-Direktlinks:
Zielhang | Zielraum 1 | Zielraum 2

Auf der neuen Piste (heißt bisher 'Les Jockeys') werden zwar nur die Herren 2023 um WM-Medaillen fahren (die Damen auf der 'Roc de Fer' in Méribel), aber beim Weltcup-Finale im März 2022 ist geplant, dass auch die Damen ihre letzten Speedrennen der Saison in Courchevel bestreiten, während dann sämtliche Technik-Rennen in Méribel stattfinden sollen.

So muss für das Weltcup-Finale eine gute Kurssetzung für die Damen gefunden werden, damit diese zwei für sie anspruchsvolle, aber nicht überfordernde Rennen bestreiten können. Weiter besteht die Herausforderung darin, die Länge der Rennen an die Fähigkeiten der Frauen anzupassen. Die Abfahrt darf nicht zu lang werden, sodass die Damen im letzten steilen Teilstück mit zu wenig Energie ankommen und nicht mehr in der Lage sind, unter optimalen Sicherheitsbedingungen gut Ski zu fahren.

Jean-Philippe Vulliet: "Es handelt sich um eine sehr gut ausgebaute Piste mit einem maximal erhaltenen natürlichen Gelände, die perfekt dem entspricht, was wir an einer Abfahrtspiste mögen, ihrem Rhythmus, ihrer Gestaltung, ihrem Profil. Was die Rennen der Frauen betrifft, so denke ich, dass es sich eindeutig um eine sehr anspruchsvolle Piste handeln wird, aber ich werde die Möglichkeit haben, die Kurssetzung anzupassen, um die Geschwindigkeit etwas mehr unter Kontrolle zu halten als bei den Männern, da bin ich ganz sicher."

Das kann ja heiter werden...

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Auch sonst wird im Skigebiet Les 3 Vallées, zum dem Courchevel und Méribel gehören, derzeit an vielen Ecken und Enden gebaut: Neben Neubau und Modernisierung vieler Lifte und Pisten wurde auch die Straße von Méribel auf den Col de la Loze asphaltiert, da dort eine Bergankunft der diesjährigen Tour de France vorgesehen ist.
Viele Fotos und Videos gibt es hier: https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=12&t=456&start=1575

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NACHTRAG 12.09.2020:

Die WM-Piste der Herren für 2023 in Courchevel - Le Praz trägt ab sofort den Namen L'Éclipse - was auf Deutsch Sonnenfinsternis heißt. Ist auch naheliegend, da die Piste am Nordhang liegt und zudem größtenteils durch Wald führt. Es erwarten die Rennläufer also knackig-vereiste Bedingungen...

http://www.courchevelmeribel2023.com/actualite/5650
 
Die Investitionen sind wirklich beeindruckend. Insbesondere, was sie aus der skiroutenähnlichen Jockes gemacht haben (wobei ich ihren schmal-steilen Charakter auch sehr mochte). Wenn sie die Piste dann auch im Alltag mal häufiger präparieren würden, hätte Le Praz eine weitere rassige Talabfahrt, die man mit der (6 m/s schnellen und direkten) KSB Forêt sofort wiederholen könnte. Eine richtige Höhenmetermaschine :wink: 8)

Auf die Rennen dort freue ich mich auf jeden Fall schon :)
 
Der ÖSV lässt seine 700 Athletinnen und Athleten auf Antikörper gegen das Coronavirus testen.

Quelle: Der Radiosender Ö3 hat am Dienstag in einem Gespräch mit dem leitenden ÖSV-Arzt Wolfgang Schobersberger über flächendeckende Antikörpertests im ÖSV berichtet.
 
Der 52. FIS-Kongress ist abermals abgesagt und auf Ende Mai 2021 verschoben worden. Die derzeitigen internationalen Reise- und Kontaktbedingungen während der Corona-Pandemie lassen eine Zusammenkunft im Oktober in Zürich weiterhin nicht zu. Somit wird die Kalenderkonferenz in Portoroz/Slowenien vom 30. Mai bis zum 5. Juni 2021 zum Kongress aufgewertet.

Die Treffen der technischen Kommissionen sowie des FIS-Vorstands werden im Oktober 2020 wieder online aus dem Homeoffice abgehalten. Die Präsentationen der Kandidaten für die WM 2025 (Garmisch, Saalbach, Crans Montana) sowie die entscheidende Wahl des Austragungsortes soll auch per Videokonferenz erfolgen.

Andere Entscheidungen, wie z.B. die Wahl einer/s neuen FIS-Präsidentin/en, werden wohl erst 2021 in Portoroz über die Bühne gehen.

https://www.fis-ski.com/en/international-ski-federation/news-multimedia/news/52nd-fis-congress-postponed-until-spring-2021
 
Hier der Artikel dazu

Durch die Vorverlegung wird es möglich sein, den Rettenbachferner-Gletscherbereich weitestgehend exklusiv für die Weltcup-Bewerbe zu nutzen, die Teilnehmer, Offiziellen und Mitarbeiter von Touristen zu trennen und die Unterbringung für die Mannschaften den Bedürfnissen und Vorschriften entsprechend zu arrangieren

Nach Sölden geht es erst am 21./22. November im Weltcup mit Slaloms im finnischen Levi weiter, danach steht nach derzeitiger Planung die Reise zu den Nordamerika-Rennen an.
 
Da irrt Focus Online aber: Nach Sölden steht vom 13. bis 15.11. das "Parallel-Opening" in Zürs am Arlberg auf dem Programm. Danach erst geht's nach Levi.

EDIT:
Habe gerade entdeckt, dass über dem Artikel steht:
Inhalt bereitgestellt von SID. Er wurde von FOCUS Online nicht geprüft oder bearbeitet.
SID ist der Sport-Informations-Dienst, eine große Presseagentur nur für Sportmeldungen. Sehr peinlich, wenn Fehler dann von deren Kunden auch noch ungeprüft weiterverbreitet werden...
 
Grundlage dafür ist ein Konzept für den Saisonstart in Sölden (Tirol), das unter anderem als Ziel hat, den Rennbetrieb vom Tagesgeschäft der Skigebiete zu isolieren. Bei der FIS-Herbsttagung Anfang Oktober sollen sämtliche Massnahmen in Abstimmung an die Entwicklungen bis dahin festgelegt werden.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3062727/

Langsam lichtet sich der Nebel wie die Rennen durchgeführt werden können in der Corona Zeit.
 
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