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Neues im Brandnertal – Brand/​Bürserberg

Denke die Mehrtageskarten im Montafon dürfte weiter ungebremst teurer werden wie in den letzten Jahren.

Und im Brandnertal werden wir es in wenigen Tagen sehen. Anfang September sollen die neuen Preise einsehbar sein.
Aber eigentlich muss es ein gutes Stück gübstiger werden.
 
Wenn man sich das oben anschaut - also das Thema der Finanzierungslücke und Rückstellung von Darlehensrückzahlungen dann kann es eigentlich keine signifikanten günstigeren Tickets in Brand geben. Eine Kompensation durch Mehrtagestickets sehe ich tatsächlich nicht - es reisen ja nicht mehr Gäste an nur weil es wieder Brandner Solotickets gibt. Vielleicht kaufen wieder mehr Brandner Gäste ein Ticket, aber das wird nicht der große Hebel sein… hoffentlich geht der Schuss nicht nach hinten los und wir erleben Ende der Saison dann ein endgültiges zahlungsunfähiges Brandnertal. Also Bergbahnseitig…
 
Weiss zufällig jemand wann die betriebsgenehmigung von dem 2er Sessel in Bürs ausläuft, also wann zwangsläufig ein Ersatz gebaut werden muss oder eben eine Stilllegung?!?
 
2032/33 wobei die Anlage aufgrund der finanziellen Lage rein theoretisch auch ein kostengünstigeres Retrofit erhalten könnte, siehe Garfreschabahn.

Viele Grüße
 
Ich hab auch schon mal was von 2029 gehört. Ich meine dann ist irgendein Bauteil durch, wo sich tauschen nicht mehr lohnt.

Wenn sich die Übernachtungszahlen mit der neuen Loischkopfbahn (vor allem im Sommer) steigern und das neue Hotel unten am Gemeindeamt gebaut wird, dürfte dort Ersatz kommen. Allerdings würde dieser Ersatz von der Gemeinde Bürserberg finanziert werden und die Bergbahnen nur Betreiber sein. Die finanzielle Lage der Gemeinde ist auch nicht besonders gut, allerdings deutlich besser als die der Bergbahnen.

Das ehemalige Hotel Taleu im Ortskern unten, wird mittlerweile als Mitarbeiterunterkunft einiger anderer Tourismusbetriebe im Ort genutzt. Und im letzten Jahr ist neben dem Gemeindeamt mit der Alpenlodge Fuchsbau ein Ferienwohnungs/Appartmenthaus mit 47 Betten errichtet worden.

Ab 2030 kann dann theoretisch auch der geplante Campingplatz erbaut werden, wenn der Kiesabbau beendet ist.

Ein Retrofit der alten Bahn ist sicherlich keine Option, davor wird die Bahn eher komplett stillgelegt. Es braucht keine Bahn mit großer Förderleistung, aber gerade als Zubringer im Sommer und Winter sowie verschiedenste Nutzergruppen wäre etwas geschlossenes sehr wichtig (Meiner Meinung nach sollte man die Mountaincarts auf den Abschnitt verlegen).
Zudem kommt, dass die Tschenglastraße massiv überbelastet ist, früher war im Sommer tote Hose und mittlerweile ist im Sommer mehr Verkehr als im Winter, dieser ist aber nicht zurückgegangen. Man hat die Straße auf die Tschengla zwar an einigen Abschnitten verbreitert, aber es bestehen weiterhin mehrere Abschnitte die nur einspurig befahrbar sind. Durch die Verkehrsbelastung ist die Straße ständig kaputt und muss öfter instandgesetzt werden.
 
Das ist die erste Maßnahme um den See in Zukunft schneller zu füllen, da eine höhere Wasserentnahme an dem aktuellen Standort nicht genehmigt wurde. Das dürfte bei positiven Bescheid vermutlich auch noch dieses Jahr umgesetzt werden.

Die Bergbahnen Brandnertal GmbH, Brand, hat um die Erteilung der naturschutzrechtlichen Bewilligung, der wasserrechtlichen Bewilligung sowie der forstrechtlichen Bewilligung für die Änderung der Beschneiungsanlage Bürserberg durch Nutzung des Überwassers aus dem Hochbehälter „Rona“ der Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Bürserberg inklusive Leitungsverlegungen im Bereich von den GST-NRN 3335/1, 3341 und 3482 GB Bürserberg angesucht

https://vorarlberg.at/-/bergbahnen-brandnertal-gmbh-brand-2
 
phifue schrieb:
Schlepplift
Ein weiteres sehr wichtiges Thema ist der Ersatz unseres Schleppliftes, des sogenannten Tschenglaliftes, inklusive eines neuen Kinder-Funparks. Hier laufen derzeit intensive Gespräche mit den Bergbahnen Brandnertal – mit dem klaren Ziel, wenn irgendwie möglich, noch in diesem Jahr eine entsprechende Lösung umzusetzen. Dieses Projekt ist uns ein großes Anliegen, da wir sowohl von der einheimischen Bevölkerung als auch von unseren Gästen immer wieder die Rückmeldung erhalten haben, dass gerade dieser Bereich derzeit das größte Manko unseres Skigebietes darstellt. Als Bürgermeister bin ich mir sehr wohl bewusst, dass langfristig

Hallo,
Gibt es denn schon irgwendwelche News zu dem Schlepplicht an der Tschengla?
 
Nächste Maßnahme zum Ausbau der Beschneiung:
Mit Eingabe vom 04.08.2026 hat die Bergbahnen Brandnertal GmbH, Brand, um die Erteilung der wasserrechtlichen Bewilligung für die Änderung der Beschneiungsanlage „Brand-Palüd“ auf den GST-NRN 248/3 und 389/3 GB Brand angesucht. Im Rahmen des gegenständlichen Projektes ist unter anderem vorgesehen, die Förderkapazität der Pumpstation „Glingabrunnen“ durch die Errichtung einer zweiten Bergpumpe zu erhöhen. Zudem soll eine Verbindung zwischen den Kraftwerksanlagen „Palüdbach-Hochdruck“ und „St. Theodul II“ geschaffen werden, um das Wasserdargebot der Alvier auch für Beschneiungszwecke nutzen zu können.
https://vorarlberg.at/-/bergbahnen-brandnertal-gmbh-brand-3
mapimage(10).jpg

Quelle: vogis.vorarlberg.at
Zeichen selber hinzugefügt

rote Linie: Palüdbahn
blaue Linie: Talabfahrt Palüd
rot: Pumpstation Glingabrunnen
blau: Kraftwerk St. Theodul II
grün: Kraftwerk Palüdbach-Hochdruck (ist meines Wissens mit der Beschneiungsanlage schon verknüpft.)

Dann dürfte man wohl die gesamte Talabfahrt im Palüd von Anfang an mit voller Leistung beschneien können. Zudem scheint man durch die Anbindung an den Alvierbach den kleinen Beschneiungsteich im Palüd damit auch schneller füllen zu können.
 
Ein paar neue Infos aus der letzten Gemeindesitzung

Hr. ..... erkundigt sich, wie es mit den Bergbahnen Brandnertal weitergeht. Es gehen Gerüchte herum, dass angeblich die Einhornbahn I und Faregg-Lift nicht in Betrieb genommen werden. ....... erläutert, dass über dies bis dato nie gesprochen wurde. Lediglich eine Einsparung wird gemacht – 1 Pistenbully weniger, jedoch nach wie vor ausreichend.
Ansich sind 2 Pistenbullys immer in Bürserberg plus der kleine für die Loipen und Wanderwege. Normalerweise kam bei vollem Pistenangebot nachts über den Skiweg einer aus Brand. Dieser dürfte nun betroffen sein.

Über den Antrag der Fa. Tantscher Erdbau aus Nenzing bezüglich der geplanten Errichtungeines Hotels auf dem Talstationsgebäude der Loischkopfbahn wird beraten. Geplant ist ein Hotel mit 24 Zimmer für ges. 98 Personen. Hinzu kommen Duschen und Toiletten im
Erdgeschoss für den Campingbereich des Bikepark Brandnertal. Des Weiteren wird es einen abgesperrten Parkplatz (durch Schranken getrennt) für das Hotel geben. Folgende Rahmenbedingungen werden festgehalten: Laufzeit des Baurechtsvertrages auf 50 Jahre (entsprechend der Laufzeit der Vereinbarung mit den Bergbahnen Brandnertal), für die zugeordneten Parkplätze soll ebenfalls eine Laufzeit von 50 Jahre vereinbart werden(Pachtzins von € 3,90/m² laut Berechnung von Hr. Seeberger Christian), Baurechtzins von €28,-/m² pro Jahr zuzüglich 30% Top-Up-Zuschlag – berechnet auf Basis der entsprechenden Grundfläche eines Geschosses und Regelung nach Ablauf der 50-jährigen Vertragsdauer: Abbruch des Hotels, Verlängerung des Baurechtsvertrages oder Vorkaufsrecht (erstrangig fürdie Gemeinde Bürserberg, zweitrangig für die Bergbahnen Brandnertal). Diese Punkte werden mit den Bergbahnen Brandnertal bzw. dem entsprechenden Rechtsnachfolger abgestimmt. Des Weiteren soll eine Klausel mit Hr. Tantscher aufgenommen werden, die eine Vermietungspflicht vorsieht

Meiner Meinung nach eine super Sache. Erstmal braucht es das Hotel etwas weiter oben am Schweinestall nicht so schnell. Zudem kommen im Sommer endlich die hässlichen Container mit den Sanitäranlagen des Bikeparks weg und die Sanitäranlagen können auch etwas größer werden. Dazu eine einheimische Firma und nicht irgendein Konzern. Und zudem macht es die Finanzierung der Ersatzbahn der Einhornbahn etwas einfacherer erreichbar. Die es dann aufgrund wegfallenden Parkplätze durch die Hotelgäste umso mehr braucht.

am 04.08.26 eine Aufsichtsratssitzung der Bergbahnen-Brandnertal stattfand;
den aktuellen Stand der Baurechtsverträge mit Bergbahnen-Brandnertal(Anschlussgebühren, Regelung Nutzung Speicherteich, Ersatz f. Tschenglalift, usw.)
Wird diesen Winter logischerweise nix mehr mit dem Schlepper. Hoffentlich nächstes Jahr, dafür brauchts aber erstmal mehr Wasser für die Beschneiung.

Quelle: https://www.buerserberg.at/einheimische/gv-protokolle Sitzung 19.06
 
Der Funpark Backyards Brandnertal wird nach 15 Jahren geschlossen aufgrund der finanziellen Situation.
Zwar wird hier im Beitrag auf Instagram viel Unverständnis den Bergbahnen gegenüber schreiben.
Aber man muss auch sehen, dort waren meines Wissens nach Personen fest angestellt. Die Parkpflege ist sehr aufwendig und an 70 von ca. 115 Saisontagen war im Park tote Hose bzw einfach der Park selber noch nicht wirklich vorhanden. Das kann sich ein größeres Skigebiet irgendwie leisten, aber ein Wunder dass man sich das im Brandnertal überhaupt dafür vor 15 Jahren entschlossen hat.
Zudem frisst der Funpark auch noch die eh schon begrenzten Beschneiungsressourcen. Man braucht 2 Kanonen zusätzlich und ziemlich viel Wasser um alleine den Haufen von dem großen Sprung zu bauen.
Und sagen wir mal das Publikum was wegen des Funparks extra anreist hält sich auch in Grenzen. Selbst wenn es in der Saison 1000 Ersteintritte mehr sind. Was nicht mal 1% der Ersteintritte im gesamten Gebiet sind. Kosten tut der Park sicherlich deutlich mehr als 1%.
Man kann sagen der Park war nie schlecht, aber zu Zeiten am Melkboden/Palüd war er dann doch etwas mehr für die breite Masse gebaut/nutzbar. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern in denen der Park die gesamte Glattjochbahn entlang ging.
Also in Summe kann ich die Bergbahnen in der aktuelle Situation verstehen. Es würde mich aber auch nicht stören, wenn man es irgendwann doch wieder schafft einen Funpark zu betreiben.
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Ich kenne mich bei der Struktur der Bergbahnen viel zu wenig aus, daher hätte ich gerne mal eure Expertise: Ganz so ohne klingen die Entwicklungen nicht. Gerüchte, dass die Einhornbahn nicht in Betrieb genommen wird, gleiches beim Fareggschlepper. Ein Pistenbully weniger, Funpark dicht. Anstehende Investitionen wie Beschneiung, neue Einhornbahn, Tschengla-Schlepper, Niggenkopf II? Glattjochbahn,... Irgendwie wirkt das doch gerade alles so, als ob das Brandnertal auf dem besten Weg ist sich komplett zu übernehmen, bzw sich schon übernommen hat? War die Loischkopfbahn eine Liga zu hoch oder die einzig sinnvolle Entscheidung, um das Sommergeschäft zu stärken? Ich meine noch 2-3 weitere so maue Winter, wie in den letzten Jahren, da würde mir schon langsam die Düse gehen. Oder werfe ich jetzt alles durcheinander, im schlimmsten Fall melden sie Insolvenz an, ein Investor kommt da "zu guten Konditionen" rein und weiter geht's?
 
Betrieb Einhornbahn 1 /Faregg:
- vmtl Idee die es gab, verworfen wurde und irgendwie in den Weg in den Buschfunk gefunden hat.
Pistenraupen:
- immernoch genügend da
- entweder Schedlerhof 600er Solo (Loipen 100er noch vorhanden) oder alter 600er W aus Bürserberg (scheint eh nur Ersatz gewesen zu sein). Ende der letzten Saison kam eine neue Solomaschine demnach vmtl erstmal weniger Ausfälle. Müsste demnächst auch noch mal 2 Windenmaschinen geben. Die anderen sind mittlerweile sehr alt.

Funpark:
Funparkentscheidung vmtl rein rechnerische, Kosten/Nutzen passt da wharscheinlich vorne und hintennicht.

Loischbahn:
- Fazit Sommer mit der neuen Bahn vsl. Anfang Dezember im Bürserberger (Dorfzeitung). Grundsätzlich schaut es aber nicht schlecht aus, der Park scheint sehr gut besucht sein.
- Man hätte sicherlich beim Bau, gerade der Talstation etwas an Baugröße reduzieren können und damit Geld gespart.

Tschenglaschlepper
- Er soll aufgestellt werden. Es gab mindestens 3 verschiedene mögliche Standorte + Klärungen mit Grundeigentümern. Wird man vermutlich im ebenfalls im Bürserberger was dazu finden, wie der Stand ist.
Optionen: verkürzte ehemalige Trasse/im Bereich Fuchsbau/ Talstation nach links hoch

Beschneiung
laufende Projekte:
- Genehmigung Wasserzufuhr Trinkwassernetz Tschengla (Überschuss)
- Genehmigung Wasserzufuhr via Wasserkraftwerk Brand
- geringfügige Anpassung Palüd/Melkboden (Webcam Palüd)
- Ausbau Beschneiung neuer Verbindungsweg Mittelstation Loischbahn
in Planung/Gerüchte:
- Leitung via Natursprüngeweg von Brand zum Burtschasattel
- Leitung Brand Alvierbach zum Speichersee Brand


Grundsätzlich sind alle laufenden Projekte/in Genehmigungsphase vergleichsweise klein. Aber können durchaus größere Auswirkungen machen. Hat meiner Meinung nach in den letzten Jahren gefehlt/ nicht stattgefunden. Abgesehen von den Anpassungsmaßnahmen der neuen Loischbahn/Pumpstation
Man könnte zwar auch einen neuen See in Bürserberg planen, aber das ist ja heutzutage einen sehr langwierige Sache, gerade in Vorarlberg.

neue Einhornbahn / Dorfbahn Bürserberg:
- Finanzierung rein Gemeinde Bürserberg, Betrieb Bergbahnen Brandnertal
- wichtig sind neue warme Betten um mit der zusätzlichen Kurtaxe
Projekte: Alpenlodge Fuchsbau (fertig); Hotel Talstation Loischbahn (Planung läuft), Hotel Bürserberg Boden (Planung läuft)

zusammen mit einer neuen Bahn dürfte damit auch das Landal Bürserberg Martin und das Gasthaus Schäfle etc auch wieder deutlich besser laufen

Investor:
Gab früher wohl mal Interessenten, aber man wollte wohl nicht... Aber mehr weiß ich auch nicht.

Niggenkopf II / Glattjoch / Gulma
Glattjoch: überlastet und macht sehr oft Probleme
Gulma: zickt auch ab und zu
Niggenkopf: veraltet, aber wichtig, da Gulma keine richtige blaue Abfahrt bietet.

Projekte zum Ersatz gibt es viele verschiedene von denen ich gehört habe. Mal war die eine Bahn wichtiger mal die andere. Was da konkret im Plan ist weiß ich nicht. Aber es muss was getan werden, theoretisch darf die Niggenkopfbahn bis 2036 fahren. Ich versuche da mal an Infos zu kommen.
Meine Meinung zum Thema Bahnen: Glattjochbahn komplett revidieren und Generalsanierung machen (später Neubau). Gulma verkürzen bis oberhalb Niggenkopf. Niggenkopf neu bis zum Gulmagrat (oberhalb Gulma Bergstation) und blaue Piste und an schwachen Tagen Gulmabahn nicht laufen lassen.

Am Ende scheitert es wie fast überall am Geld und vlt auch mal etwas Expertise.

Und wenn man insolvent geht hätte das auch einen Vorteil, wenn nicht die BTV (Inhaber SiMo) einsteigt. Würden es die Illwerke (Golm) aufgrund des Lünersees etc. bestimmt übernehmen.

Keine Ahnung welches Planungsunternehmen einen Vollbetonbunker für Büros als sinnvoll empfindet... siehe Loisch Tal. Da hat ja auch keiner drübergeschaut.

Ich bitte andere auch deren Sichtweise/Einschätzung zu schreiben
 
Zuletzt bearbeitet:
Da machst du aber ein Fass auf phifue :)

Ich muss ehrlich sagen, das Brandnertal hatte es noch nie einfach. Das mit der finanziellen Situation der Bergbahnen ist immer wieder Thema, wo man schon viele Wege gehen musste, damit man weiter kommt. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie schwierig es damals war, als die Dorfbahn diskutiert wurde inkl. der Verbindung mit dem Bürserberg, wo man von Haustür zu Haustür quasi gegangen ist (Beteiligung durch Bürger, Beteiligung durch die Beherbergungsbetriebe, ...), die Gemeinden sind immer wieder mit eingesprungen usw. usf.

Verschärft wird das ganze halt auch, dass die Winter immer kürzer werden und die Beschneiungskapazitäten einfach nicht genügend sind. Vieles wurde gemacht die letzten Jahre, aber man merkt immer wieder, es reicht nicht aus. Brand ist von der Lage her einfach auch nicht gesegnet, der Föhn ist Dauergast, das frisst dir den Schnee einfach schnell weg.

Und die notwendigen Investitionen sind sehr hart und von günstig weit entfernt. Ich kenne Brand, als es aus vielen Schleppliften noch bestand, Gulma, Palüd, etc. waren noch Schlepplifte. War sicher wirtschaftlich einfacher zu betreiben.

Das Brandnertal kommt aus meiner Sicht an den Punkt, den man einfach nicht mehr abreden darf, welches Angebot kann man dem Gast bieten? Eine reduzierte oder alternative Form? Also damit ihr meine Gedanken versteht, eine Mischung aus sanftem Tourismus und nicht mehr hochdimensionierten Anlagen und Pisten, die einfach wirklich teuer im Betrieb sind. Sehr schwierig, das zu bewerkstelligen. Oder einfach auch die Fragen mal stellen, ob Skigebietsteile eingestellt werden müssen. Oder eine Reduktion der Lifte, warum gibt es drei Schlepplifte, die für Kinder ausgelegt sind? Ja klar, sind die in unterschiedlichen Teilen vom Skigebiet.

Man nehme nur mal die Betriebszeiten her. Die neue Loischbahn fährt im Sommer von Mai bis November, gute 6 Monate. Im Winter 3 - 4 Monate und da sind die Kosten deutlich höher für Beschneiung, Präparation usw. usf. als wie die Angestellten im Sommer, die den Bikepark in Schuss halten. Das zeigt, wo halt auch mehr Möglichkeiten für Einnahmen gibt.

In der Haut vom GF der Bergbahnen möchte ich auch nicht stecken, es weht ihm auch ordentlich Gegenwind und er ist bemüht. Man kann jetzt sagen, was man will, aber er traut sich Schritte zu gehen, die notwendig sind.

Die SiMo / BTV als Eigentümer kann ich mir nicht vorstellen, im Montafon gibt es auch noch genug Investitionsbedarf (z.B. die neue 10er MGD am Hochjoch), welcher auch gestemmt werden muss. Die Illwerke arbeiten auch momentan an Konzepten, die mehr Sommertourismus abdecken und weniger Winter, scheinbar ist da die Zukunft der Matschwitzbahn komplett offen. Auch die Ausbaupläne im Golm (die möglich wären, gibt Raum dafür) sind komplett vom Tisch. Sind schon etwas ältere Infos von Mitarbeitern, ob die noch so stimmen weiss ich nicht.

Ich mache das Fass nur ein wenig weiter auf, Vorarlberg steht an und für sich an einem Punkt, wo man einige Überlegungen anstellen muss. Ich vergleiche das oft mit Tirol und auch der Ostschweiz, hier wurde die letzten Jahre viel gemacht um Angebote für unterschiedliche Altersgruppen zu schaffen. In Vorarlberg ist vieles im Sommer darauf ausgelegt, dass man Wanderer hoch befördert und dann hat es sich. Damit gewinnt man auf Dauer keinen Blumentopf.

So, tut mir leid für das Wirrwar, phifue hatte mich angestiftet.
 
Vielen Dank für eure ausführlichen Einordnungen, finde ich sehr spannend. Ich kenne das Brandnertal vorallem aus der Zeit, als ich noch ein kleiner Hüpfer war. Das ist mittlerweile auch schon 30 Jahre her und damals war die Liftinfrastruktur, wie bereits erwähnt, eine deutlich andere, mit vielen langen und steilen Schleppern. Nicht selten konnten wir in den Weihnachtsferien am Bürserberg in den 90ern nicht skifahren; die Investitionen, die in den letzten 30 Jahren gestemmt werden mussten, sind schon beachtlich für so ein Gebiet. Ich denke auch, dass der Fokus sich stark sich auf den Sommer verlagern wird bzw. muss. Vorallem am Bürserberg, der ohne den vor 15 Jahren eingeschlagenen Weg mit dem Bikepark, vermutlich in großen Schwierigkeiten stecken würde.
 
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