Zuerst, ein Forum ist auch mir lieber als zwei. Ich kann mir aber vorstellen, dass es dafür schon zu spät ist. Im Grunde ist es aus meiner Sicht nur der Schlusspunkt einer jahrelangen Kette von Ereignissen und den daraus folgenden Entfremdungen einzelner, aber inzwischen durchaus vieler, ehemals sehr aktiver User.
Das „alte“ Forum wird dadurch aber weder hier noch an anderer Stelle zurückkehren. Internetforen sind leider ein wenig aus der Zeit gefallen und auch wir alle werden nicht jünger. Ich selbst habe vor einigen Jahren aufgehört ein wirklich aktiver User zu sein. Das hat verschiedenste Gründe, manche davon finden sich aber auch weiter unten im Text.
Ich gehe davon aus, dass viele dieser Punkte nicht nur von mir so gesehen werden. Weiterhin hat sich hier über Jahre hinweg und aus verschiedensten Beweggründen Frust angestaut der sich nur mangels Alternativen nicht entladen konnte.
Mich verstören an dieser Causa diverse Dinge:
1. Moderation und Administration
Mag ja sein, dass xxx in irgendeiner Form gegen die Netiquette verstoßen haben mag.
Wie kann es bitte sein, dass sich das Mod-Team, das sonst so verhalten oder eben meistens gar nicht reagiert, so viel Zeit auf eine Lappalie verwendet?
Wie kann es sein, dass bestimmte User absolute Narrenfreiheit genießen und mit Beleidigungen nur so um sich werfen dürfen?
Wie kann es sein, das lebendige Spambots über Monate hinweg sanktionslos das ganze Forum vollposten dürfen und den Forenfrieden stören können?
2. Fehlende Transparenz und ungenügende Kommunikation
Ja, in diesen und anderen Foren herrscht das Hausrecht. Das ist in diesem Forum in der Hand einer einzelnen Person, dem Betreiber und Gründer dieses Forums. Dafür auf jeden Fall vielen Dank.
Das macht sicherlich viele Dinge einfacher, auf der anderen Seite verursacht es aber auch eine ganze Reihe von Problemen.
Eines davon ist, dass der Content dieses Forums, der von vielen verschiedenen Personen kostenlos geliefert wird, mehr oder weniger in sein Privateigentum übergeht.
Das mag für die meisten, so auch für mich noch OK sein, wenn dann allerdings mangelnde Transparenz, fehlende Kommunikation und eine offensichtliche Ungleichbehandlung dazu kommen – und das ist der Fall, dann hängt der Haussegen gewaltig schief. Die Forenleitung macht es sich mit der Begründung „Datenschutz“ viel zu einfach. Datenschutz ist ein hohes und wichtiges Gut. Viel zu oft wirkt er aber nur vorgeschoben und wird mutmaßlich als Grund genannt, Handlungen nicht kommunizieren zu müssen.
Viele dieser Probleme schwelen schon seit vielen Jahren. Die Gründung eines Konkurrenzforums ist dann leider nur das vorläufige Ende der Erzählung.
3. Reaktion der Forenleitung
Die Reaktion der Forenleitung auf die jüngsten Ereignisse: Manipulation von PMs, Sperrung der Editierfunktion von älteren Beiträgen.
Im Ernst?
So schafft man eines mit Sicherheit nicht: Vertrauen. Im Gegenteil, die bereits vorhandenen Gräben werden so noch weiter vertieft.
4. Lösungen?
Ein weiter so kann es nicht geben. Eine Rückkehr zum Status Quo scheint nahezu unmöglich.
Das Alpinforum ist vor allem ein Schatz. Das Archiv hat für viele einen unschätzbaren Wert. Es wäre sehr schade, wenn das verloren Ginge.
Es müsste sich sehr vieles, grundlegend und nachhaltig verändern, damit sich die Wogen wieder glätten... In etwa das:
talent schrieb:
Daher ein Vorschlag: Alpinforum und -Fans werden fusioniert und sind künftig nicht mehr Privateigentum. Es wird ein Verein gegründet, der als Träger fungiert und in dem alle User, die es möchten, Mitglied werden können. Die Mitglieder wählen demokratisch einen Vorstand, der die Entscheidungen trifft. Der Verein verpflichtet sich dazu, Transparenz zu üben, sowohl inhaltlich als auch finanziell.
Diese Lösung mag nicht jeden Streit vermeiden, aber sie legitimiert die Leitung des Forums und beseitigt Störfaktoren. Diese Lösung kann über Mitgliedsbeiträge langfristig den Betrieb sicherstellen und beteiligt alle am Erfolg ihres Vereins. Diese Lösung schafft auch die Basis für Veranstaltungen oder andere Ideen (für den Weltcup hat man ja auch einen Verein gegründet).
Ich vermute, das wird weder passieren noch wird es einen Schritt zurückgeben. Das finde ich sehr schade.
5. Das Konkurrenzforum
Ich bin gespannt wie sich das ganze entwickelt. Ein Forum von Usern für User ist genau der richtige Ansatz. Ob es klappt werden wir sehen.