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Alpiner Skiweltcup 2020/21

zum Thema 'Ski-Rennen in Indoor-Skihallen' - die FIS hatte zwischen 2004 und 2009 igs. 5 Europacup-Saisons in folgenden Skihallen gestartet:

- November 2004 > Landgraaf/NED
- November 2005 > Landgraaf/NED und Neuss-Bottrop/GER
- November 2007 > Landgraaf/NED und Neuss-Bottrop/GER
- November 2008 > Amneville Les Thermes/FRA, Landgraaf/NED und Neuss-Bottrop/GER
- November 2009 > Wittenburg/GER

In Wittenburg waren 2009 so einige am Start, die sich mittlerweile im Weltcup einen Namen gemacht haben:
> Herren: Matthieu Faivre, Stefano Gross, Dave Ryding, Mattia Casse, Mauro Caviezel, Stefan Luitz, Fritz Dopfer, Matthias Mayer, Victor Muffat-Jeandet, u.a.
> Damen: Lena Dürr, Michaela Wenig, Bernadette Schild, Anna Swenn-Larsson, Ramona Siebenhofer, Elena Curtoni, Sofia Goggia, u.a.

Quelle: fis-ski.com > Calender & Results > European Cup
 
Deswegen habe ich ja auch in dem nächsten Post noch geschrieben, dass es nicht nur das alleinige Schneeereignisbraucht (das ja bei einer gewissen Menge und Temperaturen schon hervorragend für die ersten Schwünge reicht), sondern mehrere Tage kalte Temperaturen um einen RENNTAUGLICHE Piste vorzubereiten. Ohne 3 Tage Dauerbeschneiung spielt sich das dort nicht.
 
Marco schrieb:
Weltcup-Strecke Zürs: Fünf Anzeigen erfolgt

Beim Bau der Ski-Weltcup-Strecke in Zürs ist mehrmals gegen Gesetze verstoßen worden. Gegen die Betreiber hat es fünf Anzeigen gegeben. Diese müssen nun eine Strafe zahlen, der Hang und die Anlage bleiben.

https://vorarlberg.orf.at/stories/3074770/

Ist nicht so dass ich gegen eine RennAnlage bin, die öffentliche Förderung und das Konzept mit dem frühen Zeitpunkt finde ich schlecht.
Aber wen wundert die Totalopposition mancher Naturschützer wenn man nachher ein paar tausend Euro bezahlt und alles ist fein ( die man vorher wohlgemerkt von der Allgemeinheit erhalten hat)
 
Kapi schrieb:
I.d.R. ist sowas ohnehin schon in den Baukosten mit eingepreist. Was es nicht besser macht, im Gegenteil.
Das ist ne Unsitte die sich breit gemacht hat, auch in Wien bei den Projektfinanzierungen. Ich finds generell ne Sauerei. Die "Großen" richten es sich wie sie es brauchen, aber wehe beim privaten Hausbau steht ne Dachrinne 2cm zu weit nach außen.
Diesen Fall hier seh ich aber halb so wild. Bin ehrlich gesagt sogar etwas verwundert, dass über so ne Kleinigkeit überhaupt berichtet wird. Eventuell Sensibilisierung durch das Skandalprojekt in der Nachbarschaft?

Und wieder mal verweise ich diesbezüglich auf das Projekt Sölden/Pitztal. Die würden dort ne breite Asphaltstraße raufbauen und sich dann im Nachhinein entschuldigen und erklären, dass es nicht anders möglich war. Und wenn die Straße schon mal da ist, kommt dann Parkplatz, Panoramarestaurant, Schirmbar, Sportgeschäft...
 
GIFWilli59 schrieb:
Das man die Flutlichtanlage nicht mal genehmigen lassen hat, ist irgendwie wieder typisch Österreich, wo der kommerzialisierte Skisport über allem steht..

und plötzlich sind alle auf der kritischen Seite... als am Feldberg die Beschneiung wegen fehlender wasserrechtlicher Genehmigung 3 Jahre stand war die Empörung gross....
 
Als es vier Monate später dazu eine Verhandlung gegeben hatte, war das Depot jedoch bereits angelegt.
Ja hätten sie den Schnee bis im August auf der Piste liegen lassen sollen um ihn dann erst in ein bewilligtes Depot zu schieben Depot schieben?
Wenn Interessengruppen und Behörden sich bei den anderen Punkten genau so verhalten haben dann wundert mich das weitere Vorgehen jetzt eher weniger.
 
Wer erst im April eine Genehmigung für ein Schneedepot beantrag, der muss sich nicht wundern wenn die Genehmigung zu spät kommt.

Ganz generell kommt bei dem Projekt noch dazu, dass es nicht nur das übliche Ignorieren von Gesetzen und Vorschriften gab, sondern es geht hier ganz generell um ein fragwürdiges Projekt. Der Termin ist extrem fragwürdig, wie man ja gerade sehen kann, und die Parallelslaloms sind seit Jahren, eigentlich Jahrzehnten, nicht gerade ein Hort von Stabilität. Ständig wird daran rumgespielt, es kommen neue Ausrichtungsorte, es geben welche auf und permanent wird an den Regeln gebastelt. Dafür so viel Kohle rauszuhauen halte ich für nicht sonderlich schlau. Es ist ja nicht so, dass man sonst nichts zum Investieren hätte, oder, dass man nicht ohnehin schon einen großen Namen hätte.
 
Tannberg schrieb:
Seilbahnjunkie schrieb:
dass man nicht ohnehin schon einen großen Namen hätte.

Zürs is berühmt, aber hat schon viele Jahre ziemlich stark rückläufige Nächtigungszahlen. Viel mehr als Lech.
Deshalb Flexenbahn, Flexenrace...
Zürs und Lech mögen berühmt sein, aber waren und werden auch nie Nächtigungskaiser für den breiten Mittelstand werden. Beide Orte definieren sich über Luxus und deren Geldtasche! Das der Arlberg Anlagentechnisch jahrelang im Dornröschenschlaf gelegen ist kann man auch nicht bestreiten! Aber sie haben es selbst gemerkt und in den letzten Jahren wieder stark aufgeholt! Trotzdem ist und bleibt es ein Gebiet was nicht für ein schmales Budget und deren Bürger geeignet ist.

Ob man jetzt Austragungsstätte für den Weltcup sein muss spaltet immer die Meinungen! Denn das Theater um verschwendetes Steuergeld hört man überall wo Weltcuprennen stattfinden und deshalb große Investitionen getätigt werden! Und logisch ist für mich dieser frühe Termin auch nicht! Den verlässlichen Winter als Schneeloch gibt es auch am Arlberg seit Jahren nicht mehr. Das sieht man alleine an der massiven Aufrüstung der Beschneiung in den letzten Jahren.

Ich habe mir den Hang gestern selbst angeschaut und muss auch sagen, dass der Aufwand wo betrieben wird wahnsinnig ist! Aber die Betreiber erwarten sich hier ganz sicher einiges davon. In der Werbung hat es einen ganz hohen Stellenwert wenn man sagen kann, dass innerhalb von 2 Monaten 2 Weltcups am Arlberg stattfinden!
 
Tannberg schrieb:
Seilbahnjunkie schrieb:
dass man nicht ohnehin schon einen großen Namen hätte.

Zürs is berühmt, aber hat schon viele Jahre ziemlich stark rückläufige Nächtigungszahlen. Viel mehr als Lech.
Deshalb Flexenbahn, Flexenrace...

Bei dem Nächtigungsangebot ist das aber auch kein Wunder. Man hat sich wohl zusehr zurück gelehnt und sich auf eine zahlkräftige Kundschaft aus Russland und Co verlassen. Da gibt es bei einigen Häusern einen mächtigen Investitionsstau und der Schnitt von 5 Sternehäusern ist wohl auch weit über dem Durchschnitt sonst in Ö.
 
Firn77 schrieb:
Tannberg schrieb:
Seilbahnjunkie schrieb:
dass man nicht ohnehin schon einen großen Namen hätte.

Zürs is berühmt, aber hat schon viele Jahre ziemlich stark rückläufige Nächtigungszahlen. Viel mehr als Lech.
Deshalb Flexenbahn, Flexenrace...

Bei dem Nächtigungsangebot ist das aber auch kein Wunder. Man hat sich wohl zusehr zurück gelehnt und sich auf eine zahlkräftige Kundschaft aus Russland und Co verlassen. Da gibt es bei einigen Häusern einen mächtigen Investitionsstau und der Schnitt von 5 Sternehäusern ist wohl auch weit über dem Durchschnitt sonst in Ö.
In Ischgl ist die Dichte noch höher! Aber dort hat man eine Mischung von allem. In Zürs stehen nur Luxushotels...
 
Tirolldk schrieb:
Firn77 schrieb:
Tannberg schrieb:
Zürs is berühmt, aber hat schon viele Jahre ziemlich stark rückläufige Nächtigungszahlen. Viel mehr als Lech.
Deshalb Flexenbahn, Flexenrace...

Bei dem Nächtigungsangebot ist das aber auch kein Wunder. Man hat sich wohl zusehr zurück gelehnt und sich auf eine zahlkräftige Kundschaft aus Russland und Co verlassen. Da gibt es bei einigen Häusern einen mächtigen Investitionsstau und der Schnitt von 5 Sternehäusern ist wohl auch weit über dem Durchschnitt sonst in Ö.
In Ischgl ist die Dichte noch höher! Aber dort hat man eine Mischung von allem. In Zürs stehen nur Luxushotels...

Genau das meinte ich. Und dann noch auf ein sehr spitzes Publikum zugeschnitten, und nicht zwingend auf der Höhe der Zeit. Aber ich glaube, es wird sich allein durch die Infrastrukturänderungen der letzten Jahre auch im Hotelbereich was tun.
 
In Zürs sei offenbar in Kauf genommen worden, dass man halt Strafe zahlt und die Bewilligungen hinterher eingeholt werden. Man müsse darüber nachdenken, ob die Strafen zu gering seien, und ob die Veranstalter das Zahlen der Strafe schon einkalkuliert haben, so Kasper in der Fernsehsendung „Vorarlberg heute“.
Und wiedermal entsteht der Eindruck, als ob hier mitgelesen wurde :wink:

Und das hier ist Österreich aus dem Lehrbuch:
Neo-Bürgermeister Stefan Jochum – zugleich Chef des Organisationskomitees – verweist auf OK-Präsident Patrick Ortlieb – und der sagt wiederum, dass Jochum verantwortlich sei.

Land will sich nicht einmischen
Als unerfreulich bezeichnet Sport-Landesrätin Martina Rüscher(ÖVP) die Vorfälle rund um die Weltcup-Strecke. Das Land werde sich aber nicht in die Sache einmischen. Es sei eine Angelegenheit zwischen der BH, der Gemeinde Lech und der Ski Zürs AG, die die Anlage gebaut hat.

Rüscher: Förderung wird nicht zurückgefordert
Die Förderung von 1,3 Millionen Euro für die Weltcup-Strecke wird das Land jedenfalls nicht zurückfordern. Rüscher sagt, dass da alles korrekt abgelaufen sei und das Land auch weiterhin zum Projekt an sich stehe.


https://vorarlberg.orf.at/stories/3074862/
 
Werna76 schrieb:
In Zürs sei offenbar in Kauf genommen worden, dass man halt Strafe zahlt und die Bewilligungen hinterher eingeholt werden. Man müsse darüber nachdenken, ob die Strafen zu gering seien, und ob die Veranstalter das Zahlen der Strafe schon einkalkuliert haben, so Kasper in der Fernsehsendung „Vorarlberg heute“.
(...)
https://vorarlberg.orf.at/stories/3074862/

...und ich habe mich vor Anklicken des Links doch tatsächlich kurz gefragt, warum sich (noch-)FIS-Präsident Gian-Franco Kasper überhaupt und dann so kritisch über das Zürs-Bauprojekt äussert. Kurz vor'm Ruhestand zum Umweltengel mutiert?? Aber zu Nadine hat er sich dann wohl doch nicht verwandelt... :lol: :lol: :lol:
 
Bis zur nächsten Schnekontrolle am 18. November ist dann ein weiterer Teil des Altschnees geschmolzen. Es wird sich wohl keine Beschneiungsphase und auch kein Naturschnee ausgehen bis dahin.
Vielleicht lernt man wenigstens für die Zukunft, dass ein Rennen in 1700 m Höhe Mitte November keine gute Idee ist. Mir ist es ohnehin ein Rätsel, wie man das zu dieser Zeit einplanen kann.
 
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