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Die große Klima-Diskussion

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Also wenn du jetzt dass was NeusserGletscher schreibt als Märchen bezeichnest dann leugnest du zu einem grossen Teil schlicht und einfach die Wahrheit. Es kann nicht sein was nicht sein darf.
Es wird jetzt hier dann wohl sehr bald auch das heutige Ereignis an der Marmolada auf den Klimawandel alleine geschoben.
Bei mir daheim gab es im Juli einen Gletscherabbruch am Lötschentaler Breithorn welcher so viel Material hatte und so tief runter kam dass die Älpler anfangs September das Vieh von der Gletscheralp nicht wie gewohnt südlich der Lonza runter auf die Vorsass treiben konnten. Die Örtlichkeiten können auf swisstopo nachgeschaut werden. Ach ja, fast vergessen, das ganze war 1931.
 
Theo schrieb:
Es wird jetzt hier dann wohl sehr bald auch das heutige Ereignis an der Marmolada auf den Klimawandel alleine geschoben.
Bei mir daheim gab es im Juli einen Gletscherabbruch am Lötschentaler Breithorn welcher so viel Material hatte und so tief runter kam dass die Älpler anfangs September das Vieh von der Gletscheralp nicht wie gewohnt südlich der Lonza runter auf die Vorsass treiben konnten. Die Örtlichkeiten können auf swisstopo nachgeschaut werden. Ach ja, fast vergessen, das ganze war 1931.
Auf den Bildern der Abbruchstelle sieht man deutlich wie stark der betreffende Gletscherteil in Bewegung gewesen ist (nicht). Da sich der Gletscher ständig vorschiebt, war der Abbruch nur eine Frage der Zeit (nicht). Ein Zussammenhang mit den hohen Temperaturen, der nicht mehr vorhandenen Schnee- und Firnbedeckung und dem langen Zeitraum in dem sich der umgebende Fels bereits erwärmen scheint nicht gegeben.
 
NeusserGletscher schrieb:
Doch die Klarstellung kommt zu spät. Die Weichen wurden im Windschatten der Katastrophe längst gestellt. Deutschland soll "klimaneutral" werden, koste es, was es wolle. Zu aller erst unseren Wohlstand. Das Schema wiederholt sich. Nachgedacht, geplant und durchgerechnet wird erst hinterher. Wenn die Entscheidungen längst getroffen wurden.
Komisch, dass die Zunahme solcher Extremwetterereignisse wie auch Dürren und Waldbrände in Deutschland schon seit 30-40 Jahren von der Wissenschaft vorhergesagt wurden.
Also überleg vielleicht nochmal, wer hier "hinterher" nachgedacht hat.
 
Das ist eine simple Ausrede "gab es immer schon". Und ja, die Aussage stimmt so auch. Solche Naturkatastrophen gab es schon immer.
Was dann aber gern verschwiegen wird, ist die Häufigkeit und die Gründe. Aber egal, es darf jeder denken was er will...ausbaden müssen es eh alle miteinander.
 
Fab schrieb:
Da darf ich dann fairerweise schon anmerken, daß es das Königreich Norwegen mit dem "Zaster" dann doch etwas einfacher hat als D

Norwegen, flächenmäßig etwas größer als D bei grad 5 Mio Einwohner, sitzt halt auf riesigen Bodenschätzen + endloser Wasserkraft.
Die Abermilliarden (eben keine Steuereinnahmen) konnten in den Staatsfond u. Modernisierungsinvestitionen gesteckt werden.

D könnte ja alternativ versuchen, seine "Braunkohleschätze" :rofl: zu Geld zu machen.
Geb ich dir zu 100% recht, die haben dort oben etwas, was die Welt haben will: Energie in allen Arten.
Es würde aber eines generell anders gemacht. Im Grunde genommen ein Sparbuch eröffnet und dort immer alle Einnahmen eingezahlt und nur die Zinsen für anderes hergenommen.

In Deutschland, aber auch in anderen Teilen der Welt, wurde am Anfang so ähnlich verfahren, auch Rohstoffe und Energie wurden verkauft. Erinnern dich an die rauchenden Schlote im Ruhrgebiet, im Saarland und an anderen Stellen. Da ist schwarzes Gold aus der Erde geholt worden, da würde Eisen geschmolzen, Maschinen gebaut..... es gab Wohlstand für viele und noch mehr, da viele zum Arbeiten aus Polen, Italien und der Türkei dort hin sind, es hat sich für beide Seiten gelohnt. Von diesem Gewinn wurde das Land umgekrempelt, es wurden Schienen in fast alle Ecken verlegt, Straßen gebaut, Schulen errichtet, Rentenkassen aufgefüllt und es sollte so weiter gehen bis, ja bis die Sache mit dem Öl kam. Einfacher zu fördern, höhere Energiedichte, vielfältige Möglichkeiten zur Verarbeitung. Irgend wann war aus diesem Sektor, der aufstrebender Wohlstand darstellte, ein industrieller Dinosaurier geworden, der das Land mit seinem Hunger nach Rendite anfing aufzufressen und diese auch noch heute tut. Mehr hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ewigkeitskosten Es wurde trotzdem die Gewinne investiert, auch in Werte, die für die Ewigkeit waren.
Ein schönes Beispiel sind hier die ehemaligen Eisenbahnerwohnungen (wenn ich mich Recht entsinne hatte die Post auch solche). Dieses Eigentum im staatlichen Besitz, das eigentlich uns allen, also dir, mir und noch vielen mehr, gehörte, ist mir nichts dir nichts für wenige Milliarden D-Mark an eine Firma namens Vonovia vertickt. Kannst du und andere hier nachlesen: https://www.lunapark21.net/deutsche-bahn-als-geburtshelfer-von-vonovia/
Hinter der ganzen Aktion steckte Gas-Gerd und dieser Mehdorn. Der tolle Plan von diesen zwei war ja, die Bahn für einen Apfel und Ei an die Börse zu bringen. Jetzt ist dieses ganze Kapital das dieses Immobilien und Grundstücke dar stellten weg und pfusch, dafür haben wir aber ein paar tolle Pipelines die jetzt teilweise auf dem Meeresgrund vor sich hin rosten. Na toll. Hatten wir diese Wohnungen noch wäre der Markt dort ein ganz anderer.
In der gleichen Zeitspanne in der diese Wohnungen das hergeschenkt wurden ist Deutschland zum Weltmarktführer im Bereich erneuerbare Energien aufgestiegen. Und wir hatten ordentlich Arbeit in diesem Bereich, da gibt's eine Übersicht vom Bundesumweltamt:
Die wichtigsten Fakten
2019 arbeiteten 299.700 Menschen im Bereich erneuerbare Energien. Das sind knapp dreimal so viel wie im Jahr 2000.
Nach einem starken Beschäftigungswachstum bis 2011 zeigt sich seitdem ein deutlicher Rückgang.
Verantwortlich dafür war zunächst der weitgehende Zusammenbruch der heimischen Photovoltaikindustrie.
Seit 2017 geht auch die Produktion in der Windenergie stark zurück. Die wesentlichen Treiber sind Einbußen im Außenhandel und ungünstige Rahmenbedingungen im Inland.
https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-beschaeftigte-im-bereich-erneuerbare#die-wichtigsten-fakten
Dieser Zusammenfassung steht eigentlich ganz klar und deutlich drin, das 100000 Arbeitsplätze genau in dem Bereich wieder abgebaut wurden den wir jetzt bräuchte: unabhängig Energieversorgung.
Statt dessen sind in all diesen Kreisen die industriellen Dinosaurier weiter gefüttert worden.
Erklär es mir bitte warum dafür Geld in Größenordnungen verbrannt würde die sich eigentlich keiner vorstellen kann und jetzt alle über diesen Scherbenhaufen jammern?

Es gibt auch noch die Geschichte mit der Firma mit dem Apfel und deutschen Steuergeldern:
Entwickelt wurde das Format MP3 ab 1982 unter der Leitung von Hans-Georg Musmann von einer Gruppe um Karlheinz Brandenburg am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen sowie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit AT&T Bell Labs und Thomson.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/MP3
da war doch was mit dem iPod und das Internet ist Neuland...

Schluss jetzt, es ufert aus.
 
Neandertaler schrieb:
Es gibt auch noch die Geschichte mit der Firma mit dem Apfel und deutschen Steuergeldern:
Entwickelt wurde das Format MP3 ab 1982 unter der Leitung von Hans-Georg Musmann von einer Gruppe um Karlheinz Brandenburg am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen sowie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit AT&T Bell Labs und Thomson.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/MP3
da war doch was mit dem iPod und das Internet ist Neuland...

Schluss jetzt, es ufert aus.

das tut es... aber welchen deiner wirren Gedanken möchtest du hier mit uns teilen? Fraunhofer hat sich zu den Spitzenzeiten an mp3 eine goldene Nase verdient - iirc. > 0.1 GEUR / a
 
Es ist schlicht und einfach beschämend wie herablassend hier einige Zeitgenossen sein können wenn ihnen die präsentierten Fakten nicht in den Kram passen.
Ich könnte jetzt gut auch schreiben dass einige schon froh sein könnten wenn sie in der Nähe von dort wo ich stehen geblieben sein soll überhaupt angekommen wären. Das tu ich aber nicht, gell Jan Tenner.

@nisi: Falsch gedacht, ich habe nicht geschrieben dass es keinen Zusammenhang gibt.

Die Wahrheit ist aber auch dass einige Redner hier das Klima von vergangenen Zeiten als total normal hinstellen wollen und ständig in abrede stellen dass es auch früher schon extreme oder abnormale Klimasituationen gab. Die einzig zugelassene Doktrin ist: "Der Mensch ist ALLEINIG schuld", etwas anderes darf es nicht geben. Das Ziel ist anscheinend nicht verhindern von Katastrophen oder vorwärts gehen um eines Tages besser dazustehen, nein das Ziel sind anscheinend nur "Einschränkungen", um nichts anderes geht es. Was diese Kaliber wohl 1850 so alles von sich gegeben hätten?
Kommt endlich von dieser ALLEINIG Doktrin runter, denn so lange die herrscht kann und wird es KEINE Lösung geben

Und damit ich die Fanatiker noch gleich ein bisschen mehr in Rage bringen kann kommt jetzt noch diese Frage:
Wie steht ihr denn dazu, dass es durch den Klimawandel viel weniger Wetterextreme mehr gibt durch welcher in früheren Zeiten in einigen Extremjahren jeweils hunderte Menschen im Alpenraum ums Leben gekommen sind und teilweise halbe Dörfer ausgelöscht wurden? Wollt ihr diese Tatsachen jetzt auch noch abstreiten weil sie euch nicht in den Kram passen?

Ich hoffe übrigens dass ihr gelesen habt dass ich den Klimawandel in meiner Frage ausdrücklich erwähnt habe!
 
Theo, dein Standpunkt ist doch sinnlos.
Selbst unter Seilbahnern bist du damit auf verlorenem Posten.
Die wissen doch alle, was kommen wird und was zu tun ist.
Wird ja in Zermatt auch nicht anders sein. Niemand hat Zeit für solche Grabenkämpfe, weil das Aufrechterhalten des bisherigen Betriebs schon Arbeit genug ist.
 
Och Leute, seid doch bitte achtsam und freundlich im Umgang miteinander. Das Thema Klima ist spannend, birgt aber wie allgemein bekannt viel Sprengstoff. Also sprengt euch hier bitte nicht selbst in die Luft, oder macht gar den Gegenpart dafür verantwortlich.

Derweil sind die Fallstricke menschlicher Kommunikation reichlich bekannt, mittlerweile lernen manche Kids in frühen Schuljahren wie damit umzugehen: "Gewaltfreie Kommunikation", wobei das "Gewaltfrei" sich hier nicht auf physische, sondern verbale Gewallt bezieht, die auch überaus subtil und unterschwellig daher kommen kann. Problem sind unsere eigenen Emotionen, die uns zu gerne zu sehr von der Ratio unbemerkt an die Leine nehmen, und im (insbes. für andere) unguten Handeln übergehen.
Lösung dazu lt. Rosenberg:

Wenn ich a sehe (Beobachtung), dann fühle ich b (Gefühl), weil ich c brauche (Bedürfnis). Deshalb möchte ich jetzt gern d (Bitte).

https://www.geo.de/wissen/gesundheit/16296-rtkl-gewaltfreie-kommunikation-wie-man-sich-im-streit-hoeflich-aber-bestimmt

Fällt mir nur so ein, der Intuition nach brodelt sich hier im Thread mal wieder Unwetter zusammen ;-)
 
Es ist ein beklagenswertes Phänomen des Internetzeitalters, daß viele Leute außerstande sind abweichende Meinungen zu ertragen ohne gleich eine Glaubensfrage draus zu machen und gleich aggressiv abwertend und beleidigend zu werden.

Zum Thema:

Theo hat recht, wenn er, wie viele andere auch, kritisiert daß jedes auffällige Wetterereignis sofort instrumentalisiert wird.
Jeder argumentative Hinweis löst quasi automatisiert einen Aufschrei aus. Wozu?
Das nervt mich schon immer. Ich persönlich sah die Behauptungen über den menschgemachten Klimawandel früher viel skeptischer. Grund waren auch viele falsche Argumentationen.

Es gab schon immer Extremwetterlagen *, anderseits steigt die Wahscheinlichkeit solcher Ereignisse durch die Erwärmung.
Ein schlichter mathematischer Fakt. Ein definiertes Luftvolumen mit um 1°C erhöhter Lufttemperatur nimmt 6% mehr Wasser auf. Die Folgerungen daraus sind kein Hexenwerk.
* lest doch mal was übers "Magdalenenhochwasser" von Juli 1342. Dagegen war Ahrntal ein Regenschauer.

Theos Kritik am "alleinigen" menschlich verursachten Klimawandel sind natürlich richtig, helfen aber überhaupt nicht weiter.
Am natürlichen Temperaturanstieg seit Ende der "Kleinen Eiszeit" können wir eh nix ändern. Machen kann man grundsätzlich was am Ausstoß bzw. an der Entnahme von Treibhausgasen.

Ansonsten glaub ich, daß die Diskussionen ob man Billionen € in die Verhinderung von Treibhaus-Emissionen oder in die Anpassung an einen unvermeidlichen Klimawandel investieren soll, erst richtig losgeht.
Wenn 5 Milliarden Menschen auf dem Planeten nix machen, relativiert sich die Aktion von 500 Mio Europäern.

Wobei das alles auch kein absolutes entweder-oder ist.
 
Es spricht eigentlich sehr wenig für's Verbrennen fossiler Rohstoffe. Da geht's nicht nur um CO2, sondern auch um Feinstaub u.ä.
Oder wie wir aktuellen sehen um globale Abhängigkeit von schwierigen Staaten usw usf.

Ich verstehe oft nicht, wie die Menschen denken. Fossile Energieträger werden doch spätestens dann uninteressant, wenn sie sich betriebswirtschaftlich nicht mehr lohnen.
Mein Onkel hat zur gleichen Zeit seine Heizung auf Öl umgestellt, zu der wir auf Pellets umgerüstet haben. Ich habe seine Entscheidung bis heute nicht verstanden. Denn billiger fahren wir.
Dass Lech mit Holz heizt und nicht mit Öl oder Gas wird auch eine wohlüberlegte Entscheidung gewesen sein. Lech wird sich heuer im Winter schlapp lachen. Alles richtig gemacht. ;)
 
GIFWilli59 schrieb:
Komisch, dass die Zunahme solcher Extremwetterereignisse wie auch Dürren und Waldbrände in Deutschland schon seit 30-40 Jahren von der Wissenschaft vorhergesagt wurden.
Also überleg vielleicht nochmal, wer hier "hinterher" nachgedacht hat.

Anfang der 2010er gab es noch Prognosen, die Nordeuropa wegen des Klimawandels vermehrt niederschlagsreiche Sommer vorhersagten. Seit Jahren ist aber eher davon die Rede, dass zu wenig Niederschlag fällt. Prognosen sind halt schwierig. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen :wink:

Bleiben wir beim Hochwasser. Wenn die Pegelstände der Hochwasser durch menschliche Eingriffe abseits des Klimas beeinflusst werden, dann trifft dies auch auf statistische Aussagen zur deren Häufigkeit zu. Siehe auch die Aussagen auf der letzten Seite zu den historischen Hochwasserständen an der Mosel:

[url=https://www.hochschule-trier.de/fileadmin/Hauptcampus/Fachbereich_BL/BI/Personen/Sartor/Veroeffentlichungen/Fachzeitschriften/17_Hist-HW-KJB12.pdf schrieb:
Joachim Sartor, FH Trier, 2012[/url]"]So ist der (laut Medien) »Jahrhundertflut« von 1993 nur ein Wiederkehrintervall von rund 50 Jahren zuzuordnen. Da es das größte Hochwasser seit 1784 (also seit über 200 Jahren) war, erscheint ein »echtes« Jahrhundertereignis theoretisch also eher überfällig

Halten wir also fest, dass man hinter oberflächlichen Aussagen zu "Jahrhunderthochwassern" in Bezug auf den Klimawandel ein Fragezeichen setzen und fragen muss, ob diese Pegelstände um andere Einflüsse bereinigt wurden, die nichts mit dem Klimawandel zu tun haben. Was am Ende dabei heraus kommt, weiß ich auch nicht.

Abgesehen davon wäre es natürlich wünschenswert, hätte man schon vor 40 Jahren oder früher damit begonnen, erheblich mehr Geld in die Forschung regenerativer Energiequellen und deren Ausbau zu investieren. Alleine unter dem Aspekt der Unabhängigkeit von Importen.

Haben wir nun mal aber nicht. Selbst in den 2010er Jahren wurde der Ausbau der Erneuerbaren gestoppt, weil angeblich die Kosten aus dem Ruder liefen und der Ökostrom die Leitungen wegen des stockendes Ausbaus der Stromnetze geradezu verstopft haben soll. Und damit ein ganzer aufstrebender Industriezweig abgewickelt. Noch vor wenigen Jahren sollten elektrische Nachtspeicherheizungen verboten werden. Bis man "entdeckt" hat, dass diese wenigstens einen Teil der Überschüsse im Stromnetz sinnvoll verwerten können. Bis vor wenigen Jahren galten Diesel-PKW und Gasheizungen noch als Energiesparer, noch vor einem Jahr Gaskraftwerke als Brückentechnologie, um bis zur flächendeckenden Versorung mit Ökostrom wenigstens die Kohlekraftwerke abschalten zu können. Heute gelten diese Aussagen plötzlich nichts mehr. Unter solch ständig wechselnden Vorgaben kann niemand wirtschaften, kein Unternehmen und auch kein Privatmann.

Julian96 schrieb:
Die Pelletheizung, die noch vor kurzem so angepriesen und gelobt wurde ist in vielen Städten inzwischen sehr verpönt.
q.e.d.

Am Ende nutzt der Schlingerkurs auch nicht der Umwelt. Denn das Geld, was wir für ständige Paradigmenwechsel verbrennen, fehlt am Ende für langfristige und effiziente Investitionen. Und das Gas und Öl, was wir nicht mehr wollen, findet auf der Erde dankbare Abnehmer, die sich über günstige Energieträger freuen. Ganz abgesehen von der billigeren Kohle.

Es nutzt daher niemanden, wenn bei jeder Schreckensmeldung die Verantwortlichen wie aufgescheuchte Hühner durch den Stall fliegen und neue Parolen gackern.

So ein Umbau muss sorgfältig geplant werden. Vor allem von Fachleuten, die ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt haben und verstehen, was sie tun. Was am Ende heraus kommt, wenn Sachfragen von Technokraten statt von Technikern entschieden werden, haben wir einmal erleben dürfen. Das sollte reichen.
 
Tyrolens schrieb:
Es spricht eigentlich sehr wenig für's Verbrennen fossiler Rohstoffe. Da geht's nicht nur um CO2, sondern auch um Feinstaub u.ä.
Oder wie wir aktuellen sehen um globale Abhängigkeit von schwierigen Staaten usw usf.
Bislang sprach viel für die Fossilen. Nämlich Verfügbarkeit, Preis und bestehende Technik.
Ja, es rächt sich grad die Abhängigkeit, speziell von D, At, It vom russischen Gas. War halt superbillig - und vieeeele Firmen und Millionen von Beschäftigten haben jahrzehntelang davon profitiert. Jetzt kommt für die Gasjunkies der Turkey :D
Tyrolens schrieb:
Ich verstehe oft nicht, wie die Menschen denken. Fossile Energieträger werden doch spätestens dann uninteressant, wenn sie sich betriebswirtschaftlich nicht mehr lohnen.
Ja. Dachte immer der Preisschock kommt, wenn der Förderungspeak überschritten wird.
Daß er nicht deutlich vor 2000 kam, wie 100%ig prognostiziert :lol: , jo mei. Prognosen halt. Aber der Punkt kommt unaufhaltsam.

Daß irgenwer Imperialismus neu auflebt hat kaum einer prognostiziert.

Tyrolens schrieb:
Mein Onkel hat zur gleichen Zeit seine Heizung auf Öl umgestellt, zu der wir auf Pellets umgerüstet haben. Ich habe seine Entscheidung bis heute nicht verstanden. Denn billiger fahren wir.
Dass Lech mit Holz heizt und nicht mit Öl oder Gas wird auch eine wohlüberlegte Entscheidung gewesen sein. Lech wird sich heuer im Winter schlapp lachen. Alles richtig gemacht. ;)
Das seh ich als Momentaufnahme. Wenn das viele machen, geht der Holzpreis durch die Decke.
Dann lacht Lech nimmamee ;D
 
Lech hat seinen eigenen Wald. Die müssen nichts kaufen.

Bei stationären Anlagen bekommst du den Feinstaub mit einfachen Mitteln raus gefiltert. Bei KFZ ist das anders.
Ist übrigens bei Hackgutanlagen das weitaus größere Problem.
 
Die Wasser Knappheit in Norditalien nimmt immer größere Ausmaße an...
nun herrscht bereits in 6 Regionen der Wasser Notstand...
https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2022/07/tag-Wasser-Notstand-jetzt-auch-in-Ligurien-3e8f9cd0-7f06-4a15-8b7c-8ce02c0dbe9b.html

Es kommt leider alles zusammen, der absolut schneearme Winter,
nach welchem es so gut wie kein Schmelzwasser aus den Bergen gegeben hat...
ist nun auch ein absolut warmes und trockenes Frühjahr gekommen...

Es gibt sogar nun Streit um das Wasser aus dem Gardasee.. :mrgreen:

https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2022/06/tag-Streit-um-das-Wasser-aus-dem-Gardasee-da429e04-bd8c-447c-84d0-354553db995f.html
 
Ich finde ja nach wie vor beeindruckend, wie beharrlich man sich weigert, sich dem Klimawandel anzupassen. In Deutschland nimmt man lieber zehntausende Hitzetote in Kauf, anstatt flächendeckend Klimaanlagen einzubauen. Und in Dürregebieten fängt man nicht den Regen auf, baut Stauseen, oder man steigert die Wasserentnahme aus Flüssen und baut Meerwasserentsalzungsanlagen.

Dabei sagen doch selbst die größten Klimaalarmisten (und ja, Fridays for Future, Greenpeace und Co sind Extremisten), dass selbst wenn man sofort einen den Co2-Ausstoß stark reduzieren würde man trotzdem noch erhebliche Auswirkungen hätte - und diese (das sagen sie natürlich nicht) sind Grund genug, um die genannten Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
 
Der flächendeckende Einbau von Klimaanlagen wäre sicher der Topfavorit fürs Nachhaltigkeitslabel :lach:
Im gemäßigten mitteleuropäischen Klima, in dem grad im Zeitraum von ca. 10 Wochen Extremtemperaturen möglich sind, braucht es das m. E. nicht.

Als Ex-Bewohner des Grazer Beckens, dort wars im Sommer schon immer brütend heiß, kann ich sagen, die hiesigen Bewohner sollten lernen richtig zu lüften :D Wie ich seit Jahren beobachte können die das nicht.

Beispiel: Für Mo/Die nächster Woche sind Höchsttemperaturen angesagt. Heißt im Hofer Land 35-36°C.
Vorher ist es relativ kühl. Mit Nachttemperaturen 9°C-12°C. Ich werd mein Haus gezielt abkühlen und da auch ein wenig frieren. Dann, an den heißen Tagen tagsüber keinesfalls das Fenster zum Lüften öffnen, sondern diese beschatten.

Wasserentnahme aus Fließgewässern wird von Wasserwirtschaftsämtern reglementiert. Denn wenn zu viel entnommen wird, ist die Ökologie des Gewässers hinüber.
 
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