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INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter

markus schrieb:
Wir haben da eine gute Regel die auch eigentlich immer funktioniert im Sommer.
Wir starten um 5 Uhr morgens und schauen dass wir spätestens zwischen 13 und 14 Uhr wieder zurück oder am Ziel sind. Somit sind wir dem Wetter immer ausgekommen.

Das klappt aber nur bei Hochdruckwetterlagen, bei Wetterumschwüngen mit durchziehender Front kann diese egal wann am Tag auftauchen. Genau das wurde ja den drei vom Blitz getroffenen aus See in Flirsch zum Verhängnis.
 
flamesoldier schrieb:
markus schrieb:
Wir haben da eine gute Regel die auch eigentlich immer funktioniert im Sommer.
Wir starten um 5 Uhr morgens und schauen dass wir spätestens zwischen 13 und 14 Uhr wieder zurück oder am Ziel sind. Somit sind wir dem Wetter immer ausgekommen.

Das klappt aber nur bei Hochdruckwetterlagen, bei Wetterumschwüngen mit durchziehender Front kann diese egal wann am Tag auftauchen. Genau das wurde ja den drei vom Blitz getroffenen aus See in Flirsch zum Verhängnis.
Aber auch die wären besser dran gewesen,wenn sie vorher mal geschaut hätten,woher und wie da was kommt.das nenne ich zum Beispiel eine unsichere Wetterlage.Die aber auch nicht aus dem Nichts kam.
Auch ich bin nicht davor gefeit,Quatsch zu machen.ich war vor nicht allzu langer Zeit am fensterl(ein felsentor)oberhalb von fischbachau.es war bewölkt,Regen hätte jederzeit stattfinden können,evtl auch schlimmeres.aber Gewitter waren halt irgendwo in Oberammergau/Allgäu vorhergesagt.nun.es war nicht direkt über mir,aber es rumpelte irgendwo über Miesbach ,auf jeden Fall 10 km weiter nördlich das fensterl hab ich zwar flott erreicht,aber auf dem Bergabweg,den ich umso flotter runterjoggte,hat's dann ziemlich kurz und stark gehagelt.moral von der gechicht.plane keine Touren bei solalawetter nicht.war mir eine Lehre.aber ich hab zugegebenermaßen die Tour auch so geplant,dass es flott ging ,ich im Wald bleibe und schnellwieder zurück bin.was oberhalb der Baumgrenze oder über weitläufige Almwiesen wäre mir da nicht in den Sinn gekommen.und bevor jemand sagt,bäume schützen nicht:doch,sie tun es,sofern es ein Wald ist und nicht nur 1 bis ne Handvoll Bäume auf ner wiese.dasnist auf jeden Fall die sicherere Alternative zum ducken in einer Mulde auf einer wiese
 
Heutzutage hat man ja genug Möglichkeiten sich selber schlau zu machen: bis zu 20 Wettermodelle sind frei verfügbar (zB. meteoblue). Blitz- und Regendaten kommen in Echtzeit aufs Handy. Wenn man sich ein wenig mit Meteorologie beschäftigt, ist man viel sicherer unterwegs als noch vor wenigen Jahren. Und Erfahrung macht natürlich auch viel aus. Klar, irgendeine 08/15 app für ganz Ö oder D ist natürlich zum Scheitern verurteilt.
 
Vor allem von bergfex muss man im Sommer dringend abraten. Keine Ahnung welche Modelle die verwenden. Im Winter passt es meist schon gut mit den Sonnenstunden. Beispiel wieder letztes Wochenende. Anhand der seriösen Wetterberichte (ZAMG, ORF, LWD Bayern, Kachelmann mit Bandbreiten) war ziemlich klar dass es eigentlich von der Früh weg nix gescheites wird und vielleicht mal 3 Sonnenstunden gibt was dann auch so kam. Bergfex beharrte bis zuletzt auf 10, an beiden Tagen.
 
Gleitweggleiter schrieb:
Vor allem von bergfex muss man im Sommer dringend abraten. Keine Ahnung welche Modelle die verwenden. Im Winter passt es meist schon gut mit den Sonnenstunden. Beispiel wieder letztes Wochenende. Anhand der seriösen Wetterberichte (ZAMG, ORF, LWD Bayern, Kachelmann mit Bandbreiten) war ziemlich klar dass es eigentlich von der Früh weg nix gescheites wird und vielleicht mal 3 Sonnenstunden gibt was dann auch so kam. Bergfex beharrte bis zuletzt auf 10, an beiden Tagen.

Das dürfte auf dem GFS Modell beruhen, also Auflösung von ca. 10 Kacheln für den ganzen Alpenraum :biggrin:
 
Ich schaue oft bei meteoblue. Und dort unter "Vorhersage" und "Multimodel". da kann man sich ein gutes Bild machen, wie einig sich die Modelle sind. Die ZAMG ("Geosphere") ist lokal auch sehr gut. Bergfex scheitert sehr oft. GFS ist für die Alpen nicht wirklich geeignet, weil zu grob gerastert.
 
TONI_B schrieb:
Ich schaue oft bei meteoblue. Und dort unter "Vorhersage" und "Multimodel". da kann man sich ein gutes Bild machen, wie einig sich die Modelle sind. Die ZAMG ("Geosphere") ist lokal auch sehr gut. Bergfex scheitert sehr oft. GFS ist für die Alpen nicht wirklich geeignet, weil zu grob gerastert.

Dito. Meteoblue hat sich bei mir als die zuverlässigste Quelle etabliert - insbesondere weil man dort die Sicherheit bzw. Unsicherheit der Vorhersage beurteilen kann. Die zweite Quelle ist Geosphere/ ZAMG bzw. im Deutschen Mittelgebirge der Deutsche Alpenverein. Bergfex nehme ich eher "zur Kenntnis", aber nie als seriöse Grundlage.
 
Geosphere ist auch ziemlich ungenau geworden, wenn es um Wetterwarnungen geht. Da gibt's oft Warnungen von Vorarlberg bis Oberösterreich, immer mit dem gleichen Text, obwohl eigentlich klar ist, dass es sich um den Weißwurstexpress (Gewitter) handelt.

Gut finde ich den DWD.


Grundsätzlich sollte jeder ein gewisses Gefühl für das Wetter seiner Region haben. Ich weiß zb, dass wird vom Nordstau wenig abbekommen und viel, wenn's über den Brenner rein kommt.
 
Ich wohne Teilzeit in tremosine sul Garda und weiss mittlerweile,dass 70%der Gewitter und des Niederschlages aus Westen/südwesten in den Gardasee Bergen am Monte tremalzo hängenbleiben .alles bleibt natürlich nicht hängen.
Aber unzählige Male hats bis vesio geregnet und in pieve oder Limone warens nur ein paar Tropfen oder gar nix.ebenso drüben am Monte baldo Wetter /Gewitter von Ost/südost.ist halt eher bauernregel als Wettervorhersage ,schon gar nicht kann man das Wetter jeden einzelnen Gipfels vorhersehen.weiss gar nicht,warum so manche einheimische sich da immer sicher sind.
Ich kann nur sagen: sei bis,wie Markus sagt,13 Uhr wieder unten oder zumindest weit nach Gipfel auf dem rückweg,dann passt's-inMehrzahl der fälle.
Ich kæme aber nie auf die Idee zu sagen:jaauf dem Monte bestone,da geht's heut,da im Norden sind schäfchenwolken .wasn bullshit
 
Bei dem ständigen Gewitterrisiko in den letzten Tagen ist es fast unmöglich seine Radltour zu planen.
Hier in Bayern-Schwaben jedenweils häufig ab Nachmittag/Abend dunkle Wolken.
Die Vorhersage auf meteoblue schwankt dann von 0mm bis 8mm Niederschlag in einer Stunde.
 
Heute wieder unterwegs gewesen,in alpbach,wollte die sagtaler spitzen machen.dasnwrtter war aber wieder malguggn.war schön,keine Frage,aber am Zillertaler hauptkamm gab's schon nimbuswolken um 1300,da hab ich nur ne kürzere Version gewählt der Wetterradar hat auch ständig was anderes gesagt,erst ab 1300 Regen und ab 15 Uhr Gewitter,dann wieder nur bewölkt oder wolkig bis abends.die markus-rechnung war sicher richtig.wäre ich um 7 losgegangen,wär das alles kein Problem gewesen.aberndienkürzere Variante war nun besser.imnnachhineij ein wenig ärgerlich,aber war fein
 
Allegra schrieb:
Seit geraumer Zeit glaube ich der sogenannten "Wissenschaft " gar nichts mehr. Denke lieber selber und ziehe meine eigenen Schlüsse. Bin damit gut gefahren.

Aber jeder darf denken, sagen und glauben, was er mag - noch herrscht Glaubensfreiheit und Meinungsfreiheit.
Das Recht der Meinungsfreiheit oder der freien Meinungsäußerung ist nicht mit kompletter Narrenfreiheit gleichzusetzen. Wenn du bewiesene Fakten ohne Gegenbeweis diskreditierst zeigst du damit, dass du diese (evtl. aufgrund einer persönlichen Agenda) nicht Wahrhaben möchtest. Danach sollte man sich auf die Meinung anderer gefasst machen, ein Depp zu sein.

Alles was mich am aktuellen Wetter aufregt ist, dass die schönsten Gewitter immer im großen Bogen um meinen Ort herum ziehen.
Fand das immer schön im Sommer wenn's auch mal ordentlich gescheppert hat nach der ganzen Hitze.
 
Früher konnte man problemlos über das Wetter reden.
Ist heutzutage leider nicht mehr möglich. Dabei ist es einfach Sommer. Man sollte sich darüber freuen und das tolle Wetter genießen. Übrigens gab es Neuschnee im August, Gewitter, Hagel und Sturmböen im Gebirge schon immer. Man sollte sich als heutiger Mensch nicht einbilden, daß dies was exklusiv Neues darstellt, auch nicht bezüglich Häufigkeit oder Dauer.
 
Man kann auch heute noch problemlos über das Wetter reden, wenn nicht immer wieder die Worte:"Das gabs schon immer..." kämen!

Wer nicht zur Kenntnis nehmen will, dass massive Änderungen im Klima und damit letztlich auch im Wetter stattfinden, der stellt sich außerhalb der wissenschaftlich abgesicherten Tatsachen.

In meinem Bekanntenkreis wird auch gejammert, dass dieser Sommer ja gar nicht so ein extrem heißer sei, wie angeblich vorhergesagt. Die subjektive Eindruck hält halt nicht stand mit den objektiven Messdaten: https://klimaportal.geosphere.at/klimamonitoring/?view=fullscreen&param=t&period=period-ym-2025-06&ref=1

Und ja, ich bin seit zwei Wochen in den Bergen und es regnet sehr oft...
...Wetter!

Dass es im Juni im Alpenraum um 5-7K zu warm war im Vergleich zur Periode 61-90? Klima! Änderung!
 
TONI_B schrieb:
In meinem Bekanntenkreis wird auch gejammert, dass dieser Sommer ja gar nicht so ein extrem heißer sei, wie angeblich vorhergesagt. Die subjektive Eindruck hält halt nicht stand mit den objektiven Messdaten: https://klimaportal.geosphere.at/klimamonitoring/?view=fullscreen&param=t&period=period-ym-2025-06&ref=1

Was sich sehr gut mit Gewöhung erklären lässt. Wir messen die Temperaturabweichung immer noch zum Zeitraum 1961-90 (um die Klimaänderung zu diesem Zeitraum zu verdeutlichen), das menschliche Gehirn hat diese Zeit aber schon längst vedrängt und vergleicht maximal zu den letzten 5-10 Jahren.
 
Die Atmosphäre vor allem über der stark industriealisierten Nordhakbkugel war durch starke Luftverschmutzung in den 1960-iger bis Mitte der 1980-iger Jahre natürlich viel besser vor der Sonneneinstrahlung geschützt.
Der Dreck hat zum einen einen Teil der Strahlung gleich wieder ins Weltall reflektiert und zum anderen sind viel mehr Wolken an den Partikeln kondensiert.
Letzteres führte zur Abschattung und deutlich mehr Landregen. Und somit zu niedrigeren Temperaturen.
Durch die Luftreinhaltungsmaßnahmen ab den 1980-iger Jahren und Abschaltung der Dreckschleudern in Folge des Mauerfalls haben wir nun eine deutlich saubere Atmosphäre. Wir erleben daher eine Klimanormalisierung.

Bei der ganzen Hysterie empfiehlt sich mal darüber nachzudenken: Cui bono ?
 
Das gehört eigentlich in den Klimawandel-Thread.
Mit den ersten beiden Sätzen kann ich mich anfreunden. Mit den Rest nicht. Schon gar nicht mit dem letzten Satz.
 
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