Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Allgemeine Diskussionen zu Skigebieten weltweit: Erfahrungsaustausch, Reisetipps und Entscheidungshilfen für die Planung des nächsten Skiurlaubs.
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ski-chrigel
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von ski-chrigel »

Falsch. Weder noch. Das ist für NG dreifach kumulierter Ärger:
1. Langsam laufender Lift
2. Kolonne am Lift
3. Warteschlange in der Hotline
Nahezu unüberlebbar. ;-)
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum

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Theo
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Theo »

Einige sehr interessante Rechnungen wurden hier schon gemacht. Inwieweit diese stimmen weis ich nicht, bloss die aus diesen Zahlen gezogene Schlussfolgerung ist eher merkwürdig.
Bei den vermuteten CHF2.- pro Tageseintritt gäbe es also eine recht stattliche Anzahl von Skigebieten wo pro Winter ganz anständige Millionenbeträge einsparen würden. Die Frage ist dann nur was mit dem Geld gemacht wird, sich selber in den Allerwertesten schieben oder reinvestieren?

Solange das eingesparte Geld schnellere Investitionen in die Beschneiung oder in den Ersatz von festgeklemmten Sesseln durch KSB's ermöglicht sehe ich kein Problem in einer gemässigten Tempodrosselung, welche je nach Anlagenlänge und dementsprechender Fahrzeit unterschiedlich auszufallen hat.

Wenn man in den Bergbahnen allerdings nur Verbrecher sieht deren erklärte Absicht es ist den Gast möglichst stark zu schikanieren kommt man natürlich zu einer anderen Schlussfolgerung, aber dass muss jeder für sich selber wissen.
Chense
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Chense »

Theo hat geschrieben: 28.01.2019 - 18:46 Einige sehr interessante Rechnungen wurden hier schon gemacht. Inwieweit diese stimmen weis ich nicht, bloss die aus diesen Zahlen gezogene Schlussfolgerung ist eher merkwürdig.
Bei den vermuteten CHF2.- pro Tageseintritt gäbe es also eine recht stattliche Anzahl von Skigebieten wo pro Winter ganz anständige Millionenbeträge einsparen würden. Die Frage ist dann nur was mit dem Geld gemacht wird, sich selber in den Allerwertesten schieben oder reinvestieren?

Solange das eingesparte Geld schnellere Investitionen in die Beschneiung oder in den Ersatz von festgeklemmten Sesseln durch KSB's ermöglicht sehe ich kein Problem in einer gemässigten Tempodrosselung, welche je nach Anlagenlänge und dementsprechender Fahrzeit unterschiedlich auszufallen hat.

Wenn man in den Bergbahnen allerdings nur Verbrecher sieht deren erklärte Absicht es ist den Gast möglichst stark zu schikanieren kommt man natürlich zu einer anderen Schlussfolgerung, aber dass muss jeder für sich selber wissen.
Das ist doch nichts neues, dass die Bergbahngesellschaften, vorrangig der Mann am Lift der ja soviel von der Kohle hat dem Gast schaden will ...

Ich habe in der gesamten Zeit am Lift nicht einmal von der Geschäftsleitung gesagt bekommen, dass ich langsamer fahren soll, außer, wenn die Anlage am totalen Limit lief und das andere Kollegen nicht hinbekommen haben, was dann zu Beschwerden ala "der fährt aber viel schneller als der" führte. Genauso habe ich es aber auch erlebt, dass einem Kollegen gesagt wurde, "Fahr schneller mit deinem SL, weil es bei anderen ja auch klappt"
Erst wenn der letzte SL stillgelegt,
die letzte PB abgebrochen,
und die letzte Piste modelliert ist,
werdet Ihr herausfinden, daß der Skisport tot ist!

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NeusserGletscher
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von NeusserGletscher »

Theo hat geschrieben: 28.01.2019 - 18:46 Wenn man in den Bergbahnen allerdings nur Verbrecher sieht deren erklärte Absicht es ist den Gast möglichst stark zu schikanieren kommt man natürlich zu einer anderen Schlussfolgerung, aber dass muss jeder für sich selber wissen.
Nein das siehst Du falsch. Die "Verbrecher" sind selbstverständlich nur diejenigen Kunden, welche für ihre läppischen paar Euro / Franken nicht die Katze im Sack kaufen wollen, Transparenz fordern und meckern, wenn die Anbieter klammheimlich ihre Leistungen kürzen um so versteckte Preiserhöhungen durchzusetzen. Wäre ich Unternehmer, dann wären mir selbstverständlich die anspruchslosen und arglosen Kunden die liebsten, die bereiten die wenigsten Probleme. :wink: :wink: :wink:
Theo hat geschrieben: 28.01.2019 - 18:46 Bei den vermuteten CHF2.- pro Tageseintritt gäbe es also eine recht stattliche Anzahl von Skigebieten wo pro Winter ganz anständige Millionenbeträge einsparen würden. Die Frage ist dann nur was mit dem Geld gemacht wird, sich selber in den Allerwertesten schieben oder reinvestieren?
Ich weiß auch nicht, was sie mit dem eingesparten Geld machen. Die Frage war aber, was jedem Skifahrer eine halbe bis eine Stunde Zeitgewinn am Tag wert ist. Wenn ich überlege, was mich ein Tag unbezahlter Urlaub kostet, dann sind besagte 2 Franken für eine halbe Stunde mehr Freizeit am Tag ein Klacks, den ich gerne zu zahlen bereit wäre.

Ein Nutzer (SC) hat sich klar dagegen ausgesprochen, weil ihm die Mehrkosten von 280 Franken bei seinen 140 Skitagen zu hoch sind. Wobei ich an seiner Stelle die 70 bis 140 Stunden höher gewichten würde. Wenn man bedenkt, was eine Stunde Handwerker in der Schweiz kostet, braucht man nur mal den Wasserhahn selbst zu reparieren und hat die Kosten für ein Jahr Schnell-Skilift fahren locker wieder drin. :wink:
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
Franklin
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Re: Auch in Kitzbühel gibt es Neuigkeiten

Beitrag von Franklin »

Stäntn hat geschrieben: 21.11.2019 - 09:46
Ram-Brand hat geschrieben: 20.11.2019 - 20:32 Bestimmt nur wenn Funk und Presse da ist. Ansonsten langsamer wie immer.
Wenns nicht so traurig wäre könnt ich ja lachen. Die Kitzbüheler strapazieren die Nerven manchmal ganz schön mit ihren Langsamfahrten... :evil:
Sorry for writing in English (trying to learn German..) and for the partial offtopic but I am interested in this aspect.
Lifts running slowly, I really noticed that in kitzbühel last year and it happens in many resorts, sometimes it is really annoying also for me. Some resorts really seem to push that to the limit, some lifts never run at max speed or even close to that, even in queue conditions.
Some resorts instead always run their lifts at max speed or close.
I really would like to know what are the reasons involved, saving money or are there other technical/specific reasons?
As a comment, I really find it quite embarrassing to build state of the art, million dollar lifts (leather, heated seats...) and then running at 4 m/s. In some cases they result slower than the old lift they replaced, for example when new 8ksb are replacing older 4ksb; are the new ones more expensive to operate at high speeds?
I think it's weird and nonsense anyway. I would prefer to ride faster than slower with heated bottom...
Many thanks for anyone's input!
biofleisch
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von biofleisch »

Franklin hat geschrieben: 25.11.2019 - 12:32 Lifts running slowly, I really noticed that in kitzbühel last year and it happens in many resorts, sometimes it is really annoying also for me. Some resorts really seem to push that to the limit, some lifts never run at max speed or even close to that, even in queue conditions.
Some resorts instead always run their lifts at max speed or close.
I really would like to know what are the reasons involved, saving money or are there other technical/specific reasons?
To cut the whole discussion short (in my humble understanding):
It's a mix of comfort (faster is somewhat less comfortable to enter / leave a lift), safety (see before), energy consumption and mechanical wear.
drowning in fakenews?
biofleisch
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von biofleisch »

Oliver.O hat geschrieben: 23.01.2019 - 20:53 Deshalb an alle Interessierten diese Fragen:
  • In welchem Gebiet fahren die Liftanlagen mit Nenngeschwindigkeit?
  • In welchem Gebiet fahren Liftanlagen mit reduzierter Geschwindigkeit?
  • Welche Anlagen und Geschwindigkeiten waren das genau?
  • Wie wurde gemessen (siehe unten)?
  • Passiert das immer, oder nur bei geringem Andrang?
  • War es an der Anlage sehr windig zur Zeit der Drosselung?
Sollte ein Anlagenbetreiber eine Stellungnahme wagen, die Fragen:
  • Wann genau und ein welchem Maß wird gedrosselt?
  • Welches Ziel verfolgt die Drosselung?
Um mal wieder die Ursprungsfrage(n) zu beantworten:
* Kaunertaler Gletscher, Karleskogelbahn
* geschätzte Geschwindigkeit (via App) rund um die 3m/s
* die ganze Zeit, meine mich auch zu erinnern, dass dies vor 3 Jahren bei meinem letzten Besuch ebenfalls nervig aufgefallen ist.
* Es war kein Wind, der Andrang mässig aber auch gerade die lange Einsteigedauer nervig.
* Seltsamerweise steht an der Anlage "Fahrgeschwindigkeit 6m/s, Fahrtdauer 6'28min" - Ich habe die Fahrtzeit gestoppt, es waren tatsächlich nur etwas mehr als 6min.
* Auf Nachfrage beim Liftler meinte dieser, wenn die schneller fahren, würden Sensoren in der Station Fehler melden und die Bahn würde immer wieder stoppen.
* Bei meinem letzten Besuch sind mir nicht wenige Behinderte aufgefallen. Das gesamte Skigebiet wird als Barrierefrei beworben und demnach war die Schleichfahrt beim letzten Besuch nachvollziehbar.
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Re: Auch in Kitzbühel gibt es Neuigkeiten

Beitrag von tauernjunkie »

Franklin hat geschrieben: 25.11.2019 - 12:32
Stäntn hat geschrieben: 21.11.2019 - 09:46
Ram-Brand hat geschrieben: 20.11.2019 - 20:32 Bestimmt nur wenn Funk und Presse da ist. Ansonsten langsamer wie immer.
Wenns nicht so traurig wäre könnt ich ja lachen. Die Kitzbüheler strapazieren die Nerven manchmal ganz schön mit ihren Langsamfahrten... :evil:
Sorry for writing in English (trying to learn German..) and for the partial offtopic but I am interested in this aspect.
Lifts running slowly, I really noticed that in kitzbühel last year and it happens in many resorts, sometimes it is really annoying also for me. Some resorts really seem to push that to the limit, some lifts never run at max speed or even close to that, even in queue conditions.
Some resorts instead always run their lifts at max speed or close.
I really would like to know what are the reasons involved, saving money or are there other technical/specific reasons?
Only cost reduction.

Of course it depends on resort and staff. Kitzbühel is a world champion in running slowly. 8-CLD/B Steibergkogel never runs at max speed 5m/s not even 4 m/s (usualy 3.5)!
I noticed that lifts in Alpbach Wildschönau and Wildkogel Arena operate at max speed or near even when empty
even in queue conditions.
This should not be the case. Then (in General) they increase speed up to max.
But they are not stupid. More speed => more capacity.
For this reason new 10-MGD Fleck is able to run 7m/s. Less cabins => less consumption, higher max speed => wider interval of capacitys (well translated?)

Finally: Complain about it! If they lose customers they lose money too.
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Theo
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Theo »

Das Problem ist halt dass viele neuere Anlagen ein zu hohe Kapazität für ein paar Spitzentage haben. Da juckt es dich dann halt schon ein bisschen runter zu drehen wenn wenig los ist. Nehmen wir jetzt das Beispiel Fleck in Kitz. Es gab etliche hier wo der Meinung waren dass die mit mindestens 3000p/h hätte gebaut werden sollen anstatt der 2400 oder 2600 wo es jetzt werden. Nehmen wir jetzt mal an die Fährt 5.5m/s und es kommen mehr Leute so ist man mit tieferer Kap gezwungen früher am Dampfrad zu drehen.
Bei meiner derzeitigen Bahn bin ich bisher jeweils ca. 1.5 Std am Stück Vollgas gefahren wenn es erforderlich war. Es gab eine einzige Ausnahme wo es 2.5 Std waren, an dem Tag waren aber aus einen gewissen Grund eher unfreiwillig nur 75% der Sessel drauf und die Kap daher um 450p/h tiefer. Bei Vollbestückung wäre ich an dem Tag max 1 Std am Stück Vollgas gefahren.

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gerrit
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von gerrit »

Ich denke, es gibt wohl kaum eine gesetzliche Grundlage, die einen Liftbetreiber dazu verpflichtet, die volle Kapazität einer Anlage auszureizen, weder die volle Geschwindigkeit noch die Verwendung aller Beförderungsmittel können eingefordert werden, auch müssen Pendelbahnen wohl nicht zwingend ständig fahren sondern können ihre Fahrpläne (z.B. alle 20 Minuten) einhalten. Wenn dadurch bei längeren Wartezeiten Unmut entsteht, so muss der Betreiber wohl überlegen, ob diese Wartezeiten marketingtechnisch günstig sind, aber eine Anlage bei mangelndem Andrang ressourcenschonend etwas langsamer zu betreiben ist meines Erachtens völlig in Ordnung. Ich denke, die Benützer, die das überhaupt registrieren, sind ohnehin in der Minderzahl, und auch davon werden wohl die wenigsten deshalb das Schigebiet boykottieren.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von tauernjunkie »

Theo hat geschrieben: 25.11.2019 - 18:23 Das Problem ist halt dass viele neuere Anlagen ein zu hohe Kapazität für ein paar Spitzentage haben. Da juckt es dich dann halt schon ein bisschen runter zu drehen wenn wenig los ist. Nehmen wir jetzt das Beispiel Fleck in Kitz. Es gab etliche hier wo der Meinung waren dass die mit mindestens 3000p/h hätte gebaut werden sollen anstatt der 2400 oder 2600 wo es jetzt werden. Nehmen wir jetzt mal an die Fährt 5.5m/s und es kommen mehr Leute so ist man mit tieferer Kap gezwungen früher am Dampfrad zu drehen.
Generell ist das richtig. Aber bis sie den Geschwindigkeitsregler raufstellen, wirst Du als Skigast vorher mind. 5min. Schlange stehen müssen.
An leeren Tagen mit einer KSB vmax=5m/s (die dann im Normalbetrieb immer kräftig Überkapazitäten mit sich schleppt), tatsächlich gefahren im Kriechtempo wirst Du trotzem mehr Runden schaffen als an Tagen, an denen die KSB mit vmax läuft. Zumal auch die FBM für den Skigast angenehmer, d.h. weniger ausgelastet sind. :D Dem Liftbetreiber ist genau das natürlich ein Dorn im Auge.

Aber gerade bei Zubringerbahnen hat es nunmal zeitlich kurve, intensive Spitzen und für sowas ist die hohe vmax perfekt. Mir ist es auch lieber, wenn ich an der Bahn 10min. stehen muss und dafür auf der Piste gescheit Platz hab (Stichwort: Liftkapazität-Pisten-Verhältnis). Bei der Kapazität wird meiner Meinung nach viel zu oft viel zu stark übertrieben. Besonders schlimm ist es z.B. in Flachau oder auf der Planai: Die 2000p/h der 4-SB waren für den schmalen Hang am Burgstall schon viel zu viel (1000 hätten gereicht). Die neue 8-KSB hatte man dann aber noch für sage und schreibe 2800p/h ausgelegt. Hätte ja nicht weniger sein dürfen, nein, nein. :nein: Zum Vergleich: Die KSB im Mitterhaus hat nur 400p/h mehr und eine ca. fünf mal so breite Abfahrt und selbst dort gibt es nie Wartezeiten dafür aber ein unerträgliches Gewusel auf den Pisten. Da braucht man dann wirklich nicht mehr skifahren.

Wem macht es schon Spaß im Stau Auto zu fahren? Auf der Piste ist es ganz genauso!
NeusserGletscher
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von NeusserGletscher »

So richtig negativ ist mir das erstmals beim 6er Plansegg in SFL aufgefallen. Zum einen ist der Sessel hoffnungslos unterdimensioniert. Den ganzen Tag über reichte die Warteschlange weit über die Absperrungen hinaus. Dann blieb das Teil aus unerfindlichen Gründen bei fast jeder Fahrt für mehrere Minuten stehen. Und als sich dann wegen eines Schneeschauers die Schlange der Wartenden pötzlich lichtete, lief die Anlage sofort nur noch im Schneckentempo. Mit samt dem Rest der Schlange, die zuvor die Sessel besetzt hatte. Schade. Die Pisten dort eignen sich wunderbar für Wiederholungsfahrten. Der Lift nicht.

Ärgerlich ist das vor allem, wenn man bei guten Lichtverhältnissen im Sessel verschaukelt wird und wenn man dann endlich oben ist, kommt wieder ein Schneeschauer rein oder die Bodensicht hat zwischenzeitlich stark abgenommen.
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Reginleif »

Ich krame den Thread mal wieder aus, nachdem ich gestern seit langem mal wieder ein schon unverschämtes Negativerlebnis hatte.
Bin gestern (18.01) am Sonnenkopf gewesen, aufgrund von Traumwetter ein absoluter Großkampftag. An der Bahn im Tal um 9 Uhr eine Wartezeit von 1h :!: Und man lässt die Gondel mit 3,5m/s fahren (mit Smartphone gemessen und deckte sich auch mit der Fahrzeit) :!: Da habe ich einfach kein Verständnis für.
Wenn wenig los ist und man die Lifte drosselt gefällt mir das auch schon nicht, ich kann es aus Betreibersicht aber verstehen und nehme das wohl oder übel in kauf. Aber bei einer solchen Wartezeit die Förderleistung auf 70% zu reduzieren und die Fahrzeit dann auch noch zu verlängern, das geht einfach nicht.
Wäre man mit 5m/s gefahren, hätte sich der Andrang wohl gar nicht so aufgebau, zumal die Leute ja nicht alle zeitgleich kamen. Als ich in der Kabine war, ist die Schlange nicht kleiner gewesen, einige kamen wohl erst gegen Mittag überhaupt auf den Berg.
Da gewinnt man doch auch als Betreiber nichts, denn die Unzufriedenheit bei den Gästen hat man förmlich gespürt und das rächt sich doch irgendwann.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Max1311 »

Wir waren am Freitag am Hochkönig. Unterm Tag ist uns bis auf die Sinalcobahn (hier aber besonders viel Auswirkung, da die Bahn mit Abstand die längste ist) keine besondere Schleicheritis aufgefallen. Aber als wir um ca. 15:15 Uhr nach der Runde durchs ganze Gebiet wieder in Mühlbach waren, fuhr die Gondel nur noch mit 10,5 Km/h. Anschließend fuhr die Fellersbach Sesselbahn bei unserer ersten Fahrt mit 14 Km/h, aber plötzlich wurden wir nach ca einem Drittel der Liftfahrt ewig langsam (9 Km/h). War dann auch die nächste Fahrt so. Bei der letzten Fahrt sind wir um 15:58 Uhr (es sprang gerade von 57 auf 58) durch's Drehkreuz und schwupps ab 16:04 drehten sie wieder auf 14 Km/h.
Finde, dass man hier als "Vielfahrer" die Auswirkung der gedrosselten Geschwindigkeit deutlich sieht (in Summe 4 Langsame Liftfahrten = 1 Fahrt weniger mit der Fellersbach (492 hm) -normale Taktung mit Liftfahrt + Abfahrt 10 Min-).
Für mich betriebswirtschaftlich auch nachvollziehbar, da wir immer den nächsten Sessel nehmen konnten, aber trotzdem ärgerlich, da uns so eine Fahrt "genommen" wurde.
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von schwabenzorro »

Kann deinen Ärger gut nachvollziehen, wir ärgern uns auch immer über schleichende Lifte. Besonders schlimm, wenn dadurch dann auch noch Wartezeiten entstehen die nicht sein müssten. Aber allein die fehlende Fahrt mit 492 HM ist Ärgenis genug.

Was ich aber letzte Woche auch festgestellt habe, allerdings nicht nur da, ist, dass immer mehr Leute immer blöder und egoistischer werden. Da hat man 8-er Sessellifte und muss trotzdem warten, weil kaum ein Sessel voll ist. Und viele stellen sich direkt vorne an den Einstieg hin, bleiben dann aber stehen wenn die Klappe aufgeht, weil man muss ja unbedingt mit seinem Kumpel liften, alleine oder womöglich mit fremden Menschen geht ja gar nicht. :wall: :wall: :wall:
Wenn diejenigen dann wenigsten etwas Platz machen würden, dass man von hinten die Sessel auffüllen könnten, aber nein, so weit denkt man ja nicht. Frage mich, ob die überhaupt was denken. :nein:

Leider verhalten sich auch viele dann auch auf der Piste als wären sie alleine auf der Welt: Anhalten in den unübersichtlichsten und engsten Stellen und quer reinstehen, am Lift stellt man sich direkt vor die Eingänge und wartet auf was weiß ich wen und blockiert die Zugänge und bei der Abfahrt schaut kaum noch jemand nach oben wenn er losfährt. An stehenden Gruppen kannst eigentlich nur noch hinten vorbei fahren, weil du nie weißt, wann so ein Schwachmat plötzlich losfährt. :boese:

So, das musste mal raus!
2016/2017: 461.598 Höhenmeter und 2.484 km in 31 Tagen
2017/2018: 507.804 Höhenmeter und 2.691 km in 33 Tagen
2018/2019: 625.912 Höhenmeter und 3.253 km in 37 Tagen
2019/2020: 386.376 Höhenmeter und 1.993 km in 22 Tagen
2020/2021: ein renoviertes Wohnzimmer
2021/2022: 206.361 Höhenmeter und 1.115 km in 13 Tagen
2022/2023: 421.114 Höhenmeter und 2.429 km in 33 Tagen
2023/2024: 295.977 Höhenmeter und 1.701 km in 25 Tagen
2024/2025: 310.241 Höhenmeter und 1.684 km in 24 Tagen
Beim Skifahren gibt es kein schlechtes Wetter, nur interessante Verhältnisse.
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von tmk1609 »

Sinalco am Hochkönig ist meine "Powernap-Gondel" - der geht sich da drinnen wirklich locker aus. :D
Ein Spetzi aus Mühlbach ärgert sich auch immer weil er bei der internen Königstour-Trophy nicht vorne dabei ist, einfach weil das ein reines Glückspiel mit den Liftgeschwindigkeiten ist. :D

Aber es gibt auch ein positives Beispiel, dass ich hier hervorholen möchte, nämlich der 4er-Sessel Hochfichtbahn am Hochficht zu Silvester. Dort gibt es noch eine echte Einzelfahrerspur und ein Liftwart hat dafür gesorgt, dass auch wirklich jeder Sessel zu 100% ausgelastet war. Sehr vorbildlich.

lg, da TMK
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Re: Gedrosselte Liftanlagen: Wird am Gast gespart?

Beitrag von Seilbahnfreund »

Heute in Warth, die drei kuppelbaren Sessellifte der BB Warth fuhren sehr schnell, obwohl in den Talstationen kaum Leute anstanden. So muss das sein :top:

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