Fällt die nächste Skisaison wegen der hohen Energiepreise aus?!?

Thunderbird80

Rigi-Kulm (1797m)
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Ich weiß der Topic Name ist etwas provokant, aber unmöglich ist es nicht. Die Energiepreise steigen und steigen und Lifte und Schneekanonen brauchen viel Energie. Vermutlich wird die Saison zwar nicht ganz ausfallen aber es könnte durchaus sein, dass nur ein Teil der Pisten beschneit wird und auch weniger Lifte laufen. Oder die Skipasspreise sind so extrem hoch dass es sich kaum noch jemand leisten kann
 
Eine generelle Knappheit an elektrischer Energie gibt es noch nicht, das Problem ist hier die Regelenergie. Da immer mehr unkontrollierte dezentrale Einspeiser das Netz belasten wird es immer instabiler. Dieses Problem wird sich immer mehr verschärfen, ganz unabhängig von der Erdgasproblematik. Davon sind eher industrielle Gasgroßverbraucher wie Glashütten betroffen die dann abgeworfen werden. Elektrische Lastabwürfe müssen in Sekundenbruchteilen geschehen. Die Regelvorgänge müssen in Echtzeit laufen. Da bringt es gar nichts ein paar Skilifte anzuhalten sondern das betrifft Erzeuger und Verbraucher die nicht vorrausplanbar geregelt werden können. Selbst eine Gasturbine schafft das nicht. Das Netz kann ja auch wegen zuviel Strom im Netz zusammenbrechen wenn man es nicht schnell genug schafft Einspeiser abzuregeln. Auch hier wirft man also Industriebetriebe, mit denen Energieversorger einen speziellen Vertrag haben und die in der Lage sind ganz schnell ganz große Lasten zu ändern, wie Stahlverwerter, Aluminiumhütten etc vom Netz. Da wird man dann gleich ein paar Megawatt los. Für den Skibetrieb dürfte keinerlei Einschränkung zu befürchten sein, man muss sich eher fragen wie man den Sprit dahin bezahlt...Dass es irgendwann zum großen Blackout kommt ist ja fast schon vorprogrammiert, die Politik tut ja nach Kräften alles dafür, die Frage ist nur wann. Dann haben wir aber andere Probleme als eine ausgefallene Skisaison.
 
Spezialwidde schrieb:
Elektrische Lastabwürfe müssen in Sekundenbruchteilen geschehen. Die Regelvorgänge müssen in Echtzeit laufen. Da bringt es gar nichts ein paar Skilifte anzuhalten sondern das betrifft Erzeuger und Verbraucher die nicht vorrausplanbar geregelt werden können. Selbst eine Gasturbine schafft das nicht. Das Netz kann ja auch wegen zuviel Strom im Netz zusammenbrechen wenn man es nicht schnell genug schafft Einspeiser abzuregeln. Auch hier wirft man also Industriebetriebe, mit denen Energieversorger einen speziellen Vertrag haben und die in der Lage sind ganz schnell ganz große Lasten zu ändern, wie Stahlverwerter, Aluminiumhütten etc vom Netz. Da wird man dann gleich ein paar Megawatt los. Für den Skibetrieb dürfte keinerlei Einschränkung zu befürchten sein, man muss sich eher fragen wie man den Sprit dahin bezahlt...Dass es irgendwann zum großen Blackout kommt ist ja fast schon vorprogrammiert, die Politik tut ja nach Kräften alles dafür, die Frage ist nur wann. Dann haben wir aber andere Probleme als eine ausgefallene Skisaison.
Naja so hunderprozentig stimmt das nicht, erstens werden Einspeiseanlagen über Rundsteuerempfänger vom EVU entweder teilweise oder auch ganz vom Netz genommen. Ab einer bestimmten Größe, im Moment >29 kW, mus ein sogenannter NA-Schutz verbaut werden. Dieser nimmt die Anlagen bei einer Phasenverschiebung und/oder bei einer Frequenzänderungen im Netz die in den kritischen Bereich geht automatisch vom Netz. Für den großen Blackout gibt es jedenfalls Planspiele bei den Energieversorgungsunternehmen, die gehen von einem mehrtägigen Blackout aus.
 
Thunderbird80 schrieb:
Ich weiß der Topic Name ist etwas provokant, aber unmöglich ist es nicht. Die Energiepreise steigen und steigen und Lifte und Schneekanonen brauchen viel Energie. Vermutlich wird die Saison zwar nicht ganz ausfallen aber es könnte durchaus sein, dass nur ein Teil der Pisten beschneit wird und auch weniger Lifte laufen. Oder die Skipasspreise sind so extrem hoch dass es sich kaum noch jemand leisten kann
Kommt auf die Schmerzgrenze an...ich denke, die meisten Leute (ca. 80%) können eine Preiserhöhung bei Skipässen um 10-20 % wegstecken.
Ich persönlich werde aber bei weiter steigenden (Diesel-)Preisen auf einige Skitage (insbesondere unter der Woche) verzichten bzw. nur noch losfahren, wenn die Bedingungen wirklich gut sind.

So oder so dürfen wir gespannt sein, wie stark die Preise zur kommenden Saison erhöht werden.
 
In Österreich zahlen die Skigebiete einen sehr vergünstigten Strompreis an die landesnahen oder landeseigenen Stromproduzenten, die Fragestellung im Titel stellt sich daher in Österreich nicht.
Eher werden wir Fussballweltmeister :wink:
 
Generell werden Energiepreise in jeder Branche auf die Konsumenten-Endpreise umgeschlagen. Die Frage ist nur, wieviel das prozentual von einem Skipass ausmacht.

Hier sind noch ein paar Betrachtungen zum Energieverbrauch von Seilbahnen:
https://energie.ch/seilbahnen/#
 
GIFWilli59 schrieb:
Kommt auf die Schmerzgrenze an...ich denke, die meisten Leute (ca. 80%) können eine Preiserhöhung bei Skipässen um 10-20 % wegstecken.
Ich persönlich werde aber bei weiter steigenden (Diesel-)Preisen auf einige Skitage (insbesondere unter der Woche) verzichten bzw. nur noch losfahren, wenn die Bedingungen wirklich gut sind.

So oder so dürfen wir gespannt sein, wie stark die Preise zur kommenden Saison erhöht werden.

Ich hatte dazu bereits mal ein Topic zu den Skipasspreisen 2022/2023 aufgemacht.
Sölden und Ischgl haben die Preise jeweils um nur rund 5% erhöht, was mich positiv überrascht hat.
 
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Dann fliegen wir rauf, Pisten brauch man im Zweifel sowieso nicht - oder? :meeting:
Mehr SpassterrorpaniktotalitaerThemen bitte, :spassbremse:
Ich bin dann mal:
:magic:
 
Die Saison wir sicher nicht ausfallen.
Aber die Preissteigerungen sind allumfassend und nicht auf die Stromrechnung einer BB einzugrenzen. Egal ob das der Treibstoff für die Pistenmaschinen ist, die Anreise, die Energiekosten der Unterkünfte, die steigenden Kosten für jeglichen Materialeinsatz inkl. Nahrungs- und Genussmittel, Gastro, etc....es wird alles für alle teurer werden.
Und so manch Familie, die schon jetzt stark schlucken muss, wenn es um den traditionellen Skiurlaub geht, aber bisher immer noch bereit war das Geld dafür hinzublättern - wenn auch mit Schmerzen - wird sich möglichetweise nun doch überlegen, ob es das noch wert ist.
D.h. es wird zuerst an der Destination gespaart (bspw. kleineres Skigebiet => eher Osttirol statt Zillertal) oder entschieden es sogar ganz zu lassen, weil die Kosten irgendwann in keinem vernünftigen Verhältnis zum individuellen Nutzen mehr stehen.
Da stellt sich dann wirklich irgendwann mal die Frage, stecke ich die mittlere vierstellige Summe lieber mit in das neue (E-)Auto... o.Ä. Anschaffungen ,...weil beides zusammen irgendwann nicht mehr geht.
 
In Österreich friert eher Wien und das Burgenland bevor in Tirol die Lifte nicht fahren :lol:
 
Es stellt eher die Frage.

Wie viele können sich im kommenden Winter das Skifahren so finanzieren, dass es keine Abstriche machen müssen dabei. Den es wird eine geben, welche die Folge der Kriegswirtschaft finanziell noch stärker merken werden bis dann. Einige werden Prioritäten setzen müssen, was ihnen wichtiger ist an Lebensqualität.

Die wirtschaftlichen Folgen davon werden zuerst die Dienstleister in den Skigebieten merken.
 
Als Wintersportler bucht man eher einen Tag weniger, um die Teuerung auszugleichen. Wirklich zusperren wird ein Skigebiet erst dann, wenn kein Strom mehr aus der Leitung kommt oder ein Konkurs eingetreten ist.
 
Man muss ja auch sehen dass was die Elektrische Energie angeht vor 2 Jahren noch von historischen Tiefstständen bei den Verkaufspreisen an den Strombörsen gesprochen wurde.
Ich habe jetzt mal die Ausgaben für die Kategorie Energie und Entsorgung angeht die Entwicklung bei unser Unternehmen in den letzten 20 Jahren angeschaut. Im letzten Geschäftsjahr 20/21 waren diese Kosten um 25% tiefer als beim Höchsstand im Geschäftsjahr 09/10.
Da das noch immer jeder nachschauen kann ist dieser Betrag auch kein Geheimniss und ich kann ihn hier rein schreiben ohne Ärger zu bekommen.
Der Höchsstand war ca. 4.3 Mio, der aktueller Stand ist ca. 3.3 Mio.

Wenn der reine Energiepreis ums doppelte steigt dann steigt der preis für den Endkunden um ca. 40% da die Netznutzung und andere Abgaben ja praktisch gleich bleiben. Beim Diesel ist es so dass eine Preissteigerung von 30% an der normalen Tankstelle bei uns dann nur mehr eine Erhöhung von ca. 20% ausmachen da wir das zeug ja auch noch irgendwie zum Einsatzort bringen müssen.

Im Endeffekt werden wir bei den gesamten Energiepreisen wohl die historischen Höchststände erreichen oder gar übertreffen, grob darüber hinaus gehen werden wir aber nicht.
Es ist nicht davon auszugehen dass wegen dieser höheren Kosten Pisten oder gar Skigebietsteile die ganze Saison lang geschlossen bleiben werden, ganze Skigebiete erst recht nicht.
 
Naja, Skigebiete die sowieso kurz vor der Insolvenz stehen werden möglicherweise schon dann Pleite gehen. Ich sehe auch die Gefahr, dass manche Gebiete versuchen durch Nichtbetrieb von Skigebietsteilen, nach dem Muster der Via Lattea, Geld einzusparen, was dann aber zu noch weniger Gästen und damit Einnahmen führt. So eine Art Austeritätspolitik hat in noch keinem Skigebiet funktioniert, sondern mittelfristig meist zur Komplettschließung geführt (außer es kam plötzlich ein Großinvestor).

Große, erfolgreiche Skigebiete können sich hohe Energiepreise eher leisten und auch mehr von den Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben - ein Skiurlaub in Lech oder Zermatt war auch bisher nicht billig. In gleicher Weise konnten sich das ärmere Menschen (die von der Inflation am stärksten betroffen sind) auch bisher nicht leisten.
 
Spezialwidde schrieb:
Eine generelle Knappheit an elektrischer Energie gibt es noch nicht, das Problem ist hier die Regelenergie. Da immer mehr unkontrollierte dezentrale Einspeiser das Netz belasten wird es immer instabiler. Dieses Problem wird sich immer mehr verschärfen, ganz unabhängig von der Erdgasproblematik. Davon sind eher industrielle Gasgroßverbraucher wie Glashütten betroffen die dann abgeworfen werden. Elektrische Lastabwürfe müssen in Sekundenbruchteilen geschehen. Die Regelvorgänge müssen in Echtzeit laufen. Da bringt es gar nichts ein paar Skilifte anzuhalten sondern das betrifft Erzeuger und Verbraucher die nicht vorrausplanbar geregelt werden können. Selbst eine Gasturbine schafft das nicht. Das Netz kann ja auch wegen zuviel Strom im Netz zusammenbrechen wenn man es nicht schnell genug schafft Einspeiser abzuregeln. Auch hier wirft man also Industriebetriebe, mit denen Energieversorger einen speziellen Vertrag haben und die in der Lage sind ganz schnell ganz große Lasten zu ändern, wie Stahlverwerter, Aluminiumhütten etc vom Netz. Da wird man dann gleich ein paar Megawatt los. Für den Skibetrieb dürfte keinerlei Einschränkung zu befürchten sein, man muss sich eher fragen wie man den Sprit dahin bezahlt...Dass es irgendwann zum großen Blackout kommt ist ja fast schon vorprogrammiert, die Politik tut ja nach Kräften alles dafür, die Frage ist nur wann. Dann haben wir aber andere Probleme als eine ausgefallene Skisaison.
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Pistencruiser schrieb:
Die Saison wir sicher nicht ausfallen.
Aber die Preissteigerungen sind allumfassend und nicht auf die Stromrechnung einer BB einzugrenzen. Egal ob das der Treibstoff für die Pistenmaschinen ist, die Anreise, die Energiekosten der Unterkünfte, die steigenden Kosten für jeglichen Materialeinsatz inkl. Nahrungs- und Genussmittel, Gastro, etc....es wird alles für alle teurer werden.
Und so manch Familie, die schon jetzt stark schlucken muss, wenn es um den traditionellen Skiurlaub geht, aber bisher immer noch bereit war das Geld dafür hinzublättern - wenn auch mit Schmerzen - wird sich möglichetweise nun doch überlegen, ob es das noch wert ist.
D.h. es wird zuerst an der Destination gespaart (bspw. kleineres Skigebiet => eher Osttirol statt Zillertal) oder entschieden es sogar ganz zu lassen, weil die Kosten irgendwann in keinem vernünftigen Verhältnis zum individuellen Nutzen mehr stehen.
Da stellt sich dann wirklich irgendwann mal die Frage, stecke ich die mittlere vierstellige Summe lieber mit in das neue (E-)Auto... o.Ä. Anschaffungen ,...weil beides zusammen irgendwann nicht mehr geht.
Auch dem ist nichts hinzuzufügen.
 
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