Wie gesagt viel Meinung wenig Ahnung!TONI_B schrieb:Windy als Datengrundlage zu nehmen, ist kühn. :lol:
Wenn er das GFS Modell mit 22km Kantenlänge nimmt, ist klar, dass er nicht erkennt, dass es oben mehr Wind gibt als unten.
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Wie gesagt viel Meinung wenig Ahnung!TONI_B schrieb:Windy als Datengrundlage zu nehmen, ist kühn. :lol:
Wenn er das GFS Modell mit 22km Kantenlänge nimmt, ist klar, dass er nicht erkennt, dass es oben mehr Wind gibt als unten.
Wooly schrieb:Jedes Bundesland muss seine Stärken finden und ausbauen, der jeweilige Staat das intern koordinieren, die europäischen Staaten im gemeinsamen Stromnetz genauso … kein Land/ Bundesland kann alles bedienen, aber in der Kombination liegt die Stärke, funktioniert ja jetzt schon gut.
Und wenn es irgendwann auch in Richtung Afrika und anderer Kontinente geht, dann sollte es doch möglich sein die fossilen Energieträger bald los zu werden.
Spezialwidde schrieb:Ich würde jetzt mal, vorsichtig vermutet wohlgemerkt, sagen, dass es auf hohen Bergen über den Durchschnitt gesehen eher mehr Wind gibt. Aber die Art wie er weht ist das Problem.
Danke für die Studie - die ist sehr aussagekräftig.Tyrolens schrieb:In der von mir verlinkten Studie wird von einem Potential von 1 bis 3 TWh/a ausgegangen.
Das ist nicht nichts. Die TIWAG produziert derzeit so um die 3,3 TWh Strom aus Wasserkraft.
Das PV Potential ist ungleich größer.
https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/umwelt/wasser_wasserrecht/PV-FREIFLAECHEN-Bericht-fi.pdf
Wenn die TIWAG Wasserkraftwerke bauen möchte, dann wohl hoffentlich um die Nacht- und Schlechtwetterlücke zu füllen.![]()
Sehr richtig!Spezialwidde schrieb:Ich würde jetzt mal, vorsichtig vermutet wohlgemerkt, sagen, dass es auf hohen Bergen über den Durchschnitt gesehen eher mehr Wind gibt. Aber die Art wie er weht ist das Problem. Für die Windkraft braucht man stabile langanhaltende Winde mäßiger Stärke. In den Bergen mit ihrem Mikroklima hat man stark wechselnde Winde, Verwirbelungen, Böhen und andere Spezialitäten. Bei starken Böhen und zu hohen Windgeschwindigkeiten müssen Windmühlen abgeschaltet werden. Bei zu niedrigen Windgeschwindigkeiten laufen sie logischerweise nicht, ständig wechselnde Windrichtungen mögen sie auch nicht weil das Nachführen der Gondel doch eher träge ist. Die goldene Mitte, die einen guten Betrieb erlaubt, hat man zu selten. Ich vermute die Unwirtschaftlichkeit in genau diesem Umstand.
molotov schrieb:Obs gleich Afrika sein muss, weiß ich nicht, aber selbst in Südosteuropa
biofleisch schrieb:Hirnriss und Doppelmoral ist das alles. Und genau aus diesem Grund gibt es BISLANG fast keine Windkraft in den Alpen.
Würde es sich wirtschaftlich lohnen, stünden da schon zig Windkraftanlagen. Das tut es aber nicht und darum gibt es eben nur ganz vereinzelt Anlagen (Chur).
Tyrolens schrieb:Ich glaube bei dir wär's besser mal eine Forumspause zu nehmen.
molotov schrieb:Obs gleich Afrika sein muss, weiß ich nicht, aber selbst in Südosteuropa
Die Ukraine.
Nein, also an den Flächen scheitert es keinesfalls. Schon heute nicht. Italien ist südlich ab ca. Rimini hauptsächlich Ödland. Das könnte man alles nutzen.
Spanien wird durch den Klimawandel schon in den nächsten 20 Jahren nur mehr sehr eingeschränkt Landwirtschaft betreiben können. Auch dort gibt es reichlich Platz.
Das sind ja nicht so wahnsinnig große Flächen, die benötigt werden. Ca. 1,5% der EU Gesamtfläche wären dafür nötig. Das wären 63.000 km². Spanien hat eine Gesamtfläche von 500.000 km².
Wenn man das mit dem Impact der (intensiven) Landwirtschaft vergleicht, ist das wirklich nicht sehr viel.
Hier wird das mal genauer erläutert
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2211467X19300720
Windenergie benötigt übrigens mehr Fläche. Punkten kann die wahrscheinlich vor allem dort, wo auch in der Nacht Wind weht.![]()
Spezialwidde schrieb:Ich würde jetzt mal, vorsichtig vermutet wohlgemerkt, sagen, dass es auf hohen Bergen über den Durchschnitt gesehen eher mehr Wind gibt. Aber die Art wie er weht ist das Problem. Für die Windkraft braucht man stabile langanhaltende Winde mäßiger Stärke. In den Bergen mit ihrem Mikroklima hat man stark wechselnde Winde, Verwirbelungen, Böhen und andere Spezialitäten. Bei starken Böhen und zu hohen Windgeschwindigkeiten müssen Windmühlen abgeschaltet werden. Bei zu niedrigen Windgeschwindigkeiten laufen sie logischerweise nicht, ständig wechselnde Windrichtungen mögen sie auch nicht weil das Nachführen der Gondel doch eher träge ist. Die goldene Mitte, die einen guten Betrieb erlaubt, hat man zu selten. Ich vermute die Unwirtschaftlichkeit in genau diesem Umstand.
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
Insbesondere aufgrund der Vielschichtigkeit der Orographie sind die österreichischen
Windressourcen gekennzeichnet durch eine Vielzahl von lokalen Winden, ‚Low Level Jets’
und überregionalen Windströmungen. Da diese unterschiedlichen Windsysteme sich
gegenseitig sehr stark überlagern, ist eine exakte Berechnung der Windverhältnisse weder
durch Stand-alone Anwendung dynamischer Modelle noch geo-statistischer Verfahren
möglich.
Die Ergebnisse bisheriger Abschätzungen des realisierbaren jährlichen Windkraftpotenzials
in Österreich weisen eine große Bandbreite von 3 TWh bis 20 TWh [1] auf. Bei diesen
Studien wurden in den meisten Fällen nur Kriterien der Raumordnung berücksichtigt, aber
andere wesentliche Kriterien wie technische Realisierbarkeit und wirtschaftliche Rentabilität
sind vernachlässigt worden. Des Weiteren wurden die Parameter (wie Anlagengröße oder
einzuhaltende Bauabstände) vorab festgelegt, wodurch die Simulationen auf einzelne
Szenarien limitiert waren. Dieser stark vereinfachte Ansatz in Kombination mit Windkarten
unbekannter Qualität führte zu hohen Ungenauigkeiten und geringer Aussagekraft der
Ergebnisse.
Um diese Mängel zu überwinden wurde das Projekt "Windatlas und Windpotenzialstudie
Österreich" (www.windatlas.at), gefördert durch den Österreichischen "Klima- und
Energiefonds", initiiert. Ziel dieser Studie war einerseits die Berechnung einer möglichst
detaillierten Windkarte (Auflösung 100 m × 100 m) bekannter Fehlercharakteristik mittels
eines neu entwickelten, kombinierten Modellierungsansatzes und andererseits sollte darauf
aufbauend eine Möglichkeit zur umfassenden und dynamischen Abschätzung von
Windkraftpotenzialen geschaffen werden.
2.1 Aufbereitung der Winddaten (AP2)
Aufgrund der Verfügbarkeit von Antriebsdaten zur dynamischen Modellierung aus dem
Projekt reclip:more umfasste die dynamische Modellierung die Zeiträume 1981 bis 1990,
sowie das Jahr 1999 (siehe AP3). Dementsprechend mussten die Daten für diese beiden
Zeiträume aufbereitet werden.
Modellierungsphase 1999:
Für die erste Phase der Modellierung, das Jahr 1999, wurden die Messdaten von den
folgenden Quellen angefordert und aufbereitet: Zentralanstalt für Meteorologie und
Geodynamik (ZAMG), Messstellen der Landesregierungen, Messdaten aus geförderten
Windmessprogrammen, privat finanzierte Windmessungen und Energieertragsdaten von
bestehenden Windkraftanlagen. Zusätzlich wurden vom Deutschen Wetterdienst (DWD)
Messdaten angekauft sowie vom Südtiroler Wetterdienst und von MeteoSwiss Daten zur
Verfügung gestellt.
Aus dem dichten Stationsmessnetz der ZAMG wurden zunächst jene Stationen, die sich für
die Arbeitsschritte zur Generierung und Validierung der Windmodellierung eignen (möglichst
unbeeinflusste Anströmung), vorselektiert. Die Vorselektion wurde mittels hoch aufgelöstem
(~100 m x ~100 m Gitterweite) digitalen Höhenmodell SRTM [9], CORINE Landcover, sowie
Luftbildaufnahmen (in Einzelfällen) durchgeführt. Etwaige Inkonsistenzen in den Metadaten
zur Georeferenzierung der Stationen wurden dabei korrigiert. Jene Stationen, bei denen in
Umkreisen bis zu 500 m zu starke Variabilitäten in den Geländehöhen und/oder zu viele
Änderungen der Landnutzungsklassen festgestellt wurden, wurden ausgeschieden. Durch
den direkten Zugriff des Wegener Zentrums auf die Datenbank der ZAMG konnten durch das
Wegener Zentrum weitere Stationen aufgrund einer Analyse der Messdaten (mittlere
Windgeschwindigkeit, Anzahl valider Daten) ausselektiert werden. Eine verfeinerte Selektion
der Stationen wurde je nach Anwendung in AP3 (dynamische Modellierung, geo-statistische
Modellierung) im Anschluss durchgeführt. Zusätzlich wurden von 65 TAWES Stationen
statistische Größen (Mittelwerte, Form- und Lageparameter der Weilbullverteilung) für das
Jahr 1999 und von 11 Klimastationen für die Periode 1981-1990 von der ZAMG käuflich
erworben.
Da die Winddaten der Landesregierungen nicht zentral archiviert werden, wurde mit den
zuständigen Stellen in den Ländern Kontakt aufgenommen um den Datenumfang,
Verfügbarkeit und die Positionen der Messstellen in Erfahrung zu bringen. Nach Klärung der
Details konnten von allen Ländern Windmessdaten in einer zur weiteren Verarbeitung
geeigneten Form bereitgestellt werden.
Der Großteil der privaten Windmessungen war nicht für das Jahr 1999 vorhanden. Deshalb
wurden verschiedene Methoden geprüft und Ansätze entwickelt, um diese von Messtechnik
und Messhöhe sehr wertvollen Daten für den benötigten Zeitraum verwendbar zu machen.
Auch weil sich die dafür nötigen Vergleichsdaten meist in mehr als 10km Entfernung
befinden, wurde das beste Resultat mittels linearer Korrelation von Monatsmittelwerten
erzielt. Des Weiteren wurden für die privaten Windmessungen, Windgeschwindigkeiten und
Weibullverteilungen in 100 m Höhe hochgerechnet und für Vergleichszwecke mit den
Modellergebnissen weitergegeben. Als Basis dieser Hochrechnungen wurden Ertragsdaten
von bestehenden Windkraftanlagen mit größeren Nabenhöhen, Windprofilmessungen und
Ergebnissen aus mikroscaligen Modellberechnungen herangezogen. Hierbei hat sich
besonders die Berücksichtigung des k-Parameters als wesentlicher Einflussfaktor dargestellt,
dem große Aufmerksamkeit in der Validierung zugesprochen werden musste. Gleichzeitig
wurde festgestellt, dass auch im internationalen Kontext hinsichtlich der Veränderung des k-
Parameters über die Höhe noch kaum Erfahrungen vorhanden sind.
Insgesamt wurden im Zuge der Bearbeitung des AP2 folgende Daten für das erste
Modellierungsjahr (1999) zur Verfügung gestellt:
• Private Windmessung 124 Stationen
• ZAMG 65 Stationen
• Landesregierungen 36 Stationen
• Deutscher Wetterdienst 8 Stationen
• Südtiroler Wetterdienst 6 Stationen
• Universität Innsbruck 2 Stationen
• MeteoSchweiz 13 Stationen
biofleisch schrieb:und nicht zu vergessen: Niemand hat die Absicht auf dem GIPFEL eines Berges ein Windrad zu bauen!
AUF den Gipfeln gibt es mehr Wind (ist ja auch höher - ebenfalls GUT sichtbar in Windy, wenn man sich auskennt!), aber da kannste nicht bauen - lediglich so Foren-Gutmenschen meinen, das ginge. Ich möchte einen Gernot oder albe, oder wie sie alle heissen sehen, wenn in ihrem geliebten Gasteiner Tal oben am Gipfel in Sportgastein auch ein "nur" 50meter hohes Windrad aufgebaut würde, was sie dann sagen?!?
Hirnriss und Doppelmoral ist das alles. Und genau aus diesem Grund gibt es BISLANG fast keine Windkraft in den Alpen.
Würde es sich wirtschaftlich lohnen, stünden da schon zig Windkraftanlagen. Das tut es aber nicht und darum gibt es eben nur ganz vereinzelt Anlagen (Chur).
Tyrolens schrieb:Wegen der Höhenlage und Sonnenscheintage wäre Tirol für PV prädestiniert.
Aber es gibt auch einiges an Windkraftpotential:
https://www.tirol.gv.at/fileadmin/buergerservice/Downloads/2023_Bewertung_des_Windenergiepotenzials_in_Tirol_final-b.pdf
NeusserGletscher schrieb:Liegt ggf. auch an den Ausschlußkriterien, u.a. nicht höher als 2.300 Meter Seehöhe, Hangneigung nicht größer 30%, Vogel- und Naturschutzgebiete.
"Als technisch-wirtschaftliches Windenergiepotenzial in Tiroler Schigebieten kann daher eine Bandbreite von 150 bis 180 GWh/a12 abgeleitet werden. Dieses Potenzial entspricht bei einem unterstellten Flächenbedarf von 5,2 ha/MW etwa 60 bis 70 MW an Windkraftleistung bzw. bei einer beispielhaften Anlagengröße von 3 MW 20 bis 23 Windkraftanlagen."
biofleisch schrieb:Danke für die Studie - die ist sehr aussagekräftig.
Zitat:
[...]Tirol über ein vergleichsweise geringes Windenergiepotenzial verfügt [...] Verfügbare Winddatensätze zeigen hohe Unsicherheiten Windenergiepotenzial von 0,8 bis
1,2 TWh/a [...]
Hier sollte man auf dieses kleine 'a' hinweisen. Dies sagt aus, dass dieses "Potential" per anno also auf das ganze Jahr gerechnet ist und dabei [...] 140-160 Windkraftanlagen [benötigt werden].
Zum Vergleich (ihr Profies!):
der durchschnittliche Stromverbrauch in Österreich PRO MONAT (!) beträgt: rund 5000 GWh
Quelle: statista
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