Martin_D hat geschrieben:
Lies dir doch mal den gesamten Artikel aufmerksam durch und nicht nur die Einleitung:
Folgende Aussagen sich in dem Artikel:
(1) "Die Erwärmungsrate lag in den vergangenen 15 Jahren (1998 bis 2012) bei 0,05 Grad pro Dekade und damit unter dem Trend von 1951 bis 2012 mit einem Anstieg von 0,12 Grad" (pro Jahrzehnt) *)
(2) Der Weltklimarat geht für die Zukunft von einer durchschnittlichen Temperaturerhöhung 0,2 Grad pro Dekade aus. (Für welchen Zeitraum diese Prognose gilt, wird im Artikel nicht erwähnt.
Der ganzen wertenden Aussagen in diesem Artikel beruhen auf der Annahme, dass sich (1) und (2) widersprechen würden. Dazu gehört insbesondere die Überschrift und die Einleitung.
Zitat aus dem verlinkten Artikel der Welt hat geschrieben:Forscher entziehen Klimaregulierern die Grundlage
Vom Emissionshandel bis zum Glühbirnenverbot: Die EU-Klimapolitik fußt auf der Annahme, die Erde erwärme sich immer schneller. Nun rudert der Weltklimarat zurück – und hinterlässt ratlose Regulierer.
Die entscheidende Frage ist jetzt folgende: Gibt es zwischen den gemessenen Fakten in Aussage (1) und der Prognose des Weltklimarats in Aussage (2) überhaupt einen Widerspruch ?
Einfache Antwort: Nein
Den in der Prognose ist ja nur von einer
durchschnittlichen Erwähmung von 0,2°C pro Jahrzehnt die Rede. Die tatsächliche Erwärmungsrate kann davon nach oben oder nach unten abweichen. Schaue dir mal folgende auf wikipedia veröffentlichte Grafik an !
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... o_Nasa.svg
Die Grafik zeigt die Veränderung der globalen Durchschnittstemperatur seit 1880. Die rote Kurve beschreibt wohl die Entwicklung des Zehnjahresmittels. Die Kurve macht hat schon immer in der Vergangenheit Schlenker nach oben oder nach unten gemacht. Die Klimamodelle haben nie den Anspruch erhoben, dass sie diese Schlenker erklären kann. Die Klimamodelle, auf deren Grundlage die Prognose trifft, erklärt den langfristigen Verlauf der Kurve, aber nicht die kurzfristigen Schlenker. Wenn man sich die Kurve anschaut, dann muss doch jeder vernünftige Mensch eigentlich eingestehen, dass der aktuelle Schlenker, um den sich die Diskussion derzeit dreht, keineswegs als Beleg dafür taugt, dass diese Klimamodelle nichts taugen. Zwischen 1940 und 1950 gibt es einen viel größeren Schlenker nach unten.
Stell dir vor, eine Zeitung befragt 10 Leute zu ihrer Wahlabsicht bei der bevorstehenden Bundestagswahl und genau 2 davon wollen CDU wählen. Auf dieser Grundlage bringt die Zeitung die Schlagzeile: "CDU nur noch bei 20%" Ähnlich seriös ist der Artikel in der Welt.
@Rüganer:
Das hier ist ein Diskussionsforum. Zu einer konstruktiven Diskussion gehört für mich mehr als nur lauter verschiedene Links in den Thread schmeißen und dabei immer die gleichen Floskeln schreiben, ohne auf sachliche Beiträge anderer User mehr als nur oberflächlich einzugehen.
*) das "pro Jahrzehnt" habe ich hinzugefügt, damit der Satz überhaupt einen Sinn ergibt. Im verlinkten Artikel fehlt diese Ergänzung