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j-d-s schrieb:Ich wäre dafür, dass man dann auch eine Beschränkung/Verteuerung macht für Bergbewohner, die nach Brixen oder Bozen fahren, denn die armen Stadtbewohner haben da schließlich Zumutungen, wenn da lauter Leute hinfahren, und, große Überraschung, in Städten ist sogar häufiger Stau, und oft wird der Stau in Städten sogar ganz überwiegend von Leuten verursacht die woanders wohnen, man diese Leute Pendler, und nur zur Erklärung, das ist Ironisch gemeint, denn dass man Leute aufgrund ihres Wohnortes zu Bürgern zweiter Klasse machen will ist nirgends ok, wird aber ständig gefordert.
GMD schrieb:Also Pendler würde ich nicht in diesen Topf werfen! Nehme mal an, in Südtirol dürfte der Wohnungsmarkt ähnlich ausgetrocknet wie im restlichen Europa sein. Viele Pendler würden sehr gerne in der Stadt wohnen, in der sie arbeiten, finden aber keine bezahlbaren Wohnungen.
GMD schrieb:Ich kann ja nicht für Bozen sprechen, aber hier in der Schweiz haben wir in den Städten eine Leerquote von unter 1%! Sprich weniger als eine von hundert Wohnungen ist gerade auf dem Markt. Was das für Auswirkungen auf die Mieten bzw. Verkaufspreise hat, brauche ich wohl nicht extra zu erklären. Es ist tatsächlich so, dass mit einem normalen Lohn wohnen in der Stadt oftmals nicht möglich ist. Sehe auch keinen Grund, warum das in Südtirol gross anders sein soll.
Nein, finde ich nicht fair.Seilbahnjunkie schrieb:Pendeln wird gefördert, nahe am Arbeitsort wohnen nicht. Beides verursacht Kosten. Das findest du fair?
Reginleif schrieb:Nein, finde ich nicht fair.Seilbahnjunkie schrieb:Pendeln wird gefördert, nahe am Arbeitsort wohnen nicht. Beides verursacht Kosten. Das findest du fair?
Aber doch indirekt fördert die Pendlerpauschale auch den Wohnraum nahe am Arbeitsort. Gäbe es die Pendlerpauschale nämlich nicht, hätten noch mehr Menschen das Bedürfnis näher an den Arbeitsort zu ziehen, wodurch der Wohnraum dort noch teurer werden würde.
Seilbahnjunkie schrieb:[…] Je umweltschädlicher man wohnte (je weniger urban) […]
Rusty1 schrieb:@Reginleif Als Betroffener der Pendlerpauschale kann ich Dir überdies sagen: Spar Dir den Neid. Das macht das Kraut wirklich nicht fett und reicht auf keinen Fall für alle Ausgaben, die das extra dafür vorgehaltene zweite Auto erzeugt.
Rusty1 schrieb:Diese Behauptung ist aus meiner Sicht Unfug. Ich kann in der Stadt einen Cayenne fahren und auf dem Land ein Fahrrad. Bestimmt gibt es durch Wohnraumverdichtung bestimmte Effizienz-Gewinne, aber im selben Umfang entstehen doch auch Probleme wie Luft- und Wasserbelastung.
Seilbahnjunkie schrieb:Rusty1 schrieb:@Reginleif Als Betroffener der Pendlerpauschale kann ich Dir überdies sagen: Spar Dir den Neid. Das macht das Kraut wirklich nicht fett und reicht auf keinen Fall für alle Ausgaben, die das extra dafür vorgehaltene zweite Auto erzeugt.
Und hast du da auch schon deine günstigere Wohnsituation eingerechnet?
Weiß ich doch, ich komme selbst auf 18.000km Pendelstrecke im Jahr. Auch mit einem Kleinwagen deckt die Pauschale nicht die Kosten des Autos. Es ist der Umstand dass die Wohnung in der Stadt so viel teurer wäre dass es sich finanziell mehr lohnt zu pendeln. Das würde es wie gesagt auch ganz ohne Pauschale noch locker.Rusty1 schrieb:@Reginleif Als Betroffener der Pendlerpauschale kann ich Dir überdies sagen: Spar Dir den Neid. Das macht das Kraut wirklich nicht fett und reicht auf keinen Fall für alle Ausgaben, die das extra dafür vorgehaltene zweite Auto erzeugt.
Das hängt sicher auch noch vom Gebäude- und Lebensstil ab, wenn ich z.b. meine Bohnen, Erdbeeren oder Tomaten aus dem Garten esse, der Stadtbewohner aber spanische Gewächshaustomaten im Supermarkt holt, ist das Landleben in dem Punkt wieder grüner. Aber im Grundsatz mag das stimmen.Seilbahnjunkie schrieb:Landbevölkerung meint oft sie würde so naturverbunden leben, weil sie mehr Grün um sich haben, aber Städte schonen die Umwelt viel mehr, weil sie die Belastung konzentrieren und insgesamt senken.
Seilbahnjunkie schrieb:Rusty1 schrieb:@Reginleif Als Betroffener der Pendlerpauschale kann ich Dir überdies sagen: Spar Dir den Neid. Das macht das Kraut wirklich nicht fett und reicht auf keinen Fall für alle Ausgaben, die das extra dafür vorgehaltene zweite Auto erzeugt.
Und hast du da auch schon deine günstigere Wohnsituation eingerechnet?
Reginleif schrieb:Das eigentlich noch ungerechtere an der Pendlerpauschale ist ja on Top, sie reduziert idiotischer Weise das zu versteuernde Einkommen, es ist kein pauschaler Nettobetrag. Sprich mit einem hohen Einkommen, kann ich damit rechnen, dass ich 42% der Pauschale netto kriege, also dann wenn ich eigentlich am wenigsten darauf angewiesen bin. Verdiene ich wenig und muss eh schon wenig Steuern zahlen, kann ich auch nicht den Spitzensteuersatz ansetzen und habe netto weniger.
Reginleif schrieb:Das hängt sicher auch noch vom Gebäude- und Lebensstil ab, wenn ich z.b. meine Bohnen, Erdbeeren oder Tomaten aus dem Garten esse, der Stadtbewohner aber spanische Gewächshaustomaten im Supermarkt holt, ist das Landleben in dem Punkt wieder grüner. Aber im Grundsatz mag das stimmen.
Reginleif schrieb:Das lässt sich im übrigen auch auf den Massentourismus übertragen. Für die Natur ist es das schlimmste wenn jeder meint ich suche mir einen Ort an den nicht jeder geht und somit wird überall rumgetrampelt und nichts mehr bleibt unberührt. Massentourismus bündelt, auch wenn er lokal halt immer unbeliebt ist. Ein Punkt den Beführworter des sogenannten sanften Tourismus oft nicht sehen (wollen).
Ich muss ja davon ausgehen, wenn ich den Massentourismus irgendwo einschränke bleiben die Leute nicht zu Hause, sondern suchen sich was anderes.
Rusty1 schrieb:Ich wohne im Münchner Süden, ich kann mir unter einer günstigen Wohnsituation leider nichts vorstellen.
Aber ganz ernsthaft, das mit den günstigen Wohnungen außerhalb mag ja in manchen, nicht so beliebten Regionen Deutschlands noch stimmen, aber so richtig günstige Wohnungen gibts doch nur noch so weit ab vom Schuss, dass Pendeln schon zeitlich keine realistische Option mehr ist, mal abgesehen von den Kosten. Ich persönlich wohne im Eigentum, das neutralisiert die Unterschiede dann vollends oder dreht sie sogar um (in der Stadt höhere Preise, dafür in der Regel bessere Wertentwicklung).
Quelle: facebookAm 1. September soll die verkehrsberuhigte Zone am Grödner Joch aktiviert werden. Ob es dazu kommt, wird in zwei Wochen entschieden, bei einem Treffen der Arbeitsgruppe mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und den Landesräten Daniel Alfreider (Mobilität) und Peter Brunner (Naturschutz). Die Zeichen stehen auf Grün. Mehr dazu in den heutigen Dolomiten!
br403 schrieb:Durchfahrt nur noch für E-Autos und E-Motorräder erlauben, kein Gestank und kein Lärm mehr.![]()
don pipone schrieb:. Aber deutlich leiser wirds durch E-Autos auf den Strassen vermutlich auch nicht.
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