Der Versuch einer Analyse der Zielsprung-Problematik:
Nach dem Jahr 2016 als es Svindal, Reichelt und Streitberger in der Kompression nach der Hausbergkante so schwer zerlegt hat, wurde dieser Bereich und am Oberhausberg Jahr für Jahr etwas mehr entschärft. Die Kompression gibt es nicht mehr, die Kurssetzung am Oberhausberg ist mittlerweile so weit aus der Richtung gesteckt, dass es mit dem Radius der Abfahrtsski kaum mehr möglich ist dort eine saubere Kurve zu ziehen. Dann präpariert man so wie in diesem Jahr künstliche Schläge hinein, damit es nicht gar so harmlos aussieht.
Daraus resultierend wird die Geschwindigkeit völlig herausgenommen und der frühere Sprung über die Hausberkante ist nur mehr ein kleiner Hüpfer. Dies und die geringere Geschwindigkeit führt dann dazu, dass die Läufer in Fahrtrichtung viel weiter links fahren und jeder die Linie ganz oben fahren kann die früher nur Eberharter, Defago und Cuche gefahren sind (wenn man sich die "Rekordfahrt" von Fritz Strobl ansieht, wo der herumgegurkt ist... mit der Linie wäre er dieses Wochenende nicht unter die ersten 20 gekommen).
Was dann wiederum dazu führt, dass die Geschwindigkeit in den Zielschuss viel zu hoch wird.
Also das eigentliche Problem Hausberkante, Kompression+Linkskurve in die Traverse wurde nicht gelöst sondern nur von oben nach weiter unten verschoben.
Gelöst soll das jetzt folgendermaßen werden, Dr. Huber möchte nie wieder so einen Sturz am Zielsprung haben:
Die gesamte Linie der A-Netze unterhalb der Traverse soll nach unten versetzt werden, dadurch erhofft man sich folgende Verbesserung:
1. Diese grausig anzusehende Streckenführung am Oberhausberg soll nicht mehr notwendig sein
2. Der Sprung über die Hausberkante soll wieder bis zu 40 Meter weit gehen
3. Das Tor für den Linksschwung in die Traverse kann viel weiter nach unten gesetzt werden, dadurch umgeht man auch die Welle die Cochran-Siegle zum Verhängnis wurde ein wenig
4. Die Traverse kann mehr parallel zum Hang verlaufend gesetzt werden
5. Dadurch soll die Geschwindigkeit für den Zielsprung wieder auf 130-135 kmh gesenkt werden
6. Falls Punkt 4 nicht den gewünschten Effekt erzielt könnte man auch noch ein weiteres Tor nach der Traverse weiter raus Richtung Ganslernhang setzen
Ich finde das sehr vernünftige Überlegungen, der Zusehen kann sowieso keinen Unterschied erkennen ob die Läufer jetzt 130 oder 140 fahren.
Allerdings kenn ich auch die Österreichische Seele und bin mir sicher, dass darüber geschimpft würde weil die Streif jetzt langweilig und nur mehr eine Märchenwiese sei.
Der Erfolgsgeheimnis der Streif liegt mMn bisher ja schon sehr in der Zuschauerfreundlichkeit, dass ein spektakulärer Streckenabschnitt gemütlich in 5 min Gehzeit von der Ortschaft aus zu beobachten ist.