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INFO / Diskussion zum aktuellen Wetter

Das ist tatsächlich auch so ein Punkt, wo ich beim Kai Zorn als Laie immer recht skeptisch bin. Was die kurz- und mittelfristige Vorhersage und die Tendenzen angeht, ist er m.E. aus Laiensicht schon seriös und jedenfalls insgesamt ex post zutreffend - aber wenn es dann darum geht, dass dieser oder jener strenge oder milde Winter in den 70er oder 90ern eine bestimmte "Vorgeschichte" im Sommer oder im Herbst gehabt habe, und dass wenn es im Sommer oder nun im Herbst ein bestimmtes Strömungsmuster gibt, dies Aufschluss über das Winterwetter gebe - das erscheint mir nicht so recht plausibel ohne es aber belegbar widerlegen zu können. Jedenfalls würde ich erwarten dass man für belastbare Aussagen in dieser Richtung eine größere Zeitreihe benötigen würde, als nur ein paar einzelne Winter die eine bestimmte "Vorgeschichte" hatten.
 
Gleitweggleiter schrieb:
Das ist tatsächlich auch so ein Punkt, wo ich beim Kai Zorn als Laie immer recht skeptisch bin. Was die kurz- und mittelfristige Vorhersage und die Tendenzen angeht, ist er m.E. aus Laiensicht schon seriös und jedenfalls insgesamt ex post zutreffend ....
Kai Zorn ist alles mögliche, aber ganz sicher nicht seriös. Er bedient sein Publikum mit Binsen und Plattitüden, die er gekonnt aufbläht und in einen teils grotesken, teils hanebüchenen Kontext einbindet. Er ist, um im Bild zu bleiben, ein Windfähnchen, dass sich unablässig in die Richtung dreht, in der ein Maximum an Zuspruch gewährleistet ist und das sich - wenn nötig - auch reisserisch skandaliseren lässt. Er bedient Erwartungen, die er selbst weckt. Kurz: ein Populist reinsten Wassers.

K.
 
fadable schrieb:
Mal ganz doof gefragt, wo gibt denn das "beste" Wetter im Netz?

Ich würde noch unterscheiden zwischen Flachland und Bergland. Für letzteres ist m.E. eine qualitative / verbale Einschätzung wichtig, reiner Modelloutput reicht oft nicht aus (siehe zB die aktuelle Lage mit der teils hohen Hochnebelobergrenze, oder im Winter die Schneemengen die in Staulagen meist unterschätzt werden).

Zum Flachland sehe ich auch Kachelmannwetter als führend, alleine schon weil er Bandbreiten angibt.

Beim Bergwetter - betreffend Vorarlberg, Tirol und Bayern - ohne Reihenfolge
* Geosphere Austria (vormals ZAMG) Bergwetter
* DAV Bergwetter (auch von Geosphere)
* LWD Bayern, auch im Sommer verfügbar (der Geheimtipp)

Zusätzlich zur Verplausibilisierung:
* ORF
* Oberlandwetter mit qualitativer Einschätzung (fürs Tiroler Oberland und Vorarlberg)

Von Bergfex halte ich dagegen wenig - maximal zur Ergänzung
 
Meteoschweiz finde ich am besten aufbereitet. Also ganz allgemein gesprochen.

Der Tiroler Lawinenwarndienst ist auch ganz gut.

Für die Großwetterlage dann noch Kachelmann auf Youtube.



Ach ja. In Nordtirol gibt's gerade tollen Altweibersommer. Zum Mountainbiken die besten Jahreszeit. Es ist dermaßen trocken. Echt geil.
 
Das hier tendiert eher in Richtung unseriös - aber man darf ja manchmal spinnen:

TirolSnowNovember.jpg


Quelle hier: https://www.facebook.com/photo/?fbid=1126377226289950&set=a.501807802080232
 
Wenn wir schon so seriös sind, müssten wir doch mal ein paar Bauernregeln (Google KI Zusammenfassung) konsultieren ;)

St. Martin (11. November): „Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart“. Das bedeutet, wenn es an diesem Tag schneit, wird der Winter voraussichtlich streng.

Früher Wintereinbruch: „Wenn der November schneit, hat der Winter verkalbt“. Das bedeutet, ein früher Wintereinbruch ist oft nicht von langer Dauer und es könnte sogar ein insgesamt milder Winter folgen.

Segen für die Saat: „Novemberschnee tut der Saat nicht weh“. Dies besagt, dass Schnee im November gut für die Aussaat ist.

St. Andreas (30. November): „Wirft herab Andreas Schnee, tut's den Korn und Weizen weh“. Das deutet darauf hin, dass Schnee an diesem Tag schädlich für Getreide sein kann.

Frierendes Wasser: „Friert im November zeitig das Wasser, wird's im Januar umso nasser“. Dies deutet darauf hin, dass ein früher Frost im November auf nassen Januar hindeutet.

Aber das gute ist ja, dass in den Alpenregionen schon seit je her kein Getreide angebaut wurde :)
 
Na? Wo bleiben die Jubelschreie?
Es dürfte zu Beginn kommender Woche weit runter schneien...
Das wars dann mit der Wandersaison 2025!
 
Es könnte in der Tat ganz nett werden, der Trend wird konkreter:

US-Modell:

snowcover_271025.png



EU-SWISS:

snowcover_271025_eu_swiss.png


Zeit wirds :wink:

Bedauerlicherweise ist das evtl. eintretende Schneefallereignis ein recht stürmisches (Westalpen/Zentralschweiz bis Vorarlberg), was prompt zu erheblichen Verfrachtungen führen kann und zum Zeitpunkt des allmählichen ersten Schneedeckenaufbaus in den Hochlagen > 2.000m ziemlich blöd ist:

gusts_241025_0400.png



K.
 
Arlbergfan schrieb:
Das wars dann mit der Wandersaison 2025!

Die geht jedenfalls noch bis zum 31.12.2025. ;)


Ja, mal sehen, was kommt. Aus Westen meistens nichts besonders tolles. Ich tippe auf einen Wintergruß und mehr braucht's ja auch nicht. Spannend werden die Temperaturen: 0°C auf 1.000 m?
 
Also ich hab die Wander- bzw Bergtoursaison keineswegs schon abgeschrieben

Auch ein halber Meter taut auf dem noch warmen Boden zumindest sonnseitig bis vielleicht 2500 Meter oder so normalerweise noch weg, gerade wenn wieder ein stabiles Hoch kommen sollte. Nordseitig hält es sich schon eher. Wäre ganz normal. Der richtige Schnee reicht ja auch völlig im Dezember.
 
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