Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... Unerwartet hat sich in meinem Kalender eine zweitätige Lücke aufgetan, die förmlich nach Skifahren rief. Die Fragewar nur, wohin:
- Zermatt? Sicheres und super Wetter. Kürzeste Anreise. Mühsam mit Zug und Taxi/Bus. Langweiliges Pistenangebot. Nur Schlepper.
- Stilfserjoch? Ziemlich sicheres Wetter. Anreise fast gleich lang wie Tux. Normalerweise gute Präparierung. Schon um 6.30 offen (zu früh um morgens erst loszufahren -> bereits zerfahrene Pisten bis ich da bin. Mehr Pistenangebot. Aber auch nur Schlepper. Gute Hotels nur unten in Prad.
- Hintertux? Weiteste Anreise. Fragliches Wetter. Bestes Pistenangebot. EUBs und Sesselbahn. Oft schlechte Präparierung. Neuschnee (ist das im Sommer gut oder schlecht?). Tolle Hotels. Diese Saison schon 11x dorr gewesen.
Zermatt schied schnell mal aus. Also liess ich die beiden anderen offen, fuhr um 4 Uhr los und konnte so in Sargans entsprechend dem Wetter auf den Livecams entscheiden. Schon super, dass es im Juni so früh hell wird. Kurz vor Sargans blitzte es dann ausgerechnet, als ich den Blick auf sie Livecams warf. Nur wenige km/h zu viel, sicher kein Problem, doch hoffentlich sieht man auf dem Bild nicht, was ich mache...
Die Entscheidung fiel auf Tux, weil der Stelvio (auch) im Nebel hing. Wie sich später herausstellte, war das dort nur sowas wie Morgennebel, während es in Tux immer wieder neblig war, dennoch war es für mich rückblickend die richtige Entscheidung:
Der Neuschnee war geeenial. Die Sonne zeigte sich zwar nur kurz, aber auch wenn es immer wieder Nebelschwaden reindrückte, blieb die Bodensicht dank der hoch stehenden Sonne immer gut. Ich wusste gar nicht, dass man im Nebel so viel Spass haben kann
Der Schnee blieb bis Bergstation 10EUB pulvrig und gut, dann hart und gut, nur der TFH-Hang wurde zunehmends sulzig und schwer.
Fazit: Die weite Reise hat sich gelohnt! Ein toller Sommerskitag trotz mässig gutem Wetter. Jetzt freue ich mich auf das Hotel.