Nachdem ich vor gut 10 Jahren das Thema erstellt habe kann ich mal eine Aktualisierung meiner Einstellung dazu posten.

Ändert sich ja doch immer was über die Zeit.
Damals hab ich ja 280 km / etwas über 3 Stunden genannt. Und damals war mein Punkt irgendwie die Kosten so wie ich das heute rauslesen würde. Die Zeit war zwar schon auch ein Thema, aber nicht das bestimmende, und es war mir zwar nicht egal ewig lange Auto zu fahren, aber so großartig gestört hats mich auch nicht.
Mit dem damaligen Radius konnte ich so grob das gesamte Tiroler Unterland inkl. der vorderen Hälfte des Zillertals abdecken, womit ich eigentlich ganz glücklich war.
Mittlerweile ist es so, dass die Fahrtkosten für mich nicht mehr so die Rolle spielen wie damals. Der Sprit wurde zwar etwas teurer, die anderen kostenbestandteile eines Skitages aber noch überproportional mehr, weshalb der Teil für die Fahrt eher unbedeutender wurde, wenngleich er natürlich immer noch einen großen Brocken ausmacht. Zudem sind meine persönlichen finanziellen Möglichkeiten heute natürlich etwas besser als 2013, als ich noch Azubi war.

Der Zeitfaktor wurde für mich aber deutlich entscheidender. Mittlerweile muss ich ehrlich sagen, habe ich manchmal einfach keinen Bock mehr, mich stundenlang ins Auto zu setzen. Noch früher aufzustehen, spät heimzukommen, keine richtige "Pause" zu haben, das wird einfach nervig. Ja, man wird alt.
Und trotzdem wurden in der eher jüngeren Vergangenheit neue persönliche Tagesfahrt-Rekorde bei mir aufgestellt. So ging es nach Ischgl, nach Sölden, nach SFL, und der Spitzenreiter meiner Ochsentouren 2019 mit 4:25 Fahrzeit je Strecke nach Gurgl. Das hätte ich zu Beginn nicht für möglich gehalten dass ich das mal mache. Aber irgendwie war die Sucht stärker, und ich muss sagen im Nachhinein hat es sich doch gelohnt, diese für mich besonderen Ziele anzufahren. Und es ist nicht so dass das für mich jetzt der neue Standard wäre, Tagesfahrten ins Tiroler Oberland zu machen, der Normalfall ist nach wie vor eine Stunde weniger Fahrtzeit und die altbekannten näheren Ziele.
Und um den Nervfaktor des Autofahren etwas zu reduzieren, plane ich in Zukunft auch, hin und wieder mich einer Bus-Fahrt anzuschließen.