NeusserGletscher hat geschrieben: 09.01.2023 - 11:16Es war auf einer "flacheren" Stelle am langen Zug. Dessen maximale Neigung wird sogar mit 55° angegeben.
Diese Angabe findet sich an gewissen Stellen im Internet, das ist aber definitiv falsch.
55° hat nicht mal der Canalone Holzer. Ich behaupte, die wenigsten hier sind bisher einen Hang mit 55° gefahren!
Bin den langen Zug auch schon gefahren, das ist in etwa so steil wie in Arabba die Fodoma oder Ornella.
Vor Ort steht ein Schild mit 80%, das wären 38,66°, das dürfte wohl eher hinkommen. Also knapp an den 40°, im allersteilsten Stück.
Dass sich die Pisten durch den Kunstschnee in Topzustand befinden , bringt einen Nachteil mit sich. „Im Vergleich zu früher sind die Pisten alle ,brettleben’. Dadurch ist es sehr leicht, mit nur wenig skifahrerischem Können sehr schnell zu fahren“, weiß Hermann Spiegl, Leiter der Tiroler Bergrettung.
Es sind nicht nur brettebene Pisten, die manchen Wintersportlern Probleme bereiten. Ich bin derzeit am Arlberg und muss sagen, das skitechnische Nievau ist selbst für österreichische Verhältnisse unterirdisch ( ). Dank deutlicher Minusgrade ist beispielsweise die blaue Talabfahrt von Galzig nach Anton selbst am Nachmittag kaum verbuckelt. Trotzem sind gefühlt 2/3 der dort Fahrenden selbst vormittags mit den leichten Hangstücken technisch bereits völlig überfordert. Häufigste Fehler sind Rücklage, K***Stuhl und viel zu starkes Mitdrehen mit dem Oberkörper, wodurch die Wintersportler nur als Passagiere auf ihrem Gerät unterwegs sind. Da muss man schon Angst um die eigene Gesundheit haben, weil ständig die Gefahr latent im Raum steht, dass jemand plötzlich unkontrolliert von der Seite kommt. Aber da der Herdentrieb nach zwei Lock-Down Jahren besser denn je funktioniert, kommt es immer wieder zu Lücken in den Pulks, die man sogar für Querfahrten nutzen kann.
NeusserGletscher hat geschrieben: 19.01.2023 - 05:20
[Aber da der Herdentrieb nach zwei Lock-Down Jahren besser denn je funktioniert, kommt es immer wieder zu Lücken in den Pulks, die man sogar für Querfahrten nutzen kann.
Der Herdentrieb treibt die Leute auch immer in die Großskigebiete. Ich konnte mich diese Woche über das Niveau in den Kleinskigebieten nicht beschweren. Besonders Eindrucksvoll der älterer Herr der die Piste durchgehend in Abfahrtshocke im Super-G Stil durchgefahren ist
NeusserGletscher hat geschrieben: 19.01.2023 - 05:20
Ich bin derzeit am Arlberg und muss sagen, das skitechnische Nievau ist selbst für österreichische Verhältnisse unterirdisch ( )
das ist am arlberg doch der normalfall und nicht die ausnahme
Unfall Hintertuxer Gletscher Januar 2023: Kleinezeitung und andere berichten über Anklage gegen GF der Gletscherbahn und zwei Mitarbeitende wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung. https://www.kleinezeitung.at/service/ne ... l-in-tirol
Die Anklage berufe sich auf ein zu den Unfällen erstelltes Gutachten, das im Wesentlichen zwei Faktoren ins Feld führe:
- keine ausreichende Kontrolle der Piste vor Betriebsbeginn
- falsche Bezeichnung als "rot", weil aufgrund der Steilheit im entsprechenden Abschnitt "schwarz" richtig sei.
Beachte: Anklage ist kein Urteil, es gilt die Unschuldsvermutung. Wir werden sicher lesen, wie es weitergeht.